Palmöl – das ist doch nicht fair! Oder?

Foto: Finn Ewert

Welches Palmöl die GEPA
einsetzt und warum

Immer mehr Menschen achten beim Einkauf auf palmölfreie Produkte, um den Regenwald und die Umwelt zu schützen. Die GEPA hat sich bewusst dafür entschieden, Palmöl weiterhin einzusetzen und dabei auf Fair Trade, Bio-Anbau und Nachhaltigkeit zu achten. Denn: Entscheidend ist aus unserer Sicht die Art des Anbaus – durch radikalen Verzicht auf Palmöl wird das Problem nur auf andere Rohstoffe verlagert.

Faires Bio-Palmöl von Serendipalm

„Die hohen Bio-Standards helfen mir, auch mehr auf meine Gesundheit zu achten“ — Dufuor Sampson, Farmer bei Serendipalm

Dass Palmöl auch fair und bio geht, zeigt am besten unser Partner Serendipalm in Ghana: Das Palmfett wird vor Ort von Kleinbauern ökologisch angebaut – Regenwald wurde dafür nicht gerodet – stattdessen setzt die Organisation nicht nur ein Zeichen für faire Produktion, sondern verwirklicht verschiedene soziale Projekte. Der Kontakt zu Serendipalm kam über Dr. Bronner's zustande. Als Hersteller von Naturseifen hatte Dr. Bronner's das Projekt initiiert.

Finn Ewert, der den Praxisteil seines Dualen Studiums bei der GEPA absolviert, war vor Ort – klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um ihm zu folgen:

Die Kooperative Serendipalm baut Palmöl fair und bio an. Die Mitarbeiterinnen in der Verarbeitung erhalten zudem Löhne, die deutlich über dem Mindestlohn liegen. Foto: Finn Ewert
Die Kooperative Serendipalm baut Palmöl fair und bio an. Die Mitarbeiterinnen in der Verarbeitung erhalten zudem Löhne, die deutlich über dem Mindestlohn liegen. Foto: Finn Ewert
Finn Ewert, dualer Student bei der GEPA, hat sich auf den Weg nach Ghana gemacht, um mehr darüber zu erfahren. Hier versucht er sich daran, die Palmfrüchte von den Trieben zu trennen – harte Handarbeit. Foto: Finn Ewert
Finn Ewert, dualer Student bei der GEPA, hat sich auf den Weg nach Ghana gemacht, um mehr darüber zu erfahren. Hier versucht er sich daran, die Palmfrüchte von den Trieben zu trennen – harte Handarbeit. Foto: Finn Ewert
Bei Serendipalm bauen Kleinbauern auf zwei bis drei Hektar u. a. Palmfrüchte für den Export an. Serendipalm schult die Produzent/-innen im Bio-Anbau und unterstützt sie dabei, auch andere Früchte als zusätzliche Einkommensquelle anzubauen. Foto: Finn Ewert
Bei Serendipalm bauen Kleinbauern auf zwei bis drei Hektar u. a. Palmfrüchte für den Export an. Serendipalm schult die Produzent/-innen im Bio-Anbau und unterstützt sie dabei, auch andere Früchte als zusätzliche Einkommensquelle anzubauen. Foto: Finn Ewert
Dafür wird kein zusätzlicher Wald gerodet. Misch- und Nutzwälder sorgen hier für mehr Ertrag auf kleinerer Fläche. Foto: Finn Ewert
Dafür wird kein zusätzlicher Wald gerodet. Misch- und Nutzwälder sorgen hier für mehr Ertrag auf kleinerer Fläche. Foto: Finn Ewert
„Die hohen Standards bei der Bio-Zertifizierung bezüglich der Verwendung von Pestiziden helfen mir, auch mehr auf meine Gesundheit zu achten.“  – Dufuor Sampson, Palmöl-Farmer bei Serendipalm. Foto: Finn Ewert
„Die hohen Standards bei der Bio-Zertifizierung bezüglich der Verwendung von Pestiziden helfen mir, auch mehr auf meine Gesundheit zu achten.“ – Dufuor Sampson, Palmöl-Farmer bei Serendipalm. Foto: Finn Ewert
„Ich verkaufe an Serendipalm, weil ich weiß, dass ich von ihnen nicht betrogen werde und ich pünktlich mein Geld bekomme. Außerdem werden die Früchte gewogen, nicht nur abgeschätzt“, sagt Cynthia Mtiriwaa. Neben ihrer Arbeit auf der Farm betreibt sie noch einen kleinen Kiosk in der Dorfgemeinschaft. Foto: Finn Ewert
„Ich verkaufe an Serendipalm, weil ich weiß, dass ich von ihnen nicht betrogen werde und ich pünktlich mein Geld bekomme. Außerdem werden die Früchte gewogen, nicht nur abgeschätzt“, sagt Cynthia Mtiriwaa. Neben ihrer Arbeit auf der Farm betreibt sie noch einen kleinen Kiosk in der Dorfgemeinschaft. Foto: Finn Ewert
Serendipalm kauft den Farmern die Palmölfrüchte zu einem kostendeckenden Preis ab - dieser liegt über dem lokalen Preis für Palmölfrüchte. Foto: Finn Ewert
Serendipalm kauft den Farmern die Palmölfrüchte zu einem kostendeckenden Preis ab - dieser liegt über dem lokalen Preis für Palmölfrüchte. Foto: Finn Ewert
Exportkunden wie die GEPA zahlen Serendipalm eine Fair-Handelsprämie. Foto: Finn Ewert
Exportkunden wie die GEPA zahlen Serendipalm eine Fair-Handelsprämie. Foto: Finn Ewert
Kinder in der Bücherei – sie ist durch die Fair-Handelsprämie finanziert worden. Über die Prämie konnte Serendipalm außerdem Wasserbrunnen, Sanitäranlagen, Unterkünfte für Krankenschwestern und ein Trainingscenter bauen. Foto: Finn Ewert
Kinder in der Bücherei – sie ist durch die Fair-Handelsprämie finanziert worden. Über die Prämie konnte Serendipalm außerdem Wasserbrunnen, Sanitäranlagen, Unterkünfte für Krankenschwestern und ein Trainingscenter bauen. Foto: Finn Ewert
Finn Ewert schildert seine Eindrücke: „Bei Serendipalm habe ich ein junges und motiviertes Führungsteam angetroffen. Ich war erstaunt über die vielen sozialen Projekte, die neben der eigentlichen Produktion laufen. Vor allem hat mich das Bewusstsein der Farmer zu ökologischer Landwirtschaft und Fairem Handel begeistert.“ Foto: Finn Ewert
Finn Ewert schildert seine Eindrücke: „Bei Serendipalm habe ich ein junges und motiviertes Führungsteam angetroffen. Ich war erstaunt über die vielen sozialen Projekte, die neben der eigentlichen Produktion laufen. Vor allem hat mich das Bewusstsein der Farmer zu ökologischer Landwirtschaft und Fairem Handel begeistert.“ Foto: Finn Ewert
Finn Ewert, dualer Student bei der GEPA mit Richmond Affum, Praktikant bei Serendipalm. Richmond Affum hat über das Fair Trade-Komitee von Serendipalm ein Stipendium für sein Studium erhalten. Foto: Finn Ewert
Finn Ewert, dualer Student bei der GEPA mit Richmond Affum, Praktikant bei Serendipalm. Richmond Affum hat über das Fair Trade-Komitee von Serendipalm ein Stipendium für sein Studium erhalten. Foto: Finn Ewert
Von den eng gewachsenen Trieben müssen die Palmfrüchte noch getrennt werden… Foto: Finn Ewert
Von den eng gewachsenen Trieben müssen die Palmfrüchte noch getrennt werden… Foto: Finn Ewert
… das machen die Mitarbeiterinnen bei Serendipalm von Hand. Sie erhalten einen Lohn der deutlich über dem Mindestlohn liegt. Foto: Finn Ewert
… das machen die Mitarbeiterinnen bei Serendipalm von Hand. Sie erhalten einen Lohn der deutlich über dem Mindestlohn liegt. Foto: Finn Ewert
Mittagspause: Es gibt das Nationalgericht Fufu. Foto: Finn Ewert
Mittagspause: Es gibt das Nationalgericht Fufu. Foto: Finn Ewert
Alle Mitarbeiter/-innen bekommen Mittagessen vor Ort. Foto: Finn Ewert
Alle Mitarbeiter/-innen bekommen Mittagessen vor Ort. Foto: Finn Ewert
Zurück zum Palmöl: Die Früchte kommen für zwei bis drei Stunden in einen Dampftopf. Durch die Hitze werden sie sterilisiert und auch weicher. Foto: Finn Ewert
Zurück zum Palmöl: Die Früchte kommen für zwei bis drei Stunden in einen Dampftopf. Durch die Hitze werden sie sterilisiert und auch weicher. Foto: Finn Ewert
Danach werden sie zur Ölpresse transportiert. Dort werden sie ausgepresst: Die Flüssigkeit, die hier aus der Maschine in einen Speichertank fließt ist ein Gemisch aus Öl, Wasser und Fruchthäuten aus dem im nächsten Schritt das reine Öl gewonnen wird.  Foto: Finn Ewert
Danach werden sie zur Ölpresse transportiert. Dort werden sie ausgepresst: Die Flüssigkeit, die hier aus der Maschine in einen Speichertank fließt ist ein Gemisch aus Öl, Wasser und Fruchthäuten aus dem im nächsten Schritt das reine Öl gewonnen wird. Foto: Finn Ewert
Palmöl? Ja bitte – aber nachhaltig! Foto: Finn Ewert
Palmöl? Ja bitte – aber nachhaltig! Foto: Finn Ewert

 

Auch Melanie Weigel war in diesem Jahr zu Gast bei Serendipalm. Als bewusste Verbraucherin setzt sie sich seit Jahren für den Fairen Handel ein. (Instagram: @melanie__weigel) Über ihren Besuch dort hat sie zusammen mit Regisseur Yugen Yah ein Video produziert – darin erfahren Sie mehr über die Anbauweise bei Serendipalm und sehen, wie die Verarbeitung funktioniert:

Warum wir auf nachhaltiges Palmfett setzen:

  • Andere Ölpflanzen wie Kokospalmen, Sonnenblumen oder Raps würden für dieselbe Menge Öl mehr Fläche benötigen.
  • Für das Palmfett unserer Partner in Ghana und Ecuador wurde kein Regenwald gerodet.
  • Ein vollständiger Boykott würde auch Organisationen treffen, die sich für fairen Bio-Anbau von Palmöl einsetzen.
  • Wegen seiner Eigenschaften: Palmfett ist geschmacksneutral, hitzebeständig, lange haltbar, hat eine feste Konsistenz bei Zimmertemperatur und muss nicht chemisch gehärtet werden

Palmöl in GEPA-Produkten

Das bio-faire Palmfett von Serendipalm setzen wir für die Füllungen unserer Schokoriegel sowie für unser Gebäck ein. Es ist „IMO Fair For Life“-zertifiziert.

„IMO Fair for Life” ist ein anspruchsvolles Zertifizierungsprogramm: Es schließt neben sozialen Kriterien, z. B. Rohstoffpreise über Marktpreis, Fair Trade-Prämien, Schutz der Ureinwohner-Rechte, auch eine Vielzahl von Umweltkriterien ein wie verantwortungsvolles Wasser- und Energiemanagement, Förderung erneuerbarer Energiequellen, Verbot von Brandrodung und Erhalt von Primär- und alten Sekundärwäldern. Die Einhaltung dieser Kriterien wird anhand von umfangreichen Checklisten jährlich bei einem strengen Audit abgeprüft.

Wir sind auf dem Weg

Aus produktionstechnischen Gründen können wir in unserer beliebten Bio Cocoba Cremes kein Palmfett von Serendipalm einsetzen. Die Creme enthält daher RSPO-Palmfett mit dem Status „Identity Preserved“ von einer Kooperative in Ecuador. Das Palmöl für die Cocoba Cremes ist selbstverständlich Bio und auch hier wurde kein Regenwald gerodet.

Als Übergangslösung für manche Handwerksprodukte wie Seifen und Kerzen, setzen wir bzw. unsere Handelspartner ebenfalls RSPO-Palmfett ein. Gründe dafür sowie den aktuellen Stand zum Thema Palmöl in verschiedenen GEPA-Produkten haben wir transparent in unserer Kundeninformation zu Palmöl zusammengestellt.

Ist Palmöl ungesund?

Palmöl steht zu Gesundheitsaspekten zu Unrecht in der Kritik. Es muss aufgrund seiner Konsistenz nicht chemisch gehärtet werden – ungehärtetes Palmfett enthält zu 50 Prozent wertvolle ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E, das beispielsweise entzündungshemmend wirkt und das Immunsystem stärkt.

Stand 12/2019

WEITERE INFORMATIONEN

Hintergrundinfos zu Palmöl in GEPA-Produkten
als PDF zum Download

Warum Palmöl-Monokulturen dem Regenwald schaden - und wir faire Alternativen brauchen, lesen Sie auf
www.fairtrade.de

Partner

Serendipalm in Ghana

Einen Überblick über Serendipalm, unseren Partner für faires Bio-Palmöl, finden Sie hier.

Foto: Finn Ewert

Hintergrund

Palmöl in GEPA-Produkten

In unserer Hintergrundinfo als PDF haben wir den aktuellen Stand zu unseren Produkten zusammengestellt.

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