APICOOP

Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Amerika, Chile , Paillaco
Mitglieder:
176 Imkerinnen und Imker
Homepage:
www.apicoop.cl
GEPA Partner seit:
1988
GEPA-Code:
391
APICOOPAPICOOP

Über den Partner

„In unserer Arbeit geht es nicht nur um Honig, es geht um Menschen“, so der APICOOP-Gründer Chino Henriquez. Was zunächst als Imkerei-Projekt des Bistums von Valdivia begann, wurde 1998 zur unabhängigen Kooperative. APICOOP (Cooperativa Campesina Apícola Valdivia) vermarktet inzwischen Honig von drei weiteren Imkergruppen und ist ein wichtiger chilenischer Honigexporteur. Die Honigproduktion ist ideal für Kleinbauern, die nur über wenig eigenes Land verfügen. Neben dem starken Zusammenhalt der APICOOP-Mitglieder ist die langfristige Zusammenarbeit im Fairen Handel für die Imker-Organisation sehr wichtig. So konnten u.a. LKWs für den Transport des Honigs angeschafft und ein eigenes Produktions- und Verarbeitungszentrum aufgebaut werden. Der Transport des Honigs von den weitverstreut lebenden Imkergruppen zur Zentrale ist eine große logistische Herausforderung. APICOOP hat zudem in den Anbau von fairen Heidelbeeren investiert.

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Imkerinnen und Imker von APICOOP leben weitverstreut, von der Region „Los Rios“ (mit der Hauptstadt Valdivia) bis zur weiter südlich gelegenen Insel Chiloé. Die zweitgrößte Insel Chiles liegt etwa auf Höhe der Stadt Puerto Montt. In „Los Rios“ sind die Mitglieder einer Imkergruppe z.B. rund um den Mailhue-See an der Grenze zu Argentinien zu Hause. Sie gehören überwiegend zum Volk der Mapuche. Angebaut werden von diesen Familien Kartoffeln, Weizen, Ackerbohnen und Gemüse für die Selbstversorgung. Außerdem werden Schafe und Hühner gehalten. Der Verkauf des Honigs an den Fairen Handel ist für die Imkerfamilien rund um den Mailhue-See das Haupteinkommen.

Zur Geschichte

 

2017

Bau der neuen Verarbeitungsanlage

 

 

2009

Erster Verkauf von fairen Heidelbeeren

 

 

2007

Besuch der GEPA-Delegation bei APICOOP

 

 

Seit 1994

Jährlicher Besuch des APICOOP-Geschäftsführers bei der GEPA

 

 

1993

Besuch von APICOOP bei den Weltläden in Deutschland

 

 

1988

Erster Honig aus Chile

Produkte: Honig & Zucker

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Bildung

Bildung

APICOOP bildet seine Mitglieder umfassend weiter und bietet ihnen Kleinkredite an. Die Kinder erhalten von APICOOP Schulstipendien.

Qualität

Qualität

Durch die Nachfrage des Fairen Handels konnten Spezialitäten-Honige wie der Ulmoblüten-Honig auf den Markt gebracht werden.

Zugang zum Weltmarkt

Zugang zum Weltmarkt

Die Kleinbauern haben die Chance erhalten, ihren hochwertigen Honig nach Europa zu verkaufen und dadurch ihr Familieneinkommen zu steigern. 

Chancen

Chancen

Den Honig bezieht die GEPA vor allem von indigenen Bevölkerungsgruppen wie den Mapuche in Chile. Durch den jährlichen Verkauf von rund 1.000 Tonnen Honig, zum großen Teil an Fair Handelsorganisationen, haben die Mitgliedsfamilien eine Zukunftsperspektive.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt einen Preis auf der Basis des von Fairtrade International (FLO) festgesetzten Mindestpreises und eine Fairtrade-Prämie. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert. Für Ulmoblüten-Honig zahlt die GEPA noch eine Extra-Prämie für Sortenhonig.

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Mit einer intensiveren Imkerei wurde in Chile um 1850 begonnen und zwar durch den Einfluss der deutschen Einwanderer, die sich auch in der Stadt Valdivia niedergelassen hatten. Viel Honig wird aber bis heute in Chile selbst nicht gegessen, daher ist der Faire Handel ein wichtiger Absatzmarkt.

Aufbau

Aufbau

APICOOP hat eine eigene Verarbeitungsanlage für Honig aufgebaut und LKWs für den Transport angeschafft. Die GEPA hat 2018 aus dem Handelspartner-Fonds eine neue Zentrifuge bezahlt. Auch der Anbau und die Vermarktung von fairen Heidelbeeren wurde durch den Mehrpreis des Fairen Handel möglich. So konnten Land und Pflanzen gekauft werden.

 

Das ist noch zu tun

Soziales

Soziales

Jüngere für die Imkerei zu gewinnen, ist das Ziel der Kooperative. Doch das ist in Chile nicht einfach, da die Jüngeren andere Berufe vorziehen.