Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

GEPA-Kriterien
für Fairen Handel

Persönlich, langfristig und glaubwürdig: Seit unserer Gründung vor 40 Jahren handeln wir fair. Fairer Handel ist der Kern unserer Unternehmensphilosophie. Das haben auch unsere Gesellschafter, ausnahmslos kirchliche Entwicklungs- und Jugendorganisationen, im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben:

Unsere drei Kernziele: 

  • benachteiligte Produzentengruppen im Süden fördern
  • Verbraucherinnen und Verbraucher im Norden zu einem anderen Einkaufsverhalten und einem anderen Lebensstil motivieren
  • Welthandelsstrukturen durch konkrete Alternativen, Lobbyarbeit und politische Arbeit beeinflussen und verändern

Mit fair + in die Zukunft

„Der Faire Handel mit der GEPA ist für mich eine gleichberechtigte Partnerschaft.“ — Maria A. L. Pastrana, La Sureñita

„fair+“ heißt für uns: Wir leisten in vielen Bereichen mehr, als die allgemeinen Fair-Handelskriterien verlangen. Uns treibt als Pionier an, zusammen mit unseren Partnern im Süden für ein besseres Leben zu arbeiten – mit Respekt vor Mensch und Natur.

Dabei möchten wir die globale Abwärtsspirale auf der Suche nach dem billigsten Produkt immer wieder neu durchbrechen. Produkte höchster Qualität wie Kaffee, Tee, Honig, Schokolade oder Handwerk stehen bei uns im Mittelpunkt – genauso wie die Wertschätzung für die Arbeit unserer Partner.  

Wir sind Teil der internationalen Fair-Handelsbewegung: Zusammen mit vielen engagierten Menschen in Weltläden und Aktionsgruppen setzen wir uns immer wieder für eine Veränderung von ungerechten Welthandelsstrukturen ein. Das unterstützen Sie mit uns: Denn der Name GEPA steht für Fairen Handel – weltweit. 

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

 

Das „Plus“ unserer Produkte: 

Darauf kommt es uns an: Fair, hochwertig, umweltverträglich und am liebsten bio – diesem Anspruch wollen wir bestmöglich gerecht werden:

  • Von allem nur das Beste: Erlesene Zutaten und strenge Qualitätsanforderungen machen jedes Produkt einzigartig
  • Bio und fair: 77 Prozent stammen aus geprüft ökologischem Anbau.
  • Gentechnikfrei: Gentechnik lehnen wir grundsätzlich ab. Wir verzichten etwa in Schokoladen bewusst auf Emulgatoren wie z. B. Sojalezithin, die gentechnisch verändert sein können.
  • Umweltschonende Verpackung: Unsere Verpackungen sind recyclingfähig oder bestehen aus Recyclingmaterial und sind überwiegend alufrei. Für unsere Teebeutel setzen wir eine Aromaschutzfolie aus über 90 Prozent nachwachsenden Rohstoffen ein. 
  • Rundum fair: Mit „Nord“-Produkten wie fairer Biomilch in Schokoladen kommen wir unserem Ziel von mehr Fairness in der Lieferkette näher.

„Faire Preise für hochwertige Rohstoffe – aus Respekt vor Mensch & Natur.“ — Matthias Kroth

Hoher Fair Handelsanteil

In allen Mischprodukten wie Schokoladen oder Gebäck streben wir möglichst hohe Fair-Handelsanteile bis zu 100 Prozent an. Wir sind stolz, dass wir den höchsten Anteil bei vielen Schokoladen und Riegeln bereits erreicht haben. Unsere Schokolade war die erste mit fairer Bio-Alpenmilch. Und faires Bio-Palmfett in Füllungen trägt ebenfalls zum hohen Fair Handelsanteil bei.

Insgesamt enthalten 70 Prozent unserer Mischprodukte bereits über 75 Prozent fair gehandelte Zutaten.

Damit gehen wir über die allgemeinen Fairtrade-Kriterien hinaus, die als Minimum für Mischprodukte 20 Prozent Fairtrade-zertifizierte Inhaltsstoffe vorschreiben, sofern nicht mehr verfügbar ist.

Bio-faires Palmfett von Serendipalm in Ghana sorgt zum Beispiel in den Füllungen unserer Schokoriegel für hohe Fair Handelsanteile. Foto: Dr. Bronner
Bio-faires Palmfett von Serendipalm in Ghana sorgt zum Beispiel in den Füllungen unserer Schokoriegel für hohe Fair Handelsanteile. Foto: Dr. Bronner

Kein Mengenausgleich in der Weiterverarbeitung

Was draufsteht ist drin: Was wir von den Produzentenorganisationen fair eingekauft haben, finden Sie auch im Päckchen.
Für die gesamte Weiterverarbeitung, die wir als GEPA etwa in Deutschland oder Europa steuern, gilt: Wir arbeiten ganz bewusst nur mit solchen Verarbeitern zusammen, die unsere fair eingekaufte Rohware getrennt von anderer verarbeiten können. 
Auch unsere Handelspartner im Süden können in der Regel bei der Verarbeitung fair gehandelte von nicht fair gehandelter Rohware trennen, sodass sie sich nicht vermischen.

Beispiel: Orangensaft ohne Mengenausgleich

Bisher konnten wir beim Orangensaft die einzelnen, von uns fair eingekauften Orangen nicht bis zum Anbau nachverfolgen. Daher gab es Mengenausgleich bei der Verarbeitung im Ursprungsland in Brasilien, also auf Produzentenebene. Doch nach intensiven Bemühungen um eine Lösung  können wir jetzt sicherstellen, dass das fair gehandelte Orangensaftkonzentrat auch physisch ausschließlich aus Fair Trade Orangen unserer brasilianischen Partnerkooperative besteht

Im Juli 2015 haben wir die erste Lieferung des neuen Saftes mit Orangensaftkonzentrat aus physisch rückverfolgbaren Orangen erhalten. Der Verarbeiter unserer Partnerorganisation kann jetzt  das fair gehandelte Orangensaftkonzentrat getrennt von anderem herstellen.

Wenige Ausnahmen:

In Ausnahmefällen können bei GEPA-Produkten Zutaten mit Mengenausgleich eingesetzt werden, wenn es beispielsweise eine kurzfristige Nichtverfügbarkeit einer Zutat gibt.

Grundsätzlich akzeptieren wir den Mengenausgleich im Fairen Handel aber nicht.

Lesen Sie dazu auch mehr in unseren FAQ

Nach den Fairtrade-Kriterien ist Mengenausgleich für bestimmte Produkte zugelassen, wenn in der Verarbeitung keine Trennung möglich ist. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.fairtrade-deutschland.de/mengenausgleich 

Orangenbauer Antônio Leopoldino de Santana Reis mit GEPA-Orangensaft. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Orangenbauer Antônio Leopoldino de Santana Reis mit GEPA-Orangensaft. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Die Internationalen Standards

Wann ist Fairer Handel fair? 

Als wichtige Grundlage unserer Arbeit nutzen wir die internationalen Standards und Kriterien des Fairen Handels. Sie legen fest, was Fairer Handel bedeutet. Dabei gibt es zum einen die Kriterien von Fairtrade International (FLO). Diese Standards umfassen die Mindestanforderungen für soziale, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung. 

Fair als Organisation

Als Importeur und Händler erfüllt die GEPA darüber hinaus auch die Kriterien des internationalen Netzwerkes der Fair-Handels-Organisationen (WFTO). Sie beziehen sich nicht nur auf Produkte und die Art und Weise des Handels, sondern auf das Unternehmen als Ganzes. Daher verstehen wir uns umfassend als Fair- Handelsorganisation. Zusätzlich haben wir uns nach dem neuen Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Auch Handwerksorganisationen sind von den Kriterien erfasst. Genauso wichtig wie der Handel selbst ist für die Mitglieder der WFTO auch Bildungsarbeit und politische Lobbyarbeit in Deutschland, Europa und international. Weitere Informationen finden Sie auf www.fair-plus.de

In der WFTO sind sowohl Fair Händler als auch Produzentenorganisationen zusammengeschlossen. Daher arbeiten hier alle Mitglieder gemeinsam daran, den Handel für alle gerechter zu gestalten. Auch die besondere Förderung von Frauen gehört zu den Kriterien. 

Mit vielen Organisationen wie Tea Promoters India arbeiten wir schon seit mehr als 20 Jahren zusammen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Mit vielen Organisationen wie Tea Promoters India arbeiten wir schon seit mehr als 20 Jahren zusammen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Die Stärkung von Kleinbauern und Handwerkern über Weiterbildung ist eine zentrale Grundlage ein selbstbestimmtes Leben. Beratung von neuen Gruppen, z.B. zu den Exportbestimmungen, gehört dazu. – Unser Handwerkspartner seit über 25 Jahren: TARA Projects in Indien. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Die Stärkung von Kleinbauern und Handwerkern über Weiterbildung ist eine zentrale Grundlage ein selbstbestimmtes Leben. Beratung von neuen Gruppen, z.B. zu den Exportbestimmungen, gehört dazu. – Unser Handwerkspartner seit über 25 Jahren: TARA Projects in Indien. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Sumithra Ranosinge, Bio-Teebäuerin bei SOFA, Sri Lanka: "Von meiner Genossenschaft SOFA erhalte ich viel Unterstützung, um mein Land weiter zu entwickeln. Besonders wichtig für mich sind die Teepflanzen, die ich jedes Jahr erhalte. Sehr wichtig ist auch die Unterstützung bei der Ausbildung meiner Kinder und bei der Gründung meines kleinen Ladens." Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Sumithra Ranosinge, Bio-Teebäuerin bei SOFA, Sri Lanka: "Von meiner Genossenschaft SOFA erhalte ich viel Unterstützung, um mein Land weiter zu entwickeln. Besonders wichtig für mich sind die Teepflanzen, die ich jedes Jahr erhalte. Sehr wichtig ist auch die Unterstützung bei der Ausbildung meiner Kinder und bei der Gründung meines kleinen Ladens." Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Durch die honduranische Frauenkooperative La Surenita erwirtschaften sich die meist alleinerziehenden Frauen eine finanzielle Grundlage die Verarbeitung von Cashewnüssen. Maria Antonia Lopez Pastrana: "Der Faire Handel mit der GEPA ist für mich eine gleichberechtigte Partnerschaft und hat zur Verbesserung meiner Lebensbedingungen erheblich beigetragen." Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Durch die honduranische Frauenkooperative La Surenita erwirtschaften sich die meist alleinerziehenden Frauen eine finanzielle Grundlage die Verarbeitung von Cashewnüssen. Maria Antonia Lopez Pastrana: "Der Faire Handel mit der GEPA ist für mich eine gleichberechtigte Partnerschaft und hat zur Verbesserung meiner Lebensbedingungen erheblich beigetragen." Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Wie werden wir überprüft? 

Zertifizierung

Die fair gehandelten Zutaten in unseren  Produkten lassen wir nach den Kriterien externer Institutionen wie Fairtrade International (FLO, www.fairtrade.net), „Naturland Fair“ des ökologischen Anbauverbandes Naturland (www.naturland.de) und „Fair for life“ von IMO (Institute for Market Ecology, www.imo.ch) zertifizieren.

Monitoring

Auch arbeiten wir mit Monitoringsystemen wie etwa der WFTO (World Fair Trade Organization) und EFTA (European Fair Trade Association), um für die Einhaltung der Fair Handelskriterien bei unseren Handelspartnern eine größtmögliche Sicherheit zu erreichen. Genauso wichtig ist aber das gegenseitige Vertrauen, gewachsen durch langjährige persönliche Kontakte. 

Mehr dazu erfahren Sie unter „Siegel & Zeichen“

Im GEPA-Kaffeelabor: Alexandra Urban (Leitung, 2.v.r.) und Kleber Cruz-Garcia (links) vom GEPA-Produktmanagement verkosten hier Proben jeder Lieferung. Mit den Kleinbauernorganisationen stehen sie in regelmäßigem Kontakt und beraten sie z. B. in Sachen Qualität und Export. Silke Rottenberg (2.v.l.) DFB-Torwarttrainerin und ehemalige Nationaltorhüterin, und GEPA-Kundin Anja Lülff-Pieper schauten ihnen bei ihrem Besuch gerne über die Schulter.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Im GEPA-Kaffeelabor: Alexandra Urban (Leitung, 2.v.r.) und Kleber Cruz-Garcia (links) vom GEPA-Produktmanagement verkosten hier Proben jeder Lieferung. Mit den Kleinbauernorganisationen stehen sie in regelmäßigem Kontakt und beraten sie z. B. in Sachen Qualität und Export. Silke Rottenberg (2.v.l.) DFB-Torwarttrainerin und ehemalige Nationaltorhüterin, und GEPA-Kundin Anja Lülff-Pieper schauten ihnen bei ihrem Besuch gerne über die Schulter. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Partnerschaft und Kontrolle

Grundsatz-Abteilung

Die Abteilung „Grundsatz" ist zuständig für politische Themen und Fragen, die mit den Kriterien des Fairen Handels zusammenhängen sowie für die Begleitung von Monitoring und Zertifizierung der GEPA-Handelspartner. Innerhalb der Netzwerke des Fairen Handels unterstützen die Mitarbeiterinnen die Weiterentwicklung der Fair Handelskriterien. 

Fair Trade-Ausschuss

Die GEPA hat einen Fair Trade-Ausschuss, der aus Vertretern der GEPA-Grundsatz-Abteilung und externen Fachleuten besteht. Der Fair Trade-Ausschuss berät die Geschäftsführung in strategischen und entwicklungspolitischen Fragen der GEPA. Außerdem begleitet der Ausschuss das Monitoring der Handelspartnerschaften.

Lieferantenkatalog

Wir beteiligen uns außerdem am Lieferantenkatalog - einer Bewertung der Fair Handels-Importeure durch den Weltladen-Dachverband anhand der „Konvention der Weltläden". Der Lieferantenkatalog ist ein Überprüfungssystem und dient als verbindliche Richtschnur für die Weltläden beim Einkauf ihrer Waren.

WEITERE INFORMATIONEN

Mehr zu unserem Unternehmensauftrag können Sie
im Auszug aus dem Gesellschaftsvertrag nachlesen

Hintergrundinformationen zu unseren Standards finden Sie in den
GEPA-Kriterien für Fairen Handel

Das tun wir

Wir bewegen!


Fairer Handel ist für uns mehr, als nur Produkte zu verkaufen. Auch politisches Engagement gehört für uns dazu!

Foto:

Siegel & Zeichen

Qualität mit
Brief und Siegel

Hier finden Sie eine Übersicht über die Siegel und Zeichen auf unseren Produkten sowie unsere Zertifikate.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Fischer

fair+

Unsere Plus-Punkte

Was den Fairen Handel der GEPA auszeichnet, sehen Sie im Überblick unter

www.fair-plus.de 

Foto: