Porträt: Agnes Tumuramye stellt auf Bio-Kaffee um

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

„Durch den Fairen Handel
werden wir endlich gerecht bezahlt.“

Stirnrunzelnd schaut Agnes Tumuramye zum Himmel. Es sieht nach Regen aus. Mitten in der Trockenperiode. Abwarten oder zusammen packen? Die 37-Jährige  entschließt sich für Letzteres. Das Risiko, dass die von der Sonne fast vollständig getrockneten Kaffeekirschen feucht werden und verderben könnten, ist ihr zu groß. Sie braucht das Geld, schließlich muss sie Schulgebühren für ihre fünf Kinder bezahlen. „Dass ich alle meine Kinder zur Schule schicken kann, das ist für mich manchmal immer noch wie ein Wunder“, sagt sie und ergänzt: „Ohne den Fairen Handel wäre das nicht möglich, denn erst durch meine Mitgliedschaft bei ACPCU habe ich gelernt, wie ich mehr und besseren Kaffee produzieren und dadurch ein höheres Einkommen erwirtschaften kann."  

Rundgang durch den Bio-Garten

„Dank dem Fairen Handel haben meine Kinder als Kaffeebauern eine Zukunft.“ — Agnes Tumuramye

Seit sich ihre Kooperative im Jahr 2006 dem Fairen Handel angeschlossen hat, veränderte sich auch auf Agnes Tumuramyes kleinem Stück Land vieles: Zwischen den Kaffeebüschen stehen Bäume, die Schatten spenden und Früchte wie Ananas, Bananen und Avocados liefern. Kleine Kanäle verteilen das Wasser gleichmäßig auf dem Feld. Wildbienen bestäuben die Blüten und sorgen für Honig. Das alles sind Anregungen, die die Bäuerin in Schulungen von ACPCU bekommen hat.

„Mein wichtigstes Ziel ist es, dass meine Kinder die beste mögliche Ausbildung bekommen. Aber sie sollen auch bei mir lernen, wie man guten Kaffee produziert. Denn dank des Fairen Handels haben sie als Kaffeebauern eine Zukunft“, so Kaffeebäuerin und ACPCU-Mitglied Agnes Tumuramye. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
„Mein wichtigstes Ziel ist es, dass meine Kinder die beste mögliche Ausbildung bekommen. Aber sie sollen auch bei mir lernen, wie man guten Kaffee produziert. Denn dank des Fairen Handels haben sie als Kaffeebauern eine Zukunft“, so Kaffeebäuerin und ACPCU-Mitglied Agnes Tumuramye. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

Umstellung auf Bio-Anbau hat viele Vorteile

„Mit dem Kauf von Bio-Qualität ermutigt Ihr uns, weiter umweltverträglich Kaffee anzubauen.“ — Agnes Tumuramye

Dank der Neuerungen kann Agnes Tumuramye nicht mehr wie früher fünf Säcke Kaffee produzieren, sondern 20 - in ausgezeichneter Qualität. Das zusätzliche Geld reicht nicht nur für die Schulgebühren: „Ich habe eine Kuh gekauft. Die gibt mir nicht nur Milch, sondern auch Dünger“, erzählt die Kaffeebäuerin. So kann sich Agnes Tumuramye jetzt das Geld für den Dünger sparen und ihr Feld auf Bio-Anbau umstellen.

Dass sie durch die Bio-Umstellung auch auf Pestizide verzichten kann, kommt ihr gerade recht. „Das ist gut, denn so atme ich das Gift selber nicht ein und muss keine Schutzkleidung kaufen. Und ich kann die Kinder nach der Schule auf dem Feld mithelfen lassen. Das wäre unter Pestizideinsatz nicht zu verantworten.“ Ganz nebenbei bekommt sie zusätzlich eine Prämie für ihren Bio-Kaffee. Die ist Agnes Tumuramyes gerade im Moment sehr willkommen: Nachdem sie jetzt so viel mehr Kaffee produziert, muss sie eine weitere Plane kaufen, auf der sie ihre Ernte zum Trocknen auslegen kann.

Heute kann Agnes Tumuramye nicht mehr nur fünf Säcke Kaffee produzieren sondern 20: Für die größere Menge benötigt sie eine neue Plane, auf der sie die Kaffeebohnen zum Trocknen auslegen kann – die finanziert sie sich durch die Bio-Prämie des Fairen Handels. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Heute kann Agnes Tumuramye nicht mehr nur fünf Säcke Kaffee produzieren sondern 20: Für die größere Menge benötigt sie eine neue Plane, auf der sie die Kaffeebohnen zum Trocknen auslegen kann – die finanziert sie sich durch die Bio-Prämie des Fairen Handels. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch


Stand 02/2017

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