So nutzen Fair Trade-Bauern die Prämie

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Reiseblog
von Anne Bien

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Im Juli 2016 habe ich unsere Einkaufsmanagerin Silvia Kurte zu unserem Kakaopartner COOPROAGRO in die Dominikanische Republik begleitet. Heute lernen wir einige Genossenschaftsmitglieder und ihre Familien kennen. Wir sehen, welche Projekte sie durch den Fairen Handel umsetzen konnten - und ich habe das erste Mal echte Kakaobäume um mich.

Einen Überblick über unsere Reise sehen Sie hier

Maniokwurzel und Kochbanane zum Frühstück, dazu ein starker Kaffee und frischer Limettensaft – es kann losgehen!

Die Brücken von Cuaba und Chinguelo

Als erstes besuchen wir heute die beiden Brücken in Cuaba und Chinguelo. In der Regenzeit können Flüsse hier unüberwindbar werden, weil sie so weit über die Ufer treten. Kinder kommen dann nicht zur Schule, Kranke nicht in die Klinik. So zum Beispiel in der Gemeinde Cuaba. Hier ist gerade eine neue Brücke fertiggestellt worden.

Die neue Brücke in Cuaba, finanziert aus den Geldern des Fairen Handels. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die neue Brücke in Cuaba, finanziert aus den Geldern des Fairen Handels. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Damit das Projekt vollständig ist, muss diese Staumauer noch zu Ende gebaut werden. Denn zurzeit kann der Fluss noch über die Ufer treten und stellt bei starkem Regen eine Gefahr dar.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Damit das Projekt vollständig ist, muss diese Staumauer noch zu Ende gebaut werden. Denn zurzeit kann der Fluss noch über die Ufer treten und stellt bei starkem Regen eine Gefahr dar. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Viele sind der Meinung, dass die Prämie weiterhin für die Staumauer verwendet werden soll. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Viele sind der Meinung, dass die Prämie weiterhin für die Staumauer verwendet werden soll. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

„Der Staat wollte 80 Familien auf die andere Flussseite umsiedeln.“ — Kakaobauer Cleotilde Garcia Luna

Exportmanager Francisco Soto erzählt uns die Geschichte dazu: „Der Staat hatte den Bau abgelehnt, weil er zu teuer sei. Acht bis neun Millionen Pesos* hatte die Regierung dafür veranschlagt. Die Mitglieder des Distrikts haben daraufhin entschieden, die Fair Handelsprämie dafür zu nutzen – und das Projekt für 2,5 Millionen Pesos umgesetzt.“

Kakaobauer Cleotilde Garcia Luna ergänzt: „Der Vorschlag der Regierung war, 80 Familien auf die andere Flussseite umzusiedeln.“ 

Schon seit ein paar Jahren fertig, aber nicht weniger wichtig ist die Fußgängerbrücke bei Chinguelo – hier kreuzen sich gleich drei Flüsse:

Die Mitglieder haben die 70 Meter lange Brücke aus der Fair Trade-Prämie finanziert. Hier treffen drei Flüsse aufeinander, die in der Regenzeit so stark anschwellen, dass sie für die Anwohner zum Problem werden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Mitglieder haben die 70 Meter lange Brücke aus der Fair Trade-Prämie finanziert. Hier treffen drei Flüsse aufeinander, die in der Regenzeit so stark anschwellen, dass sie für die Anwohner zum Problem werden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kakaobauer Elpidio Hernandez: „Wir waren teilweise acht bis zehn Tage von der Außenwelt abgeschnitten.“ – Kinder konnten in dieser Zeit nicht zur Schule und Kranke nicht medizinisch versorgt werden. Er erklärt weiter: „Am Fluss standen früher Häuser – der Fluss hat sie weggerissen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kakaobauer Elpidio Hernandez: „Wir waren teilweise acht bis zehn Tage von der Außenwelt abgeschnitten.“ – Kinder konnten in dieser Zeit nicht zur Schule und Kranke nicht medizinisch versorgt werden. Er erklärt weiter: „Am Fluss standen früher Häuser – der Fluss hat sie weggerissen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Im Moment ist das Wasser flach und wir können einfach mit dem Auto durchfahren. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Im Moment ist das Wasser flach und wir können einfach mit dem Auto durchfahren. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Wer entscheidet, was mit der Fair Trade-Prämie passiert?

Die Bauern selbst! Bei COOPROAGRO sind die Mitglieder in 21 Unterdistrikte aufgeteilt. Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder in ihrem Distrikt und bekommen von den Agrartechnikern, z. B. von unserem Begleiter Nicolas Ortiz, eine Schulung zum Fairen Handel. Bei einem zweiten Treffen bringen sie Vorschläge ein, was mit dem Geld passieren soll, und stimmen darüber ab.

Nicolas Ortiz, Agrartechniker und Berater bei COOPROAGRO, zeigt uns Plakate von einer Produzentenversammlung. Darauf stehen die Vorschläge der Mitglieder. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Nicolas Ortiz, Agrartechniker und Berater bei COOPROAGRO, zeigt uns Plakate von einer Produzentenversammlung. Darauf stehen die Vorschläge der Mitglieder. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Was ist den Mitgliedern wichtig am Fairen Handel?

„COOPROAGRO zahlt einen fairen Preis für alle.“ — Kakaobauer Juan Edito Hernandez

Angel Marcial Jimenez sieht viele Vorteile in der Genossenschaft – ein Beispiel: „Am Ende des Jahres erhalten wir einen Teil des Gewinns. Wenn ich an Zwischenhändler verkaufen würde, bekäme ich am Ende des Jahres nichts mehr.“ 

Ramon Garcia ist Anfang 30 und Präsident seines Distrikts. Die Mitglieder haben bewusst einen jüngeren Präsidenten gewählt, um ihren Nachwuchs zu fördern. Er findet die Hinterbliebenenhilfe sehr wichtig, die COOPROAGRO seinen Mitgliedern anbietet.

In der Bildergalerie lernen Sie einige Bauern aus Chinguelo, Cuaba und Umgebung kennen – unter anderem Elpidio Hernandez, den Sie vielleicht schon von einigen unserer Schokoladen kennen?

Bei unserem Besuch bringen wir auch GEPA-Flyer und Schokoladen mit. So kann Elpidio Hernandez das Bild von sich aus jüngeren Tagen auf der Schokoladenverpackung sehen. Dass er seitdem das ein oder andere graue Haar mehr hat, lässt ihn und seine Kollegen schmunzeln. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Bei unserem Besuch bringen wir auch GEPA-Flyer und Schokoladen mit. So kann Elpidio Hernandez das Bild von sich aus jüngeren Tagen auf der Schokoladenverpackung sehen. Dass er seitdem das ein oder andere graue Haar mehr hat, lässt ihn und seine Kollegen schmunzeln. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Juan Edito Hernandez: "Andere Unternehmen zahlen, was sie wollen. COOPROAGRO zahlt einen fairen Preis für alle." Von COOPROAGRO bezieht die GEPA den meisten Bio-Kakao für ihre Schokoladenprodukte. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Juan Edito Hernandez: "Andere Unternehmen zahlen, was sie wollen. COOPROAGRO zahlt einen fairen Preis für alle." Von COOPROAGRO bezieht die GEPA den meisten Bio-Kakao für ihre Schokoladenprodukte. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
„Wir bauen ohne Chemie an und unser Kakao hat eine sehr gute Qualität“, wirbt Angel Marcial Jimenez für den Biokakao von COOPROAGRO. „Die Kunden in Deutschland können ihn also bedenkenlos essen.“ Die Genossenschaft hat seiner Meinung nach viele Vorteile – ein Beispiel: „Am Ende des Jahres erhalten wir einen Teil vom Gewinn ausbezahlt. Wenn ich an Zwischenhändler verkaufen würde, bekäme ich am Ende des Jahres nichts mehr.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
„Wir bauen ohne Chemie an und unser Kakao hat eine sehr gute Qualität“, wirbt Angel Marcial Jimenez für den Biokakao von COOPROAGRO. „Die Kunden in Deutschland können ihn also bedenkenlos essen.“ Die Genossenschaft hat seiner Meinung nach viele Vorteile – ein Beispiel: „Am Ende des Jahres erhalten wir einen Teil vom Gewinn ausbezahlt. Wenn ich an Zwischenhändler verkaufen würde, bekäme ich am Ende des Jahres nichts mehr.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ramón Garcia, Anfang 30 und Präsident seines Distrikts. Die Mitglieder haben ihn bewusst gewählt, um Nachwuchs zu fördern. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ramón Garcia, Anfang 30 und Präsident seines Distrikts. Die Mitglieder haben ihn bewusst gewählt, um Nachwuchs zu fördern. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Interessiert schauen die Produzenten die GEPA-Faltblätter und Schokoladen an, die Silvia mitgebracht hat. Unsere Kolleginnen aus der Werbeabteilung haben u. a. Fotos von - COOPROAGRO darin verwendet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Interessiert schauen die Produzenten die GEPA-Faltblätter und Schokoladen an, die Silvia mitgebracht hat. Unsere Kolleginnen aus der Werbeabteilung haben u. a. Fotos von - COOPROAGRO darin verwendet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
…und die Schokolade wird natürlich probiert – auch wenn sie unter der karibischen Sonne schon etwas geschmolzen ist. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
…und die Schokolade wird natürlich probiert – auch wenn sie unter der karibischen Sonne schon etwas geschmolzen ist. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Zeit für ein Gruppenfoto: Die Kakaobauern der Gemeinde Cuaba – das ist bei der neuen Autobrücke. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Zeit für ein Gruppenfoto: Die Kakaobauern der Gemeinde Cuaba – das ist bei der neuen Autobrücke. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Bei Familie Herndanez in Chinguelo sind wir zum Kaffee eingeladen – hier ein kleiner Eindruck.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Bei Familie Herndanez in Chinguelo sind wir zum Kaffee eingeladen – hier ein kleiner Eindruck. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Bei Familie Herndanez in Chinguelo sind wir zum Kaffee eingeladen – hier ein kleiner Eindruck.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Bei Familie Herndanez in Chinguelo sind wir zum Kaffee eingeladen – hier ein kleiner Eindruck. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Saisonarbeiter bei COOPROAGRO

Meine Kollegin Silvia Kurte spricht mit den Produzenten selbst und auch in der Zentrale über die Löhne von Saisonarbeitern. Die Mitglieder von COOPROAGRO stellen hierfür Nachbarn, Familienmitglieder oder Bekannte ein – und nicht etwa Billigarbeitskräfte aus Haiti, die in der Landwirtschaft der Dominikanischen Republik häufig ausgebeutet werden. 

Pro Tag bekommen die Saisonarbeiter bei den Mitgliedsbauern von COOPROAGRO 700 Pesos* am Tag, statt wie gesetzlich vorgeschrieben 365. Facharbeiter, die den Baumschnitt beherrschen, erhalten 1.000 Pesos pro Tag. 

Frühstück und Essen auf dem Feld sind dabei inbegriffen. Hat ein Arbeiter einen Unfall, ist der Bauer laut Vertrag mit COOPROAGRO dazu verpflichtet, Soforthilfe zu leisten, z. B. offene Wunden zu behandeln und die weiteren Kosten der medizinischen Versorgung zu übernehmen.

Baumschnitt ist ein gut bezahlter Job. Nach der Ernte müssen die Kakaobäume zurückgeschnitten und das Laub im Wald verteilt werden, als ökologischer Dünger und Bodenschutz. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Baumschnitt ist ein gut bezahlter Job. Nach der Ernte müssen die Kakaobäume zurückgeschnitten und das Laub im Wald verteilt werden, als ökologischer Dünger und Bodenschutz. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Zu Gast bei Familie Hidalgo

Zum Mittagessen sind wir bei Rafael Hidalgo und seiner Frau Isabel Heraldino eingeladen. Er war einer der Gründungsmitglieder der Vorvorgängerorganisation von COOPROAGRO. Seine Frau hat ein reichhaltiges Büfett zubereitet mit Avocado, Salaten und dem Nationalgericht Reis mit Bohnen und Hühnchen. 

Wir sitzen in einer Laube im Garten, unter meinem Stuhl schläft ein Hund, zwischendurch gackern ein paar Hühner. Um uns herum die vielen Obstbäume: Kokosnuss, Banane, Papaya, Limette, Orange… Zum Nachtisch bekommen wir eine frische Kokosnuss zum Austrinken und Essen.

Eindrücke sehen Sie in der Bildergalerie:

Rafael Hidalgo. Er ist einer der Mitgründer der Vorvorgängerorganisation von COOPROAGRO. „Am Anfang hat keiner geglaubt, dass das mit der Kooperative funktioniert. Erst als die ersten Ausschüttungen am Ende des Jahres ausbezahlt wurden.“  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Rafael Hidalgo. Er ist einer der Mitgründer der Vorvorgängerorganisation von COOPROAGRO. „Am Anfang hat keiner geglaubt, dass das mit der Kooperative funktioniert. Erst als die ersten Ausschüttungen am Ende des Jahres ausbezahlt wurden.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
…und das ist noch nicht alles. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
…und das ist noch nicht alles. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Isabel Heraldino mit ihrer Nähmaschine – vieles im Haus hat sie selbst gemacht – u. a. ihre Bluse und eine Aufbewahrung für Schuhe aus ehemaligen Vorhängen. Bei uns hieße das Upcycling und wäre total im Trend. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Isabel Heraldino mit ihrer Nähmaschine – vieles im Haus hat sie selbst gemacht – u. a. ihre Bluse und eine Aufbewahrung für Schuhe aus ehemaligen Vorhängen. Bei uns hieße das Upcycling und wäre total im Trend. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
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Meine Kollegin Judith Kolb bekommt eine frisch gepflückte Kokosnuss zum Austrinken – Nicolas Ortiz hat die Frucht vorbereitet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Meine Kollegin Judith Kolb bekommt eine frisch gepflückte Kokosnuss zum Austrinken – Nicolas Ortiz hat die Frucht vorbereitet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
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Auch die Straße, auf der wir hergekommen sind, wurde aus den Geldern des Fairen Handels verbessert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Auch die Straße, auf der wir hergekommen sind, wurde aus den Geldern des Fairen Handels verbessert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Die Gemeinschaft zählt: Ein Haus für Familie Agustina

Nach einem herzlichen Abschied von Familie Hidalgo fahren wir weiter zu Agustina Jose Mercedes. Ihr Haus hat der Distrikt komplett aus den Geldern des Fairen Handels finanziert. „Wir sind vor zwei Monaten eingezogen“, sagt sie. 

Das Projekt ist von der Gemeinschaft aus als Vorschlag in die Versammlung eingegangen – und wurde mit Mehrheit angenommen. Vorher lebte die ärmste Familie des Distrikts zu sechst in einem sehr kleinen Haus.

Dass hier der Genossenschaftsgedanke so konsequent gelebt wird, beeindruckt und berührt mich sehr. 

Das Haus für Agustina Jose Mercedes und ihre Familie hat der Distrikt komplett aus Geldern des Fairen Handels finanziert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das Haus für Agustina Jose Mercedes und ihre Familie hat der Distrikt komplett aus Geldern des Fairen Handels finanziert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ein Eindruck vom neuen Haus. Die Familie ist vor zwei Monaten eingezogen.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ein Eindruck vom neuen Haus. Die Familie ist vor zwei Monaten eingezogen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Agustina Jose Mercedes mit ihrem Mann und zwei Töchtern – insgesamt haben sie vier Kinder. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Agustina Jose Mercedes mit ihrem Mann und zwei Töchtern – insgesamt haben sie vier Kinder. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Aufkaufzentrum: Näher am Bauern

Unsere letzte Station für heute ist das Aufkaufzentrum in El Cercado. Hier begrüßt uns die Chefin Yinet Almánzar. „In der Haupterntezeit kommen hier bis zu 500 Quintales** Kakao pro Tag an“, berichtet sie. 

Wenn Aufkaufzentren wie dieses hier noch mehr Kapazitäten zum Fermentieren hätten, könnte das eine Lösung für das Sanchez-Problem sein.

Yinet Almánzar, Chefin des Aufkaufzentrums in Distrikt 1. Die 29-Jährige arbeitet seit vier Jahren hier. „Cooproagro hält sich an Vereinbarungen, sowohl an die Gesetze als auch an die Verträge – das ist hier nicht bei allen Unternehmen selbstverständlich.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Yinet Almánzar, Chefin des Aufkaufzentrums in Distrikt 1. Die 29-Jährige arbeitet seit vier Jahren hier. „Cooproagro hält sich an Vereinbarungen, sowohl an die Gesetze als auch an die Verträge – das ist hier nicht bei allen Unternehmen selbstverständlich.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Yinet zahlt die Bauern aus und trägt die gelieferte Menge in das Computersystem von COOPROAGRO ein. Die Kollegen in der Zentrale können so direkt sehen, wie viele Kakaosäcke per LKW abgeholt werden müssen. Hier wird ein solcher LKW beladen. In der Zentrale wird der Kakao dann fermentiert und getrocknet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Yinet zahlt die Bauern aus und trägt die gelieferte Menge in das Computersystem von COOPROAGRO ein. Die Kollegen in der Zentrale können so direkt sehen, wie viele Kakaosäcke per LKW abgeholt werden müssen. Hier wird ein solcher LKW beladen. In der Zentrale wird der Kakao dann fermentiert und getrocknet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Nach dem zweiten Tag bin ich voller Eindrücke – und habe ein sehr positives Gefühl. Die Energie, die von vielen Mitgliedern ausgeht, dass sie selbst Probleme anpacken, auch wenn zunächst vom Staat keine Unterstützung kommt – das finde ich mehr als beeindruckend. Denn wer schon mal selbst in einem Verein o. ä. mitgearbeitet hat, weiß, wie schwierig es sein kann, Initiative zu wecken und Entscheidungen in Gruppen zu treffen.

Meine Kollegin Judith Kolb ist ebenfalls fasziniert: „Wie viel Arbeit im Fairen Handel steckt, die man zunächst nicht sieht! Zum einen die Arbeit am Kakao selbst und auf dem Feld, zum anderen die gemeinsamen Projekte und die genaue Dokumentation. Ich bin sehr froh darüber, dieses Land nicht als Touristin kennengelernt zu haben.“

Zum Schluss von Teil 2 noch eine Anekdote von der Autofahrt: Nachdem wir ganz beeindruckt waren, wie viele Bankfilialen es auf jedem Dorf gibt, wurde das Missverständnis aufgeklärt: Das hier ist keine Bank, sondern eine Lottoannahmestelle. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Zum Schluss von Teil 2 noch eine Anekdote von der Autofahrt: Nachdem wir ganz beeindruckt waren, wie viele Bankfilialen es auf jedem Dorf gibt, wurde das Missverständnis aufgeklärt: Das hier ist keine Bank, sondern eine Lottoannahmestelle. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Begleiten Sie uns weiter – in Teil 3! Morgen sehen wir u. a., wie sich COOPROAGRO vor Ort vernetzt und z. B. eine staatlich betriebene Klinik unterstützt hat oder mit einer Frauengruppe zusammenarbeitet.

*ca. 50 Dominikanische Pesos entsprechen einem Euro

** 1 Quintal entspricht ca. 50 Kilogramm 

Stand 08/2016

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Von der Poliklinik, über Strom und Wasser für die Gemeinde bis hin zum kleinen Dorfladen: Die Gemeinde Loma de Jaya ist ein Beispiel dafür, wie vernetzt Cooproagro arbeitet. Und vielleicht erkennen Sie auch jemanden wieder?
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