ACP (Association of Craft Producers)

ACP (Association of Craft Producers)
Art der Organisation
Nicht-Regierungsorganisation
Ort:
Asien, Nepal, Kathmandu
Mitglieder:
1.100
Homepage:
www.acp.org.np
GEPA Partner seit:
1991
GEPA-Code:
821
Art der Organisation
Nicht-Regierungsorganisation
Ort:
Asien, Nepal, Kathmandu
Mitglieder:
1.100
Homepage:
www.acp.org.np
GEPA Partner seit:
1991
GEPA-Code:
821
ACP (Association of Craft Producers)

Über den Partner

Frauen stehen im Mittelpunkt der Arbeit von ACP in Nepal. Die Fair Handelsorganisation wurde 1984 von der Psychologin Meera Bhattarai gegründet. Gut bezahlte Arbeitsplätze für Frauen zu schaffen und sie in ihrer Selbstständigkeit zu stärken, war ihr Ziel. Frauen sollten nicht nur arbeiten können, sondern auch über ihr eigenes Einkommen verfügen dürfen. Ihre Ausbildung erhalten die Frauen im ACP-Zentrum in Kathmandu. Danach arbeiten sie meist zu Hause in kleinen Werkstätten, kommen aber zur Weiterbildung immer wieder zurück ins ACP-Zentrum. Dort werden auch die Muster hergestellt, die den Handwerkerinnen und Handwerkern in den einzelnen Werkstätten als Vorlage dienen. Das ACP-Team entwickelt neue Produkte, beschafft die entsprechenden Materialien und verkauft sie im In- und Ausland.

Die Produzentinnen und Produzenten

Etwa die Hälfte aller ACP-Mitglieder arbeitet in Gruppen oder kleinen Werkstätten, die anderen individuell zu Hause. Eine der Werkstätten ist „Tej Ceramics“ in der Stadt Thimi im Kathmandu-Tal. Diese Stadt ist für ihr traditionelles Töpferhandwerk berühmt. Tej Ceramics wurde 2006 von Tej Prajapati  gegründet, der zuvor zehn Jahre in der Keramik-Werkstatt im ACP-Zentrum in Kathmandu gearbeitet hatte. Zurzeit arbeiten fünf Handwerkerinnen und Handwerker bei Tej Ceramics. In diesem Handwerkszweig arbeiten in Nepal üblicherweise mehr Männer als Frauen. Der Brennofen wird mit Strom geheizt.

Zur Geschichte

2016

Besuch von Andrea Fütterer und Veselina Vasileva, Abteilung Grundsatz & Politik

2013

Besuch von Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Alexandra Urban, früherer Produktmanagerin Kaffee

2011

Besuch von Andrea Fütterer und Verena Albert, Grundsatzabteilung

2009

Besuch von Andrea Fütterer, Rolf Bittner, GEPA, und Gerd Nickoleit, früherer Grundsatz-Referent der GEPA

Seit 2005

Regelmäßige Besuche von Meera Bhattarai und Revita Shrestha, ACP

Produkte: Taschen, Wohnen

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht


Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Umweltschutz ist ACP wichtig: Das Regenwasser des ACP-Zentrums wird zum Beispiel gesammelt und in der Färberei verwendet. Anschließend werden die Farbreste aus dem verwendeten Wasser gefiltert, so dass es wieder aufbereitet werden kann und die Farbreste werden ordnungsgemäß entsorgt.

Bildung

Bildung

ACP vermittelt ihren Mitgliedern das Wissen, wie sie zum Beispiel ihre Preise kalkulieren müssen und bildet sie in den Handwerkstechniken weiter. Die Kinder der Produzentinnen und Produzenten erhalten Stipendien, die ihnen den Besuch von weiterführenden Schulen und Universitäten ermöglichen. 

Soziales

Soziales

Die ACP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erhalten umfassende Sozialleistungen wie Renten- und Notfonds, bezahlter Mutterschutz (90 Tage) und bezahlte Freistellung für Männer bei der Geburt ihres Kindes (15 Tage). Diese umfassenden Leistungen stehen nach 3 Jahren auch den Produzentinnen und Produzenten zu.

Traditionelle Produkte

Traditionelle Produkte

Die traditionellen Handwerkstechniken aus Nepal werden beibehalten und bei Bedarf entsprechend der Wünsche der ausländischen Käufer weiterentwickelt.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Frauen

Frauen

ACP fördert speziell Frauen durch die Vermarktung ihrer Handwerksprodukte und berät sie. Für alle Produzentinnen ist die Arbeit für ACP ein wichtiger Beitrag zum Familieneinkommen, für beinahe die Hälfte sogar das einzige Familieneinkommen. Dies trägt sehr zum Selbstbewusstsein der Frauen bei.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die Handwerkerinnen und Handwerker bekommen das Rohmaterial entweder von ACP oder einen Vorschuss zum Kauf in ihrer Umgebung. Sie erhalten einen Stückpreis, der über dem üblichen Preis in der Region liegt. Das Geld, das die Frauen verdienen, wird meist in die Schulausbildung der Kinder investiert.

Qualität

Qualität

Durch die Weiterbildung der Handwerkerinnen und Handwerker in der zentralen ACP-Werkstatt wird bei den Handwerksprodukten ein hoher Qualitäts-Standard erreicht.

Aufbau

Aufbau

Um zuverlässig über Strom zu verfügen, ließ ACP im Jahr 2016 104 Solarkollektoren auf dem Dach ihres Gebäudes montieren. Dazu waren viele Vorbereitungen nötig. Mit dem zuverlässigen Solarstrom wird die Produktion und Lieferfähigkeit gesichert. Und so werden jährlich ca. 28 t CO² eingespart. Finanziert wurde dieses Projekt von MISEREOR. 

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Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.