Was Sie schon immer über Tee wissen wollten

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C.Schreer

Die fünf wichtigsten
Tee-Themen auf einen Blick

Schwarzer, Grüner, Weißer Tee – was sind die Unterschiede? Steckt im Tee genauso viel Koffein wie in Kaffee? Und hätten Sie gewusst, dass der erste Earl Grey ursprünglich eine Notlösung war? Genießen Sie in Ruhe Ihren Lieblingstee, während Sie auf dieser Seite mehr über die Welt der fairen GEPA-Tees erfahren.

Passend zum Five O’Clock-Tea haben wir fünf Tee-Themen für Sie zusammengestellt:

1. Eine Pflanze – große Vielfalt: Schwarztee, Grüntee, Weißer Tee und mehr
2. Anbaugebiete: Hier kommt GEPA-Tee her
3. Alle Achtung: So viel Arbeit steckt in Tee
4. Von groß bis klein: Das bedeuten die Blattgrade
5. Anregend: Tee und Koffein

Tee ist eine komplexe Pflanze mit vielen verschiedenen Aromen. Bisher wurden in Schwarztee 350 und in Grüntee 700 verschiedene Aromastoffe gefunden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Tee ist eine komplexe Pflanze mit vielen verschiedenen Aromen. Bisher wurden in Schwarztee 350 und in Grüntee 700 verschiedene Aromastoffe gefunden. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

 

Eine Pflanze – große Vielfalt

Schwarzer, Weißer, Grüner Tee – sie alle werden aus derselben Pflanze hergestellt, der Teepflanze (Camellia sinensis). Bei der Ernte gilt: „Two leaves and a bud“, d. h. es werden die Knospe geerntet sowie die beiden obersten Teeblätter. Die Unterschiede liegen in der Verarbeitung:

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee entfaltet sein typisches Aroma in erster Linie durch die Oxidation, also dadurch, dass die Inhaltsstoffe mit dem Sauerstoff aus der Luft reagieren. Er wird dafür zunächst „gerollt“ (siehe Bildergalerie), sodass die Zellwände aufbrechen.

Wie schwarzer, weißer und grüner Tee hergestellt werden, zeigt unsere Bildergalerie – klicken Sie darauf, um mehr zu erfahren:

Qualitätssicherung ist das A und O bei der Herstellung von schwarzem, weißem und grünem Tee - die einzelnen Schritte vom Blatt ins Päckchen zeigen wir Ihnen in dieser Bildergalerie. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Qualitätssicherung ist das A und O bei der Herstellung von schwarzem, weißem und grünem Tee - die einzelnen Schritte vom Blatt ins Päckchen zeigen wir Ihnen in dieser Bildergalerie. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Die aufwändige Verarbeitung des Schwarztees beginnt mit dem Welken: Die Blätter werden auf Drahtgittern ausgebreitet, durch die ca. 12 bis 15 Stunden ein warmer Luftstrom geblasen wird. So verlieren die Blätter bereits ein Drittel ihres Wassergehaltes. Foto: Thomas Rensmann
Die aufwändige Verarbeitung des Schwarztees beginnt mit dem Welken: Die Blätter werden auf Drahtgittern ausgebreitet, durch die ca. 12 bis 15 Stunden ein warmer Luftstrom geblasen wird. So verlieren die Blätter bereits ein Drittel ihres Wassergehaltes. Foto: Thomas Rensmann
Dies ist wichtig für das anschließende Rollen: Das gewelkte, noch grüne Blatt wird in so genannten Roller-Maschinen etwa eine halbe Stunde lang unter Druck gerollt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Dies ist wichtig für das anschließende Rollen: Das gewelkte, noch grüne Blatt wird in so genannten Roller-Maschinen etwa eine halbe Stunde lang unter Druck gerollt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Die Kombination von Druck und Rotation bricht die Zellen der Blätter auf, wodurch sich später das Aroma besser freisetzen kann. Die Maschinen stammen teils noch aus der britischen Kolonialzeit, tun aber immer noch ihren Dienst.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Die Kombination von Druck und Rotation bricht die Zellen der Blätter auf, wodurch sich später das Aroma besser freisetzen kann. Die Maschinen stammen teils noch aus der britischen Kolonialzeit, tun aber immer noch ihren Dienst. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Der Tee wird für etwa eine Dreiviertelstunde ausgebreitet und die Oxidation, die bereits beim Rollen eingesetzt hat, fortgesetzt: Durch das Aufbrechen der Zellwände reagieren die Inhaltsstoffe mit dem Luftsauerstoff – dieser Prozess sorgt für den charakteristischen Duft und volles Aroma. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Der Tee wird für etwa eine Dreiviertelstunde ausgebreitet und die Oxidation, die bereits beim Rollen eingesetzt hat, fortgesetzt: Durch das Aufbrechen der Zellwände reagieren die Inhaltsstoffe mit dem Luftsauerstoff – dieser Prozess sorgt für den charakteristischen Duft und volles Aroma. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Ein Mitarbeiter prüft den oxidierten Tee. Foto: Thomas Rensmann
Ein Mitarbeiter prüft den oxidierten Tee. Foto: Thomas Rensmann
Zum Trocknen und Haltbarmachen kommt der Tee in spezielle Öfen. Bei rund 85 Grad Celsius wird so die Oxidation gestoppt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Zum Trocknen und Haltbarmachen kommt der Tee in spezielle Öfen. Bei rund 85 Grad Celsius wird so die Oxidation gestoppt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
… und der Tee bekommt eine nahezu schwarze Farbe. Foto: Thomas Rensmann
… und der Tee bekommt eine nahezu schwarze Farbe. Foto: Thomas Rensmann
Danach wird der Tee durch Rüttelsiebe nach verschiedenen Blatt- und Broken-Graden sortiert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Danach wird der Tee durch Rüttelsiebe nach verschiedenen Blatt- und Broken-Graden sortiert. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Abschließend werden die Tees noch einmal mit kreisenden Bewegungen von Hand durchgesiebt. Das übernehmen vorwiegend Frauen, während Männer die Maschinen bedienen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Abschließend werden die Tees noch einmal mit kreisenden Bewegungen von Hand durchgesiebt. Das übernehmen vorwiegend Frauen, während Männer die Maschinen bedienen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Der Manager der Fabrik trägt eine große Verantwortung: Täglich muss er den Produktionsprozess an die Blätter anpassen und entscheiden, wie lange sie gerollt und getrocknet werden. All das beeinflusst, wie intensiv der Tee hinterher schmeckt. Jeden Abend verkostet der Manager die Tagesproduktion. Foto: Thomas Rensmann
Der Manager der Fabrik trägt eine große Verantwortung: Täglich muss er den Produktionsprozess an die Blätter anpassen und entscheiden, wie lange sie gerollt und getrocknet werden. All das beeinflusst, wie intensiv der Tee hinterher schmeckt. Jeden Abend verkostet der Manager die Tagesproduktion. Foto: Thomas Rensmann
Grünen Tee lässt man im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht oxidieren – er wird vor dem Rollen kurz gedämpft. Das zerstört die Enzyme, die für diesen Prozess verantwortlich wären. Dadurch behält der Tee seine grüne Farbe und alle Gerbstoffe bleiben im Blatt erhalten. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Grünen Tee lässt man im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht oxidieren – er wird vor dem Rollen kurz gedämpft. Das zerstört die Enzyme, die für diesen Prozess verantwortlich wären. Dadurch behält der Tee seine grüne Farbe und alle Gerbstoffe bleiben im Blatt erhalten. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Weißer Tee weder gerollt, noch gedämpft, sondern ausschließlich auf schonende Weise getrocknet – dadurch wird der Oxidationsprozess sehr früh gestoppt.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Schreer
Weißer Tee weder gerollt, noch gedämpft, sondern ausschließlich auf schonende Weise getrocknet – dadurch wird der Oxidationsprozess sehr früh gestoppt. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Schreer

 

Grüner Tee

Grüner Tee besteht ebenfalls aus den Blättern der Teepflanze. Sie werden für grünen Tee nach dem Rollen direkt kurz erhitzt, geröstet oder gedämpft, die Oxidation also im Gegensatz zu schwarzem Tee früher gestoppt. So behält grüner Tee seine Farbe, außerdem bleiben  alle Gerbstoffe im Blatt erhalten.

Weißer Tee

Für weißen Tee werden früh am Morgen ganz junge, noch ungeöffnete Blattknospen geerntet. An der Knospe ist noch weißer Flaum zu sehen, der weißem Tee seinen Namen verleiht. Wie in Indien traditionell, werden für unseren indischen weißen Tee auch die beiden obersten Blätter verarbeitet.
Im Gegensatz zum Schwarz- und Grüntee wird weißer Tee weder gerollt noch gedämpft, sondern direkt schonend getrocknet – dadurch wird das natürliche Oxidieren sehr früh unterbrochen. Somit ist der weiße Tee am naturbelassensten.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Wie wird der Bio Jasmin Grüntee der GEPA hergestellt?

Für den echten „Moli Hua Cha“, wie Jasmintee in China genannt wird, werden die zarten Teeblätter mit Jasminknospen gemischt. Sie werden früh am Morgen geerntet und danach kühl gelagert. Über Nacht öffnen sich die Knospen und verleihen dem Tee ihr blumiges Bouquet. Die Blüten werden hinterher aufwändig wieder ausgesiebt – nur so verbleibt ein feines Jasminaroma, das den hochwertigen grünen Tee begleitet, ohne ihn zu überdecken.

Was ist ein Earl Grey?

Schwarztee, mit Bergamotte aromatisiert und vor allem in Großbritannien beliebt: Earl Grey. Benannt ist er nach dem Adligen Earl Charles Grey, der ihn um 1830 von einer Chinareise mitbrachte. Damit der Schwarztee auf der langen Schiffsreise nach England nicht den Geruch anderer Güter auf dem Schiff annahm, wurden ihm Schalen der Bergamotte-Zitrone zugefügt. Die Menschen in England fanden Geschmack an dieser „Notlösung“ –  und so trinken wir heute immer noch gerne Earl Grey!

Tipp: GEPA-Earl Grey mit echten ätherischen Ölen

Für GEPA-Earl Grey verwenden wir übrigens nur echte ätherische Öle für einen authentischen Geschmack. So kommt die Qualität des hochwertigen Schwarztees unserer Partner zur Geltung, fein begleitet von Bergamotte-Öl, hauptsächlich aus Kalabrien. Um das fruchtige Aroma zu betonen, haben wir noch etwas Orangen-Öl hinzugefügt.

Anbaugebiete: Hier kommt GEPA-Tee her

Bei Tee denken Sie vermutlich zuerst an Indien oder China – die Hauptanbauländer für Tee. Die Teewelt ist jedoch ungeheuer vielfältig: So gibt es zahlreiche Arten, wie Tee angebaut, geerntet und weiterverarbeitet wird – rund um den Globus.

Darjeeling: In Höhen von bis zu 2.000 Metern pflücken die Teearbeiterinnen bei TPI die Teeblätter im Bio-Teegarten Samabeong von Hand.  Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Darjeeling: In Höhen von bis zu 2.000 Metern pflücken die Teearbeiterinnen bei TPI die Teeblätter im Bio-Teegarten Samabeong von Hand. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Darjeeling

Darjeeling-Tee gedeiht an den südlichen Ausläufern des Himalaya auf bis zu 2.000 Metern Höhe. Klimabedingt gibt es hier drei Haupterntezeiten:

  • First Flush – Frühling:  zart, heller Aufguss, duftig.
  • Second Flush – Sommer: kräftig, gehaltvoll
  • Autumnals – Herbst: nicht so kräftig wie der Second Flush, leicht im Geschmack, dunkle Farbe


„Flush“ steht dabei für die „Pflückrunde“ – hier bezogen auf Darjeeling. Wann die Erntezeiten sind, ist von Region zu Region unterschiedlich.

In Darjeeling arbeiten wir mit seit rund 30 Jahren mit Tea Promoters India zusammen – gemeinsam haben wir mit Naturland einen der ersten Bio-Teegärten dort aufgebaut.

Assam

Größtes, zusammenhängendes Tee-Anbaugebiet der Welt in Nord-Indien. Assam-Tee ist kräftig, voll, rund und ausgewogen, malzig und hat eine dunkel-rotbraun leuchtende Tassenfarbe. Sein Geschmack hält zudem lange im Mund an. Meist ist er Grundlage für Ostfriesische Mischungen.

Sri Lanka („Ceylontee“)

Der Tee aus Sri Lanka wird im Handel immer noch Ceylontee genannt, ein Relikt aus der Kolonialzeit, das sich aber hartnäckig hält.
Er hat einen frisch-aromatischen, spritzig-lebhaften Geschmack mit ganz besonderer, eleganter Milde. Farblich liegt er zwischen Darjeeling und Assam. Man sagt auch: Er steht golden in der Tasse.

In Sri Lanka arbeiten wir mit der Produzentenorganisation SOFA zusammen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
In Sri Lanka arbeiten wir mit der Produzentenorganisation SOFA zusammen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Jiangxi

China wird auch „die Wiege des Tees“ genannt. Hier wurde Tee vor ca. 5.000 bis 6.000 Jahren entdeckt. Die GEPA handelt in China mit der Produzentenorganisation DOTFA in der Region Jiangxi, südlich des Flusses Yangtse. Jiangxi gehört zu den ärmeren Provinzen des Landes, obwohl von dort ausgezeichnete Tees kommen. Sie zeichnen sich durch einen urtypischen Geschmack, ein herbes Aroma, begleitet von einer leichten Süße aus.

In China sind die klimatischen Unterschiede zwischen den Jahreszeiten nicht so hoch wie in Indien, so gibt es hier keinen „First Flush“ in dem Sinne, sondern die Ernten werden teils miteinander kombiniert.

Van Chan

Im Norden Vietnams, im Regenwald an der Grenze zu China gedeihen wild wachsende Teebäume. Bäume? Richtig gelesen: Die Teepflanze ist eigentlich ein Baum und kann, wenn er nicht regelmäßig zum Strauch gestutzt wird, bis zu sechs Meter hoch werden. Dieser Wildtee enthält besonders viele Polyphenole, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird.

Teebaum in Vietnam: Die Teepflanze kann bis zu sechs Meter hoch werden. Foto: Van Chan Organic Farmers
Teebaum in Vietnam: Die Teepflanze kann bis zu sechs Meter hoch werden. Foto: Van Chan Organic Farmers
Bei unserem Partner Van Chan Organic Farmers klettern die Pflückerinnen auf die Teebäume und ernten den Wildtee von Hand. Foto: Van Chan Organic Farmers
Bei unserem Partner Van Chan Organic Farmers klettern die Pflückerinnen auf die Teebäume und ernten den Wildtee von Hand. Foto: Van Chan Organic Farmers
Größenverhältnisse: Mitglieder von Van Chan Organic Farmers mit altem Teebaum im Hintergrund. Foto: Van Chan Organic Farmers
Größenverhältnisse: Mitglieder von Van Chan Organic Farmers mit altem Teebaum im Hintergrund. Foto: Van Chan Organic Farmers

So viel Arbeit steckt in einer Tasse Tee

In einem Kilogramm aufgussfertigem Tee stecken zwischen vier und fünf Kilo frische Teeblätter. Das klingt nach ganz schön viel Arbeit – und das ist es auch: Erfahren Sie mehr im Reiseblog.

Bei unserem Partner TPI zum Beispiel pflücken die Teearbeiterinnen die junge Blattknospe und die beiden darunter liegenden noch zarten Blätter von Hand. Die Teeblätter müssen unmittelbar nach dem Pflücken verarbeitet werden, da sie sonst schnell an Qualität verlieren.

Die GEPA zahlt faire Preise für Tee – laden Sie hierzu auch unsere Musterkalkulation für Bio Darjeeling Grüntee herunter.

Vier bis fünf Kilogramm frische Teeblätter stecken in einem Kilogramm fertigem Tee – die Blätter pflücken die Frauen bei Tea Promoters India z. B. von Hand. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Vier bis fünf Kilogramm frische Teeblätter stecken in einem Kilogramm fertigem Tee – die Blätter pflücken die Frauen bei Tea Promoters India z. B. von Hand. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Von groß bis klein: Das bedeuten die Blattgrade

Blattgrade bezeichnen die Größe der verarbeiteten Teeblätter. Die Teeblätter werden bei der Herstellung durch das Rollen mechanisch zerkleinert – je nach Art des Rollens und des Anbaugebietes entstehen dabei unterschiedlich große Blatt-Teile und -Formen. Wie lange und wie intensiv gerollt wird, ist in vielen Teefabriken ein gut gehütetes Geheimnis.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen folgenden Sortierungen: Blatt-Tees, Broken-Tees, Fannings und Dust.

Blatt-Tee

Der größte Blattgrad ist der Blatt-Tee. Das nahezu ungebrochene Blatt wird wegen seines besonders feinen Aromas geschätzt. Insbesondere bei unseren Premiumtees sind die großen Blätter nach mehrfachem Aufguss besonders gut zu sehen.
Generell gilt: Alle losen GEPA-Tees sind Blatt-Tees, mit Ausnahme der Ostfriesischen Mischung – hier sorgt der Blattgrad Broken für einen besonders starken und kräftigen Aufguss.

Foto:

Broken

Broken ist die englische Bezeichnung für „gebrochenen“, kleinblättrigen Tee. Broken ist kleiner als Blatt-Tee aber noch größer als Fannings.

Fannings

Die kleinen Sortierungen Fannings und Dust werden häufig in Teebeuteln eingesetzt – klar: die Blätter müssen schließlich in die Beutel hineinpassen, gleichzeitig ergiebig, kräftig und aromatisch sein. Und nicht zuletzt für eine ansprechende Farbe sorgen.

GEPA: Gleiche Ernte für lose und Beutel

GEPA-Teebeutel enthalten ausschließlich hochwertige Tees, die in Qualität und Charakter unseren losen Tees entsprechen. Sie stammen aus den gleichen Ernten und sind lediglich kleiner im Blattgrad, wir verwenden „Fannings“. Bei Mischungen können sich allerdings die Rezepturen von denen der entsprechenden losen Tees unterscheiden.

Dust

Der kleinste Blattgrad „Dust“ kommt bei uns nicht zum Einsatz.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Schreer

Und was ist mit diesen Abkürzungen?

Je nach Region gibt es für die Blattgrade unterschiedliche Bezeichnungen und Abkürzungen. Am bekanntesten ist das indische System – hier von groß nach klein:

FTGFOP1: Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe
FOP: Flowery Orange Pekoe
P: Pekoe Broken-Tees:
BP: Broken Pekoe
FBOP: Flowery Broken Orange Pekoe
BOP: Broken Orange Pekoe
GF: Golden Fannings
BOPF: Broken Orange Pekoe Fannings
Dust: die kleinsten Partikel des Tees

Bei der GEPA bieten wir Tees aus unterschiedlichen Ländern an, sodass sich auch die Abkürzungen für die Blattgrade unterscheiden.
Wenn Sie die Blattgrade auswendig wissen, können Sie vor Ihren Freunden prima angeben – diese Freude möchten wir Ihnen natürlich nicht nehmen. Uns ist jedoch wichtig, dass Sie bei uns ohne Ehrfurcht vor dem Mythos Tee Ihren Lieblingstee finden und mit allen Sinnen genießen.

Blick in die Teefabrik in Putharjhora bei unserem Handelspartner Tea Promoters India. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Blick in die Teefabrik in Putharjhora bei unserem Handelspartner Tea Promoters India. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing

Anregend: Tee und Koffein

Gibt es zwischen Koffein im Tee und Koffein im Kaffee einen Unterschied?

Nein. Das vor etwa 180 Jahren entdeckte Koffein im Tee wurde zunächst als „Thein“ bezeichnet. Chemisch ist das Koffein im Tee aber identisch mit dem Koffein im Kaffee.
 
Das Koffein im Tee bewirkt eine kontinuierliche, milde Anregung, die länger anhält als beim Kaffeegenuss. Dies ist zum einen mit der Bindung des Koffeins an andere Tee-Inhaltsstoffe zu erklären, aber auch mit dem geringeren Koffeingehalt pro Tasse im Vergleich zu Kaffee.

Was enthält mehr Koffein: Kaffee oder Tee?

Eine Tasse Kaffee enthält etwa 30 bis 60 Prozent mehr Koffein als eine Tasse Tee. Außerdem wirkt Koffein im Kaffee direkt im Magen. Beim Tee findet die Aufspaltung erst im Darm statt. Deshalb wirkt das Koffein im Kaffee schneller, das Koffein im Tee langanhaltender.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Schreer

Wie wirkt sich die Ziehzeit auf schwarzen Tee aus?

Die Ziehzeit hat Einfluss darauf, wie schnell das Koffein aus Tee im Körper wirkt. Lässt man schwarzen Tee ca. 2-3 Minuten ziehen, hat sich das Koffein bereits im Wasser gelöst und wirkt relativ schnell – wenn auch langsamer als bei Kaffee.
Nach 4-5 Minuten sind weitere Stoffe aus den Teeblättern ins Wasser übergegangen – u. a. Polyphenole, die sich an die Koffeinmoleküle binden und so ihre Wirkung verlangsamen. Die belebende Wirkung hält also länger an.

Stand 08/2019

WEITERE INFORMATIONEN

Lehnen Sie sich bei einer guten Tasse Tee zurück und nehmen Sie sich Zeit für die Geschichten, die hinter dem GEPA-Teesortiment stecken:
Zum Tee-Special #TimeForFairTea

Ratgeber

Zubereitung

So holen Sie aus unseren hochwertigen Premiumtees das Beste heraus.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Schreer

Food-Trend

„Food-Pairing” mit
Tee & Schokolade

Kombinieren Sie die verschiedenen Aromen von Tee und Schokolade zu ganz neuen Geschmackserlebnissen!

Foto:

#TIMEFORFAIRTEA

Tee-Special


Nehmen Sie sich bei einer guten Tasse Tee Zeit für die Geschichten, die dahinter stecken. 

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing