Koopmanskloof

Art der Organisation
Privatunternehmen
Ort:
Afrika, Südafrika, Western Cape bei Stellenbosch
Mitglieder:
109
GEPA Partner seit:
2009
GEPA-Code:
152
Koopmanskloof

Über den Partner

Das Weingut Koopmanskloof liegt etwa 50 Kilometer östlich von Kapstadt in den Bottelary Hills, die zur berühmten Weinregion Stellenbosch gehören. Das Weingut besteht aus sechs Weingärten, die seit 1896 im Besitz der Familie Smit sind. Sie gehen einen ungewöhnlichen Weg: So wurde den Mitarbeitern 2008 ein Weingarten überschrieben. Gleichzeitig wurden sie zu 18 Prozent Miteigentümerinnen und –eigentümer am Produktionsunternehmen Koopmanskloof Wingerde (Weinreben, Produktionsanlage und die Marke „Koopmanskloof“). Bereits 2007 hatte ein ehemaliger leitender Angestellter die Leitung von Koopmanskloof Wingerde übernommen. Insgesamt befinden sich zurzeit 51 Prozent der Anteile am Unternehmen Koopmanskloof im Besitz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – eine außergewöhnlich starke Beteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit.

Die Produzentinnen und Produzenten

Insgesamt leben auf dem Weingut zurzeit 104 Beschäftigte mit ihren Familien. Zum Teil haben diese Fachkräfte mehr als 20 Jahre Erfahrung im Weinanbau. Sie sind an den Aktien von Koopmanskloof Wingerde beteiligt, wodurch sie automatisch am Gewinn beteiligt sind und damit auch eine Absicherung im Alter haben. Eine von den Angestellten gewählte Mitarbeiter-Vertretung setzt sich aktiv für deren Interessen ein und engagiert sich darüber hinaus in Gemeindeprojekten. Das beinhaltet Aktivitäten für Jung und Alt, Ausbildung, Sport, Erholung und Gesundheit.

Zur Geschichte

 

2012

Besuch von Silvia Kurte, Produktmanagement Food und Verena Albert, Grundsatz-Abteilung

 

2010

Einführung der neuen Weine aus Südafrika zur Fußballweltmeisterschaft

Produkte: Wein & andere Getränke

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Zum Weingut Koopmanskloof gehört ein circa 100 Hektar großes Naturschutzgebiet, das auf Initiative des früheren Besitzers offiziell unter Schutz gestellt wurde. Es wird sehr auf einen niedrigen Wasser- und Energieverbrauch geachtet. Die Mitarbeiter-Häuser wurden mit Solarkollektoren ausgestattet.

Fairer Preis

Fairer Preis

Durch den Fairen Handel erhält unser Handelspartner einen höheren Preis für die Weintrauben. Der Mindestpreis für konventionell angebaute Weintrauben beträgt zurzeit 0,15 Euro pro Kilogramm und die Fair Trade-Prämie für Sozialmaßnahmen 0,05 Euro pro Kilogramm.

Qualität

Qualität

Von Koopmanskloof Wingerde erhalten wir hochwertige Rot-, Rosé- und Weißweine. So wurde der Rotwein „Cabernet Sauvignon“ von der Jury der Weinakademie „Mundus Vini“ mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Chancen

Chancen

Nach dem Ende der Apartheid wurde ein umfassendes staatliches Programm eingeführt („Black Economic Empowerment Program“), das mehr Chancengleichheit bieten soll. Bei Koopmanskloof Wingerde sind die Mitarbeiter überdurchschnittlich am Besitz beteiligt – mit 51 Prozent, anstatt den vorgeschriebenen 26 Prozent.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Bildung

Bildung

Auf dem Weingut gibt es eine gut ausgestattete Krippe für die Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dort auch essen können. Schuluniformen und Gebühren für höhere Schulen werden ebenfalls von unserem Handelspartner bezahlt.

Das Management legt großen Wert auf die Weiterbildung der Beschäftigten.

Soziales

Soziales

Die Angestellten und die Saisonarbeitskräfte erhalten u.a. bezahlten Urlaub und Krankengeld. Der Pensionsfonds kommt den Angestellten zugute. Die Mitarbeiter/innen müssen für ihre Wohnhäuser keine Miete zahlen und in zehn Jahren gehen die Häuser in ihren Besitz über. 

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Bereits im 17. Jahrhundert wurde aufgrund des mediterranen Klimas in den Bottelary Hills mit dem Pflanzen von Reben begonnen. Der Name dieser Berge leitet sich von dem niederländischen Wort „Bottelary“ für einen Kellerraum ab, in dem Flaschen gelagert werden. 

Plus: Das ist noch zu tun

Aufbau

Aufbau

Auf knapp der Hälfte der Fläche wachsen Reben, die bereits 25 Jahre alt sind. Pro Jahr müssen fünf bis zehn Prozent der Rebstöcke erneuert werden – eine große Investition.