EMA

Art der Organisation
Produzentenorganisation
Ort:
Asien, Indien, Baruipur
Mitglieder:
122
GEPA Partner seit:
1978
GEPA-Code:
813
EMA EMA

Über den Partner

EMA (Equitable Marketing Association) wurde 1977 von einer indischen Entwicklungsorganisation gegründet, um Handwerkerinnen und Handwerkern bei der Vermarktung ihrer Produkte zu unterstützen. Belief sich der erste Jahresumsatz noch auf 7.000 US-Dollar, so sind es 2018-2019 1.013.329 US-Dollar. Unser Handelspartner arbeitet auch heute noch mit Handwerksgruppen und kleinen Familienbetrieben zusammen. Aber der größere Teil ihrer Produkte wird inzwischen in eigenen Werkstätten in Baruipur hergestellt. Das EMA-Zentrum befindet sich circa 40 Kilometer außerhalb von Kolkata.

Die Produzentinnen und Produzenten

Im EMA-Zentrum in Baruipur arbeiten die Mitglieder sowohl in der Produktion, der Produktentwicklung, im Marketing, im Vertrieb als auch in der Landwirtschaft. Rund ein Drittel der Produzenten von EMA sind Frauen. Aber auch Menschen mit Behinderungen sowie Mitglieder ethnischer Minderheiten sind in der Organisation vertreten. Die Produzenten leben generell sowohl von der Landwirtschaft (Gemüse und Reis) als auch von den Einnahmen aus dem Handwerk. Das EMA-Zentrum und die Gruppen arbeiten Hand in Hand. So werden zum Beispiel Stoffe von Kooperativen bei EMA bedruckt.

Zur Geschichte

 

2019

Besuch von Christina Morandell, GEPA Einkaufsmanagerin Handwerk und Marie Therese Becker, GEPA Sortimentsmanagerin Handwerk

 

2018

Besuch von Swapna Das und Sourav Saha, EMA bei der GEPA

 

2015

Besuch von Swapna Das, EMA bei der GEPA

 

2013

Besuch von Rolf Bittner und Christina Morandell, Produktmanagement Handwerk

 

2010

Besuch von Swapna Das, EMA bei der GEPA

 

2007

Besuch von Rolf Bittner, Produktmanager und Designerin Alexandra Lenz

 

1992

Besuch der damaligen Asien-Referentin Claudia Grözinger

Produkte: Schals, Wohnen

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Solarenergie zur Heißwasseraufbereitung und Bäume pflanzen: All das gehört für EMA zum Engagement in den Dorfgemeinschaften. Ein wichtiges Thema: Umweltverträgliche Lederherstellung. Dieses Projekt wurde von der European Fair Trade Association (EFTA) angeregt und bei EMA umgesetzt.

Bildung

Bildung

EMA verteilt Schulbücher an Produzentenfamilien, bietet Computerkurse an und vergibt Stipendien an Kinder und Jugendliche. Die Produzenten werden in der Kalkulation ihrer Preise geschult, so dass sie die allgemeinen Kosten wie Strom und auch einen eigenen Profit mitberücksichtigen können.

Soziales

Soziales

Die Produzenten erhalten auf Wunsch eine Vorfinanzierung von 50 Prozent des Warenwertes – dies ist nur möglich, weil die Fair Handelsorganisationen wie die GEPA diese auch gewähren.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die europäischen Fair Handelsorganisationen ermöglichten EMA bereits 1978, ihre Produkte in Europa zu verkaufen und damit den Produzentinnen ein gutes und sicheres Einkommen zu ermöglichen.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Frauen

Frauen

Es gibt eine festgeschrieben Gender-Politik bei EMA mit dem Ziel möglichst viele Frauen einzubeziehen und zu unterstützen. Rund ein Drittel der Mitglieder sind bereits Frauen.

Fairer Preis

Fairer Preis

Bei der Preiskalkulation werden die benötigte Zeit und die Fähigkeiten des jeweiligen Produzenten miteinbezogen. Basis für die Kalkulation ist immer auf jeden Fall der Mindestlohn im Handwerkssektor in Westbengalen, aber zum Teil zahlt EMA auch deutlich darüber hinaus.

Aufbau

Aufbau

Die regelmäßigen Aufträge der Fair Handelsorganisationen ermöglichten es, dass EMA einen eigenen Betrieb in Baruipur aufbauen konnte.

Qualität

Qualität

EMA bietet unter anderem hochwertige Schals und Lederwaren an. Für ihre Schals verwendet EMA teilweise Bio-Baumwolle. Insgesamt macht EMA 40 % ihres Lederwaren-Umsatzes mit Produkten aus ECO-Leder. Das ECO-Leder für die GEPA Produkte wird ohne Chrom und unter Verzicht auf problematische und umweltgefährdende Substanzen gegerbt.