Lesvos Solidarity

Art der Organisation
Nicht-Regierungsorganisation
Ort:
Europa, Griechenland , Mytillini
Mitglieder:
zurzeit ca. 12
GEPA Partner seit:
2020
GEPA-Code:
777
Lesvos SolidarityLesvos Solidarity

Über den Partner

Geflüchtete Menschen erhalten von der Nicht-Regierungsorganisation „Lesvos Solidarity“ seit 2016 Unterkunft und umfangreiche Unterstützung. Ende Oktober 2020 wurde auch ihr als vorbildlich geltendes Flüchtlingscamp PIKPA von der griechischen Regierung geräumt – im Rahmen der Räumung des staatlichen Camps Moria. Lesvos Solidarity versucht seither, den Geflüchteten private Wohnungen zu vermitteln und setzt seine Arbeit im „Mosaik Support Centre“ in der Stadt Mytillini fort. Dort befindet sich die Nähwerkstatt, in der die so genannte „Safe Passage Bags“ u.a. aus einem individuellen Mix aus Rettungswesten, Schlauchbootresten und recycelten Kleidungsstoffen hergestellt werden.

Politische Arbeit ist für Lesvos Solidarity von großer Bedeutung. Die Gründerin Efi Latsoudi wurde 2021 erneut für ihr großes Engagement mit dem „Anita-Augspurger-Preis“ der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit ausgezeichnet.

Die Produzentinnen und Produzenten

Das Besondere an Lesvos Solidarity ist, dass geflüchtete Menschen zusammen mit Menschen von der Insel Lesbos ihren Lebensunterhalt in der Nähwerkstatt verdienen. Die geflüchteten Menschen lebten bis zur Räumung Ende Oktober 2020 im privaten Camp PIKPA, das sich grundlegend von dem staatlichen Camp Moria 1 auf der Insel unterschieden hat. Seither leben sie entweder wieder unter verheerenden Bedingungen im staatlichen Camp Moria 2 oder in privaten Wohnungen, die Lesvos Solidarity vermittelt hat. Zurzeit nähen ca. zwölf Menschen die „Safe Passage Bags“ und zwar im „Mosaik Support Centre“.

Zur Geschichte

 

2021

Zoom-Konferenz der GEPA mit Efi Latsoudi

Produkte: Safe Passage-Bags, Schmuck & Taschen

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Die Strände von Lesbos wurden viele Jahre u.a. von Rettungswesten und gebrauchten Schlauchboten befreit. Zurzeit kommen allerdings kaum noch Flüchtlingsboote auf der Insel an. So verarbeiten sie z. B. Rettungswesten von Flüchtlingen aus Italien und Material von Kleiderspenden u.a. zu Taschen.

Frauen

Frauen

Geflüchtete Frauen, Mädchen, Schwangere und Menschen mit Behinderungen werden nach wie vor schwerpunktmäßig von Lesvos Solidarity betreut. Efi Latsoudi hält den Kontakt zu den Geflüchteten in dem neuen staatlichen Camp Moria 2.0. und versucht für sie Wohnungen auf Lesbos zu finden.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nähwerkstatt erhalten etwas mehr Lohn als den nationalen Mindestlohn. Sie arbeiten nur an fünf anstatt von den in Griechenland üblichen sechs Tagen.

Chancen

Chancen

Geflüchtete Menschen erhalten während ihres Aufenthalts auf Lesbos die Chance, teilweise selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein und gibt ihnen Zuversicht. Sie werden auch als „anerkannte Flüchtlinge“ weiterhin bei ihrer Integration in Griechenland unterstützt.

GEPA - The Fair Trade Company
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Gesundheit

Gesundheit

Die geflüchteten Menschen erhielten bis Ende Oktober 2020 im geräumten Camp PIKPA eine gute gesundheitliche und psychologische Betreuung. Diese wird inzwischen im „Asklipios Centre“ von Lesvos Solidarity fortgesetzt. Die Organisation  kooperiert auch mit dem lokalen Krankenhaus in Mytillini.

Bildung

Bildung

Die geflüchteten Menschen konnten im Camp PIKPA u.a. Griechisch und Englisch lernen. Das hilft bei der Integration auf der Insel und später in anderen Ländern. Die Sprachkurse werden jetzt im „Mosaik Support Centre“ von Lesvos Solidarity fortgesetzt oder per WhatsApp im Flüchtlingslager.

Qualität

Qualität

In der Werkstatt im „Mosaik Support Centre“ werden strapazierfähige Taschen und Geldbeutel hergestellt, die u.a. aus Rettungswesten, Schlauchboot-Resten und recycelten Kleidungsstoffen genäht werden. Die Modelle werden den vorhandenen Materialien angepasst.