TPI (Tea Promoters India)

Art der Organisation
Privatunternehmen
Ort:
Asien, Indien, Kolkata
Mitglieder:
ca. 3.000
GEPA Partner seit:
1990
GEPA-Code:
819
TPI (Tea Promoters India) TPI (Tea Promoters India)

Über den Partner

In Darjeeling wird Tee seit Mitte des 19. Jahrhunderts angebaut. In den Teegärten geht es bis heute sehr hierarchisch zu. TPI (Tea Promoters India) ist eine sehr sozial engagierte Teehandelsfirma in Kolkata, der Pionier im Bio-Anbau von Tee und bei der Mitbestimmung der Teearbeiterinnen und -arbeiter in den Teegärten. Zu TPI gehören zurzeit acht Teegärten in den Anbaugebieten Darjeeling, Assam, Dooars und Kerala. Der Teegarten Samabeong in Darjeeling ist der bekannteste. Es ist so weit wir wissen der einzige Teegarten in Indien, der von einer Frau geleitet wird. Frauen Aufstiegsmöglichkeiten zu geben, gehört zur Firmenpolitik bei TPI, ebenso wie die Mitarbeiter ins Management eines Teegartens miteinzubeziehen. Der Teegarten Putharjhora in Dooars wird von einem vierköpfigen Management-Team geleitet, davon sind zwei Mitglieder des Socialwelfare-Committees.

Die Produzentinnen und Produzenten

Im Teegarten Samabeong in Darjeeling leben zurzeit 310 Familien (rund 2.000 Menschen). Ihre Lebensbedingungen haben sich seit 1990 ganz grundlegend verändert. Mit dem GEPA-Mehrpreis konnten dort für die gesamte Region richtungweisende Projekte umgesetzt werden. Besonders wichtig ist die weiterführende Schule, die allen Kindern in der Region offen steht. Um den nachhaltigen Tourismus in der Region zu fördern und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, entstand ein Gästehaus. Solar-Strom wird inzwischen auch für Straßenlaternen benutzt. Kleinbauern aus der Region werden von TPI ebenfalls maßgeblich beim Teeanbau und der Gründung einer eigenen Kooperative unterstützt.

Zur Geschichte

2018

2018: Besuch von Meike Natrop, GEPA Sortimentsmanagerin Tee und Johanna Willimsky, GEPA Onlineredakteurin

2010

Besuch des früheren GEPA-Geschäftsführers Robin Roth mit Vertretern der GEPA-Gesellschafter

2005

Der erste Tee der Kleinbauern-Kooperative Subarna wird nach Deutschland exportiert.

Seit 1998

Regelmäßige Besuche der Produktmanagerin Katja Sahlmüller

1993

Erster GEPA-Besuch von Karl Linnartz, Einkauf Food und Claudia Grözinger, frühere Asien-Referentin

Produkte: Tee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

In Darjeeling wurde generell viel Wald abgeholzt.Große Waldflächen kennzeichnen den Teegarten Samabeong. Von insgesamt rund 730 Hektar Land sind 132 Hektar mit Teebüschen bepflanzt. In Darjeeling wurde generell viel Wald abgeholzt. Zum Kochen verwenden die Familien Biogas und sie haben Solarstrom.

Frauen

Frauen

Frauen werden sowohl in den Teegärten als auch bei der Teehandelsfirma TPI in Kolkata besonders gefördert. So ist Samabeong unseres Wissens nach der einzige Teegarten in ganz Indien, in dem eine Frau die Leitung übernommen hat.

Bio

Bio

Samabeong war einer der ersten zertifizierten Bioteegärten in Darjeeling. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in ökologischem Tee-Anbau geschult (Kompost, Wurmkultur, usw.). Die Zusage der GEPA, den Tee bereits in der Umstellungsphase abzunehmen, war für TPI sehr wichtig. Bis heute versucht die GEPA die größtmögliche Menge der Ernte abzunehmen.

Soziales

Soziales

In Indien erhalten Teearbeiter/innen einen von Regierung und Gewerkschaft ausgehandelten Tageslohn. TPI bezahlt den Lohn auch in gleicher Höhe von November bis Februar, wenn aufgrund der Witterung weniger Arbeit anfällt. So erhalten die Familien ein verlässliches Monatseinkommen.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; A. Welsing.
Verpackung

Verpackung

Zwei Teesorten werden in Indien verpackt: GEPA First Flush und GEPA Weißtee. Dafür und teilweise auch für die Verpackung des Bio-Tees in Deutschland verwenden wir handgeschöpfte Kartonage, ein Recyclingprodukt, das in Delhi aus Stoffresten hergestellt wird. Daraus wird dann die Tee-Verpackung aufwändig von Hand gefertigt. 

Bildung

Bildung

Die Brij Mohan Highschool im Teegarten Samabeong bietet den Kindern aus der gesamten Region eine qualifizierte Ausbildung. Mithilfe des Fairen Handels werden u.a. die Gehälter der Lehrer bezahlt und Schulbücher gekauft. Zudem gibt es Stipendien für das College.

Fairer Preis

Fairer Preis

Für Tee gibt es keinen Weltmarktpreis, an dem sich der Faire Handel orientieren könnte. Deshalb übernimmt die GEPA als Grundlage für den fairen Preis die Kalkulation ihres Handelspartners. Dazu gehört natürlich unsere Fair-Prämie für die umfassenden Sozialprogramme.

Qualität

Qualität

Darjeeling-Tee ist der Inbegriff für hochwertigen Tee. Sorgfältiges Pflücken und das Verarbeiten in der neugebauten Teefabrik tragen maßgeblich dazu bei.