Die Macht organisierter Verbraucher

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot

Podiumsdiskussion
mit Vandana Shiva und Sven Giegold

An einem Strang: Nur mit vereinter Kraft können Verbraucher, Politik und Fairer Handel den Welthandel gerechter gestalten. Zu diesem Fazit sind die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion „Handel gerechter gestalten – Wie weit reichen der Faire Handel und die Macht der Verbraucher-/innen?“ am 18. September in Berlin gekommen: Sven Giegold, Sprecher der Grünen im Europaparlament, Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, und Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung. Die Diskussion fand im Vorfeld des Sustainable Development-Gipfels (New York, 25. bis 27. September) statt. 

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Sven Giegold, Sprecher der Grünen im EU-Parlament: „Der Fairer Handel macht ein Angebot, damit Verbrauchermacht wirken kann.“ Gleichzeitig nahm er die Politik in die Pflicht: „Sobald ein Unternehmen eine bestimmte Marktmacht im Handel hat, sollte es verpflichtet werden, soziale und ökologische Kriterien über die gesamte Lieferkette einzuhalten. Diese Kriterien sollten dann einklagbar sein.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Sven Giegold, Sprecher der Grünen im EU-Parlament: „Der Fairer Handel macht ein Angebot, damit Verbrauchermacht wirken kann.“ Gleichzeitig nahm er die Politik in die Pflicht: „Sobald ein Unternehmen eine bestimmte Marktmacht im Handel hat, sollte es verpflichtet werden, soziale und ökologische Kriterien über die gesamte Lieferkette einzuhalten. Diese Kriterien sollten dann einklagbar sein.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Auf dem Podium diskutierten (v.r.): Sven Giegold, Sprecher der Grünen im Europaparlament, Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Moderator Caspar Dohmen, Journalist und Autor des Buches „Otto Moralverbraucher“ sowie Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Auf dem Podium diskutierten (v.r.): Sven Giegold, Sprecher der Grünen im Europaparlament, Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Moderator Caspar Dohmen, Journalist und Autor des Buches „Otto Moralverbraucher“ sowie Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Nur mit vereinter Kraft können Verbraucher, Politik und Fairer Handel den Welthandel gerechter gestalten., so das Fazit der Diskussionsteilnehmer/-innen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Nur mit vereinter Kraft können Verbraucher, Politik und Fairer Handel den Welthandel gerechter gestalten., so das Fazit der Diskussionsteilnehmer/-innen. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises und Gründerin der Stiftung Navdanya, von der die GEPA Bio-Basmatireis bezieht: „Fairer Handel hält dem unfairen Handel den Spiegel vor, weil er zeigt, dass es anders geht.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises und Gründerin der Stiftung Navdanya, von der die GEPA Bio-Basmatireis bezieht: „Fairer Handel hält dem unfairen Handel den Spiegel vor, weil er zeigt, dass es anders geht.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Sie rief die Menschen dazu auf, sich nicht auf die Rolle als Konsumenten reduzieren zu lassen. „Bei Navdanya werden Verbraucher/-innen als Co-Produzent/-innen betrachtet. Denn wenn man eine bewusste Wahl trifft, das zu unterstützen, was nachhaltig, gerecht und fair ist, dann spielt man schon eine politische Rolle bei der Gestaltung des Produktionssystems.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Sie rief die Menschen dazu auf, sich nicht auf die Rolle als Konsumenten reduzieren zu lassen. „Bei Navdanya werden Verbraucher/-innen als Co-Produzent/-innen betrachtet. Denn wenn man eine bewusste Wahl trifft, das zu unterstützen, was nachhaltig, gerecht und fair ist, dann spielt man schon eine politische Rolle bei der Gestaltung des Produktionssystems.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung: „Ca. 1,6 Millionen bäuerlicher Familien und Arbeiter/-innen, die vom Fairen Handel profitieren, stehen weltweit ca. 540 Millionen bäuerliche Familienbetriebe gegenüber, die unter ungerechten Welthandelsstrukturen leiden.“ Diese Dimension mache deutlich, dass ein grundlegender Strukturwandel durch politische Rahmensetzungen unabdingbar sei. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung: „Ca. 1,6 Millionen bäuerlicher Familien und Arbeiter/-innen, die vom Fairen Handel profitieren, stehen weltweit ca. 540 Millionen bäuerliche Familienbetriebe gegenüber, die unter ungerechten Welthandelsstrukturen leiden.“ Diese Dimension mache deutlich, dass ein grundlegender Strukturwandel durch politische Rahmensetzungen unabdingbar sei. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Andrea Fütterer hob auch hervor, was der Faire Handel bislang erreicht hat: „Fairer Handel ist eine Bewegung geworden, keine Modeerscheinung mehr. Weltläden sind Fachgeschäfte des Fairen Handels, haben außerdem durch ihre Bildungskampagnen viel zur Bewusstseinsbildung beigetragen." Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Andrea Fütterer hob auch hervor, was der Faire Handel bislang erreicht hat: „Fairer Handel ist eine Bewegung geworden, keine Modeerscheinung mehr. Weltläden sind Fachgeschäfte des Fairen Handels, haben außerdem durch ihre Bildungskampagnen viel zur Bewusstseinsbildung beigetragen." Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Alena und Sebastian aus Schwäbisch Gmünd rundeten die Veranstaltung musikalisch ab mit gecoverten Songs wie „Imagine”. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Alena und Sebastian aus Schwäbisch Gmünd rundeten die Veranstaltung musikalisch ab mit gecoverten Songs wie „Imagine”. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Auch nach der Diskussion gab es noch Zeit für Gespräche. In dieser Runde (v.l.): Jorge Inostroza, GEPA-Vertriebsleiter Weltläden und Gruppen, Lutz Heiden, GEPA-Berater Berlin, Barbara Riek, Referatsleiterin Inlandsförderung und Parnterschaftsprojektefonds bei Brot für die Welt und Thomas Antkowiak, Vorsitzender der GEPA-Gesellschafterversammlung und MISEREOR-Geschäftsführer. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Auch nach der Diskussion gab es noch Zeit für Gespräche. In dieser Runde (v.l.): Jorge Inostroza, GEPA-Vertriebsleiter Weltläden und Gruppen, Lutz Heiden, GEPA-Berater Berlin, Barbara Riek, Referatsleiterin Inlandsförderung und Parnterschaftsprojektefonds bei Brot für die Welt und Thomas Antkowiak, Vorsitzender der GEPA-Gesellschafterversammlung und MISEREOR-Geschäftsführer. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Andrea Fütterer, Caspar Dohmen und Vandana Shiva im Gespräch bei einer Tasse fairem GEPA-Kaffee. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Andrea Fütterer, Caspar Dohmen und Vandana Shiva im Gespräch bei einer Tasse fairem GEPA-Kaffee. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Gerd Nickoleit (links), ehemaliger Leiter der GEPA-Grundsatzabteilung mit Klaus Wöldecke, Geschäftsführer des Weltladen-Dachverbands. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Gerd Nickoleit (links), ehemaliger Leiter der GEPA-Grundsatzabteilung mit Klaus Wöldecke, Geschäftsführer des Weltladen-Dachverbands. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
GEPA-Geschäftsführer Robin Roth (links) im Gespräch mit Vandana Shiva und Andrea Fütterer. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
GEPA-Geschäftsführer Robin Roth (links) im Gespräch mit Vandana Shiva und Andrea Fütterer. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Vandana Shiva, Gründerin der Stiftung Navdanya, mit Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung. Über den Basmatireis, den die GEPA von Navdanya bezieht sagt Vandana Shiva: „In diesen paar Reiskörnern steckt die Fruchtbarkeit des Bodens, die Pflege der Biobauern und die faire Handelsbeziehung zwischen Europa und Indien.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Vandana Shiva, Gründerin der Stiftung Navdanya, mit Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung. Über den Basmatireis, den die GEPA von Navdanya bezieht sagt Vandana Shiva: „In diesen paar Reiskörnern steckt die Fruchtbarkeit des Bodens, die Pflege der Biobauern und die faire Handelsbeziehung zwischen Europa und Indien.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Auch Renate Schiebel, Vorstandsmitglied beim Weltladen-Dachverband, freute sich über den Austausch mit Vandana Shiva. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Auch Renate Schiebel, Vorstandsmitglied beim Weltladen-Dachverband, freute sich über den Austausch mit Vandana Shiva. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Diskutiert wurde in der Neuen Mälzerei in Berlin, Nähe Alexanderplatz. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot
Diskutiert wurde in der Neuen Mälzerei in Berlin, Nähe Alexanderplatz. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/F. Boillot

„Fairer Handel sollte für alle und alle Produkte verbindlich sein.“ — Sven Giegold

Vertreterinnen und Vertreter von Medien, Weltläden, kirchlichen Hilfswerken und Nicht-Regierungs-organisationen beteiligten sich rege am Gedankenaustausch zum 40-jährigen Doppeljubiläum von GEPA und Weltladen-Dachverband, moderiert von Caspar Dohmen, Wirtschaftsjournalist und Autor des Buches „Otto Moralverbraucher“. 

Im Video sehen Sie weitere Eindrücke und O-Töne von der angeregten Diskussion:

„Fairer Handel hält dem unfairen Handel den Spiegel vor.“ — Vandana Shiva

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller schickte ein Grußwort, in dem er der GEPA und dem Weltladen-Dachverband zum 40-jährigen Bestehen gratulierte: „Seit der Gründung vor 40 Jahren setzt sich die GEPA erfolgreich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungs- und Schwellenländern ein. Auch der Beitrag der 800 Weltläden zur Aufklärung der Verbraucher/-innen über die Folgen ungerechter Welthandelsstrukturen ist ein fester Bestandteil des Fairen Handels in Deutschland.“ Die Verbraucher forderte Müller auf, für ihren täglichen Konsum Verantwortung zu übernehmen und so zur Armutsbekämpfung beizutragen.

Stand 09/2015

WEITERE INFORMATIONEN

Lesen Sie hierzu auch unsere
Pressemitteilung

Hier erfahren Sie mehr über den
Hintergrund zur Diskussion

Hier finden Sie das vollständige
Grußwort des Bundesentwicklungsministers Gerd Müller

Großdemo

Gegen TTIP
auf die Straße

Kommen auch Sie zur Großdemonstration am 10. Oktober in Berlin! Mehr Infos auf
www.campact.de 

Foto: GEPA – The Fair Trade Company/C. Nusch

Pressemitteilung

Studie: Wer hat die Macht?

Im Vorfeld des G7-Gipfels fordern Akteure des Fairen Handels soziale Mindeststandards in globalen Lieferketten.

Foto: BASIC/Camille Poulie