#ClimateJusticeNow – Klimagerechtigkeit jetzt!

Die Lasten der Klimakrise
sind unfair verteilt

Für uns bei der GEPA ist es logisch, dass wir nicht nur Teil der Fair Handelsbewegung sind – sondern auch Teil der Klimabewegung. Denn: Die Klimakrise ist unfair! Oder politisch gesprochen: Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit. Deshalb steht bei uns in den nächsten Jahren das Thema „Klimagerechtigkeit“ absolut im Fokus – denn als Gesellschaft müssen wir jetzt handeln, um der Klimakrise entschlossen entgegenzutreten und eine Wirtschaftsweise zu etablieren, die innerhalb der planetaren Grenzen funktioniert. Dabei gehen wir über „Klimaneutralität“ hinaus – Emissionen zu vermeiden und/oder auszugleichen ist wichtig, aber nur einer der vielen Schritte auf dem Weg zu echter Klimagerechtigkeit. Dazu braucht es eine ganzheitliche Sicht auf die Klimakrise.

Was Klimagerechtigkeit konkret bedeutet und wie das Konzept mit dem Fairen Handel zusammenhängt, das erfahren Sie auf dieser Seite.

 

Klimagerechtigkeit – was ist das überhaupt?

Das Konzept der Klimagerechtigkeit thematisiert die folgende Tatsache: Besonders die Menschen im Globalen Süden, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen, haben am stärksten unter ihren Folgen zu leiden.
Ziel des Konzepts „Klimagerechtigkeit“ ist daher unter anderem, den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 einerseits stark zu reduzieren und ihn darüber hinaus auf alle Menschen weltweit gerecht aufzuteilen.

Warum beschäftigen wir uns bei der GEPA so intensiv damit?

Die kurze Antwort lautet: „Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit“    
Seit Jahren müssen wir miterleben, wie besonders unsere Handelspartner im Globalen Süden von den Auswirkungen der Klimakrise immer stärker betroffen sind. Beispielsweise verschieben sich Regen- und Trockenzeiten, sodass auch Produktion und Ernte sich verschieben und geringer ausfallen. Extreme Dürren oder Überschwemmungen können zum Totalverlust der Ernte führen und fruchtbares Land geht verloren.

Folgen der Klimakrise: Zum Beispiel Imker*innen

Die Honigproduktion ist durch zu wenige Blüten gesunken.Angel Burgos

Angel Burgos Exportverantwortlicher der mexikanischen Kaffee- und Imkergenossenschaft Tzeltal Tzotzil nennt Beispiele: „Bedingt durch den Klimawandel war das Wetter in den letzten Jahren sehr wechselhaft. Und das hat uns irgendwann geschadet: Wir hatten Honig mit höherem Wassergehalt oder die Honigproduktion ist durch zu wenige Blüten gesunken.“

Klicken Sie auf das Video oben, um sein gesamtes Statement zu sehen.

Existenzielle Herausforderung unserer Generation

Die Auswirkungen der Klimakrise gehören zu den existenziellen Herausforderungen unserer Generation. Die GEPA als globaler Fair Handels-Akteur lebt die aktiven Handelspartner-Beziehungen im Alltag, gemäß dem Motto der World Fair Trade Organisation – WFTO: „People and Planet before Profit“, also „Menschen und Planet vor Profit“. Wir sind ganz nah dran an der zunehmend existenzbedrohenden Realität unserer Partner   – und daraus ergibt sich für uns die Motivation, das Thema Klimagerechtigkeit in den Fokus unserer Arbeit zu stellen. Handelsgerechtigkeit ist für uns die zentrale Grundlage, damit die Menschen am Beginn der Lieferkette dem Klimawandel trotzen können.

Es geht um weit mehr als die Frage, ob wir morgen noch Kaffee und Schokolade genießen können. Unser Handel(n) wird darüber entscheiden, ob und wie wir Menschen in Zukunft leben werden.

Folgen der Klimakrise: Zum Beispiel Kaffeeproduzent*innen

Die Bauern verlieren nicht nur ihre Ernten, sondern auch Einkommen und Nahrung.Stanley Maniragaba

Welche Auswirkungen die Klimakrise für die Kaffeeproduzent*innen von ACPCU mit sich bringt, erläutert Stanley Maniragaba, Betriebsleiter beim GEPA-Kaffeepartner ACPCU in Uganda: „In den letzten Jahren haben sich die Jahreszeiten verändert: Es regnet, wenn es nicht regnen sollte. Wenn es aber regnen sollte, dann regnet es nicht. Folglich erleiden die Bauern Verluste. Dabei verlieren sie teilweise nicht nur ihre Ernten, sondern auch Einkommen und Nahrung, denn die Ernährungssicherheit ist auch ein Problem“, sagt Stanley Maniragaba und fügt hinzu: „Wenn wir dem Klimawandel nichts entgegensetzen, wird es letztendlich vielleicht keinen Kaffee mehr aus Afrika geben.”

Wie hat die GEPA sich bisher für Klimagerechtigkeit eingesetzt?

Die GEPA bringt sich seit Jahren stark in die Klimadebatte ein. Gestartet haben wir im Jahr 2011 mit der ersten Messung des CO2-Fußabdrucks der GEPA in Deutschland; als Ergebnis unterstützen wir seitdem ein Aufforstungsprojekt mit unserem Handelspartner ATPI auf den Philippen, in Kooperation mit Pur Projet.

2015 hatten wir den ersten Handelspartner-Workshop zum Thema „Auswirkungen des Klimawandels für die Partner-Organisationen im Fairen Handel“, gefolgt von einem zweiten Handelspartner-Workshop in 2017.

Konkrete Ergebnisse daraus waren zum einen die Klima-Aktivitäten mit Handelspartnern in Peru und Uganda, die systematische Befragung und Interviews mit vielen unserer Handelspartner zum Thema. Für die Öffentlichkeit haben wir 2017 die Podiumsdiskussion: „Climate First – Wie gelingt die öko-faire Wende bis 2030“  in Wuppertal veranstaltet, mit Vertreter*innen von Handelspartnern, Politik, Forschung und Kirchen.

Einen Überblick über unsere vielfältigen Aktivitäten zum Klimaschutz sehen Sie auf folgender Seite:

gepa.de/klimaschutz

Auf politischer Ebene spielen wir eine federführende Rolle bei der Erarbeitung der klimapolitischen Stellungnahmen der internationalen Fair-Handels-Bewegung zu den globalen Klimakonferenzen in den letzten Jahren, halten Vorträge und führen Lobbygespräche auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Wir unterstützen die Ziele von #FridaysForFuture und haben unter dem Motto #FairTradeForFuture ein Positionspapier verfasst:

gepa.de/fairtradeforfuture

Wir nehmen an den Wuppertaler Klimastreiks von FridaysforFuture teil, oft auch mit einer der Auftaktreden.

Und jetzt? Wie geht es weiter?

Die GEPA: Klimaneutral – klimafreundlich – klimagerecht

Ein Teil von Klimagerechtigkeit ist die „Klimaneutralität“. Bei letzterem geht es vor allem darum, unvermeidbare Emissionen auszugleichen. Bereits vor einigen Jahren sind wir dazu in vielen Bereichen aktiv geworden – zum Beispiel beim Kaffee: Wir kompensieren die Emissionen für den Schiffstransport des Rohkaffees für das gesamte GEPA-Kaffeesortiment über die Klima-Kollekte.  Mehr zum Thema: „GEPA-Kaffee: Besser fürs Klima“  und auf gepa.de/klimaschutz

Nun soll es weitergehen: Neben den Aktivitäten bei uns hier in Wuppertal, gemeinsam mit den Handelspartnern sowie auf politischer Ebene wollen wir unser Ziel erreichen: Ein klimafreundliches und klimagerechtes Handeln in unserer gesamten Arbeit und Wirkung .
Dazu werden wir nach und nach den CO2-Fußabdruck der verschiedenen Produkt-Sortimente und der GEPA in Deutschland berechnen, ausgleichen oder Klimaschutzprojekte unterstützen .

Damit haben wir dieses Jahr schon angefangen – mit unserem neuen Honig-Sortiment. Weitere Infos dazu gibt es unter gepa.de/honig-klimaneutral

Ganzheitlicher Blick – über „Klimaneutralität“ hinaus

Unser umfassender Ansatz der Klimagerechtigkeit geht über „Klimaneutralität“ hinaus: Wir haben eine ganzheitliche Sicht auf die Klimakrise und wollen ihr auf verschiedenen Ebenen und mit vielfältigen Aktivitäten begegnen.

Dazu gehört nicht nur, CO2-Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren, sondern auch verschiedene Aufforstungsprojekte, Förderung von Bio-Anbau und Bio-Diversität und Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die politische Lobby-Arbeit, z. B. zum EU-Klimagesetz. Dies alles findet in Kooperation mit unseren Handelspartnern und weiteren Partnern wie der Klimakollekte und den Fair Handels-Netzwerken statt.


Europäische Kampagne „CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR“

Wir sind nicht allein! Zusammen mit anderen europäischen Fair Handelsorganisationen in sechs Ländern, Mitgliedern der EFTA (European Fair Trade Association) fordern wir mit der Climate Justice-Campaign lautstark echte Klimagerechtigkeit ein! Das Motto:
„CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR“
Die Kampagne startet in der Fairen Woche im September 2021, Zielpunkt ist die Klimakonferenz in Glasgow im November (COP26).
Von Filmclip bis Hintergrundpapier gibt es verschiedene Materialien – Teilen erwünscht! Folgen Sie uns bei Facebook, Twitter oder Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben.
#letsdoitfair - Alle Infos zur Kampagne finden Sie hier: gepa.de/climatejustice-letsdoitfair

Stand 09/2021

WEITERE INFORMATIONEN

#ClimateJusticeNow – alles rund ums Thema Klimagerechtigkeit finden Sie in unserem Klimaspecial:
gepa.de/klimagerechtigkeit

CLIMATE JUSTICE - LET'S DO IT FAIR
Alle Infos rund um die europäische Klimakampagne 2021

Hier können Sie den
Livestream zur europäischen Klimakampagne vom 16.09.2021 ansehen

Positionspapier der Fair Handelsbewegung zur UN-Klimakonferenz COP26 im November in Glasgow
"Placing fairness at the heart of climate ambitions" als PDF (Englisch)

"Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit"
Pressestatement zum 5. Jahrestag des Pariser Klimaabkommens

Für Klimagerechtigkeit setzen wir uns bereits seit einigen Jahren ein - lesen Sie hier die
politischen Forderungen der GEPA an die Bundesregierung von 2017

#Letsdoitfair

CLIMATE JUSTICE
LET'S DO IT FAIR!

Mit Blick auf die Klimakonferenz COP26 fordert die Fair Handelsbewegung echte Klimagerechtigkeit.

 

 

Klimaschokoladen

#Choco4Change

Unsere beiden Klimaschokoladen sind rundum fair, bio und bewegen echt was fürs Klima. Ganz neu: Die vegane Variante, die Schokolade zur europäischen Klimakampagne.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Klimaschutz

Das tun wir fürs Klima!

Welche Schritte die GEPA konkret unternimmt, um CO2 einzusparen und ihre Partner zu unterstützen.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Fischer