San Juan
(Cooperativa Agrícola Cafetalera San Juan)

Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Amerika, Bolivien, Colonia San Juan/Büro: El Alto
Mitglieder:
48
GEPA Partner seit:
2000
GEPA-Code:
408
San Juan

Über den Partner

Um die 1974 gegründete Kaffee-Kooperative San Juan von La Paz aus zu erreichen, muss ein Pass von 4.700 Metern überwunden werden. Über diese asphaltierte Verbindungsstraße wird der gesamte Rohkaffee aus der Provinz Caranavi transportiert. Die Provinzstraße von San Juan nach Caranavi wurde von der Kaffeekooperative San Juan gebaut. Sie halten die Straße auch in Stand, damit sie ihren Bio-Kaffee verkaufen können. Früher mussten die Mitglieder sechs Stunden zu Fuß nach Caranavi laufen, da es keine Straße in ihr Dorf gab. Der Zustand der Straßen spielt im Andenland Bolivien eine große Rolle, da er über den Zugang zum Markt entscheidet. Die Kooperative San Juan verfügt über eine eigene Anlage zur Kaffeeverarbeitung (Entpulper, Trockenboden aus Beton sowie ein Labor zur Qualitätssicherung).

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Mitglieder der Kaffee-Kooperative San Juan haben eine wechselvolle Geschichte. Für die ehemaligen Minenarbeiterfamilien war der Kaffeeanbau die Möglichkeit, sich im Tiefland eine neue Existenz aufzubauen. Zur Kooperative gehören derzeit 325 Hektar Land. Durch den Fairen Handel konnten sie zudem ihre Häuser renovieren, eine Schule für ihre Kinder in Stand setzen, ein Gemeinschaftszentrum bauen und in den Bio-Kaffeeanbau investieren. Die Mitglieder der Kaffee-Kooperative gehören zur ethnischen Minderheit der Aymara.

Zur Geschichte

 

2010

Besuch von Kleber Cruz Garcia, Produktmanagement Kaffee

 

2007

Besuch einer GEPA-Delegation bei der Kaffee-Kooperative

Produkte: Kaffee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Die Kaffeepflanzen, die in Mischkulturen gepflanzt werden, schützen die Hänge vor der Erosion. Die Mitglieder möchten noch mehr Kaffeesträucher pflanzen, um der Erosion weiter vorzubeugen.

Bio

Bio

Die Kooperative San Juan konnte durch den Fairen Handel auf ökologischen Kaffeeanbau umstellen. 42 Mitglieder bauen ihren Kaffee ökologisch an, sechs derzeit noch konventionell.

Aufbau

Aufbau

Die Kaffee-Kooperative setzte sich dafür ein, dass sie einen Anschluss an das Stromnetz erhalten, die Schotterpiste ins Dorf gebaut wurde, die Schule ein neues Dach bekam und ein eigener LKW gekauft werden konnte. Sie haben eine eigene Kaffeeverarbeitungsanlage mit Kaffeelabor gebaut. 

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Die Stadt Caranavi gilt als Hauptstadt des Kaffees in Bolivien. Er wird dort schon lange angebaut.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company / G. Schwarz.
Bildung

Bildung

Durch den Mehrpreis des Fairen Handels können die Mitglieder der Kooperative ihre Kinder in die Schule schicken und später teilweise an die Universität nach La Paz.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fairtrade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund. Dazu kommen die Fair-Trade-Prämie, die Bio-Prämie sowie ein GEPA-eigener Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Qualität

Qualität

Hochwertige Arabica-Kaffees kommen aus der bolivianischen Kaffee-Metropole Caranavi und wachsen in San Juan auf circa 1.600 Metern. 

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Kleinbauern-Kooperative San Juan erhielt durch den Fairen Handel den Zugang zum europäischen Markt.