Faire Woche 2017: Faire Marktchancen für Spitzen-Kaffee aus Uganda

21.09.2017 – GEPA-Hashtag-Aktion: #echtfairekaffeeliebe


Wuppertal. Wie Fairer Handel ugandischen Kaffeebauern einen Marktzugang verschafft, hat die Fair Handelsorganisation GEPA heute mit Stanley Maniragaba, Betriebsleiter des Genossenschaftsverbands ACPCU (Ankole Coffee Producers‘ Co-operative Union), im Rahmen eines Medien- und Blogger-Events zur diesjährigen Fairen Woche dargestellt. Die bundesweite Aktionswoche findet vom 15. bis 29. September zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden“ statt.

Genossenschaftsverband mit Modellcharakter

Bei der Verkostung im GEPA-Kaffeelabor sagte Stanley Maniragaba: „Die GEPA hat uns den Zugang zum europäischen Markt eröffnet. Sie hat uns auch ermutigt, auf Bio-Kaffee umzustellen.“ So ergaben sich für ACPCU zusätzliche Marktchancen. Bis heute ist ACPCU der einzige Lieferant für Bio-Robusta aus Uganda. Seit der Gründung 2006 hat sich ACPCU zu einem Genossenschaftsverband mit Vorbildcharakter entwickelt. „Die GEPA bedeutet uns viel, weil wir neben fairen Preisen auch Vorfinanzierung zu deutlich günstigeren Konditionen erhalten, als es bei Banken üblich ist. Außerdem zahlt die GEPA nicht nur Qualitätszuschläge für unsere Spitzen-Bio Robusta-Kaffees, sondern teilweise auch für unsere guten Robusta-Standard-Qualitäten.“

Spitzen-Robusta: „Bio Espresso Kampala“

Besonders hob Stanley Maniragaba die Bedeutung des „Bio Espresso Kampala“ aus der Reihe der GEPA „Café Raritäten“ hervor: „Ich freue mich, unseren Robusta pur in dieser Packung zu sehen, so kommt die hohe Qualität unseres Kaffees besser zur Geltung. Unsere Mitglieder sind durch den Fairen Handel selbstbewusster geworden, in allem, was sie machen. Und so sind sie motiviert, einen Kaffee von so guter Qualität zu produzieren.“ Andere Röster mischen diesen Spitzen-Robusta oft mit Arabica. Verbraucher/-innen verbinden mit hoher Kaffeequalität häufig Arabica, Kaffeekenner schätzen aber inzwischen auch hochwertige Robusta-Qualitäten. Der Rohkaffee für diese „Café Rarität“ ist außerdem zu 100 Prozent Naturland-zertifiziert. 

GEPA-Einkaufsmanagerin Kaffee, Franziska Bringe, ergänzte: „Da wir die Genossenschaften kennen, von denen wir Kaffee beziehen, konnten wir z.B. mit ACPCU gemeinsam diese besondere Robusta-Qualität entwickeln. Wir wollen generell noch mehr Rohkaffee aus Afrika als dem „Kaffeekontinent“ importieren  – hier gibt es hervorragende Qualitäten.

Neues Fachhandelssortiment mit Produkten aus Afrika

Auch allgemein legt die GEPA den Fokus auf mehr Produkte aus Afrika. GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb, Peter Schaumberger: „Wir möchten lebendige Eindrücke jenseits der Klischees vermitteln und die Menschen hinter den Produkten zeigen. Deshalb bringen wir im Oktober ein Fachhandelssortiment mit drei Kaffees aus Uganda und fünf Schokoladen mit Kakao aus São Tomé für Weltläden und den Bio- und Naturkosthandel auf den Markt. Ich freue mich, dass einige dieser Kaffees auch Rohkaffee von ACPCU enthalten.“ Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl sagte Schaumberger: „Wir unterstützen die Visionen und Forderungen des Forums Fairer Handel an die Bundesregierung, kleinbäuerliche Landwirtschaft und ökologischen Anbau an Stelle von Agrarindustrie zu fördern. Jetzt haben alle Wählerinnen und Wähler die Chance, diese Forderungen zu unterstützen.“ Unter www.forum-fairer-handel.de finden sich die für den Fairen Handel wichtigen Inhalte auch als „Wahlprüfsteine“. 

Social Media Aktion: #echtfairekaffeeliebe

Nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch die Menschen in den Ursprungsländern des Kaffees „lieben“ ihr Produkt. Wer Fotos oder Videos von seinem Kaffeemoment postet, kann damit Preise rund um Kaffee gewinnen: www.gepa.de/echtfairekaffeeliebe

Aktueller Film zu ACPCU und neuer GEPA-Kaffeefilm

Unter www.gepa.de/service/filme gibt es eine aktuelle Reportage zu ACPCU. Außerdem findet sich dort der neue Kaffeefilm der GEPA, „Echt fair bis in die Tasse“. 

Der faire Bio-Robusta „Bio Espresso Kampala“ ist in den Weltläden erhältlich, im Lebensmittel- und Biohandel sowie im GEPA-Onlineshop unter www.gepa-shop.de .

GEPA-Rundreise und Faire Woche

Gefördert wurde der Besuch von Stanley Maniragaba zur Fairen Woche aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, MISEREOR sowie ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Infos: www.fairewoche.de 

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 40 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“; gleichzeitig wurde sie dabei unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinunternehmen (bis 499 Mitarbeiter) gewählt. Außerdem hat sich die GEPA nach dem neuen Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de
Mitgliedschaften:

  • World Fair Trade Organization (WFTO)
  • European Fair Trade Association (EFTA)
  • Forum Fairer Handel (FFH)
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