Talon Sports

Art der Organisation
Privatunternehmen
Ort:
Asien, Pakistan, Sialkot
Mitglieder:
85 Mitarbeiter/innen in der Produktion von Sportbällen
GEPA Partner seit:
1998
GEPA-Code:
700
Talon Sports Talon Sports

Über den Partner

Sialkot ist das Zentrum der pakistanischen Sportartikelindustrie. Etwa jeder fünfte arbeitet dort in diesem Wirtschaftszweig. Ausbeuterische Kinderarbeit wurde in den 90er-Jahren zum zentralen Thema. Aufgrund weltweiter Konsumentenproteste haben sich schließlich fast alle kommerziellen Firmen verpflichtet, auf die Arbeit von Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren zu verzichten („Atlanta-Vereinbarung 1997“). Talon Sports war eine der ersten Firmen, die gezeigt haben, dass Bälle ohne Kinderarbeit hergestellt werden können. Der Ansatz des Fairen Handels geht aber noch darüber hinaus. Denn es sind vor allem die niedrigen Preise, die im kommerziellen Handel bezahlt werden, die zu Lasten der Ballnäherinnen und –näher gehen. Die fairen Bälle von Talon Sports sind eine faire Alternative.

Die Produzentinnen und Produzenten

In der Produktion von Sportbällen sind in der Fabrik von Talon Sports zurzeit 39 Ballnäher, 6 Ballnäherinnen und 40 weitere Mitarbeiter/innen tätig. Die Näherinnen und Näher werden nach Stücklohn bezahlt, abhängig von der Qualität der gefertigten Bälle. In einem Monat, der bis zu 24 Arbeitstagen hat, kann ein erfahrener Näher oder eine Näherin je nach Qualität zwischen 125 (A-Qualität), 175 (B-Qualität) und 225 Bälle (C-Qualität) nähen. Wenn zwei Erwachsene je etwa zwei Drittel ihrer Bälle zu fairen Bedingungen herstellen könnten, wäre der Grundbedarf ihrer Familie gedeckt.

Zur Geschichte


2014

Die GEPA stellt zur WM die fairen Fußbälle in den Mittelpunkt.

2005/2009

Besuch von Katharina Nickoleit, freie Journalistin

2004

Besuch des Produktmanagers Rolf Bittner und des damaligen Grundsatz-Referenten Gerd Nickoleit

1998

Besuch des damaligen Grundsatzreferenten Gerd Nickoleit - die ersten fairen Bälle kommen in Deutschland auf den Markt.



Produkte: Bälle

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Gesundheit

Gesundheit

In Sialkot erhalten alle Talon-Mitarbeiter und deren Angehörige eine unentgeltliche medizinische Betreuung im eigenen Gesundheitszentrum.

Bildung

Bildung

Talon Sports bietet Schulstipendien an, die sowohl den Ballnäherinnen und –nähern als auch den Talon-Mitarbeitern ermöglichen, ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Aufbau

Aufbau

Die Arbeitsbedingungen der Ballnäherinnen und -näher wurden verbessert: die Räumlichkeiten wurden beispielsweise besser belüftet und beleuchtet.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Zusammenarbeit mit der GEPA ermöglichte Talon Sports 1998, zum ersten Mal faire handgenähte Fußbälle nach Europa zu exportieren. Die fairen genähten Bälle machen insgesamt noch fünf bis sieben Prozent des Absatzes von Talon Sports aus, da geklebte Bälle inzwischen stärker gefragt sind.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; C. Nusch.
Frauen

Frauen

Talon Sports ermöglicht Frauen zum Beispiel durch das Nähen von Bällen zum Familieneinkommen beizutragen. Eigene Frauennähzentren sowie die bevorzugte Einstellung von Frauen bei Talon Sports haben dies ermöglicht.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die Näherinnen und Näher erhalten für faire GEPA-Bälle fünf Prozent höhere Stücklöhne. Die GEPA bezahlt eine Fairhandels-Prämie von ca. 22 Prozent des Einkaufspreises, die über den vorgeschriebenen 10 Prozent liegt. Die Prämie wird u.a. für Kleinkredite eingesetzt.

Qualität

Qualität

Talon Sports legt großen Wert auf Qualität und bietet hochwertige Freizeitbälle an.