„Roadmovie“ in Kamerun

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Auf der Schlammpiste
40 Kilometer nach Konye

Vorbei an lehmigen LKWs mit Kakaosäcken beladen, im Pickup auf der schlammigen Piste – GEPA-Produktmanager Stephan Beck und Filmautorin Anne Welsing besuchten Kakaopartner der GEPA in Kamerun: Die Kleinbauerngenossenschaft KONAFCOOP im Ort Konye.

Hier zeigen wir Ihnen Impressionen von dieser abenteuerlichen Fahrt: Wie sich der Pick-Up durch den Schlamm quält oder mal eben die Batterie eines liegengebliebenen Fahrzeugs ausgeliehen wird. Die unfreiwillige Pause wird durch die Gesangs- und Tanzeinlage eines Passanten verkürzt.

Die einzige Verbindung von Konye nach Kumba

„Die Kakaosäcke konnten nicht rechtzeitig zum Hafen transportiert werden.“ — Stephan Beck

Gleichzeitig sind diese Bilder aber mehr als nur der aufregende Blick „übers Lenkrad“ in einer Situation kurz am Ende der Regenzeit:

Für die Kakaobauern haben die extrem schwierigen Straßenbedingungen harte Auswirkungen: Es ist die einzige Verbindung zwischen ihrem Dorf Konye und der Stadt Kumba. Von hier aus führt dann die Straße nach Douala zum Hafen. Das ist die Transportschlagader, um die Kakaobohnen dann auch verschiffen zu können – extrem wichtig für das Einkommen der Bauern!

„Die Lager waren zum Zeitpunkt unseres Besuches voll mit Säcken. Sie konnten nicht weiter transportiert werden, um rechtzeitig in Douala, dem wirtschaftlichen Zentrum Kameruns, zu sein“, erzählt Stephan Beck.

Zeigt her eure Schuh’: Filmautorin Anne Welsing in Kamerun mit Mr. Paul, Mitglied des Vorstands von KONAFCOOP. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Zeigt her eure Schuh’: Filmautorin Anne Welsing in Kamerun mit Mr. Paul, Mitglied des Vorstands von KONAFCOOP. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
GEPA-Produktmanager Stephan Beck (rechts) unterwegs auf der Hauptverbindungsstraße von Kumba nach Konye. Neben ihm steht der Assistent des Fahrers. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
GEPA-Produktmanager Stephan Beck (rechts) unterwegs auf der Hauptverbindungsstraße von Kumba nach Konye. Neben ihm steht der Assistent des Fahrers. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

 

Späte Lieferung: Im konventionellen Handel Grund für Strafen

Das hatte Konsequenzen für die Kakaobauern und ihre Genossenschaft KONAFCOOP: „Da sie den Kakao nicht rechtzeitig liefern konnten, fehlte ihnen das Geld und die Liquidität. Im herkömmlichen Handel können auch Konventionalstrafen die Folge sein.“

Außerdem erhöhen sich die Transportkosten: „Um dann doch noch den Transport zu bewältigen, ließ KONAFCOOP zwei LKW von weiter her kommen. Diese fuhren die Strecke von Kumba nach Konye und zurück – und mussten dann anschließend erstmal zwei Tage in die Werkstatt“, berichtet GEPA-Produktmanager Stephan Beck weiter.

Fairer Handel: Die GEPA bietet Vorfinanzierung

Über den Fairen Handel der GEPA hingegen erhält die Genossenschaft eine Vorfinanzierung, bevor die Ware geliefert wird. Auch wir bekamen den Kakao nicht rechtzeitig: Wir suchen aber in solchen Fällen mit dem Partner eine einvernehmliche Lösung. Wegen der Verzögerung durch höhere Gewalt wurde vor Ort nachverhandelt: Die GEPA zahlte einen höheren Preis für den Vertrag, da der Kakaopreis inzwischen angestiegen war.

Westafrika

Auf den Spuren fairen Kakaos

Begleiten Sie unsere Produktmanager! Sie besuchten Kakao-Partner der GEPA in Kamerun und São Tomé.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company