FAIRissimo! – Gut gemacht! – 40 Jahre Fairer Kaffee in Deutschland

14.02.2013 – Fairer Kaffee feiert Jubiläum: Kampagnenstart


Wuppertal/Nürnberg. Heute heißt er Guatemala PUR, damals „Indio-Kaffee“ – der erste fair gehandelte Kaffee in Deutschland, der vor 40 Jahren als erstes Lebensmittel den Erfolgszug des Fairen Handels begründete. Auf der internationalen BioFach-Messe in Nürnberg hat die GEPA jetzt ihre Kampagne „FAIRissimo! – Gut gemacht!“ vorgestellt, mit der das 40-jährige Jubiläum des Fairen Kaffees bis Ende des Jahres gefeiert wird.

„Mit der Kampagne möchten wir allen ,Danke’ sagen, die sich in diesen 40 Jahren für den Fairen Handel eingesetzt haben“, erklärte GEPA-Geschäftsführer Robin Roth, für Partner, Produkte und Marketing zuständig. „Angefangen beim Genossenschaftsverband FEDECOCAGUA aus Guatemala über den GEPA-Gesellschafter MISEREOR, der den Anstoß zur Vermarktung des ,Indio-Kaffees’ gab, bis zu Weltläden und Aktionsgruppen, die als Pioniere des Fairen Handels den Kaffee in Deutschland vertrieben. Nicht zuletzt danken wir den vielen engagierten Verbraucherinnen und Verbrauchern: Sie alle haben dazu beigetragen, dass der Faire Handel heute für Kleinbauernfamilien weltweit bessere Zukunftschancen eröffnet“.

Der Bio-Kaffee der GEPA „Guatemala PUR“ ist als Nachfolger des Indio-Kaffees von 1973 in diesem Jahr Jubiläumskaffee. Er gehört zur Linie der „PUR-Kaffees“. Die Bohnen dieser Kaffees stammen jeweils aus einem Ursprungsland, z. B. Mexiko, Ruanda – im Gegensatz zu Kaffeemischungen mit Rohkaffees aus unterschiedlichen Herkunftsländern.

Mit dem Genossenschaftsverband FEDECOCAGUA verbindet die GEPA eine jahrzehntelange Beziehung. Junge Kaffeeproduzenten wie der 24-jährige Lisandro Pablo Matías sehen heute mit Unterstützung ihrer Genossenschaft und des Fairen Handels die Zukunft ihrer Familien im Kaffee-Anbau: „Ich würde gerne mit meiner Ausbildung fortfahren und mehr Land kaufen, so dass ich mehr Kaffee verkaufen kann. Meinen beiden Kindern möchte ich beibringen, wie man Kaffee anbaut.“

Grenzüberschreitende Kooperation

Als grenzüberschreitende Kooperation begann der Faire Handel schon damals: GEPA-Gesellschafter MISEREOR hatte die Gründung des Genossenschaftsverbandes FEDECOCAGUA in Guatemala unterstützt und initiiert, mit Kaffee erstmals ein Lebensmittel fair aus dem Süden zu beziehen. S.O.S. Wereldhandel, die heutige niederländische Fair Handelsorganisation FTO, übernahm 1973 anfänglich den Import des „Indio-Kaffees“. Weltläden und Aktionsgruppen vertrieben diesen „ehrlichen“, „sauberen“ Kaffee als „Aktion Dritte Welt Handel“ dann in Deutschland – erst über die Vorläuferorganisation der GEPA und wenige Jahre später über die neu gegründete Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt, die heutige GEPA. Von Anfang an bis heute war auch die ökumenische „action 365“ dabei.

„Unser Ziel war damals, einen Kaffee ohne unfairen Beigeschmack zu erhalten, von bester Qualität und zu einem angemessenen Preis“, erklärte Thomas Antkowiak, Geschäftsführer von MISEREOR und Vorsitzender der GEPA-Gesellschafterversammlung. „Der Indio-Kaffee stand an der Wiege einer Entwicklung, dass Produzenten aus Ländern des Südens hier ihre Ware mit größerem Gewinn anbieten können. Fairer Handel verleiht den Produzentenorganisationen in den Herkunftsländern auch politisch eine Stimme, mit der sie Veränderungen bewirken können.“

Veränderungen hat der Faire Handel in diesen 40 Jahren auch in Deutschland und Europa bewirkt: „Die Bewegung des Fairen Handels mit den Kirchen, den vielen Engagierten in Weltläden und Aktionsgruppen hat der Gesellschaft viel gegeben“, sagte GEPA-Geschäftsführer Vertrieb Thomas Speck. „Sie ist die Speerspitze für die heutigen Nachhaltigkeitsbewegungen: So hat der Faire Handel dazu beigetragen, dass sich heute fast jedes Unternehmen der kritischen Verbraucher-Diskussion stellen muss, wie es sich gegenüber seinen Lieferanten verhält – nicht nur im Süden“.

Kaffee ist im Fairen Handel nach wie vor eines der wichtigsten Produkte. Vom Indio-Kaffee ausgehend hat sich aktuell ein breites hochwertiges Kaffeesortiment der GEPA mit einem hohen Anteil von 66 Prozent Bio-Kaffee entwickelt. Heute können Verbraucherinnen und Verbraucher aus mehr als 70 verschiedenen Sorten GEPA-Kaffee auswählen. Im letzten Jahr wurden die wichtigsten Sortimentslinien mit rund 40 Päckchen erfolgreich neu gestaltet und neu strukturiert.

GEPA-Kaffees und Spezialitäten gibt es über Weltläden und Aktionsgruppen, im Lebensmittel- , Bio- und Naturkosthandel sowie im Onlineshop unter www.gepa.de. Auch viele Firmenrestaurants, Tagungshäuser oder öffentliche Einrichtungen schenken fairen GEPA-Kaffee aus. Außer-Haus-Kunden können die Produkte über einen eigenen Onlineshop unter www.gepa-ausserhaus.de beziehen.

 

Als Fair Trade Pionier garantiert die GEPA seit über 35 Jahren Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner im Süden mehr Planungssicherheit.

Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. in der Kategorie „Top 3: Deutschlands nachhaltigste Marke“ beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2011. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen der GEPA unter
www.gepa.de 

 

Mitgliedschaften:

  • World Fair Trade Organization (WFTO)
  • European Fair Trade Association (EFTA)
  • Forum Fairer Handel (FFH)

 

Kontaktadresse:

GEPA – The Fair Trade Company 
Pressestelle
GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal
Tel. 0202 / 266 83 -60 / -64
Fax 0202 / 266 83 10

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