EU-Richtlinie EmpCo und die Folgen für die GEPA
Das Zeichen fair + geht – Fairness und Qualität bleiben. Die GEPA ist als Marke stark – auch ohne ergänzende Zeichen.

Kundeninformation: Zeichen „fair +“ geht – Fairness und Qualität bleiben
Liebe Kund*innen,
einige haben es sicher gehört, ab dem 27. September 2026 tritt eine neue EU-Regelung in Kraft: Die „EmpCo“-Richtlinie („Empowering Consumers for the Green Transition“) verschärft die Bedingungen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Sie schafft europaweit
einheitliche Regeln. Damit werden sie für Verbraucher*innen generell klarer, überprüfbarer und nachvollziehbarer – ein Anliegen, das wir absolut unterstützen. Es dürfen nur noch Siegel genutzt werden, die auf einem unabhängigen extern überprüften Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen vergeben werden.
Das ist für uns der Anlass, unser Zeichen “fair +” künftig nicht mehr einzusetzen. Dies betrifft Verpackungen, Materialien sowie unsere Kommunikation on- und offline. Damit ändert sich aber keinesfalls die Zertifizierung unserer fair eingekauften Rohware nach den Standards von Fairtrade International, überprüft vom globalen Zertifizierer FLOCERT (siehe unten).
Das Zeichen „fair +“ war kein Siegel, sondern ein Zeichen zur Verstärkung der Marke GEPA Mit „fair +“ haben wir seit 2011 deutlich gemacht, wofür die GEPA steht: für einen Fairen Handel, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und unser Unternehmenskern ist.
„Fair +“ auf unseren Verpackungen war nie ein Siegel und es lag kein Zertifizierungssystem zugrunde, sondern es war ein Zeichen im Rahmen unserer Kommunikationsstrategie zur Verstärkung der Marke GEPA. Damit haben wir besondere Aspekte unseres Ansatzes erklärt und unsere Pionierrolle im Fairen Handel hervorgehoben.
Auf einen Blick:
- Die GEPA ist als Marke mit ihrem Logo stark, bekannt, transparent und glaubwürdig – auch ohne ergänzende Zeichen. Das belegen wir seit mehr als 50 Jahren durch konsequent faires Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Daran ändert sich nichts.
- Produktqualitäten, Rohwaren, Rezepturen bleiben unverändert, ebenso die Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern.
- Die GEPA erfüllt weiterhin die Fairtrade-Standards und wird durch FLOCERT unabhängig auditiert und zertifiziert (FLO ID 246).
- Viele unserer Produkte stammen zusätzlich aus ökologischem Anbau und sind entsprechend z.B. mit dem anerkannten EU-Bio-Siegel oder dem anerkannten Naturland-Zeichen sowie „Naturland Fair“ gekennzeichnet.
Faire Qualität bleibt
Die Inhalte und die faire Qualität bleiben, denn sie sind Teil der GEPA selbst. Seit ihrer Gründung vor 51 Jahren steht die GEPA als Pionierin für Fairen Handel und mehr Gerechtigkeit im Globalen Handel. Fairness zeigt sich für uns in langfristigen Partnerschaften, fairen Handelsbedingungen, Transparenz und dem Anspruch, wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung zu verbinden.
GEPA als ganzes Unternehmen fair
Die GEPA ist als Marke mit ihrem Logo stark, bekannt, transparent und glaubwürdig - auch ohne ergänzende Zeichen. Mit unserem Claim „GEPA – Taste a fair world!“ bringen wir genau das zum Ausdruck und können belegen, dass die GEPA seit 51 Jahren als Pionierin
fair handelt. Auch durch den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Rubrik „Kaffee, Tee, Gewürze“ wurde unser Einsatz für Fairness zuletzt noch einmal besonders gewürdigt.
Wir stützen uns dabei auf verschiedene Fair Handels-Kontrollsysteme:
Unsere Rohwaren bleiben weiter Fairtrade-zertifiziert
Wir arbeiten nach wie vor mit FLOCERT, dem globalen Zertifizierer für Fairtrade zusammen, der unsere Rohware nach den Standards von Fairtrade International prüft und zertifiziert. Mehr dazu auf flocert.net
Die FLO-Zertifizierung für Rohwaren unserer Produktgruppen wie etwa Kaffee, Schokolade, Tee, Honig bis zu Ölsaaten oder Getreide ändert sich nicht.
GEPA- FLO-Zertifikat
Unter diesem Link findet sich unser Zertifikat: gepa.de/flocert
Weitere Infos finden sich auf der GEPA-Website unter „Siegel & Zertifikate"
WFTO-Garantiesystem
Gleichzeitig ist die GEPA insgesamt durch das WFTO-Garantiesystem als Fair Handels-Unternehmen kontrolliert und anerkannt. Weitere Infos zur World Fair Trade Organization. Mehr dazu auf wfto.com
Überarbeitung Verpackungen und goldener Punkt: Ab Juli nur noch ohne „fair +“
Derzeit überarbeiten wir sämtliche Lebensmittel-Verpackungen. Um Ressourcen zu schonen und die Warenverfügbarkeit sicherzustellen, nutzen wir noch bestehende Verpackungsbestände und überkleben das „fair +“- Zeichen mit goldenen Punkten. Dies ist nach der EmpCo-Richtlinie gestattet. Von der Richtlinie ist bisher keine Übergangsfrist für bereits produzierte Verpackungen über den 27.09.2026 hinaus vorgesehen. Ab Juli bringen wir nur noch Lebensmittel-Produkte ohne „ fair +”- Zeichen oder überklebt in den Handel. Für bereits ausgezeichnete oder schon verpackte Handwerksprodukte arbeiten wir noch an einer Lösung.
Forderungen an die Politik für verlängerte Abverkaufsfrist
Viele Lebensmittelverbände haben sich erneut am 10. Juni 2026 an die Bundesjustizministerin gewendet und gegen eine drohende Warenvernichtung eine zwölfmonatige Abverkaufsfrist im Rahmen der EmpCo-Richtlinie gefordert. Auch das Forum Fairer Handel (FFH) hat sich als unser Verband in einem Brief den Forderungen angeschlossen. Im Fokus steht u.a. der Umstellungsaufwand und die finanzielle Belastung für kleine und mittlere Unternehmen im Fairen Handel, die mit Neuentwicklung, Anpassung oder – im ungünstigsten Fall – mit der Vernichtung von Produktverpackungen verbunden sind.
Allgemein arbeiten wir selbstverständlich ständig daran, die Qualität unserer Produkte auf allen Ebenen zu optimieren, um unseren hohen Ansprüchen und Ihren Erwartungen gerecht zu werden. Ihr Vertrauen in die Marke GEPA ist uns sehr wichtig.
Peter Schaumberger, Geschäftsführer
Barbara Schimmelpfennig, Leiterin Abteilung Presse und Kommunikation