ISM 2020 - GEPA: 19 Prozent Absatz-Plus bei Schokoladenwaren

31.01.2020 – Starke Nachfrage nach Bitter- und Spezialitätenschokoladen/neuer Bio-Kakaopartner aus Togo


Wuppertal.Fair und bio weiter im Aufwind: 14,6 Millionen Schokoladenprodukte des Fair Trade-Pioniers GEPA haben Verbraucher*innen 2019 gekauft; 91 Prozent waren bio- und meist sogar nach dem höheren Naturland-Standard zertifiziert. Statistisch gesehen haben demnach circa 17,6 Prozent der 83,2 Millionen Einwohner Deutschlands im letzten Jahr einmal zu GEPA-Schokoladen-Produkten gegriffen. Der Absatz mit Schokoladentafeln, Riegeln, Confiserie- und Saisonprodukten (z. B. Schoko-Bischöfen) ist somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und im Vergleich zur Branche weit überdurchschnittlich um 19 Prozent gestiegen.

Besonders beliebt sind nach wie vor Bitter- und Spezialitätenschokoladen. Seit vielen Jahren unangefochten an der Spitze ist die „Edelbitter 85%“, die das zweite Jahr in Folge die Umsatzmillionengrenze (2019: 1,2 Mio.) geknackt hat. Unter den Top Ten landeten letztes Jahr drei weitere Bitterschokoladen, darunter die „Bio São Tomé 95%“. An zweiter Stelle im GEPA-Schokoladenranking steht wie im Vorjahr die „Fleur de Sel“. Die Bittervariante der „Fleur de Sel“ findet mit einem Absatz-Plus von 64,4 Prozent ebenfalls mehr und mehr Anhänger und hat eine der höchsten Steigerungsraten unter den Tafeln. Bei den veganen Spezialitäten hat sich die Bio White Salzmandel Cassis seit ihrer Einführung 2018 sehr gut platzieren können.

Neuer Bio-Kakaopartner aus Togo

Seit 2019 ist gebana Togo, Tochter der Schweizer Fair Handelsorganisation gebana, neuer Bio-Kakaopartner der GEPA. Seit zwei Jahren legt die GEPA den Schwerpunkt besonders auf den afrikanischen Kontinent und möchte ihr Engagement dort weiter verstärken. Durch die Fairtrade-Prämie konnten u. a. Kakaopflanzen, Schulmöbel, Schreibutensilien und Schulgebühren für die 525 Kinder der Bauernfamilien bezahlt werden.

Da die GEPA langfristig mit ihren Partnern handelt, wird sie mit gebana Togo zeitnah einen Abnahmevertrag über drei Jahre mit steigenden Mengen abschließen. Bereits jetzt wird Bio-Kakao von gebana Togo in GEPA-Schokoladen verarbeitet. Die Schokoladen des Sortiments „Taste Fair Africa“ werden somit ab der nächsten Produktion um eine weitere Provenienz ergänzt.

Preise deutlich über Fairtrade- und Weltmarkt-Niveau

GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger: „Faire Preise geben unseren Partnern mehr Planungssicherheit und Perspektiven. Sie sind aus unserer Sicht Basis für nachhaltigen Kakao-Anbau.“ Am Weltmarkt ist der Kakaohandel von stark schwankenden Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Peter Schaumberger: „Wie soll ein Kleinbauer investieren, um seine Marktchancen zu erweitern, wenn er solchen Risiken ausgesetzt ist?“

Im letzten Jahr zahlte die GEPA ihren Partnergenossenschaften durchschnittlich 3.500 US-Dollar pro Tonne Bio-Kakao, teilweise sogar über 4.000 US-Dollar. Sie lag damit 52,2 Prozent über dem durchschnittlichen Weltmarktpreis (2.300 US-Dollar, de.statista.com) und mindestens 19 Prozent über dem aktuellen Fairtrade-Preis (2.940 US-Dollar incl. Fairtrade- und Bioprämien), der im Herbst 2019 angehoben wurde. Der dominikanischen Partnerkooperative COOPROAGRO hat die GEPA sogar über 4.000 US-Dollar gezahlt.

COOPROAGRO unterstützt aus der Fairtrade-Prämie unter anderem auch festangestellte Landarbeiter durch Mikrokredite. Die Kleinbauern zahlen ihren Landarbeitern außerdem 68,5 Prozent über Mindestlohn plus Verpflegung. Die GEPA-Partnerkooperative CECAQ-11 aus São Tomé besteht aus kleinen Familienbetrieben ohne weitere Beschäftigte.

Transparente Lieferkette: „Von der Bohne bis zur Tafel fair“

GEPA-Schokoladen sind „von der Bohne bis zur Tafel fair“. Das heißt auch: Die GEPA wendet keinen Mengenausgleich an, der nach Fairtrade-Kriterien unter anderem für Kakao und Zucker erlaubt wäre. Die zu fairen Bedingungen angebauten Kakaobohnen sind tatsächlich in der Schokoladentafel enthalten. (www.gepa.de/ohne-mengenausgleich). Der Verzicht auf Mengenausgleich bedeutet nicht nur für die GEPA, sondern auch für ihre Verarbeiter einen erhöhten Aufwand. Konkret heißt das: Längerer Vorlauf bei Grob- und Feinplanung, getrennte Lagerung, Reinigung und Umrüstung der Anlagen sowie eine penible Dokumentation. Lückenlose Rückverfolgbarkeit ist laut Südwind-Institut Grundvoraussetzung, um Menschenrechtsverletzungen zu vermeiden. Auch wegen dieser Transparenz ist die GEPA aktuell nominiert für die Sonderkategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ (CSR-Preis der Bundesregierung, www.csr-in-deutschland.de).


Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit bald 45 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis als „Deutschlands nachhaltigste Marke 2014“ und zuletzt mit TOP3 in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften 2020“ für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Teepartner Tea Promoters India. Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen.  

Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de

Mitgliedschaften

  • World Fair Trade Organization (WFTO) 
  • European Fair Trade Association (EFTA) 
  • Forum Fairer Handel (FFH)
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