Anwältin und Kaffeeproduzentin Fanny Portillo

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Als Familie gemeinsam
für die Zukunft

Fanny Mariella Portillo ist Anwältin – und Bio-Kaffeebäuerin bei der Frauengenossenschaft APROLMA. Dass die 27-Jährige ihr Jura-Studium finanzieren konnte, hat sie ihrer Familie zu verdanken – der Faire Handel mit seinen stabilen Preisen sowie die Mitgliedschaft bei APROLMA haben dazu beigetragen. Umgekehrt hilft sie zu Hause und auf dem Feld, wo sie nur kann. Auch im Röstkaffee-Projekt ist sie beteiligt und arbeitet im Bereich Etikettierung: „Wir sind der GEPA dankbar dafür, dass sie uns dabei berücksichtigt hat. Denn wir sind eine Gruppe von Frauen und haben selten solche Chancen. Das Projekt ist sehr wichtig für uns, denn wir können uns damit neue Kenntnisse aneignen – und es bringt einen wirtschaftlichen Vorteil für uns und unsere Familien.“ Auch ihre Schwester Nidia Suyapa Molina ist in das Röstereiprojekt eingebunden.

Alltag zwischen Büro und Bio-Anbau

„Nach dem Mittagessen muss ich wieder zur Plantage.“ — Fanny Mariella Portillo

Wie Fanny ihren Alltag meistert: „Während der Kaffeesaison arbeite ich Teilzeit oder manchmal nach Bedarf. Wenn Kunden anrufen und sagen, dass sie zu einer bestimmten Zeit vorbeischauen wollen, komme ich ins Büro und lasse meine Arbeitsschuhe im Auto. Denn nach dem Mittagessen muss ich wieder zur Plantage. Ich muss dann den Kaffee wiegen und schauen, dass auf dem Feld alles gut läuft.“

Auch ihre Geschwister machen den Spagat zwischen Uni oder Schule und Feld – wie das funktioniert, erklärt sie näher: „Einer meiner Brüder zum Beispiel geht am Wochenende zur Schule. Aber in der Woche hilft er uns mit dem Grundstück. Und meine andere Schwester besucht die Schule am Nachmittag. Manchmal hilft sie uns mit dem Papierkram und kümmert sich um die Rechnungen. Wir sind also alle daran beteiligt.“

Erfahren Sie mehr über Fanny und ihre Familie – klicken Sie sich durch die Bildergalerie:

Fanny Mariella Portillo mit ihrer Schwester Nidia Suyapa Molina. Fanny erinnert sich: „Nidia hat mir damals während meines Studiums sehr geholfen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Fanny Mariella Portillo mit ihrer Schwester Nidia Suyapa Molina. Fanny erinnert sich: „Nidia hat mir damals während meines Studiums sehr geholfen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
„Mein Jurastudium habe ich vor fünf Jahren abgeschlossen. Seitdem arbeite ich in diesem Büro und helfe bei arbeitsrechtlichen, zivilen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten sowie bei notariellen Urkunden.“ Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
„Mein Jurastudium habe ich vor fünf Jahren abgeschlossen. Seitdem arbeite ich in diesem Büro und helfe bei arbeitsrechtlichen, zivilen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten sowie bei notariellen Urkunden.“ Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
„Ich komme aus einer Familie, die schon immer im Kaffeesektor gearbeitet hat“, sagt Fanny Mariella Portillo. Hier im Bild: Ihre Schwester Nidia Suyapa Molina. Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
„Ich komme aus einer Familie, die schon immer im Kaffeesektor gearbeitet hat“, sagt Fanny Mariella Portillo. Hier im Bild: Ihre Schwester Nidia Suyapa Molina. Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
Fanny arbeitet im Bereich Etikettierung: „Wir haben bei diesem Prozess sehr viel gelernt, denn wir haben noch nie zuvor so etwas gemacht.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Fanny arbeitet im Bereich Etikettierung: „Wir haben bei diesem Prozess sehr viel gelernt, denn wir haben noch nie zuvor so etwas gemacht.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Fannys Schwester Nidia. Sie studiert zurzeit BWL. Wie Fanny unterstützt sie ihre Familie, wo es geht: „Da wir eine große Familie mit starken Familienbanden sind, haben wir alle mehr Chancen: wir können sowohl auf dem Feld arbeiten als uns auch persönlich mit unseren eigenen Lebensprojekten weiterentwickeln. Wir haben mehr Zeit für die Ausbildung und für die Arbeit.“ Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
Fannys Schwester Nidia. Sie studiert zurzeit BWL. Wie Fanny unterstützt sie ihre Familie, wo es geht: „Da wir eine große Familie mit starken Familienbanden sind, haben wir alle mehr Chancen: wir können sowohl auf dem Feld arbeiten als uns auch persönlich mit unseren eigenen Lebensprojekten weiterentwickeln. Wir haben mehr Zeit für die Ausbildung und für die Arbeit.“ Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
„Wir helfen alle mit – zu Hause und in der Familie“ – v.l.: Fanny Mariella Portillo, ihre Mutter Irma Esperanza Quintero und ihre Schwester Nidia Suyapa Molina mit Fannys Nichte Nidia Samantha Calix und Neffe Samuel Jair Calix. Insgesamt gehören zur Familie 14 Mitglieder. Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
„Wir helfen alle mit – zu Hause und in der Familie“ – v.l.: Fanny Mariella Portillo, ihre Mutter Irma Esperanza Quintero und ihre Schwester Nidia Suyapa Molina mit Fannys Nichte Nidia Samantha Calix und Neffe Samuel Jair Calix. Insgesamt gehören zur Familie 14 Mitglieder. Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing

Die Familie hält zusammen

„Wir arbeiten alle für die Familie.“ — Fanny Mariella Portillo

Fanny Mariella Portillos Familie hat schon immer im Kaffeesektor gearbeitet. Sie ist außerdem Anwältin, ihre Schwester Nidia Suyapa Molina studiert zurzeit BWL. Auch ihre beiden jüngeren Geschwister erhalten gute Schulbildung. „Sie haben mir alle sehr oft geholfen. Manchmal hatte mein Vater kein Geld mehr. Dann hat sich meine Mutter bei der Genossenschaft, in der sie früher Mitglied war, Geld vorstrecken lassen, damit ich meine Ausgaben decken kann“, erinnert sich Fanny. 

Für sie ist es normal, sich am Einkommen für die Familie zu beteiligen: „So sind wir halt. Ich helfe jetzt zum Beispiel meinem kleinen Bruder, damit er die Schule besuchen kann. Nidia hilft meiner kleinen Schwester beim Schulgeld. Wenn Nidia kein Geld mehr hat und mein Vater auch nicht, dann helfe ich aus. Und so geht es immer. Wir arbeiten alle eng miteinander zusammen im Kaffeeanbau und wir arbeiten alle für die Familie.“

Veränderung – über das Projekt hinaus

Über den Bio-Kaffee APROLMA, den die Frauen selbst rösten, sagt sie: „Ich hoffe, dass dieses Produkt allen Konsumenten zusagen wird und dass dadurch mehr Beschäftigung entsteht. Das ist nicht nur für uns als APROLMA-Mitglieder gut, sondern auch für unsere ganze Familie, unsere Gemeinde und alle Menschen, die sich am Prozess beteiligen.“

Stand 09/2018

WEITERE INFORMATIONEN

Warum Verarbeitung im Ursprungsland #mehrWertFürAlle bedeutet, lesen Sie im
Special zum Thema Wertschöpfung

Weitere Porträts der Mitglieder von APROLMA und FEDECOCAGUA
finden Sie hier

Geröstet in Ruanda

Bio Kaffee Café Musasa, Bohne

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Musterkalkulation

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Fair Trade-Kaffee

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