Meldung vom 11.03.2009

Hungertuch und Fairer Handel für Bewahrung der Artenvielfalt

Künstler des Misereor-Hungertuches Tony Nwachukwu besuchte die GEPA

Wuppertal. Der Künstler des Misereor-Hungertuches, Tony Nwachukwu aus Nigeria, hat anlässlich seines Besuches beim Fair Handelsunternehmen GEPA den Zusammenhang zwischen den eindrucksvollen Bildmotiven des Hungertuches und dem Fairen Handel aufgezeigt. Zur Veranstaltung am 10. März 2009 hatten der Sachausschuss Frieden, Entwicklung, Bewahrung der Schöpfung des Katholikenrates Wuppertal, die Katholische Arbeitnehmerbewegung Wuppertal und die GEPA eingeladen.


„Vielen Kleinbauern und Fischern in Nigeria ist durch die Zerstörung ihres Landes durch die internationale Ölindustrie die Lebensgrundlage entzogen“, so Tony Nwachukwu. „Die Armut führt zu Verzweiflung, diese zur Umweltverschmutzung und diese zu noch mehr Verzweiflung“, schilderte er den Kreislauf, „Die ländliche Bevölkerung braucht bessere Handelsbedingungen und bessere Preise, um diesem Kreislauf zu entkommen“, sagte der Künstler, „Fairer Handel ist das, was Afrika braucht“. Die hoffnungsvollen Perspektiven zeigt er im Hungertuch ebenfalls, wo Menschen aus allen Kontinenten sich zusammentun und symbolisch den Erhalt der Artenvielfalt für die Sicherung von Ernährung und Gesundheit darstellen.


GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck hob hervor, dass auch durch viele faire Produkte die Artenvielfalt bewahrt werde. Ein Beispiel dafür ist das fast vergessene Andengetreide „rote Quinua“ aus Bolivien. Durch den Fairen Handel wird diese traditionelle Kulturpflanze aufgewertet und erhalten. Davon profitieren die Kleinbauern im kargen Hochland Boliviens. Die Rote Quinua gehört zum neuen Sortiment der Weltladen Exklusiv-Produkte, die ausschließlich in Weltläden und Aktionsgruppen erhältlich sind, um ihr Profil zu stärken


Ein weiteres Produkt aus dieser Reihe, die Schokolade der Genossenschaft Kavokiva von der Elfenbeinküste, erinnerte Tony Nwachukwu an seinen Großvater. Dieser war Kakaofarmer, bis er aufgrund niedriger Preise alles aufgeben musste, weil sich der Anbau nicht mehr lohnte. „Ich freue mich, dass die GEPA sich dafür einsetzt, dass die Kleinbauern wieder für ein angemessenes Einkommen arbeiten können“, sagte der Künstler. Besonders gefiel ihm auch, dass die Genossenschaft durch die Namensnennung auf der Verpackung ein Gesicht bekommt und Produzenten durch Foto und Zitat vorgestellt werden.


Das Hungertuch des GEPA-Gesellschafters Misereor lädt in der Fastenzeit dazu ein, sich ganz besonders mit der Verantwortung für den globalen Klimawandel und dem solidarischen Einsatz gegen Ungerechtigkeit in der Welt zu beschäftigen. Nicht nur durch seine Kunst greift Tony Nwachukwu diese Themen auf, sondern er hat auch selbst eine Firma für Solarenergie in Nigeria gegründet, um die Menschen auf dem Land zu beraten.


Weitere Informationen zum Künstler und zum Hungertuch sind unter www. misereor.de zu finden.


Die GEPA handelt als größte europäische Fair Handelsorganisation seit mehr als 30 Jahren mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien zu fairen Preisen und langfristigen Handelsbeziehungen. Hinter der GEPA stehen Misereor, der Evangelische Entwicklungsdienst (eed), die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“.

Kontaktadresse:

GEPA – The Fair Trade Company
Pressestelle
GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal
Tel. 0202 / 266 83 60-64
Fax 0202 / 266 83 25

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Pressemitteilung__Hungertuch.pdf
Tony_Nwachukwu_Künstler_HungertuchDer Künstler des Misereor-Hungertuches 2009, Tony Nwachukwu, präsentiert Rote Quinua und Kavokiva-Schokolade aus dem neuen Weltladen-Exklusiv-Sortiment der GEPA, Foto: GEPA - The Fair Trade Company/SchinkelTony Nwachukwu Künstler Hungertuch 2009
Tony_Nwachukwu_Hungertuch_RegallagerDer Künstler des Misereor-Hungertuchs 2009 Tony Nwachukwu vor seinem Werk im GEPA-Hochregallager. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/SchinkelTony_Nwachukwu_Hungertuch_GEPA-Lager
Tony Nwachukwu und Thomas SpeckPräsentation des Misereor-Hungertuches 2009 im GEPA-Hochregallager: hier der Künstler Tony Nwachukwu mit GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/SchinkelTony Nwachukwu und Thomas Speck
Tony_Nwachukwu und Vertreter WuppertalPräsentation des Misereor-Hungertuches 2009 im GEPA-Hochregallager: Birgit Pfannkuchen (stellvertrende Vorsitzende Sachausschuss Frieden - Entwicklung - Bewahrung der Schöpfung Katholikenrat Wuppertal), Thomas Speck (GEPA-Geschäftsführer), Silvia Florian (Vorsitzende Katholikenrat Wuppertal), Matthias Nocke (Geschäftsbereichsleiter Kultur, Bildung und Sport Stadt Wuppertal) und der Künstler Tony Nwachukwu. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/SchinkelNwachukwu Vertreter Wuppertal
Tony Nwachukwu Gruppenbild mit KünstlerGruppenbild mit Künstler: Tony Nwachukwu vor seinem Werk, dem Misereor-Hungertuch 2009, im GEPA-Hochregallager. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/SchinkelTony Nwachukwu Gruppenbild
Tony Nwachukwu mit GEPA-ProduktenTony Nwachukwu, Künstler des Misereor-Hungertuches 2009, mit Produkten aus dem Weltladen-Exklusiv-Sortiment. Fairer Handel trägt mit zur Erhaltung der Schöpfung bei, damit alle leben können. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/WelsingTony Nwachukwu mit GEPA-Produkten

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