Meldung vom 14.05.2010
Auf dem Weg zu einer menschlicheren Welt: 35 Jahre GEPA und 30 Jahre Nicaragua-Kaffee
Fatima Ismael von GEPA-Handelspartner Soppexcca zu Gast
Wuppertal. Das Fair Handelsunternehmen und der „berühmte“ Nicaragua-Kaffee feiern Geburtstag! Genau am 14. Mai vor 35 Jahren wurde die GEPA als ökumenisches Unternehmen von den großen Kirchen und Jugendverbänden gegründet, und vor 30 Jahren ging das erste Päckchen GEPA-Nicaragua-Kaffee in einem Weltladen über den Ladentisch. Die politische Nica-Mischung führte damals zu einer der ersten großen Kampagnen der GEPA, die wie die Jutetasche Zeitgeschichte geschrieben hat. Heute ist die GEPA zu einem Anbieter mit einem breitem Sortiment von fair gehandelten Qualitätsprodukten geworden, die zu mehr als 70 Prozent aus Bio-Anbau stammen. Verbraucherinnen und Verbraucher finden die Kaffeespezialitäten, Schokolade, Tee, Honig bis zu Basmatireis oder dem Andengetreide Quinua inzwischen fast überall.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 (Ende 31.3. 2010) wurden für 84,0 Millionen Euro GEPA-Produkte gekauft. Der GEPA-Umsatz auf Großhandelsebene stieg um 1,5 Prozent auf 54, 4 Millionen Euro.
„In Zeiten von vielfältigen Finanzkrisen und immer mehr Anbietern von Produkten mit mehr oder minder sozialem Hintergrund hat sich der Faire Handel der GEPA gut behauptet“, so GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck. „Fairer Handel stellt besonders in Kombination mit ökologischem Landbau ein konkretes Instrument zur Armutsbekämpfung und Unterstützung kleinbäuerlicher Strukturen dar“. Dies haben kürzlich der Anbauverband Naturland und der Weltladen-Dachverband in ihrer Forderung nach einem „Aktionsplan Welternährung“ herausgestellt.
„Fairer Handel ist für uns Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Lebenshoffnung und eine reale Möglichkeit, unsere Armut schrittweise in bessere Lebensbedingungen für unsere Familien zu verwandeln“, erklärte Fatima Ismael, Geschäftsführerin der Kaffeegenossenschaft Soppexcca aus Nicaragua, auf der GEPA-Jahrespressekonferenz in Wuppertal. „Nach 30 Jahren Fairer Handel in Nicaragua sind wir nicht mehr dieselben“, so die studierte Agrarexpertin. „Heute können wir großen Exporteuren die Stirn bieten, sind in der Lage, Qualitätskaffee zu produzieren, für den Erhalt der Umwelt zu arbeiten und für unsere Rechte zu kämpfen. Der Faire Handel war und ist weiterhin das Bindeglied in der Kette von sozialer Gerechtigkeit und Hoffnung auf eine bessere Welt“.
Auf Einladung des Ökumenischen Kirchentages, des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed) und der GEPA ist Fatima Ismael zu Gast in Wuppertal und beim Ökumenischen Kirchentag in München.
Die GEPA feiert das Jubiläum des Solidaritätskaffees mit der erfolgreichen Kampagne „Die Bohne der Revolution“ und mit einer Jubiläumsedition des Nica-Kaffees im Retro-Look.
Vertriebsbereiche
Im größten Vertriebsbereich Weltläden und Aktionsgruppen konnte der Umsatz um 2,6 Prozent auf 22,5 Millionen Euro erhöht werden. Das Weltladen Exklusiv-Sortiment wurde jetzt um einen neuen hochwertigen Bio-Kaffee aus Indien bereichert. Die Weltladen Exklusiv-Produkte werden ausschließlich Weltläden zur Stärkung des Profils als Fachgeschäft angeboten.
Im Vertriebsbereich Lebensmittel-, Bio- und Naturkosthandel stieg der Umsatz um 6,3 Prozent auf rund 15 Millionen Euro – entgegen dem derzeitigen Trend im Handel. Die GEPA hat sich als die Marke und der Pionier im Handel etabliert. Die glaubwürdige Firmenpolitik der GEPA und die Zusammenarbeit auch mit kleinen Produzentengruppen ist für viele Akteure im Handel ein wichtiges Argument.
Der Vertrieb Großverbraucher blieb in diesem Jahr mit plus 1 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau bei 6,0 Millionen Euro. Hier musste der Wegfall eines großen Kunden verkraftet werden. Ein neues Konzept für den Gastronomie-Fachhandel sowie Events rund um die hochwertige Café Si Bar - zum Beispiel bei den DFB-Länderspielen in deutschen Fußballstadien - stoßen auf guten Zuspruch. Auch die bundesweite Faire Woche vom 13. bis 16. 9. 2010 stellt das Thema Außer-Haus-Verbrauch und Gastronomie in den Mittelpunkt.
Der Bereich Ausland/Verarbeiter verringerte sich um 6 Prozent auf 10,8 Millionen Euro. Hauptgrund war die Neustrukturierung der Rohwarenabwicklung zwischen GEPA und Verarbeitern.
Produktgruppen
Beim Kaffee konnte der Umsatz trotz starkem Preiskampf mit Dumpingpreisen im Handel um 4 Prozent auf 24,3 Millionen Euro gesteigert werden. Lebensmittel und Handwerksartikel blieben mit ca. 27, 2 Millionen und 2,8 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.
Das rundum erneuerte Schokoladensortiment entwickelte sich jedoch sehr erfolgreich: Im Zeitraum seit Einführung September 2009 bis Geschäftsjahresende März 2010 hat sich der Absatz an Tafelschokoladen um 9 Prozent erhöht. Der Umsatz konnte um 22 Prozent gesteigert werden.
Die neuen „Café Raritäten“
Mit neuen Spezialitäten möchte die GEPA ihr Angebot an hochwertigen Produkten erweitern: Die „Café Raritäten“ gibt es als Espresso, Crema und Röstkaffee aus den erstklassigen Höhenlagen Tanzanias, Ugandas, Mexikos und Boliviens von 1300 bis 1800 Metern. Das Sortiment (gemahlen und Bohne) richtet sich an besondere Kaffeeliebhaber. Die Raritäten sind ab Ende Mai vor allem im Lebens-mittel-, Bio- und Naturkosthandel erhältlich.
GEPA-Kaffee auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag – 40 Jahre Fairer Handel
GEPA-Kaffee und -Tee wird in vielen Bereichen des 2. Ökumenischen Kirchentages vom 12. bis 16. Mai in München ausgeschenkt, zum Beispiel in allen Unterkünften für die ehrenamtlichen Helfer, im „Gläsernen Restaurant“ in Messehalle A3, in der VIP-Lounge und in der Fairen Café Oase auf der Agora, Messehalle B6, B14.
Die Gesellschafter der GEPA feiern auf dem Kirchentag 40 Jahre Fairer Handel. Im Mai 1970 gingen zehntausende Jugendliche aus der kirchlichen Jugendarbeit in Friedensmärschen für eine andere Entwicklungspolititk auf die Straße. Daraus entstand die Bewegung „Aktion Dritte Welt Handel“, die später die GEPA gründete.
Der GEPA-Stand steht ebenfalls im Zeichen von Nica-Jubiläum und GEPA-Geburtstag und befindet sich in der Agora, Messehalle B6, am Gemeinschaftsstand des Forums Fairer Handel.
Unter www.gepa.de sind die Termine mit Fatima Ismael auf dem Kirchentag sowie eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen zum Fairen Handel aufgeführt.
Wir handeln! Grundsätzlich fair
Als Fair Trade Pionier garantiert die GEPA seit rund 35 Jahren Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische FairHandelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner im Süden mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen Misereor, der Evangelische Entwicklungsdienst (eed), die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“und die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“.
Preise und Auszeichnungen:
TOP 3 beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2009 in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigster Einkauf“ (Oktober 2009)
Goldmedaille der Verbraucherinitiative „Nachhaltiges Einzelhandelsunternehmen 2009 (September 2009)
Wuppertaler Wirtschaftspreis 2009 (Oktober 2009)
Fairtrade Award 2009 (September 2009)
Urteil „Stark engagiert“ von Stiftung Warentest zur sozialen und ökologischen Unternehmensverantwortung (Mai 2009)
Mitgliedschaften:
World Fair Trade Organization (WFTO)
European Fair Trade Association (EFTA)
Kontaktadresse:
GEPA – The Fair Trade Company
Pressestelle
GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal
Tel. 0202 / 266 83 -60/ -64
Fax 0202 / 266 83 25
E-Mail: presse@gepa.org
Materialien zum Herunterladen
- PM_14.05.2010_GEPA-JahresPK.pdf
- Fatima Ismael 1
Fatima Ismael ist Geschäftsführerin von Soppexcca, einem der Handelspartner, von denen die GEPA Bio-Bohnen für den Nicaragua-Kaffee bezieht. Zum 30-jährigen Jubiläum des Nicaragua-Kaffee und zum 35. Geburtstag der GEPA reist Fatima Ismael durch Deutschland.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Fischer
Fatima_Ismael_JPK2010.zip- Fatima Ismael und Thomas Speck
Fatima Ismael, Geschäftsführerin des GEPA-Kaffeepartners Soppexcca in Nicaragua, und GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck. Zum 30-jährigen Jubiläum des Nicaragua-Kaffees und zum 35. Geburtstag der GEPA reist Fatima Ismael durch Deutschland. Sie berichtet u. a. auf dem Ökumenischen Kirchentag in München über die Wirkungen des Fairen Handels in ihrem Heimatland.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Fischer
Speck_Ismael_JPK2010.zip- Fatima Ismael 2
Fatima Ismael ist Geschäftsführerin von Soppexcca, einem der Handelspartner, von denen die GEPA Bio-Bohnen für den Nicaragua-Kaffee bezieht. Zum 30-jährigen Jubiläum des Nicaragua-Kaffee und zum 35. Geburtstag der GEPA reist Fatima Ismael durch Deutschland.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Fatima_Ismael_.zip- Fatima Ismael und Gerd Nickoleit
Fatima Ismael, Geschäftsführerin des GEPA-Kaffeepartners Soppexcca in Nicaragua und Gerd Nickoleit, langjähriger Leiter der GEPA-Grundsatzabteilung. Zum 30-jährigen Jubiläum des Nicaragua-Kaffees und zum 35. Geburtstag der GEPA reist Fatima Ismael durch Deutschland. Sie berichtet u. a. auf dem Ökumenischen Kirchentag in München über die Wirkungen des Fairen Handels in ihrem Heimatland.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Fatima_Ismael-Gerd_Nickoleit.zip- Original und Retro1
Zwischen diesen Päckchen liegen 30 Jahre Erfahrung im Fairen Handel: links der Nicaragua-Kaffee von 1980 und rechts die Jubiläumsedition im Retro-Design. Die politische Nica-Mischung legte den Grundstein für die hochwertigen Spitzenkaffees der GEPA heute, die vielfach ausgezeichnet werden. Auch die GEPA selbst feiert dieses Jahr ein Jubiläum: Vor 35 Jahren wurde das heute größte Fairhandelshaus Europas in Wuppertal gegründet.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
OriginalundRetro1.zip- Original und Retro2
Zwischen diesen Päckchen liegen 30 Jahre Erfahrung im Fairen Handel: links der Nicaragua-Kaffee von 1980 und rechts die Jubiläumsedition im Retro-Design. Die politische Nica-Mischung legte den Grundstein für die hochwertigen Spitzenkaffees der GEPA heute, die vielfach ausgezeichnet werden. Auch die GEPA selbst feiert dieses Jahr ein Jubiläum: Vor 35 Jahren wurde das heute größte Fairhandelshaus Europas in Wuppertal gegründet.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
OriginalundRetro2.zip- Nicaragua-Kaffee Schmuckbild
Die Originalverpackung des Nicaragua-Kaffee von 1980 (rechts) und die Jubiläumsedition im Retro-Design. Dazwischen liegen 30 Jahre Erfahrung im Fairen Handel. Die politische Nica-Mischung legte den Grundstein für die hochwertigen Spitzenkaffees der GEPA heute, die vielfach ausgezeichnet werden. Auch die GEPA selbst feiert dieses Jahr ein Jubiläum: Vor 35 Jahren wurde das heute größte Fairhandelshaus Europas in Wuppertal gegründet.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Fischer
SchmuckbildNica.zip- Gerd Nickoleit, Lore Steiner, Thomas Speck
v. l.: Gerd Nickoleit, langjähriger Leiter der GEPA-Grundsatzabteilung, Lore Steiner von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck mit der Retro-Edition des Nicaragua-Kaffee auf der BioFach.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
GerdNickoleit_LoreSteiner_ThomasSpeck.zip- Handmotiv
Das Handmotiv zierte die Originalverpackung des GEPA-Nicaraguakaffee von 1980. Die Zeichnung entstand an einem Küchentisch in Wuppertal. William Agudelo, ein Weggefährte Ernesto Cardenals, hat sie dort im Rahmen einer Konzerttournee zu Papier gebracht. In Wuppertal hat bis heute nicht nur die GEPA, sondern auch die Informationsstelle Nicaragua ihren Sitz.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Nicaragua-Haende.zip- Aktion Jutetasche
Mit politischen Aktionen, z. B. zur Jutetasche 1978 und dem Nicaragua-Kaffee 1980, leistete die GEPA Pionierarbeit für den Fairen Handel. Dieses Jahr wird Europas größtes Fairhandelshaus 35 Jahre alt. Und auch der politische Nicaragua-Kaffee feiert Jubiläum: Vor 30 Jahren wurde das erste Päckchen in Deutschland verkauft.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
GEPA-Aktion_Jutetasche.zip- "Den neuen Aufbau stärken"
Der Nicaragua-Kaffee der GEPA ist eine Erfolgsgeschichte des Fairen Handels. Vor 30 Jahren wurde das erste Päckchen in Deutschland verkauft. Als Symbol der Solidarität und Pionierprodukt legte die politische Nica-Mischung damals den Grundstein für die hochwertigen Spitzenkaffees der GEPA heute, die vielfach ausgezeichnet werden.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Aufbau_staerken.zip- Kaffee historisch
Historisches Kaffeesortiment der GEPA vor 30 Jahren: Mittlerweile führt die GEPA eine große Auswahl an fair gehandelten und größtenteils Bio-Kaffeespezialitäten, anderen Lebensmitteln und Kunsthandwerk. Zwei Jubiläen feiert Europas größtes Fairhandelshaus dieses Jahr: Vor 35 Jahren wurde die GEPA gegründet und vor 30 Jahren das erste Päckchen Nicaragua-Kaffee, im Bild ganz links, in einem Weltladen verkauft.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Kaffee_vor_30jahren.zip- "Brüderschaft trinken"
Werbeplakat für den ersten fair gehandelten Kaffee in Deutschland: Den Indio-Kaffee. Ab 1973 verkaufte ihn die Vorgängerorganisation der GEPA, die erst zwei Jahre später gegründet wurde. Am 14. Mai 2010 wird Europas größtes Fairhandelshaus 35 Jahre alt.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Bruederschaft.zip- "Wandel durch Handel(n)"
Slogan aus den Anfangszeiten der GEPA. Dieses Jahr feiert Europas größtes Fairhandelshaus sein 35. Jubiläum: Am 14. Mai 1975 gründeten kirchliche Jugendverbände und Hilfswerke die GEPA, die nach wie vor Pionierarbeit für den Fairen Handel in Deutschland leistet.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
WandeldurchHandel.zip- GEPA-Gebäude Schwelm
Anfang der Achtziger hatte die GEPA ihren Sitz in Schwelm, nahe Wuppertal. Kirchliche Jugendverbände und Hilfswerke gründeten das Fairhandelshaus im Mai 1975, also vor genau 35 Jahren. Die GEPA leistet nach wie vor Pionierarbeit für den Fairen Handel in Deutschland und ist mittlerweile Europas größtes Fairhandelsunternehmen.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
GEPAGebaeudeSchwelm.zip- GEPA-Gebäude Vohwinkel
Europas größtes Fairhandelshaus GEPA wird 35 Jahre alt. Vor zwei Jahren ist die GEPA in ihr neues, größeres Gebäude in Wuppertal-Vohwinkel gezogen. Ihr Wachstum in den letzten Jahren zeigt sich auch in einer veränderten Unternehmensstruktur: So hat die GEPA seit Ende 2008 z. B. drei Geschäftsführer.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/Welsing
GEPA-Gebaeude.zip



