San Fernando

Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Amerika, Mexiko, San Fernando
Mitglieder:
993
Homepage:
www.biocafe.org.mx
GEPA Partner seit:
2008
GEPA-Code:
858
San Fernando

Über den Partner

Kaffee ist zurzeit das zweitwichtigste Exportprodukt Mexikos. Kaffee in Bioqualität ist sehr gefragt und bietet Zukunft. Seit der Gründung ihrer Kooperative 1984 haben die Kleinbauern die Grundlage für diesen Erfolg geschaffen. Die Umstellung auf eine ökologische Kaffeeproduktion, der Aufbau der eigenen Verarbeitung und des Exports, die Qualitätssicherung - all das kostete viel Zeit und Kraft. Die Mitglieder erhielten zum Beispiel zinslose Kredite, um Kaffeepflanzen und Landparzellen kaufen zu können sowie Stipendien für ihre Kinder. Inzwischen geht es in der Kooperative darum, wie sie die Kaffeeerträge im ökologischen Anbau steigern können. So haben sie zum Beispiel mit dem Bau von Kompostanlagen begonnen. Zur Kooperative San Fernando gehören zurzeit 36 Produzentengruppen in sechs Gemeinden.

Die Produzentinnen und Produzenten

Im Nationalpark Tierra Colorada leben derzeit 42 Kooperativen-Mitglieder mit ihren Familien. Ihre Kaffeegärten unterscheiden sich kaum von dem sie umgebenden Wald. Bei der Pflanzung von Schattenbäumen achten die Bauern auf den Erhalt der Artenvielfalt und pflanzen fünf verschiedene Sorten. Zudem haben sich sie sich dazu verpflichtet, ihre Kaffeepflanzung nicht weiter auszudehnen. Trotzdem wurden die Familien von der Regierung zu illegalen Siedlern erklärt. So ist ihr Leben sehr beschwerlich: Keine Steinhäuser, keinen Strom und nur Regenwasser. Doch die Familien von Tierra Colorada wollen in ihrem Dorf bleiben.

Zur Geschichte

2012

Promotion des Bio Cafés Mexiko Pur durch die Besuchsreise von Verónica López Castillejos, Exportmanagerin von San Fernando

2010

Besuch der Journalistin Katharina Nickoleit

2008

Beginn der Zusammenarbeit mit der GEPA

Produkte: Kaffee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Die Kooperative unterstützt zum Beispiel die Bauern beim nachhaltigen Kaffeeanbau im Nationalpark von Tierra Colorada. Diese Bauern achten ganz besonders auf den Erhalt der Natur.

Bildung

Bildung

Für ihre Kinder erhalten die Mitglieder der Kooperative Stipendien für weiterführende Schulen und die Ausbildung an der Universität.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fair Trade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund. Dazu kommen die Fair-Trade-Prämie, die Bio-Prämie sowie ein GEPA-eigener Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Kleinbauern haben durch den Fairen Handel die Chance erhalten, ihren hochwertigen Arabica nach Europa zu verkaufen.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; C. Nusch; A, Fischer; M. Kehren.
Frauen

Frauen

Die Kooperative fördert die Bäuerinnen beim Anbau von Biogemüse - für den Bedarf ihrer Familie und für den Verkauf in den Städten. So können die Bäuerinnen eigenes Geld verdienen.

Bio

Bio

Die Mitarbeiter der Kooperative San Fernando bieten ihren Mitgliedern umfassende Möglichkeiten der Weiterbindung, beispielsweise im Bioanbau. Nach einer Exkursion wurden Kompostanlagen gebaut.

Aufbau

Aufbau

Der Aufbau einer eigenen Kaffee-Verarbeitungsanlage ist wichtig für eine gute Kaffeequalität.

Chancen

Chancen

Indigene Kleinbauern, die in Mexiko benachteiligt werden, haben ihre eigene Kooperative aufgebaut. Ihre Kinder erhielten eine gute Schulausbildung.