Corona-Krise: Situation der Kaffeepartner in Honduras

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Unsere Kollegin war
vor Ort und berichtet

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot

Unsere Kollegin Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik und Vorstandsvorsitzende des Forums Fairer Handel, war bis vor Kurzem auf Handelspartnerreise in Honduras. Von der aktuellen Corona-Krise wurde sie dort überrascht. Momentan befindet sie sich in Marcala bei unserem Kaffeepartner APROLMA. Der hochwertige Bio-Rohkaffee von der Frauenkooperative ist auch in unserer neuen Orgánico-Familie enthalten.

Auch vor Ort ist die Corona-Krise spürbar und beeinträchtigt das Leben – bis 12. April gilt eine absolute Ausgangssperre. Ausländer*innen dürfen das Land zwar mit Sondergenehmigung verlassen, es gab jedoch zunächst keine Flüge, sodass sie nicht nach Hause kommen konnte. Inzwischen ist sie sicher zurückgekehrt (3. April).

Auf dieser Seite lesen und sehen Sie, wie sie selbst und unsere Partner vor Ort die derzeitige Corona-Situation erleben.
(Zeitraum: 17. bis 22.03.2020, Update 29.03.2020)

Update 29. März

„Viele Kleinhändler haben nichts mehr zu essen. Es gibt Straßenblockaden wütender Menschen“ — Andrea Fütterer

Für Andrea Fütterer steht nun endlich ein Datum für ihren Rückflug fest. Am Mittwoch wird sie zum Flughafen nach San Pedro Sula fahren und voraussichtlich Donnerstagmorgen nach Frankfurt fliegen können. „Jedenfalls sind alle Leute hier einfach super und ich habe sehr viel Unterstützung“, berichtet sie.

Durch die strikte Ausgangssperre sitzt Andrea Fütterer bis dahin in ihrem  Hotelzimmer in Marcala fest und beobachtet die aktuelle Situation in Honduras im Fernsehen: „Gestern habe ich gesehen, dass es in einigen Regionen Straßensperren wütender Menschen gibt. Die landesweite totale Ausgangssperre wird immer strenger gehandhabt und die Menschen können nicht raus zum Einkaufen.

Dadurch haben die vielen Kleinhändler und Tagelöhner, die mit ihrem Verdienst von Tag zu Tag für die Ernährung ihrer Familien leben, einfach nichts mehr zu essen. Alles wird teurer, z. B. besonders schlimm, wo Trinkwasser vom Lastwagen gekauft werden muss, und diese die Preise nun stark angehoben werden. Heute haben sich diese Straßenblockaden schon auf die großen Verbindungsstraßen im Land ausgeweitet.“

Keine Warentransporte nach Marcala mehr

„Marcala legt die Anweisung strenger aus. Es gab spontan einen Autokorso, ich habe die Rufe gehört.““ — Andrea Fütterer

„Für Marcala und Umgebung gab es gestern Abend noch eine Sonderanweisung, die jeglichen Warentransport rein oder raus, auch von Lebensmitteln, verbietet und die Sondergenehmigungen zur freien Bewegung, die ausgestellt wurden, bis auf weiteres aufhebt. Das heißt, Marcala legt die Anweisung der Regierung noch strenger aus.

Der Grund ist anscheinend, dass es hier bisher noch keinen gemeldeten Virus Fall gibt, und das auch so bleiben soll. Daher kam es gestern Abend spontan zu einem Autokorso auf der Hauptstraße, ich habe das von meinem Hotel aus gesehen und die Rufe gehört, wusste aber da noch nicht, um was es geht.
Jetzt ist auch die neue Anweisung der Regierung raus: Verlängerung der Ausgangssperre bis 12. April, allerdings gibt es jetzt eine Regelung, wer wann einkaufen, tanken oder zur Bank kann:  bestimmte Wochentage und Uhrzeiten je nach der Endziffer im Ausweisdokument, immerhin.“

Wir drücken Andrea für den geplanten Flug ganz fest die Daumen und halten Sie auf dem Laufenden!

Im Folgenden lesen Sie den Bericht unserer Kollegin für den Zeitraum 17. bis 22.3. mit Stimmen unserer Handelspartner:

Absolute Ausgangssperre in Honduras - Eindrücke aus dem menschenleeren Stadtpark in Marcala. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Absolute Ausgangssperre in Honduras - Eindrücke aus dem menschenleeren Stadtpark in Marcala. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Absolute Ausgangssperre in Honduras - Eindrücke aus dem menschenleeren Stadtpark in Marcala. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Absolute Ausgangssperre in Honduras - Eindrücke aus dem menschenleeren Stadtpark in Marcala. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Absolute Ausgangssperre in Honduras - Eindrücke aus dem menschenleeren Stadtpark in Marcala. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Absolute Ausgangssperre in Honduras - Eindrücke aus dem menschenleeren Stadtpark in Marcala. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Bis zur Heimreise ist Geduld gefragt

„Die staatliche Rückholaktion bezieht sich zunächst auf typische Touristenländer.“ — Andrea Fütterer

Andrea Fütterer schreibt: „Ihr habt bestimmt von den Rückholungen von Deutschen durch die Bundesregierung gelesen, leider bezieht sich das auf die typischen Touristenländer, wo Hunderte und Tausende von Deutschen festsitzen. Wie ich gehört habe, sind es in Honduras zurzeit nur ca. 50 Deutsche (alle Infos ohne Gewähr) – es ist also sicherlich noch Geduld angesagt.

Ich bin auf mehreren Listen registriert, am wichtigsten ist die der Deutschen Botschaft und des Auswärtigen Amtes. Auch die GEPA hat schon nachgehakt, somit haben sie mich jetzt auf dem Schirm.“

Letzte Treffen mit Kaffeeproduzent*innen

In der letzten Woche konnte Andrea Fütterer sich noch mit Vertreter*innen der Kooperativen APROLMA und RAOS treffen – natürlich mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. Auch die Kooperative CAPRIBEL konnte sie besuchen. Der Bio-Rohkaffee aller drei Kooperativen ist in den Neuheiten und Klassikern der Orgánico-Familie enthalten.

Letzte Woche hat Andrea Fütterer noch unseren Kaffeepartner CABRIPEL besucht. Auf dem Bild sticht Kaffeeproduzent Don Carlos seinen fertigen Kompost ab. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Letzte Woche hat Andrea Fütterer noch unseren Kaffeepartner CABRIPEL besucht. Auf dem Bild sticht Kaffeeproduzent Don Carlos seinen fertigen Kompost ab. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
„Dann ging es zum zweiten Hauptsitz der Kooperative auf den Berg El Pelón.“  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
„Dann ging es zum zweiten Hauptsitz der Kooperative auf den Berg El Pelón.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company
„Pelón heißt der Kahle und früher gab es dort auch kaum Bäume. Die Kooperative hat aber nach und nach viel aufgeforstet,  das war z.B. auch Teil von meiner Projektarbeit mit dem Deutschen Entwicklungsdienst damals“, erläutert Andrea Fütterer. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
„Pelón heißt der Kahle und früher gab es dort auch kaum Bäume. Die Kooperative hat aber nach und nach viel aufgeforstet, das war z.B. auch Teil von meiner Projektarbeit mit dem Deutschen Entwicklungsdienst damals“, erläutert Andrea Fütterer. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
"Mit diesem Jeep eines Freundes sind wir auf den Pelón gefahren. Mitgekommen sind Lidla Donelda Perez, Adiministration (blaues Shirt) von CABRIPEL und Doris Nely Membreño, Vocal 1 der Junta Directiva." Foto: GEPA - The Fair Trade Company
"Mit diesem Jeep eines Freundes sind wir auf den Pelón gefahren. Mitgekommen sind Lidla Donelda Perez, Adiministration (blaues Shirt) von CABRIPEL und Doris Nely Membreño, Vocal 1 der Junta Directiva." Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ein kurzer Besuch bei unserem Kaffeepartner RAOS stand letzten Dienstag (17.3.) an. Mit der Kooperative arbeitet die GEPA seit 1998 zusammen und bezieht ihren hochwertigen Bio-Rohkaffee auch für die neue Orgánico-Familie. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Ein kurzer Besuch bei unserem Kaffeepartner RAOS stand letzten Dienstag (17.3.) an. Mit der Kooperative arbeitet die GEPA seit 1998 zusammen und bezieht ihren hochwertigen Bio-Rohkaffee auch für die neue Orgánico-Familie. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Vertreter*innen der Genossenschaft CABRIPEL. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Vertreter*innen der Genossenschaft CABRIPEL. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
"Doña Juana, in der Mitte, kenne ich schon seit 1994. Ihr damals kleiner Sohn Nelson hatte mich bei meinem allerersten Besuch bei CABRIPEL abgeholt und von La Estanzuela auf den Pelón hochgeführt. Nelson ist mittlerweile Kaffeeverkoster und arbeitet in einer Kooperative in Santa Rosa de Copan." Foto: GEPA - The Fair Trade Company
"Doña Juana, in der Mitte, kenne ich schon seit 1994. Ihr damals kleiner Sohn Nelson hatte mich bei meinem allerersten Besuch bei CABRIPEL abgeholt und von La Estanzuela auf den Pelón hochgeführt. Nelson ist mittlerweile Kaffeeverkoster und arbeitet in einer Kooperative in Santa Rosa de Copan." Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Am Montag letzter Woche (16.3.) bei APROLMA  gab es noch keine Einschränkungen wie etwa das Halten von Abstand. Hier die Frauen aus dem Vorstand von APROLMA. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Am Montag letzter Woche (16.3.) bei APROLMA gab es noch keine Einschränkungen wie etwa das Halten von Abstand. Hier die Frauen aus dem Vorstand von APROLMA. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Mittwochnachmittag wollte sich Andrea Fütterer noch mit Roberto René Gonzalez treffen, Geschäftsführer der Kaffeekooperative RAOS. „Zwischenzeitlich gab es aber die Info, dass die Ein- und Ausfahrt nach Marcala gesperrt wurde, daher ist er nicht gekommen.“ (Bild aus Archiv) Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Mittwochnachmittag wollte sich Andrea Fütterer noch mit Roberto René Gonzalez treffen, Geschäftsführer der Kaffeekooperative RAOS. „Zwischenzeitlich gab es aber die Info, dass die Ein- und Ausfahrt nach Marcala gesperrt wurde, daher ist er nicht gekommen.“ (Bild aus Archiv) Foto: GEPA - The Fair Trade Company

 

Die Frauenkooperative APROLMA

Mittwochmorgens kamen Dilcia Edith Vasquez, Präsidentin von APROLMA und Dolores Cruz Benitez, Koordinatorin des Röstprojekts unseres APROLMA-Kaffees in mein Hotel, denn im Büro wollten wir uns nicht treffen. Wir haben dann diverse Kurzvideos für die GEPA gedreht.“

Die Original-Videos auf Spanisch von Andrea Fütterer mit Dilcia Edith Vasquez und Dolores Cruz Benitez können Sie bei uns auf Facebook, Instagram (Profil erforderlich) oder Youtube ansehen.

Von APROLMA bezieht die GEPA zum einen den komplett vor Ort gerösteten „Bio Café APROLMA“ sowie Bio-Rohkaffee für den beliebten Klassiker Orgánico, der seit Kurzem unter dem Motto #FairCoffeeNow in neuem Design und für alle üblichen Zubereitungsarten erhältlich ist.

„Wir solidarisieren uns mit allen Menschen in Europa, in Deutschland in dieser Situation“, sagt Dolores Cruz Benitez, Koordinatorin der Röstkaffeegruppe von APROLMA. Foto: GEPA - The Fair Trade Company
„Wir solidarisieren uns mit allen Menschen in Europa, in Deutschland in dieser Situation“, sagt Dolores Cruz Benitez, Koordinatorin der Röstkaffeegruppe von APROLMA. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Wie Fair Trade Perspektiven schafft

„Die GEPA hat uns die Türen zum deutschen Markt geöffnet.“ — Dolores Curz Benitez

Über die Handelsbeziehung zur GEPA sagt Dolores Cruz Benitez: „Die GEPA hat den Frauen die Türen geöffnet, um ihren Kaffee in Deutschland verkaufen zu können. Abgesehen davon, dass GEPA unser Kunde ist, hat sie uns auch in Marktthemen weitergebildet, z. B. wie man Preise fixt. Durch die GEPA hatten wir die Möglichkeit, auch weitere Kunden zu finden.“

Sie erläutert, warum sie es generell als Vorteil sieht, Teil des Fairen Handels zu sein: „Weil wir bessere Preise erzielen. Mit den Zuschlägen können wir Projekte durchführen, die uns zu Gute kommen sowohl persönlich auch in der Produktion.“

Bio-Produktion zu betreiben, sei zudem ein großes Privileg: „Seit den Anfängen haben wir uns für die Bio-Produktion entschieden, denn das ist die Möglichkeit, in Einklang mit der Umwelt zu wirtschaften. So schützen wir uns und auch die natürlichen Ressourcen.“

Weil das Corona-Virus ein globales Problem ist, machen sich die Mitglieder von APROLMA Sorgen. Denn es wird wirtschaftliche Auswirkungen haben, auch auf die Länder, die den Kaffee kaufen. (Bild aus Archiv) Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Weil das Corona-Virus ein globales Problem ist, machen sich die Mitglieder von APROLMA Sorgen. Denn es wird wirtschaftliche Auswirkungen haben, auch auf die Länder, die den Kaffee kaufen. (Bild aus Archiv) Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing
Dilcia Edith Vasquez ist die aktuelle Präsidentin der reinen Frauenkooperative, die 2013 von den Mitgliedern gegründet wurde, um sich für die Rechte von Frauen und gegen häusliche Gewalt einzusetzen. Für Dilcia hat APROLMA eine besondere Bedeutung:  „In Honduras werden Frauen oft nicht anerkannt und sind sogar häufig Gewalt ausgesetzt. Ich kann meinen Kaffee zu einem besseren Preis verkaufen und habe die Möglichkeit, mitzubestimmen und meine Rechte als Frau wahrnehmen.“   Auch am  gemeinsamen Röstprojekt mit der GEPA war Dilcia beteiligt. Dabei entstanden ist unser Bio Café APROLMA, der von der Frauenkooperative angebaut, geröstet und verpackt wird und so für mehr Wertschöpfung im Land sorgt. „Der Kaffee, den wir selbst rösten, ist für uns eine große Gelegenheit und neue Initiative, die uns einen Namen und Image gegeben hat. Natürlich gab es auch einige Schwierigkeiten, wie beispielsweise das Erhalten von Materialien, wie die Verpackungen, vor Ort. Wir haben Strategien gesucht, wie wir es schaffen können. Wir sind sehr zufrieden, weil der Kaffee in Deutschland sehr akzeptiert ist. Das gibt uns den Anstoß, weiter zu wachsen. Wir danken GEPA für diesen Impuls!“  Foto: GEPA - The Fair Trade Company
Dilcia Edith Vasquez ist die aktuelle Präsidentin der reinen Frauenkooperative, die 2013 von den Mitgliedern gegründet wurde, um sich für die Rechte von Frauen und gegen häusliche Gewalt einzusetzen. Für Dilcia hat APROLMA eine besondere Bedeutung: „In Honduras werden Frauen oft nicht anerkannt und sind sogar häufig Gewalt ausgesetzt. Ich kann meinen Kaffee zu einem besseren Preis verkaufen und habe die Möglichkeit, mitzubestimmen und meine Rechte als Frau wahrnehmen.“ Auch am gemeinsamen Röstprojekt mit der GEPA war Dilcia beteiligt. Dabei entstanden ist unser Bio Café APROLMA, der von der Frauenkooperative angebaut, geröstet und verpackt wird und so für mehr Wertschöpfung im Land sorgt. „Der Kaffee, den wir selbst rösten, ist für uns eine große Gelegenheit und neue Initiative, die uns einen Namen und Image gegeben hat. Natürlich gab es auch einige Schwierigkeiten, wie beispielsweise das Erhalten von Materialien, wie die Verpackungen, vor Ort. Wir haben Strategien gesucht, wie wir es schaffen können. Wir sind sehr zufrieden, weil der Kaffee in Deutschland sehr akzeptiert ist. Das gibt uns den Anstoß, weiter zu wachsen. Wir danken GEPA für diesen Impuls!“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Corona-Krise: Sorge um Kaffee-Export

„Es ist ein globales Problem – was wird aus den Firmen und Kunden, die unseren Kaffee kaufen?“ — Dolores Cruz Benitez

Dolores Cruz Benitez, Koordinatorin des Röstprojekts der Frauenkooperative APROLMA, schildert die Gedanken zur aktuellen Situation: „Wir machen uns bezüglich des Exports Sorgen, denn durch den Ausnahmezustand dürfen hier nur Lebensmittel-Transporter durchfahren. Wir denken, dass Kaffee aber auch zu der Definition des „Lebensmittelkorbes“ gehört und es deswegen nicht so viele negative Auswirkungen haben wird. Wir Frauen müssen alle arbeiten, um die Familieneinkünfte zu komplettieren, das steht jetzt auf dem Spiel, da die Regierung ja den Ausnahmezustand ausgerufen hat.

Aber die Pandemie ist ein weltweites Problem. Wir sorgen uns, weil sie die Wirtschaft beeinträchtigt, vor allem in den Ländern, die unseren Kaffee abnehmen. Wir wissen nicht, was aus den Firmen und aus den Kunden wird, die unseren Kaffee kaufen. Wird es in Zukunft Ausnahmen für den Export von Kaffee geben? Auch wir können jetzt keine Leute in der Aufbereitungsanlage beschäftigen, für diese Woche ist es verboten und wir wissen nicht was danach kommt. Wir hoffen dass alles sich normalisiert. Glücklicherweise haben wir etwas mehr Zeit für die Arbeit in der Kaffeefinca, das ist etwas Positives.“

Jetzt brauchen wir weltweite Solidarität

„Wir solidarisieren uns mit allen Menschen in Europa & Deutschland in dieser Situation.“ — Dolores Cruz Benitez

„Wir solidarisieren uns mit allen Menschen in Europa, in Deutschland in dieser Situation“, sagt Dolores Cruz Benitez.
„Unsere Solidarität bei den Mitarbeitern der GEPA und ich glaube, es ist eine Zeit, bei der wir mehr zusammenrücken müssen. Wir müssen Kunden, Produzenten und vor allem Gott vertrauen. Wir wissen, es sind Situationen, die nicht in unseren Händen liegen und nicht bei den Leuten, die in der Regierung sitzen. Deshalb vertrauen wir Gott, dass die Situation schnell vorbei sein wird und alles wieder zur Normalität zurückkehren wird.“

Blick aus dem Hotel, wo unsere Kollegin Andrea Fütterer zurzeit untergebracht ist. „Ich sitze jetzt also echt im Hotel fest, zum Glück mit großer Veranda und schönem Ausblick." Foto:
Blick aus dem Hotel, wo unsere Kollegin Andrea Fütterer zurzeit untergebracht ist. „Ich sitze jetzt also echt im Hotel fest, zum Glück mit großer Veranda und schönem Ausblick."

 

Als einziger Gast im Hotel

Das wünscht sich auch Andrea Fütterer – insgesamt geht es ihr den Umständen entsprechend jedoch soweit gut. „Ich sitze jetzt also echt im Hotel fest und gehe auch nicht mehr raus und bekomm keine Besuche. Mein Aktionsradius hat sich also auf das Hotel verkürzt, zum Glück mit großer Veranda und schönem Ausblick.

Als einziger Gast bekomme ich ausnahmsweise, abgesehen vom Frühstück, auch tagsüber Essen. Das ist eigentlich gar nicht vorgesehen - die Leute sind sehr nett! Die Produzent*innen von den Kooperativen haben alle gesagt, uns hier wird das Essen jedenfalls nicht so schnell ausgehen - und wenn wir vielleicht auch nur noch Bohnen und Mais zu essen haben, das haben wir.

Glücklicherweise ist Andrea Fütterer vor Ort gut vernetzt: „Die Kolleg*innen von den Marcala-Kooperativen melden sich täglich und fragen, wie es mir geht, ebenso aus Choluteca, auch die Freund*innen hier und in Tegucigalpa.“

Stand 03/2020

WEITERE INFORMATIONEN

Corona: Was wir jetzt gemeinsam tun können:
Alle Infos zur aktuellen Situation

Mehr Infos zur Frauenkooperative APROLMA
finden Sie in der Handelspartnerdarstellung

Mehr Infos zur Kaffeekooperative RAOS
finden Sie in der Handelspartnerdarstellung

COVID-19

Corona: Auch jetzt sind wir für Sie da

Was wir tun, um die Ausbreitung zu verlangsamen und wie wir im Fairen Handel gemeinsam die Krise überstehen.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Radio-Interview
mit Andrea Fütterer
zur Lage in Honduras

 

 

 

Inzwischen ist Andrea Fütterer sicher von ihrer Reise zurückgekehrt - das Domradio hat sie dazu interviewt.

Foto: Jetzt anhören