KCU (Kagera Cooperative Union)

KCU (Kagera Cooperative Union)
Art der Organisation
Kooperativen-Dachverband
Ort:
Afrika, Tansania, Bukoba
Mitglieder:
60.000
GEPA Partner seit:
1993
GEPA-Code:
144
Art der Organisation
Kooperativen-Dachverband
Ort:
Afrika, Tansania, Bukoba
Mitglieder:
60.000
GEPA Partner seit:
1993
GEPA-Code:
144
KCU (Kagera Cooperative Union)

Über den Partner

Instantkaffee von Kleinbauern-Kooperativen ist eine große Ausnahme. Doch deren Dachverband KCU (Kagera Cooperative Union) in Tansania hat schon frühzeitig auf eine eigene Weiterverarbeitung ihres Robusta- und Arabicakaffees gesetzt. Der GEPA-Handelspartner ist Mehrheitseigner der TANICA-Verarbeitungsanlage, in dem der sprühgetrocknete GEPA Instantkaffee hergestellt wird. Ein großes Projekt des Kooperativen-Dachverbandes ist die Umstellung auf ökologischen Landbau. Zurzeit haben 20 von insgesamt 126 Kooperativen auf Bio-Anbau umgestellt. Ohne die Verlässlichkeit des Fairen Handels wäre dies nicht möglich. Vor Ort werden die Bauern von landwirtschaftlichen Beratern von KCU gefördert und vor allem in technischen Fragen beraten. Die Nachfrage nach Bio-Arabica und -Robusta ist nach wie vor hoch.

Die Produzentinnen und Produzenten

KCU ist ein Zusammenschluss von zurzeit 126 Einzelkooperativen, zu dem rund 60.000 Bauern gehören. Die Einzelkooperativen sind zumeist auf Dorf- oder Gemeindeebene organisiert und ihre Mitglieder bewirtschaften mit ihren Familien kleine Flächen, im Schnitt vier Acres (= 1,62 Hektar) mit rund 300 Kaffeesträuchern. Wichtigste Produkte für die Selbstversorgung und den lokalen Markt sind Bananen, Mais, Süßkartoffeln und Kassava. Die Kaffeesträucher wurden in den Mischanbau integriert. Die Bio-Zertifizierung hat geholfen, das Einkommen der Bauern zu steigern.

Zur Geschichte

 

2017

Besuch von Franziska Bringe, Einkaufsmanagerin Kaffee

 

2014

Besuch von John Kanjagaile, KCU

 

2012

Besuch von Hans-Jürgen Wozniak, früherer Produktmanager Kaffee

 

2011

Besuch von Hans-Jürgen Wozniak, früherer Produktmanager Kaffee

 

2008

Besuch von Hans-Jürgen Wozniak, früherer Produktmanager Kaffee

 

2006

Besuch von Josephat Sylvand, KCU

Produkte: Kaffee, Süßes & Snacks

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht


Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Bildung

Bildung

Mithilfe von KCU wurden in den Gemeinden öffentliche Schulen renoviert und Schulbücher für die Kinder angeschafft.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fairtrade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund. Dazu kommen die Fair-Trade-Prämie, die Bio-Prämie sowie ein GEPA-eigener Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Qualität

Qualität

Der Instantkaffee entsteht wie folgt: Die frisch gerösteten Bohnen werden gemahlen und mit heißem Wasser aufgebrüht. So entsteht ein sehr kräftiger Kaffee-Extrakt, der dann gekühlt wird. Durch das folgende Trocknen wird der Kaffee-Extrakt konzentriert. Dieser Instantkaffee ist sprühgetrocknet.

Soziales

Soziales

In der Bio-Kooperative Bujugo wurde mit dem Bau eines Gemeinschaftshauses begonnen. Und die Mitglieder der Bio-Kooperative Buhendangabo gaben ihre Fair-Trade-Prämie für einen gemeinsam genutzten Entpulper aus, mit dem die Kaffeekirschen verarbeitet werden.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; C. Nusch
Bio

Bio

„Ohne den Fairen Handel wäre die Umstellung auf den ökologischen Anbau bei uns nicht möglich gewesen, denn sie ist sehr kostenintensiv. Die Beratung der Bauern muss geleistet werden, separate Lagerräume müssen gebaut werden und die Bio-Inspektion muss bezahlt werden", so Josephat Sylvand, KCU.

Aufbau

Aufbau

Eine wichtige Leistung von KCU war der Aufbau der TANICA-Fabrik, in der der eigene Kaffee zu Instantkaffee weiterverarbeitet wird. Sie gehört zu 54 Prozent KCU, 38 Prozent gehören zwei Kooperativen, sieben Prozent der Regierung und ein Prozent gehört den KCU-Mitarbeitern.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Bereits seit 1992 kann KCU ihren Kaffee selbst exportieren und die Erlöse an ihre Mitglieder weitergeben – als erster Kleinbauernverband in Tansania. Dies ermöglichte der Faire Handel.

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Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; C. Nusch