Fußball verbindet Handelspartner und GEPA

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

GEPA-Mitarbeiter bei
Kaffeepartnern in Bolivien

Die (Fußball-)Welt schaut in diesen Tagen nach Frankreich zur Europameisterschaft. Doch Fußball kann auch abseits der großen Stadien Brücken schlagen – so auch zwischen GEPA-Mitarbeitern und Handelspartnern in Bolivien: Kleber Cruz Garcia vom GEPA-Produktmanagement Kaffee und Bernhard Sparn vom GEPA-Außer-Haus-Team haben auf ihrer Reise unterschiedliche Kaffeegenossenschaften in der Region um die Stadt Caranavi besucht. Diese sind alle im bolivianischen Kaffeeverband FECAFEB vereint.

Tooooor: Fußball auf dem Dorfplatz bei Montaña Verde

Bei der Kooperative Montaña Verde kam es dann nach einem herzlichen Empfang mit Blumenkränzen und regionalen Spezialitäten zu einem spontanen Fußballmatch: In dem Ort gibt es zwar kein Stadion - aber auf dem Dorfplatz lässt es sich prima kicken! 

„Ohne die Trikots der Handelspartner hätten wir das Spiel nicht gewinnen können.“ — Bernhard Sparn

Schnell waren zwei Fünfer-Teams aufgestellt: Die beiden Gäste aus Deutschland bekamen Verstärkung vom Buchhalter der Kooperative, Raoul Mamani, und dem Präsidenten des bolivianischen Kaffeeverbandes FECAFEB, Victor Kalla.

Nach zwei Mal 15 Minuten und jeder Menge Schweiß, meint Bernhard Sparn: „Ohne den besten Torwart und Stürmer und die Trikots der Handelspartner hätten wir das Spiel nicht gewinnen können!“ Was zählt, ist jedoch nicht das Ergebnis, sondern der Spaß.

Verfolgen Sie das Fußball-Match in der Bildergalerie:

Das gemischte Team: Hintere Reihe v.l.: Raoul Mamani (Buchhalter bei Montaña Verde), Kleber Cruz Garcia (GEPA-Produktmanagement Kaffee), Victor Kalla (Präsident bolivianischer Kaffeeverband) und ein weiterer Spieler. Vorne liegend: Bernhard Sparn (GEPA-Außer-Haus-Team) Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das gemischte Team: Hintere Reihe v.l.: Raoul Mamani (Buchhalter bei Montaña Verde), Kleber Cruz Garcia (GEPA-Produktmanagement Kaffee), Victor Kalla (Präsident bolivianischer Kaffeeverband) und ein weiterer Spieler. Vorne liegend: Bernhard Sparn (GEPA-Außer-Haus-Team) Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kleber Cruz Garcia vom GEPA Produktmanagement Kaffee zeigt sportlichen Ehrgeiz. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kleber Cruz Garcia vom GEPA Produktmanagement Kaffee zeigt sportlichen Ehrgeiz. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das spontane Fußballspiel wird zum Highlight an diesem Sonntag - und zwar für das ganze Dorf: Auch Frauen und Kinder schauen begeistert zu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Das spontane Fußballspiel wird zum Highlight an diesem Sonntag - und zwar für das ganze Dorf: Auch Frauen und Kinder schauen begeistert zu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Zuvor wurden die beiden Gäste von der GEPA herzlich von den Mitgliedern und dem Präsident der Kooperative, Emilio Titirico, (links) sowie vom Geschäftsführer des bolivianischen Kaffee-Dachverbandes FECAFEB, Victor Kalla, (rechts) begrüßt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Zuvor wurden die beiden Gäste von der GEPA herzlich von den Mitgliedern und dem Präsident der Kooperative, Emilio Titirico, (links) sowie vom Geschäftsführer des bolivianischen Kaffee-Dachverbandes FECAFEB, Victor Kalla, (rechts) begrüßt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Gegenseitige Präsentationen im Saal: Die GEPA stellt sich vor - der Partner erzählt, wie Qualitätssicherung und Arbeitsweise in der Kooperative ablaufen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Gegenseitige Präsentationen im Saal: Die GEPA stellt sich vor - der Partner erzählt, wie Qualitätssicherung und Arbeitsweise in der Kooperative ablaufen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Jeder durfte sich an dem Essen bedienen, das die Kaffeebauern mitgebracht hatten. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Jeder durfte sich an dem Essen bedienen, das die Kaffeebauern mitgebracht hatten. Foto: GEPA - The Fair Trade Company


Handelspartner vor Ort kennenlernen

Langfristige und persönliche Beziehungen zu den Handelspartnern spielen bei der GEPA eine besonders wichtige Rolle. Deshalb sind Reisen zu den Produzenten die beste Möglichkeit den Alltag und die Arbeitsweise der Kaffeebauern direkt vor Ort zu erleben. Für Kleber Cruz Garcia vom GEPA-Produktmanagement Kaffee ist das Arbeitsalltag. Er kennt viele Partner schon seit Jahren persönlich. Im großen Saal hat der Buchhalter der Kooperative Montaña Verde, Raoul Mamani, z. B. präsentiert, wie Qualitätssicherung abläuft. Raoul ist eines von sechs Geschwistern, die dank der Fair Trade-Prämie studieren konnten.

Wie werden Kaffeekirschen geschält?

Eine weitere Kooperative, die Kleber Cruz-Garcia und Bernhard Sparn auf ihrer Reise besucht haben, ist San Juan. Sie gehört ebenfalls zum bolivianischen Kaffeeverband FECAFEB. „Ich wollte wissen, wie Kaffee geerntet und geschält wird“, meinte Bernhard Sparn. Da die Kaffeeernte gerade begonnen hatte, haben er und Kleber Cruz Garcia zusammen mit zehn Kaffeebauern 20 Kilogramm Kaffeekirschen zuerst gepflückt und später in einem Entpulper geschält.

In der Bildergalerie sehen Sie die einzelnen Schritte!

Die Bohnen für unsere GEPA Café Raritäten sind Fair Trade, handverlesen, sonnengetrocknet und damit besonders hochwertig. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Bohnen für unsere GEPA Café Raritäten sind Fair Trade, handverlesen, sonnengetrocknet und damit besonders hochwertig. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Anschließend werden die Kaffeekirschen im Entpulper geschält. Bernhard Sparn vom GEPA-Außer-Haus-Team versucht es auch einmal. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Anschließend werden die Kaffeekirschen im Entpulper geschält. Bernhard Sparn vom GEPA-Außer-Haus-Team versucht es auch einmal. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Schalen der Kaffeekirschen werden als Dünger verwendet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Schalen der Kaffeekirschen werden als Dünger verwendet. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
So sehen die frisch geschälten Kaffeesamen aus.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
So sehen die frisch geschälten Kaffeesamen aus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Kaffeesamen liegen einen Tag in einem solchen Becken zur Fermentierung. Über die Fair Trade-Prämie hat jeder der 44 Kaffeebauern der Kooperative einen Entpulper sowie ein Fermentierungsbecken bekommen Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Die Kaffeesamen liegen einen Tag in einem solchen Becken zur Fermentierung. Über die Fair Trade-Prämie hat jeder der 44 Kaffeebauern der Kooperative einen Entpulper sowie ein Fermentierungsbecken bekommen Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Gruppenfoto mit dem Präsident von San Juan, Wilfredo Huayhua, (1. Reihe 3.v.l.) mit den Gästen von der GEPA und weiteren Mitgliedern der Kooperative. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Gruppenfoto mit dem Präsident von San Juan, Wilfredo Huayhua, (1. Reihe 3.v.l.) mit den Gästen von der GEPA und weiteren Mitgliedern der Kooperative. Foto: GEPA - The Fair Trade Company


Bolivien: Hürden für Kaffeebauern

Der Kaffeeanbau in Bolivien erlebt schwere Zeiten. In Zahlen: Vor etwa fünf Jahren lag die Kaffeeproduktion bei 150.000 Sack á 60 Kilogramm. Damit war sie ohnehin schon gering im Vergleich zu anderen Ländern. Für das Jahr 2016 erwartet der bolivianische Kaffeeverband eine Produktion von nur noch 30.000 bis 50.000 Sack á 60 Kilogramm. Grund dafür ist z. B. der Kaffeerost, eine Pflanzenkrankheit, die die Kaffeeparzellen in den letzten Jahren stark befallen hat. Den Kaffeerost können die Bauern nur mit staatlicher Unterstützung in den Griff kriegen. Der bolivianische Staat sieht Kaffee jedoch nicht als Nahrungsmittel an und fördert den Kaffeesektor daher nicht.

So sind die Genossenschaften auf sich allein gestellt. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit der GEPA für die Kaffeebauern von existentieller Bedeutung. Die Kaffeebohnen der Kooperative Montaña Verde finden Sie z. B. in unseren Fair Trade Café-Raritäten wie Bio Café Yungas. Die Bohnen von San Juan sind z. B. im GEPA-Klassiker Café Orgánico enthalten.

Stand 06/2016

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Foto: GEPA - The Fair Trade Company/H. Sachs

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