COVICA (Cooperativa Viña Lomas de Cauquenes)

Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Amerika, Chile, Cauquenes
Mitglieder:
187
GEPA Partner seit:
2002
GEPA-Code:
390
COVICA (Cooperativa Viña Lomas de Cauquenes)

Über den Partner

Die Kooperative COVICA wurde nach dem großen Erdbeben im Jahre 1939 gegründet, bei dem damals die meisten Weingüter der Gegend zerstört wurden. COVICA befindet sich in der Provinz Cauquenes, die zu den ärmsten Provinzen Chiles gehört und etwa 350 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago de Chile liegt. Die Böden in dieser hügeligen Region sind nicht so fruchtbar wie in anderen Landesteilen. Die traditionelle Rebsorte „País“ hat sich an diese natürlichen Bedingungen gut angepasst, wird aber auf dem Markt nicht mehr so stark nachgefragt wie früher. Deshalb setzt unser Handelspartner zusätzlich auf andere Rebsorten und besonders auf den ökologischen Anbau. Mit ihrer eigenen Kellerei (Marke „Las Lomas“) ist COVICA heute ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor und bedeutender Arbeitgeber in ihrer Region.

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Mitglieder von COVICA bewirtschaften insgesamt rund 1.500 Hektar Land, das mit Weinreben bepflanzt ist. Durch die Umstellung auf ökologischen Landbau kann COVICA auch für Bio-Weine aus der traditionellen Traubensorte País bessere Preise erzielen. Wenn die Winzer ihre Trauben in der Zentrale abliefern, erhalten sie einen Geldvorschuss auf Basis der letztjährigen Menge und Qualität ihrer Trauben. Dieser Betrag wird korrigiert, wenn die tatsächlichen Einnahmen der Kooperative feststehen. Dieses Auszahlungssystem ist insbesondere für die vielen Mitglieder mit kleinen Anbauflächen sehr wichtig.

Zur Geschichte

 

2015

Besuch von COVICA-Vertretern bei der GEPA

 

2013

Besuch von COVICA-Vertretern bei der GEPA

 

2010

Ein schweres Erdbeben beschädigt die Winzer-Häuser

 

2005

Besuch von COVICA-Vertretern bei der GEPA

 

2002

Besuch von Stephan Beck, Produktmanager Food Lateinamerika

Produkte: Wein & andere Getränke

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Die Bodenfruchtbarkeit wird durch den Anbau von Weintrauben gesichert, denn die Reben geben dem Boden mit ihren Wurzeln Halt und schützen vor Erosion.

Bio

Bio

COVICA hat bereits Mitte der 90er-Jahre die Zeichen der Zeit erkannt und auf ökologischen Anbau umgestellt. Den chilenischen Verbrauchern konnten sie 1997 den ersten Bio-Wein aus País-Trauben anbieten. Die Bio-Umstellung war aber nur möglich, weil sie ihre Weine an den Fairen Handel in Europa verkaufen konnten.

Soziales

Soziales

COVICA unterstützt seine Mitglieder auch in schwierigen Zeiten, wie nach dem Erdbeben in 2010. So konnten sie auch ihre Häuser wieder aufbauen. Das Ziel der Kooperative ist es, die Schwierigkeiten wie nach dem Erdbeben gemeinsam zu überstehen und weiterhin qualitativ gute Weine zu liefern.

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Die traditionelle Rebsorte „País“ hat sich an die regionalen Bedingungen gut angepasst. Die daraus gekelterten Weine werden aber nicht mehr so stark nachgefragt. Deshalb setzt COVICA zusätzlich auf andere Traubensorten, die sich gut mit País kombinieren lassen und vor allem auf den ökologischen Anbau.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company
Bildung

Bildung

Die Genossenschaft hat wichtige Fortschritte durch den Einsatz einer Expertengruppe erzielt, die die Mitglieder im Hinblick auf die Produktqualität und den Produktionsprozess beraten hat. So wurde die Qualität der Reben sowie der Erntezeitpunkt optimiert.

Fairer Preis

Fairer Preis

Durch den Fairen Handel erhält unser Handelspartner einen höheren Preis für die Weintrauben. Der Mindestpreis für Bio-Weintrauben aus Südamerika beträgt zurzeit 0,33 Euro pro Kilogramm. Die Fairtrade-Prämie für Sozialmaßnahmen beträgt 0,05 Euro pro Kilogramm.

Aufbau

Aufbau

COVICA fördert den Anbau anderer Traubensorten, weil sie auf manchen Flächen höhere Umsätze als die País-Trauben ermöglichen. So wurden weitere traditionell in Chile angebaute Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Chardonnay gepflanzt.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Bauern von COVICA haben – wie alle Winzer in Chile – kaum Zugang zum Inlandsmarkt. Dieser wird von einigen großen Firmen dominiert. Umso wichtiger ist der Verkauf an den europäischen Fairen Handel für diese Winzer.