Vize-Präsident Edgar Moron und Integrationsminister Armin Laschet eröffnen Faire Woche 2008 im Landtag NRW

Eine Welt Netz NRW überreicht gemeinsam mit GEPA und Naturland "Faire Frühstückstüten" für die Abgeordneten

Düsseldorf. Unter dem Motto „Doppelt gut! Bio im Fairen Handel“ haben Vize-Landtagspräsident Edgar Moron und Integrationsminister Armin Laschet die Faire Woche 2008 in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Gemeinsam mit dem Fair Handelsunternehmen GEPA – The Fair Trade Company und dem Anbauverband Naturland übergab das Eine Welt Netz NRW „Faire Frühstückstüten“ für die Landtagsabgeordneten, um zu zeigen, dass Fair und Bio sich gegenseitig verstärken.

Heute erhielten Vize-Landtagspräsident Edgar Moron, Integrationsminister Armin Laschet und die Fraktionen „Faire Frühstückspakete“ für die 187 Mitglieder des Landtages in Düsseldorf. Beide begrüßen das Engagement des Fairen Handels in NRW. „Bei uns in NRW hat der Faire Handel seinen festen Platz. Wichtige Organisationen des Fairen Handels und die meisten Unternehmen, die Lizenznehmer von Transfair sind, haben ihren Sitz in NRW. Darauf sind wir stolz“, so Laschet. „Wir wollen das Fair Handels Engagement von Unternehmen und den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten weiterhin fördern und unterstützen. Denn der Faire Handel ist „Doppel Gut“. Er schafft Perspektiven für ProduzentInnen und fördert erfolgreich die Umstellung auf eine biologische Landwirtschaft ganz im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.“ Vize-Landtagspräsident Edgar Moron ergänzt: „In einer globalisierten Welt hört die soziale Verantwortung nicht an den Grenzen auf. Der Faire Handel steht für eine bessere Zukunft für die Produzenten in den Ländern des Südens. Deshalb trinkt der Landtag NRW Fairtrade-Kaffee.“

Die anwesenden Akteure, Jürgen Sokoll, Eine Welt Netz NRW e.V., Tom Speck, Geschäftsführer GEPA – The Fairtrade Company, und Michael Morawietz, Naturland e.V., nutzen die Aktion im Rahmen der Fairen Woche, um aufzuzeigen, dass Fair und Bio sich gegenseitig verstärken. Wie wichtig das für die Kleinbauern ist, unterstrich Produzentenvertreterin Geraldine Labradores, Mitglied der Geschäftsleitung „Southern Partners & Fair Trade Corporation“ (SPFTC), die Produkte aus Mangos, Papayas, Kokosnüssen, Jackfruits etc anbieten. SPFTC unterstütze die Bauern bei der Umstellung auf den Bio-Anbau. Mittlerweile, machen immer mehr Bauern mit, da sie erkennen, dass sich so neue Absatzperspektiven ergeben.

GEPA – The Fairtrade Company und Naturland e.V. sind die Vorreiter in der Zusammenarbeit des Fairen Handels und der ökologischen Landwirtschaft. Bereits 1987 begann in Sri Lanka die Umstellung der weltweit ersten Teeplantage auf Bio. Dabei brachten beide Partner ihr jeweiliges Know-how ein und ermöglichten so neue Perspektiven für die Produzenten. „Naturland setzt sich seit über 30 Jahren ein für faire Partnerschaften, von denen alle profitieren: der Bauer, der durch fairen Handel unabhängig bleiben kann, die Umwelt, die durch Ökoanbau frei von Pestiziden bleibt, und der Verbraucher, der ein leckeres Öko- und Fair- Produkt genießen kann.“, so Michael Morawietz.

„Bio und fair war uns schon ein Anliegen, als es das Schlagwort „Nachhaltigkeit“ noch gar nicht gab", so GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck, "heute ist bio und fair in Kombination mit Premiumqualität nicht nur doppelt, sondern dreifach gut. Das honorieren auch die Verbraucherinnen und Verbraucher: Mittlerweile ist Fairer Handel ein stark wachsendes Marktsegment, nicht nur in Deutschland, sondern in allen Industrieländern. Und der Erfolg von bio und fair beruht nicht nur auf seiner Dreifachqualität, sondern auch auf seinem einfachen Konzept, das jeder im Alltag ganz praktisch anwenden kann: mit bewusstem Einkauf etwas mit zur Lösung globaler Probleme beitragen.“

Fair und Bio liegen im Trend. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Fairtrade Produkte, von denen 78% auch Bio sind. Dieser positiven Entwicklung sollten auch Bund, Land und Kommunen in der  öffentlichen Beschaffung folgen und deutlicher als bisher die Einhaltung von Sozialstandards bei der Vergabe berücksichtigen. Daher finden erstmals in der Geschichte der Fairen Woche einheitliche Veranstaltungen auch auf Landesebene statt. Die Akteure des Fairen Handels treten in den Landeshauptstädten im Rahmen der Fairen Woche mit Entscheidungsträgern aus Politik, Landesverwaltung, Kommunen und Wirtschaft in Kontakt, um den Fairen Handel bekannter zu machen. Damit setzt die Faire Woche bundesweit und über alle Parteigrenzen hinweg ein Zeichen für den Fairen Handel.

Die Faire Woche 2008 rückt mit dem Motto „Doppelt gut! Bio im Fairen Handel“ fair gehandelte Bio-Produkte noch stärker ins öffentliche und politische Bewusstsein. Bundesweit locken die Aktionswochen mit über 2.700 Veranstaltungen die Vielfalt fair gehandelter Bio-Produkte kennen zu lernen. Als Schirmfrau unterstützt Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul das Engagement der Akteure des Fairen Handels. Mehr Informationen unter: www.fairewoche.de

Kontaktadresse:

GEPA – The Fair Trade Company
Pressestelle
GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal
Tel. 0202 / 266 83 60-64
Fax 0202 / 266 83 25

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Mühlenstr. 29
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Tel. 0211 / 6009-252
Fax 0211 / 6009-258
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Faire Woche Auftakt Landtag NRWFaire Frühstückstüten für Landtagsabgeordnete: Vize-Landtagspräs. Edgar Moron (2. von li.), Familienminister Armin Laschet (4. von li.), GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck (2. v. re.)Foto: GEPA - The Fair Trade Company/BauerFaire Woche 2008 Auftakt Landtag NRW

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