Fairer Kaffee aus Nepal und die Folgen des Bebens

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Reise: Wie unser Partner
CCU Lalitpur den Aufbau meistert

Begleiten Sie unsere politische Referentin Veselina Vasileva, bei ihrer Reise nach Nepal. Gemeinsam mit Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Abteilung Grundsatz und Politik, besuchte sie dort den Kooperativen-Dachverband CCU Lalitpur, der seit 2010 GEPA-Kaffeepartner ist. Das katastrophale Erdbeben im Jahr 2015 hat die Mitglieder von CCU Lalitpur stark getroffen – doch der Aufbau ist in vollem Gange. Wie die Kaffeebauern die Folgen des Bebens meistern, lesen Sie hier. Außerdem erhalten Sie einen Einblick in die Kaffeeverarbeitung und welche Herausforderungen die Abgelegenheit der Region Lalitpur mit sich bringt.

 

Mit unseren Gastgebern auf dem Weg nach Thuladurlung

Sieben Stunden lang fahren wir durch kleine Dörfer und hügelige Landschaften. Der Weg ist rau und ruckelig – und es gibt ihn noch gar nicht so lange. Meine Kollegin Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Abteilung Grundsatz und Politik, war bereits vier Mal bei CCU Lalitpur. Sie erzählt mir, dass bei ihrem ersten Besuch der Weg plötzlich in Chandanpur aufgehört hat und sie ab dort sieben Stunden lang den Berg hoch und runter laufen musste, um nach Thuladurlung zu kommen. Dort leben die Mitglieder von drei der acht im Dachverband CCU Lalitpur zusammengeschlossenen Kaffeekooperativen. Für mich ist es der erste Besuch bei der Kooperative und zugleich meine erste Reise zu einem Handelspartner als politische Referentin der GEPA.

Meine Kollegin Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung bei der Kaffee-Ernte, zusammen mit Vorstandsmitgliedern von CCU Lalitpur. Links: der Büroleiter Bishnu Prasad Timalsina, dann Bhim Prasad Dulal, Sekretär bei CCU Lalitpur, ein weiteres Mitglied sowie ganz rechts der Vorsitzenden Dolraj Adhikari. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Meine Kollegin Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung bei der Kaffee-Ernte, zusammen mit Vorstandsmitgliedern von CCU Lalitpur. Links: der Büroleiter Bishnu Prasad Timalsina, dann Bhim Prasad Dulal, Sekretär bei CCU Lalitpur, ein weiteres Mitglied sowie ganz rechts der Vorsitzenden Dolraj Adhikari. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Auch diese beiden haben uns während unserer Reise begleitet: Mitharam Jamakatel (rechts), technischer Berater bei CCU Lalitpur und der Übersetzer Gaurab Luitel. Ein Schnappschuss in der Pause. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Auch diese beiden haben uns während unserer Reise begleitet: Mitharam Jamakatel (rechts), technischer Berater bei CCU Lalitpur und der Übersetzer Gaurab Luitel. Ein Schnappschuss in der Pause. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Sieben Stunden fahren statt sieben Stunden gehen

Von Bishnu Timalsina, Büroleiter bei CCU Lalitpur, erfahre ich, dass die Straße vor drei Jahren fertig gestellt wurde. Davor haben die Kaffeebauern der drei Kooperativen, die über diesen Weg mit der Hauptstadt verbunden sind, die Kaffeesäcke auf ihrem Rücken bis nach Chandanpur tragen müssen. Ich frage mich, wie viel länger es wohl damals gedauert haben muss, bis der Kaffee von Thuladurlung über Kathmandu den Hafen in Kalkutta im Süden Indiens erreicht hatte. Momentan dauert es mehr als 30 Stunden bis die Kaffeesäcke den Weg zum Ausfuhrhafen zurückgelegt haben. Nepal verfügt selbst über keinen Meereszugang. 

Ich nutze die lange Fahrt, um mit Dolraj Adhikari, dem Vorstandsvorsitzenden der CCU Lalitpur, zu sprechen:

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Porträt: Dolraj Adhikari

„Ich arbeite gern mit den Kleinbauern und Kaffeeproduzenten und setze mich auch gern für ihre Interessen und Bedürfnisse ein. Ich arbeite mit daran, unsere gemeinsamen Visionen in die Praxis umsetzen. Das macht mich stolz", sagt Dolraj Adhikari. Seit zwei Jahren ist er Vorstandsvorsitzender von CCU Lalitpur. 

Erfahren Sie mehr über ihn!

Im Aufbau: Die Region Lalitpur nach dem Erdbeben

Angekommen in Thuladurlung hält der Wagen am Anfang einer kleinen Straße – wie es scheint die einzige in diesem Teil des Dorfes. Von der Nähwerkstatt, dem Teeladen und dem kleinen Tante-Emma-Laden aus schauen uns neugierige Blicke entgegen. Die Ruhe des dörflichen Lebens wird von schrillen, diskoähnlichen Rhythmen unterbrochen, die von dem kleinen Handyshop kommen, der auf halber Strecke liegt. 

Auf dem Weg zum Versammlungsraum laufen wir an einem großen Zelt mit einem Sandhaufen davor vorbei: Hier stand vor dem Erdbeben das lokale Büro von CCU Lalitpur. Das verheerende Erdbeben, das 2015 Nepal heimgesucht hat, hat spürbare Folgen auch bei unserem Handelspartner hinterlassen. Es hat den zentralen Teil des Landes am meisten getroffen – dort liegt die Region Lalitpur, wo alle Mitglieder des Dachverbands leben.

Eindrücke aus dem Dorf Thuladurlung sehen Sie in der Bildergalerie: 

Blick aus unserer Unterkunft auf das Dorf Thuladurlung. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Blick aus unserer Unterkunft auf das Dorf Thuladurlung. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Menschen hier bauen nach und nach ihre Häuser wieder auf. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Menschen hier bauen nach und nach ihre Häuser wieder auf. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Hier stand vor dem Erdbeben das Büro von CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Hier stand vor dem Erdbeben das Büro von CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das neue Büro von außen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das neue Büro von außen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Fast kein Gebäude in Thuladurlung konnte dem Erdbeben standhalten – auch vor unserer Unterkunft sehen wir ein zerstörtes Haus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Fast kein Gebäude in Thuladurlung konnte dem Erdbeben standhalten – auch vor unserer Unterkunft sehen wir ein zerstörtes Haus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das Dorfkrankenhaus ist vorübergehend in einem kleinen Häuschen eingerichtet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das Dorfkrankenhaus ist vorübergehend in einem kleinen Häuschen eingerichtet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Hier entsteht das neue Krankenhaus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Hier entsteht das neue Krankenhaus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Durch das Erdbeben unbewohnbar gemachtes Haus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Durch das Erdbeben unbewohnbar gemachtes Haus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Blick in eine Werkstatt: Balken sägen für neue Häuser. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Blick in eine Werkstatt: Balken sägen für neue Häuser. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Der Linienbus Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Der Linienbus Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Rückblick: Erste Maßnahmen nach dem Beben 2015

„Mit der Unterstützung der GEPA konnten wir direkt nach dem Beben Notunterkünfte einrichten.“ — Bishnu Timalsina

Die Häuser aller Mitglieder wurden entweder komplett zerstört oder so beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar waren. „Nach und nach bauen unsere Mitglieder ihre Häuser wieder auf, aber dieser Prozess wird noch einige Zeit dauern. Mit der Unterstützung der GEPA konnten wir kurz nach dem Beben Notunterkünfte einrichten und auf diese Weise sicherstellen, dass jedes Mitglied ein Dach über dem Kopf hat“, erklärt Büroleiter Bishnu Timalsina. Die GEPA hatte damals, direkt nach dem Erdbeben, einen Spendenaufruf gestartet. Aus dem GEPA-Handelspartnerfonds, den Spenden aus Deutschland und der Schweizer Fair Handels-Organisation Claro konnte CCU Lalitpur mit 17.630 Euro unterstützt werden.

Sieben von acht Verarbeitungsanlagen sind wieder in Betrieb

Jede der acht Mitgliedskooperativen von CCU Lalitpur verfügt über ein sogenanntes Pulping Center. Dort liefern die Bauern ihren Kaffee zur Nassverarbeitung ab – dazu später mehr. Infolge des Erdbebens wurden alle acht Verarbeitungsanlagen entweder komplett zerstört oder so stark beschädigt, dass sie nicht mehr verwendet werden konnten. In kürzester Zeit hat es CCU Lalitpur geschafft, sieben der acht Pulping Center wieder aufzubauen, auch mit der finanziellen Unterstützung durch Fair Handelsorganisationen.

In kürzester Zeit hat es CCU Lalitpur geschafft, sieben der acht Pulping Center wieder aufzubauen, auch mit der finanziellen Unterstützung von Fair Handelsorganisationen wie der GEPA sowie weiteren Spendengeldern. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
In kürzester Zeit hat es CCU Lalitpur geschafft, sieben der acht Pulping Center wieder aufzubauen, auch mit der finanziellen Unterstützung von Fair Handelsorganisationen wie der GEPA sowie weiteren Spendengeldern. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

„Uns war wichtig, so schnell wie möglich wieder arbeitsfähig zu sein.“ — Bishnu Timalsina

Die Gelder hat der Dachverband für den Wiederaufbau der Pulping Center an alle acht Kooperativen gleichmäßig verteilt. Bishnu Timalsina erklärt: „Uns war wichtig, so schnell wie möglich wieder arbeitsfähig zu sein, um unseren Mitgliedern eine Perspektive zu bieten. Unsere Mitglieder haben einen kleinen Teil selbst beigesteuert, aber ohne die finanzielle Unterstützung der Schweizer NGO Helvetas sowie der GEPA hätten wir es nicht so schnell geschafft.“

Fast unwirklich: Da, wo vor dem Erdbeben ein Pulping Center war, spielen jetzt Kinder.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Fast unwirklich: Da, wo vor dem Erdbeben ein Pulping Center war, spielen jetzt Kinder. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Das Ausmaß der Zerstörung ist auch im Dorf Thuladurlung nicht zu übersehen. Fast kein Gebäude habe dem Erdbeben standhalten können, erfahren wir vom Vorstandsvorsitzenden Dolraj Adhikari. In den dörflichen Gebieten bestehen Häuser und Gebäude aus dem, was zur Hand ist: Steine, Lehm, Holz. Am Ende der Hauptstraße sehen wir mehrere Häuser im Aufbau; das Dorfkrankenhaus, vorübergehend in einem kleinen Häuschen eingerichtet, wird ebenfalls neu gebaut. Nach und nach bekommen die Menschen die verspäteten staatlichen Finanzhilfen und können ihre Häuser zu Ende bauen.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Porträt: Bishnu Timalsina

 „Fairer Handel ist nicht nur kaufen, verkaufen und Geldtransfer. Fairer Handel ist eine Beziehung, bei der wir sowohl Glück als auch Trauer und Leid miteinander teilen. Wenn es uns gut geht, helfen wir und teilen unsere Freude und Erfolge, wenn wir Unterstützung brauchen, bekommen wir sie", findet Bishnu Tamalsina, Büroleiter von CCU Lalitpur

Lesen Sie mehr über ihn!

Fair Trade-Kaffee aus Nepal: Von der Kirsche bis in die Tasse

Auf unserer Reise sind wir natürlich dem Kaffee auf der Spur. Für mich eine weitere Premiere: Ich habe zum ersten Mal die Gelegenheit, den Kaffeeverarbeitungsprozess aus nächster Nähe zu erleben. Begleitet von Vertretern der Kooperative Durlung Jaibik, die zu CCU Lalitpur gehört, begeben wir uns ins Feld eines der Mitglieder und schlängeln uns zwischen den Kaffeepflanzen hindurch. Ein Kameramann, den CCU Lalitpur engagiert hat, um unseren Besuch zu dokumentieren, folgt uns heute auf Schritt und Tritt. 


Große Vielfalt auf kleinster Fläche

Mir fällt sofort auf, dass auf dem Feld nicht nur Kaffeepflanzen angebaut werden, sondern auch Bananenstauden. Von Bishnu Timalsina erfahre ich, dass die Kaffeepflanzen es gern schattig haben. Außerdem weiß ich, dass sich ökologischer Anbau durch die Mischung verschiedener Nutzpflanzen auf einer Fläche auszeichnet. In Thuladurlung ist diese Vielfalt allgegenwärtig: Auf kleinster Fläche im Terrassenanbau werden auf traditionelle Weise Obst, Gemüse, Getreide, Futter fürs Vieh und Pflanzen für medizinische Zwecke angebaut. Die Mitglieder von CCU Lalitpur haben Biodiversität und ökologischen Landbau schon lange gelebt, bevor sie dafür zertifiziert wurden.

Veselina Vasileva, politische Referentin der GEPA, pflückt hier zusammen mit Bishnu Prasad Timalsina, dem Office Manager von CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Veselina Vasileva, politische Referentin der GEPA, pflückt hier zusammen mit Bishnu Prasad Timalsina, dem Office Manager von CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Büroleiter Bishnu Timalsina und Sashi Badan Ghimire, Manager der Weiterverarbeitungsanlage in Kathmandu, unter einer Bananenpflanze. Bananenbäume dienen als Schattenspender für die Kaffeepflanzen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Büroleiter Bishnu Timalsina und Sashi Badan Ghimire, Manager der Weiterverarbeitungsanlage in Kathmandu, unter einer Bananenpflanze. Bananenbäume dienen als Schattenspender für die Kaffeepflanzen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Mitharam Jamakatel, technischer Berater bei CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Mitharam Jamakatel, technischer Berater bei CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Sashi Badan Ghimire, Manager der Weiterverarbeitungsanlage in Kathmandu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Sashi Badan Ghimire, Manager der Weiterverarbeitungsanlage in Kathmandu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Die reife Kaffeekirsche hat eine satte rote Farbe. Wir pflücken die wenigen roten Exemplare zwischen den Blättern. Die Erntezeit hat gerade begonnen und die meisten Kaffeekirschen sind noch nicht gereift. Schließlich haben wir aber genug in unserem Eimer gesammelt und weiter geht es zum sogenannten „Pulping Center“ mit Nassverarbeitungsanlage. 

Waschen, wiegen, schälen, trocknen

Im Pulping Center liefern die Bauern ihren Kaffee ab. Ein Mitglied der Kooperative führt die Bücher, wäscht die Ernte, wiegt sie ab, schält sie in der Schälmaschine und breitet den Kaffee schließlich zum Trocknen aus. Der Dienst wird abwechselnd übernommen. Heute führt uns Kleinbauer Makunda Echerye durch den gesamten Prozess und zeigt uns jeden einzelnen Schritt. Vorübergehend wird die Fläche der alten, vom Erdbeben stark beschädigten, Anlage fürs Waschen und Schälen genutzt. Getrocknet wird bereits in der neu gebauten Anlage, die direkt nebenan liegt. 

Sehen Sie in der Bildergalerie Schritt für Schritt, wie die Kaffeekirschen weiterverarbeitet werden:

Wie ich feststelle, ist Kaffeeschälen eine recht glitschige Angelegenheit. Um die gute Qualität des Kaffees zu bewahren und den Fermentationsprozess zu kontrollieren, muss die Fruchtschale direkt nach der Ernte entfernt werden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Wie ich feststelle, ist Kaffeeschälen eine recht glitschige Angelegenheit. Um die gute Qualität des Kaffees zu bewahren und den Fermentationsprozess zu kontrollieren, muss die Fruchtschale direkt nach der Ernte entfernt werden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Im Pulping Center geben die Bauern ihren Kaffee ab. Dort wird er auch gewogen. Heute führt uns Kleinbauer Makunda Echerye durch den gesamten Prozess. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Im Pulping Center geben die Bauern ihren Kaffee ab. Dort wird er auch gewogen. Heute führt uns Kleinbauer Makunda Echerye durch den gesamten Prozess. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Vor dem Schälen wäscht man die Kaffeekirschen zunächst und lässt sie in Wasser aufquellen. Das führt dazu, dass die schlechten und unreifen Früchte auf der Wasseroberfläche schwimmen und die reifen Kaffeekirschen nach unten sinken.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Vor dem Schälen wäscht man die Kaffeekirschen zunächst und lässt sie in Wasser aufquellen. Das führt dazu, dass die schlechten und unreifen Früchte auf der Wasseroberfläche schwimmen und die reifen Kaffeekirschen nach unten sinken. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die guten Exemplare werden durch ein Walzensystem geleitet... Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die guten Exemplare werden durch ein Walzensystem geleitet... Foto: GEPA - The Fair Trade Company
... Dabei verlieren sie einen großen Teil der Fruchtschale.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
... Dabei verlieren sie einen großen Teil der Fruchtschale. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ein Blick auf die Walze. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ein Blick auf die Walze. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die restliche sogenannte Pulpe ist immer noch sehr feucht und fühlt sich beim Anfassen recht glibberig an.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die restliche sogenannte Pulpe ist immer noch sehr feucht und fühlt sich beim Anfassen recht glibberig an. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Nach dem Schälen wird der Kaffee zum Trocknen ausgebreitet. Aber damit ist der Prozess noch nicht zu Ende: Geblieben ist eine weitere dünne Hautschicht.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Nach dem Schälen wird der Kaffee zum Trocknen ausgebreitet. Aber damit ist der Prozess noch nicht zu Ende: Geblieben ist eine weitere dünne Hautschicht. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kaffee in diesem Verarbeitungsstadium nennt man „Pergamino“. Kaffeeproduzent Makunda Echerye prüft, ob die Bohnen trocken genug sind, um sie für die weitere Verarbeitung nach Kathmandu zu transportieren. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kaffee in diesem Verarbeitungsstadium nennt man „Pergamino“. Kaffeeproduzent Makunda Echerye prüft, ob die Bohnen trocken genug sind, um sie für die weitere Verarbeitung nach Kathmandu zu transportieren. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
In Kathmandu wird der Pergamino-Kaffee in der Trockenverarbeitungsanlage ein zweites Mal geschält und nach Größe sortiert.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
In Kathmandu wird der Pergamino-Kaffee in der Trockenverarbeitungsanlage ein zweites Mal geschält und nach Größe sortiert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Für diesen Verarbeitungsprozess ist Sashi Badan Ghimire verantwortlich.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Für diesen Verarbeitungsprozess ist Sashi Badan Ghimire verantwortlich. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Ausblick: Eine neue Verarbeitungsanlage ist in Arbeit

„Mich beeindruckt, was CCU Lalitpur nach dem Erdbeben in kürzester Zeit geschafft hat.“ — Veselina Vasileva

CCU Lalitpur ist mir nach kurzer Zeit sehr ans Herz gewachsen. Der Kooperativen-Dachverband ist einer der kleinsten Handelspartner der GEPA – doch mir scheint, dass die Motivation der Mitglieder, etwas zu bewegen, umso größer ist. Ich habe ein sehr engagiertes Team kennengelernt: vom Vorstand über die Managementebene bis hin zu den einzelnen Kaffeebauern.

Mich beeindruckt sehr, wie CCU Lalitpur es nach dem verheerenden Erdbeben in kürzester Zeit geschafft hat, wieder auf die Beine zu kommen. Mehr noch: Nur ein Jahr nach dem Erdbeben hat der Dachverband eigenes Land gekauft. Mit der finanziellen Unterstützung von GEPA und Helvetas sowie mit staatlicher Förderung wird dort eine neue zweistöckige Trockenverarbeitungsanlage mit integrierten Büroräumen errichtet. CCU Lalitpur muss dann keine Pacht mehr bezahlen, weil ihnen das Land, auf dem die Anlage steht, selbst gehört. Sie ist fast fertig: Es fehlen noch die Elektrizität sowie der letzte Farbanstrich. Die übernächste Kaffeelieferung an die GEPA im Jahr 2018 wird in der nagelneuen Anlage geschält und verpackt.

Wir sehen uns auch die neue Trockenverarbeitungsanlage in Kathmandu an. Zum Zeitpunkt unseres Besuches hat sie noch kein Dach - inzwischen ist sie fast fertig gestellt. Das Land, auf dem sie steht, gehört CCU Lalitpur, sodass der Verband in Zukunft keine Pacht mehr dafür bezahlen muss. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Wir sehen uns auch die neue Trockenverarbeitungsanlage in Kathmandu an. Zum Zeitpunkt unseres Besuches hat sie noch kein Dach - inzwischen ist sie fast fertig gestellt. Das Land, auf dem sie steht, gehört CCU Lalitpur, sodass der Verband in Zukunft keine Pacht mehr dafür bezahlen muss. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Auf der Baustelle: Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Abteilung Grundsatz und Politik im Gespräch mit Bishnu Timalsina, Büroleiter bei CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Auf der Baustelle: Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Abteilung Grundsatz und Politik im Gespräch mit Bishnu Timalsina, Büroleiter bei CCU Lalitpur. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Im letzten Jahr ist der Dachverband CCU Lalitpur außerdem für seinen Beitrag zur strukturellen Weiterentwicklung des Kaffeesektors und zu der Förderung und Bewerbung des nepalesischen Kaffees ausgezeichnet worden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Im letzten Jahr ist der Dachverband CCU Lalitpur außerdem für seinen Beitrag zur strukturellen Weiterentwicklung des Kaffeesektors und zu der Förderung und Bewerbung des nepalesischen Kaffees ausgezeichnet worden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das Plakat zu Fairem Handel hängt bei allen acht Mitgliedskooperativen, die zu CCU Lalitpur gehören. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das Plakat zu Fairem Handel hängt bei allen acht Mitgliedskooperativen, die zu CCU Lalitpur gehören. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Auszeichnung für CCU Lalitpur

Im letzten Jahr ist der Dachverband CCU Lalitpur außerdem für seinen Beitrag zur strukturellen Weiterentwicklung des Kaffeesektors und zu der Förderung und Bewerbung des nepalesischen Kaffees ausgezeichnet worden. Der Preis wurde vom Landwirtschaftsminister persönlich ausgehändigt.

Für mich war es sehr spannend die Erfolgsgeschichte von CCU Lalitpur von den Anfängen bis heute kennen zu lernen. Die GEPA ist zurzeit das einzige Unternehmen, das Kaffee von CCU Lalitpur importiert, und trägt somit eine große Verantwortung – in all den Höhen und Tiefen hat sie zur Stärkung und Weiterentwicklung von CCU Lalitpur beigetragen.

Dolraj Adhikari, Vorstandsvorsitzender von CCU Lalitpur überreicht Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung einen Wasserkrug als Ehrengeschenk.
Auf dem Deckel ist eine Figur des Adlers Garuda zu sehen, das Reittier der Gottheit Vishnu.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Dolraj Adhikari, Vorstandsvorsitzender von CCU Lalitpur überreicht Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung einen Wasserkrug als Ehrengeschenk. Auf dem Deckel ist eine Figur des Adlers Garuda zu sehen, das Reittier der Gottheit Vishnu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
V.l.: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Bal Bahadur K.C.; Dolraj Adhikari, Vorstandsvorsitzender von CCU Lalitpur; Veselina Vasileva, politische Referentin der GEPA; Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung; Büroleiter Bishnu Timalsina und Sashi Badan Ghimire, Manager der Weiterverarbeitungsanlage in Kathmandu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
V.l.: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Bal Bahadur K.C.; Dolraj Adhikari, Vorstandsvorsitzender von CCU Lalitpur; Veselina Vasileva, politische Referentin der GEPA; Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung; Büroleiter Bishnu Timalsina und Sashi Badan Ghimire, Manager der Weiterverarbeitungsanlage in Kathmandu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Wir freuen uns über das symbolstarke Ehrengeschenk, das wir vom Vorstand des Kaffeekooperativen-Dachverbandes CCU Lalitpur entgegen genommen haben. Der Wasserkrug steht für eine fortwährende, langfristige und weiterhin so gelungene partnerschaftliche Handelsbeziehung. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Wir freuen uns über das symbolstarke Ehrengeschenk, das wir vom Vorstand des Kaffeekooperativen-Dachverbandes CCU Lalitpur entgegen genommen haben. Der Wasserkrug steht für eine fortwährende, langfristige und weiterhin so gelungene partnerschaftliche Handelsbeziehung. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Symbolstarkes Geschenk: Der Vogel des Gottes Vishnu

Am Abreisetag folgt noch eine ganz besondere Überraschung. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Bal Bahadur K.C., sowie Dolraj Adhikari, Vorstandsvorsitzender von CCU Lalitpur, der Büroleiter Bishnu Timalsina und Sashi Badan Ghimire, Manager der Weiterverarbeitungsanlage in Kathmandu, sind extra zu uns ins Hotel gekommen, um sich von uns noch ein letztes Mal zu verabschieden. 

Als besonderes Ehrengeschenk überreichten sie uns einen Wasserkrug. Dieser hat eine starke symbolische Bedeutung: Auf dem Deckel ist eine Figur des Adlers Garuda zu sehen, das Reittier von Vishnu. Vishnu ist eine der wichtigsten Gottheiten in der hinduistischen Mythologie. Er steht für das Erhalten, Fortsetzen, Fortwähren – also sozusagen für die Nachhaltigkeit. Mit diesem Geschenk haben uns unsere Handelspartner von CCU Lalitpur großen Respekt gezeigt. Der Wasserkrug ist ein Symbol für eine fortwährende, langfristige und weiterhin so gelungene partnerschaftliche Handelsbeziehung.

Stand 02/2017

WEITERE INFORMATIONEN

Alles rund um fairen Kaffee lesen Sie in unserem
Special "GEPA-Kaffee: Echt fair!"

Einen Überblick über CCU Lalitpur erhalten Sie in der
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