Stiftung Warentest: GEPA ist glaubwürdig

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Fischer

Untersuchung verschiedener 
Nachhaltigkeitssiegel

Stiftung Warentest hat in der Mai-Ausgabe ihrer Verbraucherzeitschrift „test“ sechs „Nachhaltigkeitssiegel“ untersucht. Die GEPA war als „Sonderfall“ mit dabei, obwohl „fair plus“ kein Nachhaltigkeitssiegel ist. Zur Beurteilung orientierte sich Warentest fast ausschließlich an Standards und Siegeln. 

Die GEPA hat als Fair Handelsorganisation aber keine eigenen Standards entwickelt. Als Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO) arbeiten wir gemäß den zehn Prinzipien des Fairen Handels. Darüber hinaus stützen wir uns auch auf verschiedene Zertifizierungs- und Monitoring-Systeme des Fairen Handels. Über unsere fair plus-Strategie setzen wir eigene Akzente.

Beispiel: Kakao von COOPROAGRO

Wo wir über Standards hinaus gehen, zeigt z. B. die Bildergalerie zu unserem Kakaopartner COOPROAGRO in der Dominikanischen Republik:

Für die von Warentest untersuchte Charge haben wir an COOPROAGRO 600 US-Dollar an Qualitätszuschlägen gezahlt, zusätzlich zur Fairtrade-Prämie. Außerdem haben wir die Kosten für die Naturland-Zertifizierung übernommen. Somit gehen wir hier deutlich über Standards hinaus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Für die von Warentest untersuchte Charge haben wir an COOPROAGRO 600 US-Dollar an Qualitätszuschlägen gezahlt, zusätzlich zur Fairtrade-Prämie. Außerdem haben wir die Kosten für die Naturland-Zertifizierung übernommen. Somit gehen wir hier deutlich über Standards hinaus. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Durch faire Preise haben die Bauern mehr Planungssicherheit, können die Preisschwankungen am Weltmarkt besser abfedern und ihren Familien Entwicklungsperspektiven bieten. Wir zahlen in der Regel mehr, als die Mindestanforderungen von Fairtrade International vorschreiben. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Durch faire Preise haben die Bauern mehr Planungssicherheit, können die Preisschwankungen am Weltmarkt besser abfedern und ihren Familien Entwicklungsperspektiven bieten. Wir zahlen in der Regel mehr, als die Mindestanforderungen von Fairtrade International vorschreiben. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Was draufsteht ist drin: Wir arbeiten ohne Mengenausgleich, der in der Kakaobranche üblich und nach den Kriterien von Fairtrade International erlaubt wäre. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Was draufsteht ist drin: Wir arbeiten ohne Mengenausgleich, der in der Kakaobranche üblich und nach den Kriterien von Fairtrade International erlaubt wäre. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Partnerschaft: Wir arbeiten seit 2007 mit COOPROAGRO zusammen. Die Mitglieder erhalten u. a. umfassende Beratung in Sachen Qualität. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Partnerschaft: Wir arbeiten seit 2007 mit COOPROAGRO zusammen. Die Mitglieder erhalten u. a. umfassende Beratung in Sachen Qualität. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Transparenz: Wir haben Warentest sämtliche Belege vorgelegt: Von der Kakao-Rechnung von COOPROAGRO über den Einlagerungsbeleg der Lagerei bis hin zu Rechnungen, Lieferscheine, Anlagen- und Produktionsprotokolle unserer Weiterverarbeiter und schließlich Bestellungen der GEPA.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Transparenz: Wir haben Warentest sämtliche Belege vorgelegt: Von der Kakao-Rechnung von COOPROAGRO über den Einlagerungsbeleg der Lagerei bis hin zu Rechnungen, Lieferscheine, Anlagen- und Produktionsprotokolle unserer Weiterverarbeiter und schließlich Bestellungen der GEPA. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
COOPROAGRO hat aus den Mehrpreisen u. a. eine Fußgängerbrücke sowie Land für eine Klinik finanziert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
COOPROAGRO hat aus den Mehrpreisen u. a. eine Fußgängerbrücke sowie Land für eine Klinik finanziert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Fairer Handel als Unternehmenszweck

„GEPA setzt auf direkte, lange Beziehungen mit Produzenten.“ — Stiftung Warentest

Positiv: Stiftung Warentest hebt die GEPA als einen der Pioniere des Fairen Handels hervor und geht auf die Sonderrolle der GEPA als 100 Prozent Fair Handelsorganisation ein: „Die Marke GEPA steht für Fairen Handel als Unternehmenszweck. Der Gesellschafter-Auftrag zielt langfristig auf die Etablierung eines internationalen gerechten Weltwirtschaftssystems ab.“ 

Der Test belegt: Die GEPA ist „glaubwürdig“ und „setzt auf direkte, lange Beziehungen mit Produzenten. Sie berücksichtigt Wirkungsanalysen und kann Produkte zurückverfolgen.“

Stiftung Warentest lobt auch die umfangreichen Hintergrundinformationen zu den Handelspartnern: Die GEPA porträtiert beispielsweise „konkrete Bauern“ und gibt an, „aus welcher Kooperative und welchem Land der Rohstoff kommt.“

4 Produkte, 1.400 Fragen, 1 Tag Interview

Grundlage für die Untersuchung waren fünf umfangreiche Fragenkataloge mit ca. 1.400 Fragen (inkl. Unterfragen) zu Themenkomplexen wie Arbeitsweise, Kriterien-Entwicklung, Anforderungen der Standards sowie ein ganztägiges Interview vor Ort bei uns. 

Anhand dieser vier Produktbeispiele hat Stiftung Warentest die Arbeitsweise der GEPA überprüft. Sie finden sie in den Weltläden, teils im Lebensmittel-, Bio und Naturkosthandel sowie im GEPA-Onlineshop:

„Fair plus“: mehr als ein Standard

Stiftung Warentest hebt zwar die Sonderrolle der GEPA mit Fairem Handel als einzigen Unternehmenszweck hervor, hält aber das „fair plus“-Zeichen für verwirrend. Das fair plus-Logo erwecke den Eindruck, die GEPA habe einen eigenen, besonders hohen Standard. Das sei nicht der Fall, da „fair plus“ auf „anderen Standards“ basiere. 

Die Kritik von Stiftung Warentest nehmen wir ernst. Andererseits meinen wir: Gerade als Fair Trade-Pionier möchten wir über die gängigen Fair Handels-Standards hinausgehen. Standards bieten aus unserer Sicht eine Grundlage, auf die man aber weiter aufbauen sollte. Das hat die GEPA durch ihre Pionierleistungen, wie zum Beispiel Schokolade mit fairer Bio-Milch oder überwiegend aluminiumfreie Verpackungen immer wieder bewiesen. 

Mehrleistungen der GEPA

„Die Marke GEPA steht für Fairen Handel als Unternehmenszweck.“ — Stiftung Warentest

Warentest hat leider die Beispiele, bei denen wir über Mindeststandards hinausgehen, in der Veröffentlichung nicht erwähnt. Auch anhand der untersuchten Produktbeispiele lassen sich Mehrleistungen der GEPA dokumentieren.

Beispiel: Bio-Tee von TPI

So arbeiten wir beispielsweise mit Tea Promoters India seit über 25 Jahren zusammen, zahlen bis zu doppelt so viel wie vorgeschrieben für den fairen Bio-Tee und haben gemeinsam den ersten Bio-Teegarten in Darjeeling aufgebaut. 

Erfahren Sie mehr in der Bildergalerie:

Pionierleistung: Gemeinsam mit TPI und Naturland haben wir einen der ersten Bio-Teegärten weltweit aufgebaut. Der Teegarten Samabeong war außerdem der erste Bio-Teegarten in Darjeeling. Foto: MISEREOR/M. Kaufung
Pionierleistung: Gemeinsam mit TPI und Naturland haben wir einen der ersten Bio-Teegärten weltweit aufgebaut. Der Teegarten Samabeong war außerdem der erste Bio-Teegarten in Darjeeling. Foto: MISEREOR/M. Kaufung
Vom Blatt in die Tasse: Wir können den Weg unseres Fair Trade-Tees zurückverfolgen – ohne den Mengenausgleich, der nach den Standards von Fairtrade International erlaubt wäre. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Vom Blatt in die Tasse: Wir können den Weg unseres Fair Trade-Tees zurückverfolgen – ohne den Mengenausgleich, der nach den Standards von Fairtrade International erlaubt wäre. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Die GEPA zahlt 1,10 US-Dollar pro Kilogramm Tee, unabhängig vom Blattgrad. Für Fannings, die wir in Teebeuteln verwenden, bezahlen wir also mehr als doppelt so viel, wie von Fairtrade International mit 0,5 US-Dollar vorgeschrieben. Foto: Thomas Rensmann
Die GEPA zahlt 1,10 US-Dollar pro Kilogramm Tee, unabhängig vom Blattgrad. Für Fannings, die wir in Teebeuteln verwenden, bezahlen wir also mehr als doppelt so viel, wie von Fairtrade International mit 0,5 US-Dollar vorgeschrieben. Foto: Thomas Rensmann
Die Arbeiterinnen und Arbeiter sind festangestellt und erhalten außerdem einen jährlichen Bonus, der bis zu 20 Prozent eines Monatslohns betragen kann. Foto: Thomas Rensmann
Die Arbeiterinnen und Arbeiter sind festangestellt und erhalten außerdem einen jährlichen Bonus, der bis zu 20 Prozent eines Monatslohns betragen kann. Foto: Thomas Rensmann
Der Lohn ist staatlich festgelegt und basiert auf einem Durchschnittswert von vier Kilogramm pro Tag. Tea Promoters India zahlt den Pflückerinnen jedes zusätzlich gepflückte Pfund Teeblätter, das über diesen Durchschnittswert hinausgeht – das ist in Darjeeling keineswegs üblich. Foto: Thomas Rensmann
Der Lohn ist staatlich festgelegt und basiert auf einem Durchschnittswert von vier Kilogramm pro Tag. Tea Promoters India zahlt den Pflückerinnen jedes zusätzlich gepflückte Pfund Teeblätter, das über diesen Durchschnittswert hinausgeht – das ist in Darjeeling keineswegs üblich. Foto: Thomas Rensmann
Weltweit wegweisend: Unser Teepartner TPI in Indien etablierte ein Modell, wie Teearbeiterinnen und -arbeiter mitbestimmen können – später ein unverzichtbarer Bestandteil des Fairen Handels.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Weltweit wegweisend: Unser Teepartner TPI in Indien etablierte ein Modell, wie Teearbeiterinnen und -arbeiter mitbestimmen können – später ein unverzichtbarer Bestandteil des Fairen Handels. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Für jeden Teearbeiter und jede Teearbeiterin zahlt TPI in einen Rentenfond ein. Diese Form der „betrieblichen Rentenvorsorge“ ist einzigartig in Darjeeling. Foto: Thomas Rensmann
Für jeden Teearbeiter und jede Teearbeiterin zahlt TPI in einen Rentenfond ein. Diese Form der „betrieblichen Rentenvorsorge“ ist einzigartig in Darjeeling. Foto: Thomas Rensmann
Jahrzehntelange Beziehungen verbinden uns mit vielen Partnern. Mit TPI handeln wir z. B. bereits seit 1990. Andere, wie z. B. SOFA, kommen neu hinzu.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Jahrzehntelange Beziehungen verbinden uns mit vielen Partnern. Mit TPI handeln wir z. B. bereits seit 1990. Andere, wie z. B. SOFA, kommen neu hinzu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Auch außerhalb der Erntezeiten werden die Arbeiterinnen und Arbeiter beschäftigt. Dann kümmern sie sich um die Pflege der Teepflanzen. Foto: Thomas Rensmann
Auch außerhalb der Erntezeiten werden die Arbeiterinnen und Arbeiter beschäftigt. Dann kümmern sie sich um die Pflege der Teepflanzen. Foto: Thomas Rensmann

Verbraucher Initiative und Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Diese besonderen Leistungen der GEPA im Fairen Handel und bei Nachhaltigkeit werden auch von anderen Verbraucherorganisationen anerkannt. Zum Beispiel hat uns die Verbraucher Initiative 2013 für unsere Verbraucherkommunikation mit der Bestnote „Gold“ ausgezeichnet. 2015 folgte zum wiederholten Male die Auszeichnung „nachhaltigstes Einzelhandelsunternehmen“.

Wegen unserer „fair plus“-Strategie wurden wir beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ ausgezeichnet. Hier sehen Sie unsere Preise und Auszeichnungen auf einen Blick.

Unsere Plus-Punkte

Wir freuen uns, dass wir als Fair Handelsunternehmen GEPA in den Vergleich von Nachhaltigkeitssiegeln einbezogen wurden. Wir hätten uns noch gewünscht, dass Warentest auf Mehrleistungen wie etwa hohe Fair-Handelsanteile in Produkten oder unseren Verzicht auf Mengenausgleich eingegangen wäre. Das sind aus unserer Sicht deutliche Plus-Punkte.


Fair in die Zukunft

Wir wollen als Handelsorganisation durch unsere praktische Arbeit, weitere Innovationen und politische Arbeit in den Netzwerken des Fairen Handels unsere Ziele aus dem Gesellschaftsvertrag umsetzen: Produzenten fördern und auf eine Veränderung ungerechter Welthandelsstrukturen hinwirken.

Stand 04/2016

WEITERE INFORMATIONEN

Mehr zur Untersuchung von Stiftung Warentest lesen Sie in
unserer Kundeninformation

Den Test können Sie kostenlos abrufen auf
www.test.de

GEPA-Kriterien

Darauf
kommt es uns an

Wie wir gemeinsam mit unseren Partnern die Ziele des Fairen Handels verwirklichen, lesen Sie hier.

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Von der Bohne
bis zur Tafel fair

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Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing