Verpackungen/Weiterverarbeitung

Sollten die Produkte nicht mehr im Ursprungsland verarbeitet und verpackt werden, um Wertschöpfung im Land zu lassen?

Wenn es möglich und sinnvoll ist, lässt die GEPA ihre Produkte im Ursprungsland verarbeiten und verpacken. Das beste Beispiel dafür sind die GEPA-Tees in den handgeflochtenen Körbchen, die aus einem eigenen Frauenprojekt in Dambadenyia stammen, wo auf diese Weise weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

Vielfach ist aber eine Weiterverarbeitung nach hiesigen Qualitätsansprüchen im Land nicht möglich.

Bei Kaffee zum Beispiel gibt es noch weitere Gründe für eine Weiterverarbeitung und Verpackung in Deutschland: hier bei der GEPA oder beim Röster nach Anweisung der GEPA werden die Kaffeekompositionen und –mischungen erstellt, die für den hiesigen Markt geeignet sind und bevorzugt werden.

Die Röstung erfolgt in Deutschland. In anderen Ländern werden gänzlich andere Kaffeeröstungen bevorzugt als in Deutschland. Eine in Lateinamerika beliebte Röstung würde sich in Deutschland kaum verkaufen lassen, weil sie viel schärfer geröstet wäre. Bei Kaffeemischungen wäre es außerdem die Frage, in welchem Herkunftsland denn nun die Röstung erfolgen sollte. Außerdem verbieten manche Kaffee produzierenden Länder sogar die Einfuhr von Kaffee aus anderen Ländern.

Zu beachten ist außerdem die Einfuhrsteuer für verarbeitete Produkte, die um einiges höher liegt als für das Rohprodukt.

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