Porträt: Kaffeebauer Eliab Mgambe aus Uganda

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

Was bringt Fair Trade
den Kleinbauern?

Mit seinen 2,5 Hektar Kaffee ist Eliab Mgambe gegenüber seinen Nachbarn fast schon ein Großbauer. Doch im Vergleich zu den Pflanzungen der multinationalen Kaffeekonzerne, die weiter nördlich im Land bis zu tausendmal so groß sind, ist sein Feld winzig. 

Mehr als nur ein fairer Preis

„Uns war wichtig, dass wir Zugang zu Fortbildungen haben.“ — Eliab Mgambe

Eliab Mgambe weiß: Als Kleinbauer hat er nur eine Chance, wenn er sich mit anderen zusammenschließt. Deshalb war er 2008 einer der Mitbegründer der örtlichen Kaffeekooperative Katenga Omunjoki und hat sich als ihr Vorsitzender 2008 dem Dachverband ACPCU (Ankole Coffee Producers Cooperative Union) angeschlossen. 

Bio-Kaffeebauer Eliab Mgambe (rechts vorn) mit seiner Familie. „Wir verdienen etwa doppelt so viel wie früher. Dadurch konnte ich es mir erlauben, ein Haus aus Ziegeln zu bauen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Bio-Kaffeebauer Eliab Mgambe (rechts vorn) mit seiner Familie. „Wir verdienen etwa doppelt so viel wie früher. Dadurch konnte ich es mir erlauben, ein Haus aus Ziegeln zu bauen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

 

„Wir sind dort nicht nur Mitglied geworden, weil wir über ACPCU an den Fairen Handel verkaufen können und dadurch bessere Preise für unseren Kaffee bekommen. Nein, uns war auch wichtig, dass wir Zugang zu Fortbildungen haben. Bei ACPCU gibt es Trainings, in denen wir zum Beispiel lernen, wie wir die Qualität unseres Kaffees steigern können oder wie man eine Finanzplanung macht“, erzählt der 80-Jährige. 

Bio-Anbau: Viel Arbeit, die sich lohnt

„Statt Dünger aus dem Laden setzen wir Kompost aus Kuhdung ein.“ — Eliab Mgambe

Um sein Einkommen noch weiter zu steigern, hat sich Eliab Mgambe außerdem dazu entschieden, Bio-Kaffee anzubauen. „Dafür bekomme ich eine zusätzliche Prämie ausgezahlt“, meint er und fügt hinzu: „Die verdienen wir uns aber auch, denn Bio-Kaffee macht mehr Arbeit. Wir verwenden dafür nicht einfach einen Dünger aus dem Laden, sondern setzen einen besonderen Kompost aus Kuhdung an.“ 

Auch der Kampf gegen einen Käfer, der sich in den Stamm des Kaffeebusches bohrt und die Pflanze von innen heraus zerstört, ist eine aufwendige und auch kostspielige Angelegenheit, wenn man zu Gunsten der Bio-Zertifizierung auf Pestizide verzichtet. „Uns bleibt nichts anderes übrig, als die Büsche zu fällen und neue anzupflanzen“, sagt der Bauer. „Immerhin bekommen wir in solchen Fällen Hilfe von der Kooperative.“ 

Wer nur wirklich ausgereifte Früchte ernten will, muss öfter aufs Feld. Eliab Mgambe geht bis zu fünfmal anstatt zweimal. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Wer nur wirklich ausgereifte Früchte ernten will, muss öfter aufs Feld. Eliab Mgambe geht bis zu fünfmal anstatt zweimal. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

Hoher Einsatz für beste Qualität

„Ich verdiene etwa doppelt so viel wie früher.“ — Eliab Mgambe

ACPCU verlangt von seinen Mitgliedern eine besonders hohe Qualität und fordert damit einen hohen Einsatz von den Bauern: Statt jeden Busch höchstens zweimal abzuernten, geht Eliab Mgambe bis zu fünfmal aufs Feld. Die Kaffeekirschen werden nicht alle gleichzeitig rot. Wenn man nur wirklich ausgereifte Früchte ernten will, muss man sich diese Mühe machen. 

Doch der Aufwand lohnt sich für die Bauern. „Ich verdiene heute etwa doppelt so viel wie früher. Dadurch konnte ich es mir erlauben, ein Haus aus Ziegeln zu bauen. Es hat sogar ein Wellblechdach! Kein Vergleich zu unserer alten, mit Gras gedeckten Lehmhütte.“ 

Sicher, wirklich reich ist Eliab Mgambe mit seinem Kaffee nicht geworden. Aber seine Familie ist auch längst nicht mehr so arm wie früher. Insgesamt können zwölf Menschen von dem Stückchen Land gut leben, seitdem sie Dank der GEPA einen Zugang zum europäischen Markt und faire Handelsbedingungen haben. 


Stand 02/2017

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