Sidama

Art der Organisation
Kooperativen-Dachverband
Ort:
Afrika, Äthiopien, Addis Abeba
Mitglieder:
Ca. 80.000
GEPA Partner seit:
2003
GEPA-Code:
120
Sidama Sidama

Über den Partner

Äthiopien gilt als das Ursprungsland des Arabica-Kaffees. Der GEPA-Partner Sidama (Sidama Coffee Farmers Cooperative Union) wurde 2001 gegründet. Ein wichtiger Grund dafür war, eine direkte und enge Verbindung zwischen den Kaffeebäuerinnen und –bauern in Äthiopien und den Kunden herzustellen. Inzwischen gehören 57 Kaffee-Kooperativen zu Sidama. Benannt wurde die Organisation übrigens nach der Region, in der die Mitglieder leben. Das Hauptziel der Organisation ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bauern durch das Erzielen höherer Verkaufspreise und das Senken ihrer Verarbeitungskosten. Dies wird durch verschiedene Serviceleistungen wie zentrale Verarbeitung in den einzelnen Kooperativen und Transport des Kaffees, Vermarktung, Export, Kreditmöglichkeiten, Fortbildung für die Mitglieder erreicht. Sidama gehört zu den erfolgreichen Kaffee-Kooperativen in Afrika.

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Mitglieder leben und arbeiten in der Sidama-Zone in der südlichen Region. Das von den Kaffeebauern bewirtschaftete Land gehört ihnen, sie haben einen Landtitel. Allerdings werden die Parzellen durch die Aufteilung und Vergabe des Landes an die Söhne immer kleiner und können oft kaum noch eine Familie ernähren. Sie bauen im Schnitt auf einem halben bis einem Hektar Kaffee an. Am Rande ihrer Kaffeegärten werden Gemüse, Knollenfrüchte und Zuckerrohr gepflanzt. Die Infrastruktur in den ländlichen Gegenden ist wenig entwickelt. Und der Kaffeeanbau ist nicht mehr attraktiv für die nachfolgende Generation, da der Verdienst zu gering ist.

Zur Geschichte

 

2018

Besuch von Franziska Bringe, GEPA Einkaufsmanagerin Kaffee

 

2013

Besuch von Verena Albert, GEPA Grundsatz-Referentin

 

2010

Besuch von Andrea Fütterer, Leiterin der Grundsatz-Abteilung und Verena Albert, Grundsatz-Referentin

Produkte: Kaffee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Das Pflanzen von Bäumen und die Reduzierung des Wasserverbrauchs bei der Verarbeitung der Kaffeekirschen sind wichtige Maßnahmen von Sidama.

Bio

Bio

Sidama engagiert sich sehr für den ökologischen Kaffeeanbau. Bereits 41 von 57 der Mitglieds-Kooperativen sind bio-zertifiziert.

Soziales

Soziales

Das größte Problem der Mitglieder war zu Beginn die fehlende Finanzierung während der Erntezeit, da sie bei den Banken meistens als nicht kreditwürdig galten. Deshalb war die Vorfinanzierung des Fairen Handels besonders wichtig. Außerdem wurden Brücken, Straßen und Stromleitungen gebaut sowie Schulen ausgestattet.

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Äthiopien gilt als die Wiege des Kaffees. Von dort breitete sich der Kaffeeanbau über Arabien auf die ganze Welt aus. Daher kommen ausgezeichnete Kaffees von dort und das Land verfügt über eine große Kaffeetradition.

GEPA - The Fair Trade Company
Bildung

Bildung

Sidama bietet ihren Mitgliedern eine Vielzahl an Ausbildungskursen an, zum Beispiel in der Qualitätskontrolle, im Finanzmanagement und Leiten von Gruppen sowie in der Buchhaltung. Es gibt zudem auch Schulstipendien für die Kinder der Mitglieder und Schulen wurden gebaut.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fairtrade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund. Dazu kommen die Fair-Trade-Prämie, die Bio-Prämie sowie ein GEPA-eigener Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Aufbau

Aufbau

Für die Verarbeitung des Kaffees besitzt Sidama Kaffee-Schälmaschinen für so genannten sonnengetrockneten Kaffee (als Kaffeekirsche getrocknet) und Nassschälmaschinen. Außerdem verfügen sie über Lagerhäuser, einige LKWs für den Transport des Kaffees sowie ein Kaffeelabor.

Qualität

Qualität

Die Kaffeeanbaugebiete liegen in Äthiopien in begünstigten Zonen, mit ausreichend Wasser, relativ guten Böden und im Hochland (1.900 bis 2.100 Meter). Die Mitglieder von Sidama bewirtschaften insgesamt eine Fläche von rund 43.000 Hektar mit Sidamo-Kaffee. Dieser wächst überwiegend unter hohen Schattenbäumen und der falschen Banane.

Das ist noch zu tun

Ökologie

Ökologie

Der Klimawandel führt dazu, dass es manchmal regnet während der Kaffeeernte, was früher nicht üblich war. Darunter leidet die Qualität des Kaffees.

Soziales

Soziales

Die Kinder der Bauern können dank des Fairen Handels höhere Schulen besuchen und übernehmen nur selten die Kaffeefarmen ihrer Eltern.