Konventioneller Handel / GEPA
Was ist beim konventionellen Handel unfair?
Die herkömmliche Maxime des Welthandels im Zuge der Globalisierung ist Preisdruck und die Suche nach dem billigsten Produkt. Möglichst viel Gewinn mit möglichst wenig Einsatz für den Westen bedeuten entsprechende Verluste im Süden. Die Leidtragenden sind hierbei immer die Schwächsten im Glied – die einzelnen Kleinproduzenten in den auf dem Weltmarkt benachteiligten Ländern der Erde.
Zum Beispiel Kaffee:
Selbst wenn für ein Produkt auf dem Weltmarkt zeitweise höhere Preise gezahlt werden wie z.B. bei Kaffee im Jahr 2007, bedeutet das für die Kaffeebauern keine wirkliche Sicherheit – denn kaum ein Produkt ist auf dem Weltmarkt solchen Preisschwankungen unterworfen wie Kaffee. Jahrelang mussten die Kaffeebauern ihr Produkt unter den Produktionskosten abgeben, was für viele Kleinbauern katastrophale Folgen hatte.
Verlässliche Handelsbeziehungen und gegenseitig vereinbarte faire Preise, die sowohl die Produktionskosten abdecken als auch einen Spielraum lassen für Gemeinschaftsaufgaben der Kooperativen, Bildung, Gesundheit und Kredite, gibt es nur im fairen Handel.



