WORC
(Wupperthal Original Rooibos Co-operative)

WORC
Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Afrika, Südafrika, Wupperthal (Südafrika)
Mitglieder:
93
GEPA Partner seit:
2009 (seit 2000 mit der Vorgängerorganisation)
GEPA-Code:
880
Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Afrika, Südafrika, Wupperthal (Südafrika)
Mitglieder:
93
GEPA Partner seit:
2009 (seit 2000 mit der Vorgängerorganisation)
GEPA-Code:
880
WORC

Über den Partner

Die Fahrt von Kapstadt nach Wupperthal dauert etwa fünf Stunden. Kurz nach Clanwilliam beginnt die unasphaltierte Piste, die über zwei Bergpässe nach Wupperthal führt. Circa 4.000 Menschen leben in dieser Region. Gegründet wurde Wupperthal 1830 von zwei deutschen Missionaren. Das gesamte Land (ca. 36.000 Hektar) wurde von der Rheinischen Mission gekauft und 1965 der „Moravian Church of South Africa“, einem Zweig der Herrenhuter Brüdergemeinschaft, treuhänderisch übergeben. Diese Kirche war dem Apartheidsregime ein Dorn im Auge, weil sie von gleichberechtigten Menschen ausgeht. Das Land rund um Wupperthal stellte diese Kirchengemeinde den Kleinbauern zur Verfügung. Der Verkauf von Rooibos ist für sie fast die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die Produzentinnen und Produzenten

Für den eigenen Bedarf pflanzen die Mitglieder Süßkartoffeln, Kohl, Zwiebeln, Mais, Bohnen und Früchte an. Zudem halten sie Schafe und Ziegen und bauen Biokräuter für den lokalen Markt an. Außerdem ernten sie gepflanzten und wilden Rooibos in der Region. Sie schneiden von Januar bis April die Zweige dieses Strauches, aus denen Tee gewonnen wird. Zudem ziehen die Mitglieder Rooibossetzlinge. Der Rooibos wird geschnitten, fermentiert und dann auf einer Fläche zum Trocknen ausgebreitet. Für ihr Produkt erhalten die Mitglieder einen im Vergleich zum lokalen Preis deutlich höheren Preis. 

Zur Geschichte

 

Bis 2015

Regelmäßiger Besuch von Barend Salomo, WORC-Geschäftsführer

 

2011

Einführung des neuen GEPA-Teesortiments

 

2009

Besuch von Katja Sahlmüller, Produktmanagerin Tee/Lebensmittel Asien und Andrea Fütterer, Leiterin der Grundsatz-Abteilung

 

2009

Gründung der Wupperthal Original Rooibos Co-operative

 

2000

Beginn der Zusammenarbeit der GEPA mit der Vorgängerorganisation Wupperthal Farmers Association

Produkte: Tee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht


Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Der Bioanbau bzw. die Wildsammlung ist die nachhaltigste Form der Rooibostee-Gewinnung, die das ökologische Gleichgewicht in den Cedarbergen schützt. 

Bio

Bio

Aufgrund des Fairen Handels konnte die Kooperative mit der Umstellung auf ökologischen Anbau beziehungsweise Wildsammlung des Rooibos beginnen. 

Qualität

Qualität

Nur die Kleinbauern ernten den Bio Rooibos noch traditionell von Hand mit einer Sichel. Der größte Teil des kommerziell vertrieben Rooibos wird inzwischen auf Plantagen angebaut und maschinell geerntet. Auch die Verarbeitung zu Tee übernimmt WORC selbst.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Durch den Fairen Handel haben die Kleinbauern, die zur WORC gehören, ersten Zugang zum internationalen fairen Teemarkt erhalten. Kleinbauern bieten zwar gute Qualität an, haben aber oft keine Möglichkeit, ihr Produkt selbst zu verarbeiten und vermarkten.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Bildung

Bildung

Der Faire Handel ermöglicht es den Mitgliedern, Geld für die Ausbildung der Kinder zu sparen, damit sie bessere Chancen im Leben haben. 

Fairer Preis

Fairer Preis

Für Rooibostee gibt es keinen Weltmarktpreis, an dem sich der Faire Handel orientieren könnte. Deshalb übernimmt die GEPA als Grundlage für ihren fairen Preis die Kalkulation ihres Partners. Zusätzlich zum Fairen Preis erhalten die Produzenten die Fair-Trade-Prämie für die umfassenden Sozialprogramme. 

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Südafrika ist das einzige Land auf der Welt, in dem Rooibos wächst. Die kargen Böden der Cedarberge und die geringen Niederschläge reichen den Pflanzen aus. 

Chancen

Chancen

Landesweit leben rund 50 Prozent der schwarzen Südafrikaner noch immer in Armut. Besonders in kargen und abgelegenen Regionen ist es äußerst schwierig, den Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb wandern viele in die Großstädte ab. Fairer Bio Rooibos bietet deshalb eine gute Alternative auf dem Land.

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Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.

Das ist noch zu tun

Ökologie

Ökologie

Der weltweite Klimawandel wirkt sich auch in den Cedarbergen aus. WORC hofft, dank des Bioanbaus weiter Rooibos anbauen zu können. 

Aufbau

Aufbau

Sie müssen die Produktion etwas steigern und haben dazu einen Manager für die Produktion des Rooibos-Tees eingestellt.