Die GEPA reagiert auf schwachen Euro

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Fischer

Preiserhöhung 
bei Lebensmitteln

Viele haben es beim Einkauf schon bemerkt: Zahlreiche Lebensmittel sind teurer geworden. Auch die GEPA muss zum 1. Juli 2015 ihre Preise – besonders für Kaffee – erhöhen. Grund dafür ist die seit über einem Jahr andauernde Euroschwäche. Für eine Importorganisation wie die GEPA, die einen Großteil ihrer Produkte in Dollar bezahlt, ist die Beschaffung der Rohwaren deutlich teurer geworden. 

In der aktuellen Halbjahresbetrachtung der GEPA hat der Euro gegenüber dem US-Dollar um ca. 10 Prozent verloren. Bezogen auf das ganze Jahr sind es sogar 18 Prozent! Für die GEPA heißt das, dass sie künftig für das gleiche Dollarvolumen ca. 2,5 Millionen Euro mehr aufbringen muss.

Um einem Verlustgeschäft vorzubeugen, war die GEPA daher - wie viele Händler auch - gezwungen, ihre Preise anzupassen.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/ C.Nusch

Was heißt das für den GEPA-Kaffee?

Trotz derzeit sinkender Weltmarktpreise wird damit die Euroschwäche gerade bei der GEPA nicht kompensiert. Das liegt auch an der besonderen Art zu handeln: Die GEPA hat mit ihren Partnergenossenschaften Verträge für ein ganzes Kaffeejahr abgeschlossen – und zwar zu einem Zeitpunkt, als die niedrigen Börsenpreise noch gar nicht zum Tragen kamen. Hinzu kommen bei der GEPA Fairtrade- und Bio-Prämien sowie die GEPA-eigenen Qualitäts- und Ursprungszuschläge. Diese liegen zwischen 10 und 150 US-Dollar für 100 amerikanische Pfund (ca. 45kg), je nach Region und Qualität. Diese Prämien und Zuschläge sowie ein Mindestpreis von 140 US-Dollar werden immer gezahlt, unabhängig von der Höhe des Weltmarktpreises.

Auch einige andere unserer fair gehandelten Lebensmittel wie Tee, Zucker, Honig und Wein sind von der Preiserhöhung betroffen.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Die GEPA-Partnergenossenschaften stehen im Fokus

Das gilt in Zeiten eines schwachen Euro mehr denn je. Schon immer hat sich die GEPA als 100 Prozent -Fair-Händler gegen die Abwärtsspirale im Preiskampf entschieden. Wer stets das billigste Produkt anbieten möchte und trotzdem am Markt bestehen will, hat zwei Möglichkeiten: Die Preise zu „drücken” auf Kosten der Produzenten, die am Anfang der Lieferkette stehen oder einzusparen auf Kosten der Qualität. Beides kommt für die GEPA nicht in Frage. Die GEPA verpflichtet sich, stets die Interessen ihrer Partner im Süden zu berücksichtigen und zu unterstützen. Diese besonders Art zu handeln ist unsere Kernaufgabe. Auch unsere Partner profitieren von einer starken GEPA.

Bezogen auf unsere Kaffeepartner gehören dazu ein abgesicherter Mindestpreis oder ein höherer Marktpreis, der über dem Mindestpreis liegt ebenso wie Zuschläge für Produkt-, Bio- und soziale Qualität und die Möglichkeit für Genossenschaften, den Preis zu fixen, wenn er für sie am günstigsten liegt. Darüber hinaus pflegt die GEPA mit ihren Partnern im Süden eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Gemeint ist damit beispielsweise die Beratung bei der Bio-Umstellung oder bei Qualitätsproblemen oder die Unterstützung beim Ausstellen von Papieren für den Export. 

Die Stärkung der Kaffeegenossenschaften und somit der Kleinbauern gehören zum Fairen Handel bei der GEPA.

Stand: 06/2015

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Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

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