Heiveld Co-operative

Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Afrika, Südafrika, Nieuwoudtville
Mitglieder:
64
Homepage:
www.heiveld.co.za
GEPA Partner seit:
2002
GEPA-Code:
880
Heiveld Co-operative Heiveld Co-operative

Über den Partner

Rund um den Ort Nieuwoudtville haben sich Bäuerinnen und Bauern zur Heiveld Co-operative zusammengeschlossen. Ein Besuch bei den Rooibos-Bauern im etwa 100 Kilometer entfernten Wupperthal (Südafrika) gab den Anstoß zur Gründung von Heiveld. Zugang zu Land ist die Voraussetzung für die Mitgliedschaft, unabhängig davon, ob es sich dabei um Privatland einer einzelnen Bauernfamilie oder Land im Besitz der Gemeinschaft handelt. Ihren Mitgliedern bietet die Kooperative Leistungen wie Verarbeitung, Lagerung und Vermarktung des Bio-Rooibostees, Beratung beim Anbau, landwirtschaftliche Weiterbildung und bei Bedarf Vermittlung von Kleinkrediten.

Die Produzentinnen und Produzenten

Für ihren eigenen Bedarf pflanzen die Mitglieder zum Beispiel Gemüse an und durch den Verkauf von Bio-Rooibos erwirtschaften sie ein zusätzliches Einkommen. Der Bio-Rooibos wird von Hand geerntet, geschnitten, fermentiert und dann auf einer Betonfläche zum Trocknen ausgebreitet. Für ihr hochwertiges Produkt erhalten die Mitglieder einen im Vergleich zum lokalen Preis deutlich höheren Preis. Besonders wichtig ist ihnen die Ausbildung ihrer Kinder, in die sie dadurch investieren können. 

Zur Geschichte

2011

Einführung des neuen GEPA-Teesortiments auf der BioFach-Messe in Nürnberg

2009

Besuch der Produktmanagerin Katja Sahlmüller und der Grundsatzreferentin Andrea Fütterer

Produkte: Tee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Den Mitgliedern der Kooperative liegt besonders viel am Erhalt der außergewöhnlichen Artenvielfalt der Region und an einem schonenden und damit nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie den Rooibos-Sträuchern. Aus diesen Gründen arbeitet die Kooperative mit lokalen Umweltschutz-Organisationen zusammen.

Fairer Preis

Fairer Preis

Für Bio-Rooibostee gibt es keinen Weltmarktpreis, an dem sich der Faire Handel orientieren könnte. Deshalb übernimmt die GEPA als Grundlage für ihren fairen Preis die Kalkulation ihres Partners. Zusätzlich zum Fairen Preis erhalten die Produzenten die Fair Trade-Prämie für Sozialmaßnahmen.

Qualität

Qualität

Nur die Kleinbauern ernten den Bio-Rooibos noch traditionell von Hand mit einer Sichel. Der größte Teil des kommerziell vertrieben Rooibos wird inzwischen auf Plantagen angebaut und maschinell geerntet. Auch die Verarbeitung zu Tee übernimmt die Heiveld selbst.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Durch den Fairen Handel haben die Kleinbauern, die zu Heiveld gehören, ersten Zugang zum internationalen fairen Teemarkt erhalten. Kleinbauern bieten zwar gute Qualität an, haben aber oft keine Möglichkeit, ihr Produkt selbst zu verarbeiten und vermarkten. 

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company
Bio

Bio

Aufgrund des Fairen Handels konnte die Kooperative mit der Umstellung auf ökologischen Anbau beziehungsweise auf Wildsammlung des Rooibos beginnen. Dies ist die nachhaltigste Form der Rooibostee-Gewinnung, durch die das ökologische Gleichgewicht geschützt wird.

Aufbau

Aufbau

Die Kooperative verfügt über eine Fotovoltaik-Anlage. Mithilfe von Regentonnen wird das Wasser gesammelt. Zum Schutz vor Erosion werden Bäume und Hecken gepflanzt.

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Südafrika ist das einzige Land auf der Welt, in dem Rooibos wächst. Die kargen Böden und die geringen Niederschläge der Cedarberge reichten den Pflanzen bisher aus. 

Chancen

Chancen

Landesweit leben rund 50 Prozent der schwarzen Südafrikaner noch immer in Armut. Besonders in kargen und abgelegenen Regionen ist es für sie äußerst schwer, den Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb wandern viele in die Großstädte ab. Fairer Bio-Rooibos bietet eine Alternative auf dem Land.

Das ist noch zu tun

Ökologie

Ökologie

Der weltweite Klimawandel wirkt sich auch in den Cedarbergen aus: Steigende Temperaturen, sinkende Niederschlagsmengen und veränderte Regenzeiten.