#SDGs konkret: Das tun die GEPA und ihre Partner

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Wie die UN-Nachhaltigkeitsziele 
mit Fairem Handel zusammenhängen

Die UN-Nachhaltigkeitsziele, auf Englisch „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Agenda 2030 greifen viele der Prinzipien und Forderungen auf, die der Faire Handel schon seit mehr als 40 Jahren lebt. Der Faire Handel leistet einen wichtigen Beitrag, um die 17 Ziele für eine nachhaltige Zukunft zu erreichen. Mehr über die SDGs lesen Sie hier

8 Wochen – 8 Ziele

Die SDGs sind die Grundlage der politischen Arbeit der GEPA für die nächsten Jahre. In diesem Jahr starten wir mit einer Reihe, um Ihnen acht der insgesamt 17 Ziele näher zu bringen, die für die GEPA besonders wichtig sind: 

Von der Messe FAIR HANDELN in Stuttgart ab 20. April bis zu unserem Fachpodium am 8. Juni über die Auswirkungen des Klimawandels stellen wir hier jede Woche ein Ziel vor – und wie die jeweiligen Ziele konkret mit dem Fairen Handel der GEPA und der Arbeit unserer Partner zusammenhängen.

Kleinbäuerinnen und -bauern gehören zu denen, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Er zählt zu den großen Herausforderungen des Fairen Handels. Deshalb hat das letzte SDG in unserem Countdown eine besondere Bedeutung – und ist auch der Schwerpunkt unseres Fachpodiums am 8. Juni mit Expert/innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Ziel 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

Der Klimawandel bedroht die Landwirtschaft in Süd und Nord. Regen- und Trockenzeiten verschieben sich, es gibt immer mehr Dürreperioden und Überschwemmungen. Das bringt auch soziale Probleme mit sich, wenn Bauern ihr Land aufgeben müssen, weil sie dort nichts mehr anbauen können.

Der Faire Handel spielt eine wichtige Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und dessen Bekämpfung, weil er u. a. klimafreundliche Produktionsweisen fördert. So hat die GEPA ihren langjährigen Zuckerpartner ATC aktiv bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft beraten und unterstützt Anpassungsmaßnahmen. 

Als Unternehmen kann die GEPA CO2-Emissionen nicht vermeiden und hat bereits zwei Mal ihren CO2-Fußabdruck messen lassen. Gemeinsam mit ATC engagiert sich die GEPA deshalb mit einem Aufforstungsprojekt für Klimaschutz. 

Wichtig ist, dass dies dem Partner vor Ort nützt. Die Bäume, die ATC pflanzt, schützen nicht nur das Klima: Sie verbessern die Böden der Zuckerbauern, liefern später Früchte, Holz und spenden Schatten. Berdandino Ferrer, Umweltbeauftragter bei ATC: „Dann können unsere Kinder jeden Tag Obst essen, ohne dass wir es teuer einkaufen müssen.“
Mehr über das Aufforstungsprojekt mit ATC erfahren Sie hier

Und was den Transport fairer Produkte angeht: Gerade bei Nahrungsmitteln können Produktion und Verarbeitung eine wichtigere Rolle für den Klima-Fußabdruck spielen als die Transportwege. 
Lesen Sie dazu auch unsere FAQ 

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Ziel 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

Der Klimawandel bedroht die Landwirtschaft in Süd und Nord. Regen- und Trockenzeiten verschieben sich, es gibt immer mehr Dürreperioden und Überschwemmungen. Das bringt auch soziale Probleme mit sich, wenn Bauern ihr Land aufgeben müssen, weil sie dort nichts mehr anbauen können.

Der Faire Handel spielt eine wichtige Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und dessen Bekämpfung, weil er u. a. klimafreundliche Produktionsweisen fördert. So hat die GEPA ihren langjährigen Zuckerpartner ATC aktiv bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft beraten und unterstützt Anpassungsmaßnahmen. 

Als Unternehmen kann die GEPA CO2-Emissionen nicht vermeiden und hat bereits zwei Mal ihren CO2-Fußabdruck messen lassen. Gemeinsam mit ATC engagiert sich die GEPA deshalb mit einem Aufforstungsprojekt für Klimaschutz. 

Wichtig ist, dass dies dem Partner vor Ort nützt. Die Bäume, die ATC pflanzt, schützen nicht nur das Klima: Sie verbessern die Böden der Zuckerbauern, liefern später Früchte, Holz und spenden Schatten. Berdandino Ferrer, Umweltbeauftragter bei ATC: „Dann können unsere Kinder jeden Tag Obst essen, ohne dass wir es teuer einkaufen müssen.“
Mehr über das Aufforstungsprojekt mit ATC erfahren Sie hier

Und was den Transport fairer Produkte angeht: Gerade bei Nahrungsmitteln können Produktion und Verarbeitung eine wichtigere Rolle für den Klima-Fußabdruck spielen als die Transportwege.
Lesen Sie dazu auch unsere FAQ 

Gemeinsames Aufforstungsprojekt: Mit ATC, unserem philippinischen Partner für Bio- Vollrohrzucker, engagieren wir uns für den Klimaschutz. Fairer Handel fördert auch generell klimaschonende Produktionsweisen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Gemeinsames Aufforstungsprojekt: Mit ATC, unserem philippinischen Partner für Bio- Vollrohrzucker, engagieren wir uns für den Klimaschutz. Fairer Handel fördert auch generell klimaschonende Produktionsweisen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

Ziel 2 – keine Hungersnot

Kleinbauern bauen Lebensmittel nicht nur für den Export an, sondern auch für sich selbst, ihre Familie und den lokalen Markt. So tut es auch Sumithra Ranosinghe vom GEPA-Teepartner SOFA in Sri Lanka. Neben Biotee baut sie auch Biogewürze wie Zimt und Nelken, sowie Biogemüse und -obst an: „Ich bin sehr stolz, ein Mitglied von SOFA zu sein. Von SOFA erhalte ich viel Unterstützung, um meinen Hektar Land weiter zu entwickeln. Anfangs hatte ich nur 13 Teebüsche, doch jetzt habe ich etwa 3.000 Teepflanzen in meinem Garten.“

Kleinbauern mit weniger als zwei Hektar Land liefern nach wie vor 70 Prozent der Nahrungsmittel weltweit. Sie brauchen ein langfristig planbares Einkommen, um in ihre Betriebe investieren zu können. 

Hier setzt der Faire Handel an: Er unterstützt die Produzent/-innen dabei, nachhaltige Anbaumethoden umzusetzen und gewährleistet ein sicheres und stabiles Einkommen. Außerdem fördert er den Aufbau starker Organisationen, die wiederum den Bauern den Zugang zu Märkten und Krediten erleichtern.

Folgen Sie Sumithra in ihren Biogarten und lesen Sie die Reportage.

Erfahren Sie mehr über SOFA in unserer Handelspartnerdarstellung

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Ziel 2 – keine Hungersnot

Kleinbauern bauen Lebensmittel nicht nur für den Export an, sondern auch für sich selbst, ihre Familie und den lokalen Markt. So tut es auch Sumithra Ranosinghe vom GEPA-Teepartner SOFA in Sri Lanka. Neben Biotee baut sie auch Biogewürze wie Zimt und Nelken, sowie Biogemüse und -obst an: „Ich bin sehr stolz, ein Mitglied von SOFA zu sein. Von SOFA erhalte ich viel Unterstützung, um meinen Hektar Land weiter zu entwickeln. Anfangs hatte ich nur 13 Teebüsche, doch jetzt habe ich etwa 3.000 Teepflanzen in meinem Garten.“

Kleinbauern mit weniger als zwei Hektar Land liefern nach wie vor 70 Prozent der Nahrungsmittel weltweit. Sie brauchen ein langfristig planbares Einkommen, um in ihre Betriebe investieren zu können. 

Hier setzt der Faire Handel an: Er unterstützt die Produzent/-innen dabei, nachhaltige Anbaumethoden umzusetzen und gewährleistet ein sicheres und stabiles Einkommen. Außerdem fördert er den Aufbau starker Organisationen, die wiederum den Bauern den Zugang zu Märkten und Krediten erleichtern.

Folgen Sie Sumithra in ihren Biogarten und lesen Sie die Reportage.

Erfahren Sie mehr über SOFA in unserer Handelspartnerdarstellung

Sumthra Ranosinghe vom GEPA-Partner SOFA in Sri Lanka baut nicht nur Biotee für den Export an, sondern auch Obst, Gemüse und Gewürze für Ihre Familie und Ihren eigenen kleinen Laden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Sumthra Ranosinghe vom GEPA-Partner SOFA in Sri Lanka baut nicht nur Biotee für den Export an, sondern auch Obst, Gemüse und Gewürze für Ihre Familie und Ihren eigenen kleinen Laden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Ziel 5 – Gleichberechtigung der Geschlechter

APROLMA ist weltweit eine der wenigen Frauenkooperativen im Kaffeesektor. Die Genossenschaft führt verschiedene Programme durch, um die Frauen für ihre Rechte zu sensibilisieren und so langfristig einen Wandel zu erreichen. „In Honduras werden Frauen oft nicht anerkannt und sind sogar häufig Gewalt ausgesetzt“, sagt Mitglied Dilcia Edith Vasquez.

Für sie hat APROLMA eine besondere Bedeutung: „Ich kann meinen Kaffee zu einem besseren Preis verkaufen und habe die Möglichkeit, mitzubestimmen und meine Rechte als Frau wahrzunehmen.“ Die alleinerziehende Mutter arbeitet zusätzlich zum Kaffeeanbau als Finanzberaterin, und unterstützt mit diesen Kenntnissen auch die Frauen von APROLMA.

Nach Angaben der Vereinten Nationen könnte die Zahl der Hungernden weltweit um 150 Millionen verringert werden, würde man Geschlechterungerechtigkeit endlich überwinden. Der Faire Handel legt besonderen Stellenwert auf die Förderung von Frauen, damit sie über Mittel verfügen, ihre Zukunftschancen aus eigener Kraft zu verbessern.

Die Bio-Kaffeebohnen von APROLMA sind vor allem in dem Kaffee, enthalten, den die GEPA für den Katholischen Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB) herstellt. Aber auch für Klassiker wie Café Orgánico und Esperanza verwenden wir APROLMA-Bohnen.

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Ziel 5 – Gleichberechtigung der Geschlechter

APROLMA ist weltweit eine der wenigen Frauenkooperativen im Kaffeesektor. Die Genossenschaft führt verschiedene Programme durch, um die Frauen für ihre Rechte zu sensibilisieren und so langfristig einen Wandel zu erreichen. „In Honduras werden Frauen oft nicht anerkannt und sind sogar häufig Gewalt ausgesetzt“, sagt Mitglied Dilcia Edith Vasquez.

Für sie hat APROLMA eine besondere Bedeutung: „Ich kann meinen Kaffee zu einem besseren Preis verkaufen und habe die Möglichkeit, mitzubestimmen und meine Rechte als Frau wahrzunehmen.“ Die alleinerziehende Mutter arbeitet zusätzlich zum Kaffeeanbau als Finanzberaterin, und unterstützt mit diesen Kenntnissen auch die Frauen von APROLMA.

Nach Angaben der Vereinten Nationen könnte die Zahl der Hungernden weltweit um 150 Millionen verringert werden, würde man Geschlechterungerechtigkeit endlich überwinden. Der Faire Handel legt besonderen Stellenwert auf die die Förderung von Frauen, damit sie über Mittel verfügen, ihre Zukunftschancen aus eigener Kraft zu verbessern.

Die Bio-Kaffeebohnen von APROLMA sind vor allem in dem Kaffee, enthalten, den die GEPA für den Katholischen Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB) herstellt. Aber auch für Klassiker wie Café Orgánico und Esperanza verwenden wir APROLMA-Bohnen.

Kaffeebäuerin Dilcia Edith Vasquez (mitte) ist außerdem alleinerziehende Mutter und Finanzberaterin. Hier mit ihrer Mutter und ihrem Sohn. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Kaffeebäuerin Dilcia Edith Vasquez (mitte) ist außerdem alleinerziehende Mutter und Finanzberaterin. Hier mit ihrer Mutter und ihrem Sohn. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Ziel 8 – Gute Arbeitsplätze & wirtschaftliches Wachstum

Faire Perspektiven für GEPA-Partner: Die Kaffeebauern von ACPCU in Uganda steigerten Menge und Qualität ihrer Bio-Bohnen – und erwirtschaften jetzt ein besseres Einkommen. „Dass ich alle meine Kinder zur Schule schicken kann, das ist für mich manchmal immer noch wie ein Wunder. Ohne den Fairen Handel wäre das nicht möglich, denn erst durch meine Mitgliedschaft bei ACPCU habe ich gelernt, wie ich mehr und besseren Kaffee produzieren kann“, sagt z. B. Kaffeebäuerin Agnes Tumuramye.

Der Agrarsektor beschäftigt weltweit ein Drittel aller Arbeitskräfte. Die Arbeitsbedingungen sind oft sehr prekär. Inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum lässt sich nur erreichen, wenn Bauern über solide Existenzgrundlagen und alle Beschäftigten über einen vertraglich gesicherten Arbeitsplatz verfügen. Dazu gehört ein stabiles und sicheres Einkommen, mit dem sie nicht nur überleben sondern sich entwickeln können. 

Aber auch für Produzent/-innen von Handwerksprodukten gilt es, weltweit gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Wax Industri, unser Partner für handgemachte Kerzen, bezahlt seinen Mitarbeiter/-innen Löhne, die deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Sie erhalten außerdem bezahlten Mutterschutz und Urlaub, einen Pensionsfonds und eine Krankenversicherung – in Indonesien keine Selbstverständlichkeit.

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Ziel 8 – Gute Arbeitsplätze & wirtschaftliches Wachstum

Faire Perspektiven für GEPA-Partner: Die Kaffeebauern von ACPCU in Uganda steigerten Menge und Qualität ihrer Bio-Bohnen – und erwirtschaften jetzt ein besseres Einkommen. „Dass ich alle meine Kinder zur Schule schicken kann, das ist für mich manchmal immer noch wie ein Wunder. Ohne den Fairen Handel wäre das nicht möglich, denn erst durch meine Mitgliedschaft bei ACPCU habe ich gelernt, wie ich mehr und besseren Kaffee produzieren kann“, sagt z. B. Kaffeebäuerin Agnes Tumuramye.

Der Agrarsektor beschäftigt weltweit ein Drittel aller Arbeitskräfte. Die Arbeitsbedingungen sind oft sehr prekär. Inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum lässt sich nur erreichen, wenn Bauern über solide Existenzgrundlagen und alle Beschäftigten über einen vertraglich gesicherten Arbeitsplatz verfügen. Dazu gehört ein stabiles und sicheres Einkommen, mit dem sie nicht nur überleben sondern sich entwickeln können. 

Aber auch für Produzent/-innen von Handwerksprodukten gilt es, weltweit gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Wax Industri, unser Partner für handgemachte Kerzen, bezahlt seinen Mitarbeiter/-innen Löhne, die deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Sie erhalten außerdem bezahlten Mutterschutz und Urlaub, einen Pensionsfonds und eine Krankenversicherung – in Indonesien keine Selbstverständlichkeit.

„Mein wichtigstes Ziel ist es, dass meine Kinder die beste mögliche Ausbildung bekommen. Aber sie sollen auch bei mir lernen, wie man guten Kaffee produziert. Denn dank des Fairen Handels haben sie als Kaffeebauern eine Zukunft“, so Agnes Tumuramye von ACPCU.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
„Mein wichtigstes Ziel ist es, dass meine Kinder die beste mögliche Ausbildung bekommen. Aber sie sollen auch bei mir lernen, wie man guten Kaffee produziert. Denn dank des Fairen Handels haben sie als Kaffeebauern eine Zukunft“, so Agnes Tumuramye von ACPCU. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

Ziel 17: Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen

Partnerschaft ist die Basis für unser Handeln. Mit den Produzentenorganisationen verbinden uns teils jahrzehntelange Handelsbeziehungen. Wir stehen mit ihnen in engem Kontakt und beraten sie, z. B. in Sachen Export und bieten ihnen u. a. Vorfinanzierungen auf Vertrauensbasis. Die GEPA geht gezielt auch mit kleinen und strukturell und finanziell nicht so starken Organisationen Partnerschaften ein und ist für sie ein „Türöffner“ zum Weltmarkt.

Machtverhältnisse im Welthandel

Global gesehen sind die Machtverhältnisse entlang der Produktionskette dagegen ungleich verteilt. Markenhersteller und Händler teilen sich gut 80 Prozent des Werts einer Lieferkette. Produzent/-innen und Beschäftigte sind jedoch oft vom Zugang zu globalen Märkten und von der Teilhabe am Marktwert ausgeschlossen. Sie haben kaum Möglichkeiten, politische Prozesse mitzugestalten, die sie direkt betreffen. 

Handel muss gerechter werden

Verbindliche Regeln für gerechten Handel haben eine wichtige Funktion, wenn es darum geht, die 17 Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht fordert daher das Forum Fairer Handel, bei dem auch die GEPA Mitglied ist: Global handelnde Unternehmen sollen für Menschenrechtsverletzungen entlang der gesamten Lieferkette haften. Dies ist auch eine der Forderungen und Visionen zur Bundestagswahl, die Forum Fairer Handel und Weltladen-Dachverband formuliert haben. Lesen Sie dazu auch die Kernaussagen der Studie „Wer hat die Macht? – Machtkonzentration und unlautere Handelspraktiken in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten“. 

In welcher Welt wollen wir Leben? Das neue Video zur Bundestagswahl:

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Ziel 17: Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen

Partnerschaft ist die Basis für unser Handeln. Mit den Produzentenorganisationen verbinden uns teils jahrzehntelange Handelsbeziehungen. Wir stehen mit ihnen in engem Kontakt und beraten sie, z. B. in Sachen Export und bieten ihnen u. a. Vorfinanzierungen auf Vertrauensbasis. Die GEPA geht gezielt auch mit kleinen und strukturell und finanziell nicht so starken Organisationen Partnerschaften ein und ist für sie ein „Türöffner“ zum Weltmarkt.

Machtverhältnisse im Welthandel

Global gesehen sind die Machtverhältnisse entlang der Produktionskette dagegen ungleich verteilt. Markenhersteller und Händler teilen sich gut 80 Prozent des Werts einer Lieferkette. Produzent/-innen und Beschäftigte sind jedoch oft vom Zugang zu globalen Märkten und von der Teilhabe am Marktwert ausgeschlossen. Sie haben kaum Möglichkeiten, politische Prozesse mitzugestalten, die sie direkt betreffen. 

Handel muss gerechter werden

Verbindliche Regeln für gerechten Handel haben eine wichtige Funktion, wenn es darum geht, die 17 Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht fordert daher das Forum Fairer Handel, bei dem auch die GEPA Mitglied ist: Global handelnde Unternehmen sollen für Menschenrechtsverletzungen entlang der gesamten Lieferkette haften. Dies ist auch eine der Forderungen und Visionen zur Bundestagswahl, die Forum Fairer Handel und Weltladen-Dachverband formuliert haben. Lesen Sie dazu auch die Kernaussagen der Studie „Wer hat die Macht? – Machtkonzentration und unlautere Handelspraktiken in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten“. 

In welcher Welt wollen wir Leben? Das neue Video zur Bundestagswahl:


Ziel 16 – Frieden und Gerechtigkeit

Dieses Ziel wirkt zunächst sehr weit gefasst. Gemeint ist, Gesellschaften zu fördern, die Mitbestimmung und Teilhabe für alle ermöglichen. Institutionen sollen zur Rechenschaft verpflichtet sein. Alle Menschen sollen Zugang zur Justiz haben und ihre Rechte vertreten können.

Von Beginn an hat sich der Faire Handel auf den Aufbau demokratischer Strukturen konzentriert. Wenn Produzent/-innen sich organisieren, können sie ihre Interessen stärker vertreten - sei es gegenüber Behörden oder anderen Institutionen. Transparenz und Mitbestimmung sind auch in den Prinzipien der World Fair Trade Organization (WFTO) verankert, bei der wir selbst und viele unserer Partner Mitglied sind.

GEPA-Partner setzen sich ein – auch gegen Widerstände

Viele GEPA-Partner engagieren sich politisch in ihren Ländern und/oder international. Dabei sind sie immer wieder Repressionen ausgesetzt. Ein drastisches Beispiel ist die philippinische Organisation PFTC, von der die GEPA Bananenchips bezieht. PFTC setzt sich u. a. für eine gerechtere Landverteilung ein - zwei Mitglieder wurden ermordet, zwei weitere sind spurlos verschwunden. Hinzu kommen Brandstiftung und weitere Morddrohungen. 

Repressionen bei PFTC

Ruth Fe Salditos, jahrelange Präsidentin von PFTC, ist selbst aufgrund gefälschter Beweise angeklagt und muss um ihr Leben fürchten: „Im Fairen Handel geht es um Verbundenheit. Dass es woanders auf der Welt Menschen gibt, die sich Gedanken darum machen, dass es unseren Produzenten gut geht, das ist für sie unendlich wichtig. Diese Solidarität gibt uns die Kraft weiter zu kämpfen.” 

Wie die GEPA Ruth Fe Salditos und PFTC unterstützt, lesen Sie hier

Einen Einblick gibt außerdem unsere Reportage über PFTC

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Ziel 16 – Frieden und Gerechtigkeit

Dieses Ziel wirkt zunächst sehr weit gefasst. Gemeint ist, Gesellschaften zu fördern, die Mitbestimmung und Teilhabe für alle ermöglichen. Institutionen sollen zur Rechenschaft verpflichtet sein. Alle Menschen sollen Zugang zur Justiz haben und ihre Rechte vertreten können.

Von Beginn an hat sich der Faire Handel auf den Aufbau demokratischer Strukturen konzentriert. Wenn Produzent/-innen sich organisieren, können sie ihre Interessen stärker vertreten - sei es gegenüber Behörden oder anderen Institutionen. Transparenz und Mitbestimmung sind auch in den Prinzipien der World Fair Trade Organization (WFTO) verankert, bei der wir selbst und viele unserer Partner Mitglied sind.

GEPA-Partner setzen sich ein – auch gegen Widerstände

Viele GEPA-Partner engagieren sich politisch in ihren Ländern und/oder international. Dabei sind sie immer wieder Repressionen ausgesetzt. Ein drastisches Beispiel ist die philippinische Organisation PFTC, von der die GEPA Bananenchips bezieht. PFTC setzt sich u. a. für eine gerechtere Landverteilung ein - zwei Mitglieder wurden ermordet, zwei weitere sind spurlos verschwunden. Hinzu kommen Brandstiftung und weitere Morddrohungen. 

Repressionen bei PFTC

Ruth Fe Salditos, jahrelange Präsidentin von PFTC, ist selbst aufgrund gefälschter Beweise angeklagt und muss um ihr Leben fürchten: „Im Fairen Handel geht es um Verbundenheit. Dass es woanders auf der Welt Menschen gibt, die sich Gedanken darum machen, dass es unseren Produzenten gut geht, das ist für sie unendlich wichtig. Diese Solidarität gibt uns die Kraft weiter zu kämpfen.” 

Wie die GEPA Ruth Fe Salditos und PFTC unterstützt, lesen Sie hier

Einen Einblick gibt außerdem unsere Reportage über PFTC

Muss nach wie vor um ihr Leben fürchten: Ruth Fe Salditos (Mitte) von PFTC ist aufgrund gefälschter Beweise des versuchten Mordes angeklagt. PFTC hat mit finanzieller Unterstützung der GEPA eine Mitarbeiterin eingestellt, die u. a. Ruth Fe Salditos beim Gerichtsprozess unterstützt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Muss nach wie vor um ihr Leben fürchten: Ruth Fe Salditos (Mitte) von PFTC ist aufgrund gefälschter Beweise des versuchten Mordes angeklagt. PFTC hat mit finanzieller Unterstützung der GEPA eine Mitarbeiterin eingestellt, die u. a. Ruth Fe Salditos beim Gerichtsprozess unterstützt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

Ziel 1 – Keine Armut

Der Faire Handel trägt dazu bei, Armut zu überwinden, indem er für Produzent/-innen faire Handelsbedingungen schafft: Dazu gehören faire Löhne und verlässliche Preise. Durch den Fairen Handel erhalten die Kleinproduzenten außerdem Zugang zum Markt. Langfristige Handelsbeziehungen geben Stabilität und Perspektive, sodass die Partner in ihre Zukunft investieren können. 

Die GEPA geht gezielt Handelsbeziehungen auch mit kleineren, strukturell und finanziell nicht so starken Organisationen ein. So auch mit der Kakaogenossenschaft CECAQ-11 auf São Tomé. Die Armut ist an einem der wirtschaftlich schwächsten Staaten Afrikas zwar noch deutlich sichtbar. Doch für den Zeitraum der Zusammenarbeit mit der GEPA ist viel erreicht worden: Die Kakaopreise haben sich auf Produzentenebene verdoppelt. Die Bauern produzieren jetzt außerdem doppelt so viel auf demselben Land – Agrartechniker von CECAQ-11 haben sie gezielt geschult.

Mehr über CECAQ-11 erfahren Sie hier.

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Ziel 1 – keine Armut

Der Faire Handel trägt dazu bei, Armut zu überwinden, indem er für Produzent/-innen faire Handelsbedingungen schafft: Dazu gehören faire Löhne und verlässliche Preise. Durch den Fairen Handel erhalten die Kleinproduzenten außerdem Zugang zum Markt. Langfristige Handelsbeziehungen geben Stabilität und Perspektive, sodass die Partner in ihre Zukunft investieren können. 

Die GEPA geht gezielt Handelsbeziehungen auch mit kleineren, strukturell und finanziell nicht so starken Organisationen ein. So auch mit der Kakaogenossenschaft CECAQ-11 auf São Tomé. Die Armut ist an einem der wirtschaftlich schwächsten Staaten Afrikas zwar noch deutlich sichtbar. Doch für den Zeitraum der Zusammenarbeit mit der GEPA ist viel erreicht worden: Die Kakaopreise haben sich auf Produzentenebene verdoppelt. Die Bauern produzieren jetzt außerdem doppelt so viel auf demselben Land – Agrartechniker von CECAQ-11 haben die Bauern gezielt geschult.

Kakaobäuerin Cristina Sanchez da Silva: „Ich bin jetzt so zufrieden, denn es ist so vieles besser geworden, seit es die Genossenschaft gibt.“ CECAQ-11 bietet den Kleinbauern Schulungen an und sie sind nicht mehr von ausbeuterischen Zwischenhändlern abhängig. Kakao von CECAQ-11 ist in vielen GEPA-Bio-Schokoladen enthalten. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kakaobäuerin Cristina Sanchez da Silva: „Ich bin jetzt so zufrieden, denn es ist so vieles besser geworden, seit es die Genossenschaft gibt.“ CECAQ-11 bietet den Kleinbauern Schulungen an und sie sind nicht mehr von ausbeuterischen Zwischenhändlern abhängig. Kakao von CECAQ-11 ist in vielen GEPA-Bio-Schokoladen enthalten. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Ziel 12 – Verantwortungsvoller Konsum

Damit verantwortungsvoller Konsum funktioniert, müssen Politik, Wirtschaft und Verbraucher/-innen an einem Strang ziehen.

Der Faire Handel…

... bringt bewusste Konsument/-innen und Produzent/-innen zusammen.

... macht vor, wie nachhaltige Wirtschaftspraktiken und Unternehmensverantwortung entlang der Lieferkette funktionieren.

... setzt sich durch Lobby- sowie Öffentlichkeitsarbeit für gerechte Handelspraktiken, Verbesserung der Spielregeln der globalen Wirtschaft, für nachhaltigen Konsum, Unternehmensverantwortung und verantwortungsvolle öko-faire öffentliche Beschaffung ein.

Transparente Lieferkette bei der GEPA

Zu verantwortungsvollen Konsum gehört eine transparente Lieferkette: Wir bei der GEPA wissen, wer die fairen Rohwaren für unsere Produkte wie Schokolade herstellt, und machen dies für jede und jeden nachvollziehbar – angefangen von den Angaben auf unseren Verpackungen, über Hintergrundinfos auf unseren Websites bis hin zu Filmen über die transparenten Lieferketten von Orangensaft und Schokolade.

Wo Kakao und andere Rohwaren für unsere Schokoladen herkommen, sehen Sie z. B. in unserem Film „Von der Bohne bis zur Tafel fair“:

Foto:

Ziel 12 – Verantwortungsvoller Konsum

Damit verantwortungsvoller Konsum funktioniert, müssen Politik, Wirtschaft und Verbraucher/-innen an einem Strang ziehen.

Der Faire Handel…

  • bringt bewusste Konsument/-innen und Produzent/-innen zusammen.
  • macht vor, wie nachhaltige Wirtschaftspraktiken und Unternehmensverantwortung entlang der Lieferkette funktionieren.
  • setzt sich durch Lobby- sowie Öffentlichkeitsarbeit für gerechte Handelspraktiken, Verbesserung der Spielregeln der globalen Wirtschaft, für nachhaltigen Konsum, Unternehmensverantwortung und verantwortungsvolle öko-faire öffentliche Beschaffung ein.

Transparente Lieferkette bei der GEPA

Zu verantwortungsvollen Konsum gehört eine transparente Lieferkette: Wir bei der GEPA wissen, wer die fairen Rohwaren für unsere Produkte wie Schokolade herstellt, und machen dies für jede und jeden nachvollziehbar – angefangen von den Angaben auf unseren Verpackungen, über Hintergrundinfos auf unseren Websites bis hin zu Filmen über die transparenten Lieferketten von Orangensaft und Schokolade.

Wo Kakao und andere Rohwaren für unsere Schokoladen herkommen, sehen Sie z. B. in unserem Film „Von der Bohne bis zur Tafel fair“:

WEITERE INFORMATIONEN

Mehr Infos dazu, wie Fairer Handel mit den UN-Entwicklungszielen zusammenhängt, lesen Sie
in unserer Hintergrundinfo als pdf

Hier geht es zur offiziellen Seite der Vereinten Nationen zu den SDGs (englisch):
www.globalgoals.org

Das Forum Umwelt & Entwicklung in einem Factsheet zusammengefasst,
was die SDGs für die Zivilgesellschaft bedeuten.

Klimawandel

„Climate First!”

Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen des Fairen Handels. Was bedeutet das für die Produzent/-innen? Und wie erreichen wir Klimagerechtigkeit?

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

SDGs & Fair Trade

UN-Nachhaltigkeitsziele

Was haben die SDGs mit Fairem Handel zu tun? Und welche Kritik gibt es an den UN-Nachhaltigkeits-zielen? Lesen Sie mehr!

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/Bischof & Broel

Weltladentag 2017

Visionen für die Bundestagswahl

Am 13. Mai ist Weltladentag! In diesem Jahr mit Blick auf die Bundestagswahl. Mehr erfahren und mitmachen!

Foto: Weltladen Volkach/Moritz Hornung