Meldung vom 09.09.2010
Plakataktion: Fairer Handel schafft gutes Klima
Plakatkampagne von GEPA und Eine Welt Netz NRW zur Fairen Woche
Wuppertal/Düsseldorf. Auf den Zusammenhang zwischen Fairem Handel und Klimaschutz machen GEPA und Eine Welt Netz NRW mit einer Großplakat-Aktion im Vorfeld der bundesweiten Aktionswoche zum Fairen Handel vom 13. bis 26.09.10 aufmerksam.
Auf dem Großplakat, das seit Anfang September an rund 400 Standorten in NRW aushängt, ist ein Zuckerbauer zu sehen, der unter bewölktem Himmel seine restliche Ernte vom Feld trägt. Der Slogan „Wir haben nur die Eine Welt“ mahnt zum nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde. Die Ergänzung „Fairer Handel schafft gutes Klima“ weist darauf hin, dass der Faire Handel auf verschiedene Weise zum Klimaschutz beiträgt: Er unterstützt ökologische Anbaumethoden und ermöglicht so Kleinbauern im Süden eine umwelt- und klimaschonende Wirtschaftsweise. Langfristige Verträge und ein gesichertes Einkommen sind für die Farmer zum einen die Vorraussetzung, unter der sie auf Bio-Anbau umstellen können. Zum anderen versetzen sie sie in die Lage, mit den Folgen des Klimawandels besser umgehen zu können.
Zuckerbauern leiden unter Klimaveränderungen
Der Zuckerbauer auf dem Plakat ist Mitglied des GEPA-Partners Alter Trade Corporation (ATC) auf den Philippinen. Die Farmer von ATC leiden bereits an den Folgen von Klimaveränderungen. So wird sich dieses Jahr die Ernte um ein bis zwei Monate verzögern. Wegen plötzlicher und heftiger Regenfälle Anfang Juni und einer darauf folgenden, ungewöhnlich lang anhaltenden Dürre brauchen die Pflanzen länger, um heranzuwachsen. Für die Mitglieder bedeutet das weniger Ernte und damit weniger Einkommen. Elisabeth Mondejar, Marketing- und Verkaufsmanagerin bei ATC: „Wir rechnen mit einem Rückgang der Erträge um durchschnittlich fünf Tonnen pro Hektar. Das bedeutet pro Hektar 9.000 Philippinische Pesos (ca. 157 Euro) weniger für die Bauern.“ Durch die ungewöhnlich lange Trockenzeit liegen in einigen Fällen große Teile von Farmen gänzlich brach. Umso wichtiger ist für ATC die Unterstützung durch den Fairen Handel. Die Farmer haben die Chance, einen Teil ihrer Felder für den Eigenbedarf zu bebauen oder als zusätzliche Einkommensquelle zu nutzen. So können sie Klimaveränderungen besser abfedern.
Online-Gewinnspiel
Zur Plakataktion verlosen GEPA und Eine Welt Netz je drei klimaschonende Recycling-Taschen, gefüllt mit verschiedenen Schokoladen, die den Mascobado-Vollrohrzucker von ATC enthalten, dazu Kaffee und Tee sowie ein Kilo Mascobado-Zucker pur. Weitere Informationen zum Gewinnspiel sind unter www.gepa.de und www.heisse-zeiten.org zu finden.
Klimakampagne „Heiße Zeiten“
Die Aktion ist Teil der Kinder- und Jugendkampagne „Heiße Zeiten“ des Eine Welt Netz NRW, die mit zahlreichen Aktionen, Foren und Workshops über den Zusammenhang von Klimawandel und Entwicklungsfragen informiert. Diese Klimakampagne wird u. a. von den GEPA-Gesellschaftern Misereor und Evangelischer Entwicklungsdienst (eed) gefördert sowie vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterstützt. Auch der Weltladen-Dachverband hat sich an der Plakataktion beteiligt. Mit einem ähnlichen Motiv forderten GEPA und Eine Welt Netz NRW bereits Anfang des Jahres mehr Gerechtigkeit für Nord und Süd.
Faire Woche 2010
Außerdem gibt das Plakat schon einen Vorgeschmack auf die Faire Woche. Vom 13. bis 26. September laden Weltläden, Initiativen und Aktionsgruppen, Supermärkte, Gastronomie, Verbände und Einzelpersonen zu zahlreichen Veranstaltungen rund um den Fairen Handel ein.
Die GEPA handelt als größte europäische Fair Handelsorganisation seit mehr als 30 Jahren mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner im Süden mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen Misereor, der Evangelische Entwicklungsdienst (eed), die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“.
Weitere Infos und der Onlineshop finden sich unter www.gepa.de
Das Eine Welt Netz NRW ist der Dachverband entwicklungspolitischer Vereine in Nordrhein-Westfalen und hat seinen Hauptsitz in Münster. Die Arbeitsschwerpunkte sind: Beratung im Eine-Welt-Engagement, Bildungs- und Öffentlichkeitsprojekte, Vernetzung und Fortbildungen zu allen Bereichen der Eine-Welt-Arbeit in NRW. Das Eine Welt Netz NRW organisiert außerdem landesweite Aktionen und Konferenzen mit internationalen Gästen. Auch Kontakte zu Akteuren aus den Bereichen Globales Lernen, Jugendbegegnungsprogrammen, Fairer Handel, internationale Kampagnen usw. werden vermittelt.
Infos zur Klimakampagne für Kinder und Jugendliche „Heiße Zeiten – Nimm das Klima in die Hand!“ gibt es unter www.heisse-zeiten.org
Kontaktadresse:
GEPA – The Fair Trade Company
Pressestelle
GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal
Tel. 0202 / 266 83 -60 / -64
Fax 0202 / 266 83 25
E-Mail: presse@gepa.org
Materialien zum Herunterladen
- Pressemitteilung zum Herunterladen
- Pressemitteilung_Fairer_Handel_schafft_gutes_Klima.pdf
- Großplakat
Auf die Verbindung von Fairem Handel und Klimaschutz macht dieses Plakat von GEPA und Eine Welt Netz NRW aufmerksam. Seit Anfang September hängt es an rund 400 Standorten in ganz NRW.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Grossplakat_Fairer_Handel_schafft_gutes_Klima.zip- Zuckerrohrernte
Zuckerernte beim GEPA-Partner ATC. Dank dem Fairen Handel konnten die Kleinbauern von ATC auf ökologischen und damit klimaschonenden Anbau umstellen. Langfristige Handelsbeziehungen und gesicherte Einkommen ermöglichen ihnen, besser auf Klimaveränderungen zu reagieren.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
IMG_4528_Zuckerrohrernte_ATC.zip- Jeremiah Patricio mit Familie
Zuckerbauer Jeremiah Patricio mit seiner Familie. Er ist Mitglied der Alter Trade Corporation (ATC), von der die GEPA zu fairen Bedingungen Mascobado-Zucker bezieht.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
IMG_4442_jeremiah_mit_familie.zip- Zucker verpacken
Mitarbeiter der Zuckermühle vom GEPA-Partner ATC, Philippinen, portionieren und verpacken Mascobado-Vollrohrzucker. Die Zuckerbauern von ATC rechnen dieses Jahr mit weniger Einkommen: Unerwartet heftige Regenfälle und eine ungewöhnlich lange Trockenzeit verursachten Ernteeinbußen.
Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
IMG_4639_Zucker_verpacken.zip



