APROLMA (Asociación de Productoras Libres de Marcala)

APROLMA (Asociación de Productoras Libres de Marcala)
Art der Organisation
Frauenorganisation
Ort:
Amerika, Honduras, Marcala
Mitglieder:
69
GEPA Partner seit:
2015
GEPA-Code:
327
Art der Organisation
Frauenorganisation
Ort:
Amerika, Honduras, Marcala
Mitglieder:
69
GEPA Partner seit:
2015
GEPA-Code:
327
APROLMA (Asociación de Productoras Libres de Marcala)

Über den Partner

Reine Frauenorganisationen sind äußerst selten im Kaffeesektor. Eine von ihnen ist der GEPA-Partner APROLMA (Asociación de Productoras Libres de Marcala). Ziel dieser 2013 gegründeten Frauenkooperative ist die Vermarktung von hochwertigem Bio-Kaffee. Die Region von Marcala gilt als die wichtigste Kaffeeanbauregion in Honduras. Von dort kommen die besten Arabica-Kaffees des Landes. Der Verkauf des Kaffees ist wichtig für das Familien-Einkommen.

APROLMA sieht sich selbst als soziale Organisation, die die Anliegen und Interessen von Frauen vertritt. Neben der landwirtschaftlichen Weiterbildung wie z.B. Bio-Anbau, führt APROLMA auch Fortbildungen in den Bereichen Menschen- und Frauenrechte und Meinungsfreiheit durch. Viele APROLMA-Mitglieder gehörten früher zu COMUCAP, einer Kaffeekooperative, die sich von Beginn an für die Rechte von Frauen und deren Förderung eingesetzt hat.

Die Produzentinnen

Nur Frauen können Mitglied von APROLMA sein. Eine von ihnen ist die Kaffeebäuerin Irma Esperanza Quintero, die sechs Kinder hat und mit einem Tischler verheiratet ist. Ihr Mann hat ihr einen Teil seines Landes überschrieben. Auf 1,4 Hektar baut sie Kaffee unter Zitrusbäumen, Guayaba-, Mango- und Papaya-Bäumen sowie Bananenstauden an. Zwischen den Kaffeesträuchern wachsen Yuca- und Chilipflanzen. Sie erhält von APROLMA wichtige Tipps zur Behandlung des Kaffeerosts und zur Herstellung von Bio-Dünger.

Zur Geschichte

 

2017

Besuch von Kleber Cruz Garcia, Einkaufsmanager Kaffee, Andrea Fütterer, Abteilungsleiterin Grundsatz und Politik, Tobias Mehrländer, Sortimentsmanager Kaffee, Barbara Schimmelpfennig, Pressesprecherin, alle GEPA, und Anne Welsing, freie Journalistin

 

2016

Besuch von Birgit Calix, Handelspartner im Süden, EZA

 

2016

Besuch von Gladyx Hernandez, Präsidentin von APROLMA und Dilcia Edith Vasquez, Schatzmeisterin von APROLMA, bei der GEPA

2014

Besuch von Andrea Fütterer, Abteilungsleiterin Grundsatz, GEPA 

Produkte: Kaffee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht


Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

In den Kaffeegärten haben die Frauen z. B. Gräben gezogen, um das überschüssige Regenwasser aufzufangen und die Erosion zu verhindern. Um die Folgen des Klimawandels zu begrenzen, werden die Bäuerinnen beraten, wie sie die Blätter behandeln, die Bewirtschaftung der Fincas planen und Bäume pflanzen.

Frauen

Frauen

APROLMA ist weltweit eine der wenigen Frauenkooperativen im Kaffeesektor. Die Frauen haben sich ein großes Wissen und viele Fähigkeiten angeeignet, die sie in die neue Organisation mitgenommen haben. Die Töchter erhielten bereits eine bessere Ausbildung und sind u.a. als Finanzberaterin tätig.

Bio

Bio

Rund 100 Prozent der Mitglieder haben bereits ein Bio-Zertifikat für ihr Land (Stand: 3/2017). APROLMA gibt unentgeltlich Bio-Dünger und Setzlinge an die Mitglieder ab. Der Kaffee wird in Kaffeegärten mit Schattenbäumen angebaut, die die Erosion verhindern und die Kaffeekirschen vor zu viel Sonne schützen.

Qualität

Qualität

Die Mitglieder von APROLMA setzen von Anfang an auf Qualität und bieten u.a. den Hochlandkaffee „Café de Origen Marcala“ an, der auf rund 1.200-1.600 Metern Höhe wächst. Er wird nass verarbeitet, an der Sonne getrocknet und von Hand verlesen.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; A. Welsing
Gesundheit

Gesundheit

Die Frauenorganisation APROLMA bietet ihren Mitgliedern kostenlose Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen und Schulungen zur Familienplanung an.

Bildung

Bildung

Die Frauenkooperative bietet ihren Mitgliedern eine große Bandbreite an Weiterbildungen. Diese reicht von der landwirtschaftlichen Fortbildung (z.B. Bio-Anbau, Qualitätssicherung) bis zur Fortbildung in Menschen- und Frauenrechten, Meinungsfreiheit und einem Training zur Stärkung des Selbstbewusstseins.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fairtrade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund. Dazu kommen die Fair Trade-Prämie, die Bio-Prämie sowie ein GEPA-eigener Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Mitglieder von APROLMA können durch den Fairen Handel ihren hochwertigen Bio-Arabica nach Europa verkaufen und dadurch langfristig ihr Familieneinkommen steigern. Die Frauenkooperative verkauft ihren Bio Arabica-Kaffee überwiegend an den Fairen Handel.

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Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; A. Welsing

Das ist noch zu tun

Aufbau

Aufbau

Ziel ist es, eine eigene Verarbeitungsanlage aufzubauen.