Wüstensand

Art der Organisation
Kleine Privatfirma
Ort:
Afrika, Marokko
Mitglieder:
76
Homepage:
www.wustensand.com
GEPA Partner seit:
2003
GEPA-Code:
10
Wüstensand Wüstensand

Über den Partner

„Wüstensand“ heißt eine kleine Privatfirma in Marrakesch, die 2000 gegründet worden ist. Geleitet wird sie von dem Marokkaner Mohamed El Bouzayaty, der bereits seit vielen Jahren im Handel tätig ist und seit 1988 Kontakte nach Deutschland hat. Der Geschäftsführer Mohamed El Bouzayaty gehört der Bevölkerungsgruppe der Berber an, die gesellschaftlich immer noch diskriminiert werden. Wichtig ist ihm, dass bei „Wüstensand“ sowohl Berber als auch Araber beschäftigt sind. Mohamed El Bouzayaty hat sich selbst vom Analphabeten zum Geschäftsmann hochgearbeitet, daher sein soziales Engagement. Sein Ziel ist es, durch den Verkauf von marokkanischem Kunsthandwerks dauerhaft Arbeitsplätze in seinem Land zu sichern.

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Produkte bezieht „Wüstensand“ von verschiedenen Handwerksgruppen und Familienbetrieben, mit denen sie bereits seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Die Produzenten werden auf der Basis der von ihnen gefertigten Stücke bezahlt. „Wüstensand“ versucht die Aufträge so an die Produzentinnen und Produzenten zu verteilen, dass ein hoher Grad an Kontinuität in der Beschäftigung erzielt wird. Dies ist im Handwerkssektor in Marokko sonst nicht üblich. Sie erhalten von dieser Organisation eine Vorfinanzierung, um zum Beispiel davon Rohmaterial kaufen zu können. 

Zur Geschichte

 

2014

Besuch von Mohamed El Bouzayaty, Geschäftsführer von Wüstensand

 

2013

Besuch von Verena Albert, Grundsatz-Referentin

 

2010

Besuch von Andrea Fütterer und Verena Albert, Grundsatzabteilung

 

2003

Besuch von Mohamed El Bouzayaty, Geschäftsführer von Wüstensand

Produkte: Taschen

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Gesundheit

Gesundheit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Wüstensand“ sind alle krankenversichert. „Wüstensand“ bietet den Produzentinnen und Produzenten in den Handwerksgruppen und Familienbetrieben eine Gruppen-Krankenversicherung an. Zudem gibt es von „Wüstensand“ private Unterstützung im Notfall.

Fairer Preis

Fairer Preis

Von „Wüstensand“ erhalten die Produzenten einen höheren Preis für ihre hochwertigen Produkte. Basis für die Preiskalkulation ist der von den Produzenten vorgegebene Arbeits- und Materialaufwand des jeweiligen Produktes. Wichtig ist die gute Auslastung der Produzenten mit Aufträgen von „Wüstensand“.

Qualität

Qualität

Bei „Wüstensand“ werden traditionelle Techniken mit modernen Formen kombiniert. So werden zum Beispiel die Lampen mit Leder bespannt, das mit klassischen Hennazeichnungen verziert wurde.

Chancen

Chancen

Die Bevölkerungsgruppe der Berber wird in Marokko generell benachteiligt. Bei „Wüstensand“ werden Berber ebenso wie Araber beschäftigt. 

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Frauen

Frauen

Rund 60 Prozent der Produzenten sind Frauen. Durch die Heimarbeit haben sie die Chance, ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften und sind dadurch weniger abhängig von dem Verdienst des Ehemannes. „Wüstensand“ hat eine Lehrerin beauftragt, einige Produzentinnen und ihre Töchter zu unterrichten.

Soziales

Soziales

Die Beschäftigten von „Wüstensand“ sind kranken- und rentenversichert. Außerdem sind bei „Wüstensand“ keine Personen unter 19 Jahren beschäftigt. Die gesetzlich festgelegte Grenze für Jugendliche liegt bei 15 Jahren, auch Lehrlinge oder Aushilfen dürfen in Marokko nicht jünger sein. 

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Die Ledergerberei hat in den Magreb-Ländern (Magreb = Algerien, Libyen, Marokko, Mauretanien und Tunesien) eine lange Tradition – besonders in Marrakesch. Auch andere Handwerkstechniken wie das Bemalen mit Henna oder das Flechten von Seegras- und Palmblattkörben werden traditionell angewandt.

Das ist noch zu tun

Aufbau

Aufbau

In einer großen Halle soll zukünftig ein Großteil der Produktion stattfinden. Dort kann eine dreijährige Handwerksausbildung angeboten werden.