Neue Herausforderungen für die GEPA

Straffung Logistik und neue Sortimente

Im Laufe des Jahres 2011 treten verschiedene Maßnahmen in Kraft, um den Fairen Handel der GEPA auch in Zeiten hoher Rohstoffpreise wirtschaftlich zukunftssicher zu gestalten. Veränderungen unserer Vertriebsstruktur, die normalerweise schrittweise umgesetzt worden wären, müssen jetzt zügig in die Wege geleitet werden. In den letzten drei Monaten sind die Rohkaffeepreise extrem in die Höhe geschnellt – um unsere guten Kaffee-Qualitäten zu beschaffen, zahlen wir aber schon lange höhere Einkaufspreise (lesen Sie mehr unter"Neue Kaffee-Endverbraucherpreise ab 1.4.2011")

Da diese Steigerungen durch die Erhöhung der Röstkaffeepreise zum 1. 4. nicht alleine aufgefangen werden können, muss zusätzlich die Logistik in drei GEPA-eigenen Regionalen Fair Handelszentren sowie im Vertriebsbereich Großverbraucher aus Kostengründen zentralisiert werden. Damit geht eine Schließung von Standorten einher und mit großem Bedauern müssen wir auch Personalstellen abbauen. In den betroffenen Regionen Leonberg, Alzenau und Berlin werden andere Formen der Kundenbetreuung rund um einen Außendienst entwickelt. Der Wegfall der Warenpräsentation in den Regionalen Fair Handelszentren soll durch Messen und Mini-Messen aufgefangen werden.

Messe Stuttgart

Auf regionalen Messen wie in Stuttgart präsentiert der Faire Handel seine Vielfalt

Die Entscheidungen für diese auch schmerzhaften Zentralisierungsmaßnahmen sind uns gerade als Fair Handelshaus nicht leichtgefallen. Wir glauben aber, dass sie notwendig sind, um die guten Marktchancen der GEPA auch im Sinne unserer Handelspartner wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten. Der Faire Handel der GEPA hat jedoch ein großes Potential, so dass wir trotz dieser Veränderungen positiv in die Zukunft blicken. Die erfolgreiche Umgestaltung unseres Schokoladensortimentes, das aktuelle Tee-Sortiment und das kommende Kaffeesortiment und viele hochwertige Handwerksprodukte sind Beispiele dafür, dass dieses Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Daher wollen wir auch für die Zukunft die GEPA zu einer starken Marke machen, nicht nur für Verbraucherinnen und Verbraucher hier, sondern auch für unsere Handelspartner in Übersee.

Ihre GEPA – The Fair Trade Company

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Hier können Sie unsere Kundeninformation zu neuen Wegen der GEPA herunterladen
GEPA-Kundeninfo-allgemein-April-2011.pdf

Thomas Antkowiak (Misereor)

Foto: Misereor

„Gemeinsam geht da bestimmt etwas“
Interview mit Thomas Antkowiak (Misereor)

Die Kirchen als Gesellschafter der GEPA bieten an, als Ergänzung neue Konzepte und Initiativen der regionalen Akteure in den betroffenen Regionen zu unterstützen. Thomas Antkowiak, Vorsitzender der GEPA-Gesellschafterversammlung, nimmt im Interview mit dem Informationsdienst für Fairen Handel „Welt und Handel“ Stellung zu den geplanten Veränderungen bei der GEPA: „Ich würde mich sehr freuen, wenn die Gesellschafterorganisationen oder auch ich selbst aus diesen Regionen mit interessanten Vorhaben und Ideen angesprochen würden – gemeinsam geht da bestimmt etwas!“

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Hier können Sie die aktuelle Ausgabe von Welt und Handel herunterladen
Welt_u_Handel_03_11_12Seiten_Internet.pdf

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