GEPA-Partner unterstützt Geflüchtete mit Reis

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Von Thailand bis Südosteuropa:
Green Net liefert sechs Tonnen Reis

Solidarität weltweit: Unser Partner Green Net aus Thailand stellt Geflüchteten in Südosteuropa sechs Tonnen Reis zur Verfügung. Die GEPA hat Green Net bei Verzollung und Import unterstützt, die Wuppertaler Flüchtlingsinitiative „Cars of Hope“ kümmert sich ab jetzt um den Weitertransport des Reises. Die Initiative setzt sich für Geflüchtete ein, die auf dem Weg nach Europa gestrandet sind und in Serbien und Griechenland ohne Versorgung festsitzen.

„Wir Fair Trade Partner im Süden reichen unseren Freunden in Europa die Hand.“ — Vitoon Panyakul

Jetzt ist der Bio-Reis aus Thailand bei uns im GEPA-Zentrallager angekommen! Nächste Woche wird er weiter nach München transportiert. Dort nimmt ihn die Initiative Heimatstern, mit der „Cars of Hope“ kooperiert, entgegen und transportiert ihn weiter. In Athen und an mehreren Orten in Serbien wird der Reis dann an bedürftige Geflüchtete weitergegeben.

Die einzelnen Stationen der Reis-Reise können Sie hier sowie auf unseren Social Media-Kanälen Facebook, Twitter und Instagram mitverfolgen!

Die Reis-Reise geht weiter: Von München nach Athen

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Nachdem sechs Tonnen Reis unser GEPA-Warenlager in Wuppertal per LKW verlassen haben, ging es weiter nach München. Dort wurde die Lieferung von Heimatstern e. V. entgegengenommen und fünf Tonnen weiter Richtung Athen transportiert.

Der Verein unterstützt Geflüchtete in Griechenland schon lange und hat dabei laut Tilman Haerdle
von Heimatstern eine besondere Verbindung zu Athen: „Dort leben sehr viele Menschen in so genannten ‚squats‘, das sind ehemals öffentliche und leerstehende Gebäude der Stadt, die von den Geflüchteten selbstverwaltet und zum großen Teil selbstbestimmt sind“, schreibt er bei Facebook. Heimatstern habe sich entschlossen dort in Form von Lebensmittelspenden regelmäßig mitzuhelfen – und da kam der Reis, den unser Partner Green Net zur Verfügung gestellt hatte, gerade richtig.

Wohin die verbleibenden Tonne Bio-Reis geliefert wird, hängt aktuell noch davon ab, wie sich die Situation in Serbien entwickelt: „Derzeit ist die Lage für Flüchtlingshelfer dort sehr unsicher“, berichtet Frank Jäger von Cars of Hope. Aber die Initiative Heimatstern e. V. habe Kontakt zu Strukturen in Rom aufgebaut, die dort eine große Zahl gestrandeter Flüchtlinge versorgen. Sollte sich die Situation auf dem Balkan nicht ändern, bestehe laut Frank Jäger die Option nach Rom zu liefern oder einen anderen Ort in Griechenland auszuwählen. „Wir werden das beobachten, um den Reis sicher ans Ziel zu bringen“, so Frank Jäger von Cars of Hope.

Station 1: Ankunft im Zentrallager der GEPA in Wuppertal

Der Reis von Green Net steht abholbereit im GEPA-Zentrallager. Frank Jäger (rechts) und René Schujilenburg (mitte) von Cars of Hope kennen die Situation vor Ort. Gemeinsam mit Peter Schaumberger (links), GEPA-Geschäftsführer Marke und Vertrieb, freuen sie sich über das Engagement des GEPA-Partners. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/M. Kehren
Der Reis von Green Net steht abholbereit im GEPA-Zentrallager. Frank Jäger (rechts) und René Schujilenburg (mitte) von Cars of Hope kennen die Situation vor Ort. Gemeinsam mit Peter Schaumberger (links), GEPA-Geschäftsführer Marke und Vertrieb, freuen sie sich über das Engagement des GEPA-Partners. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/M. Kehren

Sechs Tonnen oder 300 Kartons à 20 Kilogramm Reis stehen abholbereit im GEPA-Zentrallager. Anstoß für die Hilfsaktion war 2015 der Besuch von Vitoon Panyakul, Geschäftsführer unseres Reis-Partners Green Net, in Europa. Dabei hat er miterlebt, wie tausende Geflüchtete über die Balkanroute nach Deutschland gekommen waren: „Meine Freunde aus dem Fairen Handel haben mir von ihrem ehrenamtlichen Engagement für die Geflüchteten in ihren Gemeinden erzählt“, erzählt er. Für ihn ist die Unterstützung der Geflüchteten eine menschliche Pflicht.

GEPA unterstützt bei Import und Verzollung

„Wir freuen uns, die Aktion logistisch unterstützen zu können.“ — Peter Schaumberger

Deshalb habe Green Net seinem Partner GEPA den Reis anvertraut und um Weitertransport an Geflüchtete gebeten: „Wir freuen uns, Green Net bei ihrer Aktion für Geflüchtete logistisch unterstützen zu können. Denn für die Reisbauern wie auch für uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Das ist ein Grundprinzip des Fairen Handels“, so GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb, Peter Schaumberger.

Yoko Minami (links) und Sombat Choomnoom (mitte) sind Bio-Reisbauern bei unserem Partner Green Net. Hier zusammen mit Sombats Mutter, Somsri Choomnoom (rechts), beim Pflanzen der Reissetzlinge. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Yoko Minami (links) und Sombat Choomnoom (mitte) sind Bio-Reisbauern bei unserem Partner Green Net. Hier zusammen mit Sombats Mutter, Somsri Choomnoom (rechts), beim Pflanzen der Reissetzlinge. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Wuppertaler Flüchtlingsinitiative Cars of Hope

„Die Reislieferung ist ein Zeichen internationaler Solidarität.“ — René Schujilenburg

Die Wuppertaler Flüchtlingsinitiative „Cars of Hope“ betreut Projekte in den „Hot Spots“: Dort harren noch immer tausende Menschen ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten aus – unbeachtet von europäischer Politik und Öffentlichkeit: „Auf dem Balkan und in Griechenland wird der Reis dringend gebraucht – hier sorgen freiwillige Helfer und private Hilfsinitiativen für die Grundversorgung der Geflüchteten“, sagt René Schujilenburg, Gründer von Cars of Hope. „Die Reislieferung von Green Net ist hier am richtigen Platz, sie ist außerdem für alle Geflüchteten und Helferinnen und Helfer ein ermutigendes Zeichen internationaler Solidarität“, so René Schujilenburg.

Cars of Hope plant neue Projekte in Balkanstaaten

Dass private Initiativen sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, ist wichtiger denn je – und wird es auch in Zukunft bleiben. Cars of Hope hat schon neue Projekte geplant: „Wir werden unseren Fokus nun auf die Balkanstaaten richten, weil sich dort die Lage noch verschlimmert hat“, erklärt René Schujilenburg. Nach der Schließung der Grenzen interessiere sich in Deutschland leider kaum jemand mehr für das Schicksal derjenigen, die ihr Ziel nicht erreicht haben. Laut Cars of Hope müsse das Thema wieder auf die Tagesordnung: „Die Geflüchteten auf dem Balkan brauchen eine menschenwürdige Zukunft“, sagt René Schujilenburg.

Stand 05/2017

WEITERE INFORMATIONEN

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Green Net, Vorreiter für ökologischen Reis-Anbau in Thailand.

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Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

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Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing