
Unsere FAQ
Die GEPA
Allgemeines
Wofür steht die Abkürzung GEPA?
GEPA steht für: „Gerechtigkeit und Partnerschaft im Welthandel.“ Im Handelsregister und auch im Handelsnamen ist die GEPA nach wie vor eingetragen mit „Gesellschaft zur Partnerschaft mit der Dritten Welt“. Diese Bezeichnung geht auf das Gründungsjahr der GEPA 1975 zurück. Damals war die Bezeichnung „Dritte Welt“ noch geläufig und weit verbreitet.
Die Problematik des Begriffes „Dritte Welt“ in unserem Handelsnamen ist uns bewusst. Allerdings wäre eine Änderung im Handelsregister mit erheblichem Aufwand verbunden. Aus diesem Grund haben wir es bislang noch nicht geändert.
Wie ist eigentlich das GEPA-Logo entstanden?
Ursprünglich hatte die GEPA in ihrem Logo die Zahl Drei. Das ging zurück auf die im Jahr 1971 entstandene Bewegung „Aktion Dritte Welt Handel“.
Bereits im Gründungsjahr der GEPA 1975 wurde die Zahl Drei im GEPA-Logo spiralenförmig fortgeführt. Die Formulierung „Dritte Welt“ wurde schließlich abgelöst durch „Eine Welt“ und auch die GEPA reagierte auf diese Entwicklung und berücksichtigte es bei der Konzeption des neuen GEPA-Logos. Als 2009 das neue GEPA-Logo eingeführt wurde, knüpften wir formal an das an, was die GEPA in den letzten 30 Jahren erreicht hatte: Die Spirale symbolisiert Dynamik und sie ist voller Bewegung.
Sie dreht sich sowohl links- als auch rechtsherum. Außerdem entwickelt sie sich fast zwangsläufig aus dem Buchstaben G. Die Spirale ist auch eine Urform der Natur. Sie kommt in Muscheln und Spinnennetzen vor, in Luft- und Wasserströmungen und in den Planetenbahnen. Man trifft das Symbol der Spirale fast in allen alten Kulturen an – von der „Cosmovision“ der Mayas bis zu den Kapitellen dorischer Säulen.
Bezogen auf den Fairen Handel und die Arbeit der GEPA steht die Spirale auch dafür, dass wir noch lange nicht am Ende sind auf dem Weg, die Welt ein Stück gerechter zu machen. Vielmehr geht es immer weiter und genau diese Dynamik kommt mit der Spirale hervorragend zum Ausdruck.
Praktika, Ehrenamt und wissenschaftliche Arbeiten
Kann ich bei der GEPA ein Praktikum machen?
Wir freuen uns, dass du dich für ein Praktikum im Fairen Handel interessierst. Wir als GEPA haben unseren Schwerpunkt auf die betriebliche Ausbildung gelegt und bilden in vier verschiedenen Berufsbildern aus. Daher ist es uns leider nicht möglich darüber hinaus Praktika anzubieten.
Kann ich mich ehrenamtlich bei der GEPA engagieren?
Wir freuen uns, dass du dich in deiner Freizeit für den Fairen Handel einsetzen möchtest. Als tarifgebundenes Unternehmen kann die GEPA allerdings keine ehrenamtlichen Kräfte beschäftigen. Wie und wo du dich ehrenamtlich engagieren kannst, ist auf den Internetseiten unserer Partner zu finden:
Welche Unterstützung bietet die GEPA im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten?
Die GEPA erhält viele Anfragen im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten und Rechercheprojekten. Wir freuen uns sehr über das gestiegene Interesse am Fairen Handel und unserer Arbeit. Aufgrund unserer begrenzten personellen Möglichkeiten ist es uns aber leider nicht möglich, hier eine adäquate persönliche Unterstützung anzubieten.
Daher stellen wir umfassende und aktuelle Hintergrundinformationen zum Fairen Handel und zur Arbeit der GEPA sowie zahlreiche Links zu benachbarten Organisationen des Fairen Handels auf unserer Website zur Verfügung, um auf diesem Wege eine optimale Hilfestellung anbieten zu können.
Bitte nutze diesen Service – wir erweitern die Informationen ständig und versuchen sie bestmöglich auf einem aktuellen Stand zu halten.
Handelspartner
GEPA und ihre Handelspartner
Wer sind die Handelspartner des Fairen Handels?
Zielgruppe des Fairen Handels sind Klein-Produzent*innen und abhängig beschäftigte Arbeiter*innen (überwiegend im Globalen Süden), die in der Landwirtschaft und in der handwerklichen Produktion, auf Plantagen und in Fabriken arbeiten.
Unsere Handelspartner sind Organisationen oder Unternehmen, die die Interessen der Produzent*innen bzw. der Arbeiter*innen vertreten.
Das sind:
- Zusammenschlüsse von Produzent*innen, z.B. Genossenschaften mit gewählten Vertreter*innen und Dachverbände von mehreren Genossenschaften.
- Unternehmen mit sozialer und ökologischer Verantwortung für Arbeiter*innen und Angestellte
- Nicht-Regierungsorganisationen oder Vermarktungs-Organisationen, die Produzent*innen bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen und fördern.
Was heißt Vorfinanzierung bei der GEPA?
Sollte es vorkommen, dass eine Genossenschaft nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, um die Ware ihrer Mitglieder aufzukaufen – das kann Kakao, Kaffee oder eine andere Rohware sein – besteht die Möglichkeit der Vorfinanzierung nach Fairtrade-Standards.
Bei Bedarf hat der Handelspartner Anspruch auf Vorfinanzierung nach Standard von Fairtrade International. Die GEPA gewährt dann entweder einen zinsgünstigen Kredit oder ermöglicht die Vorfinanzierung über soziale Kreditgeber, die auf die Bereitstellung von Vorfinanzierungen im Fairen Handel spezialisiert sind.
Wie eine Handelsbeziehung bei der GEPA entsteht
Wie kommt GEPA zu neuen Handelspartnern?
Erhalten wir eine Anfrage einer neuen Produzenten-Organisation, prüfen wir:
Ist ein Produkt sinnvoll für unser Sortiment und unsere Vertriebskanäle und erfüllt das Produkt unsere Anforderungen an Qualität, Geschmack, Produktsicherheit und Vermarktungsfähigkeit?
Erfüllt die Produzenten-Organisation bereits in weiten Teilen die Kriterien des Fairen Handels?
Ist das Produkt zu einem angemessenen, für die Produzenten*innen, fairen Preis liefer- und verkaufbar?
Ist der neue Handelspartner bereits entsprechend der Kriterien von Fairtrade International, Naturland Fair, Fair for Life oder demnächst der WFTO zertifiziert, bitten wir um die Zusendung des Prüfberichts.
Im positiven Fall kommt es zu einer ersten Probebestellung. Wenn alles gut läuft, wird die Organisation dann zu einem neuen Handelspartner der GEPA.
Wie lange dauert es, bis der Handel mit einem neuen GEPA-Handelspartner so richtig losgehen kann?
Das variiert von Partner zu Partner.
Bei Produzenten-Organisationen, die über eines der anerkannten Monitoring- und Zertifizierungssysteme geprüft sind, kann das schon mal sehr schnell gehen, wenn ein Rohstoff wie Kaffee geliefert wird, die Abläufe dem Partner bereits vertraut sind und wir auf vorhandene Einschätzungen von Fairtrade International oder anderen Systemen zurückgreifen können. Dann kann es sein, dass wir schon nach vier Wochen die Ware bekommen.
Es gibt aber auch Fälle, in denen zwei Jahre vergehen, bis das Produkt geliefert werden kann. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Partner-Organisation noch am Anfang steht, vielleicht keine Exporterfahrung hat oder das Produkt noch weiterentwickelt werden muss. Gerade bei weiterverarbeiteten Lebensmitteln, die im Herkunftsland produziert wurden oder bei Handwerksprodukten ist das manchmal sehr aufwändig. Es kommt auch vor, dass die Kommunikation mit dem Partner nicht so einfach ist, weil organisatorische, technische oder politische Hindernisse dies erschweren.
Wer bei der GEPA entscheidet, ob eine neue Handelspartnerschaft entsteht?
An der Entscheidung sind bei der GEPA die Abteilungen Einkauf, Vertrieb sowie Grundsatz & Politik beteiligt.
Bei besonderen/ungewöhnlichen Organisationsstrukturen oder einer ganz neuen Produktgruppe wird derFair Trade Ausschuss (FTA) der GEPA einbezogen. Das ist ein Fachgremium, das die Geschäftsführung berät. Darin sitzen externe Fair-Handels-Fachleute, Vertreter*innen der Grundsatz-Abteilung und der für „Partner und Produkte“ zuständige Geschäftsführer der GEPA.
Informationen zu einzelnen GEPA-Handelspartnern
Wo finde ich Informationen zu einem bestimmen GEPA-Handelspartner?
Von vielen Handelspartnern haben wir sogenannte Handelspartnerdarstellungen auf unserer Homepage. Außerdem gibt's dort noch Reiseberichte von Reisen zu unseren Handelspartnern sowie Reportagen und Reisetipps für alle, die selbst mal einen unserer Handelspartner besuchen möchten:
Weitere Informationen:
Rund ums Thema „EmpCo“
Allgemeines
Wofür steht die Abkürzung „EmpCo“?
EmpCo steht für “Empowering Consumers for the Green Transition” (Verbraucher*innen für den ökologischen Wandel stärken).
Was bedeutet EmpCo konkret?
Die EmpCo-Richtlinie ist eine neue EU-Regelung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Sie sorgt dafür, dass solche Aussagen für Verbraucher*innen generell klarer und überprüfbarer werden, und schafft europaweit einheitliche Regeln. Dieses Anliegen unterstützen wir sehr. Es dürfen nur noch Siegel genutzt werden, die auf einem unabhängigen extern überprüften Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen vergeben werden.
Was bedeutet die EmpCo-Richtlinie für das Zeichen „fair+“ der GEPA?
Die GEPA hat die EmpCo-Richtlinie zum Anlass genommen, das Zeichen „fair+“ künftig nicht mehr zu verwenden. Dies betrifft Verpackungen, Materialien sowie unsere Kommunikation on- und offline.
Das Zeichen „fair +“ auf unseren Verpackungen war nie ein Siegel und es lag kein Zertifizierungssystem zugrunde. Mit „fair +“ haben wir seit 2011 deutlich gemacht, wofür die GEPA steht: für einen Fairen Handel, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und unser Unternehmenskern ist. Damit haben wir besondere Aspekte unseres Ansatzes erklärt und unsere Pionierrolle im Fairen Handel hervorgehoben.
Werden die GEPA-Produkte auch ohne das Zeichen „fair+“ noch unabhängig überprüft und zertifiziert?
Ja. Wir arbeiten nach wie vor mit FLOCERT, dem globalen Zertifizierer für Fairtrade zusammen. FLOCERT prüft und zertifiziert unsere Rohware nach den Standards von Fairtrade International. Die FLO-Zertifizierung für Rohwaren unserer Produktgruppen wie etwa Kaffee, Schokolade, Tee, Honig bis zu Ölsaaten oder Getreide ändert sich keineswegs.
Auf einen Blick:
Die GEPA ist als Marke mit ihrem Logo stark, bekannt, transparent und glaubwürdig – auch ohne ergänzende Zeichen. Das belegen wir seit mehr als 50 Jahren durch konsequent faires Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Daran ändert sich nichts.
Produktqualitäten, Rohwaren, Rezepturen bleiben unverändert, ebenso die Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern.
Die GEPA erfüllt weiterhin die Fairtrade-Standards und wird durch FLOCERT
unabhängig auditiert und zertifiziert (FLO ID 246).Viele unserer Produkte stammen zusätzlich aus ökologischem Anbau und sind entsprechend z.B. mit dem anerkannten EU-Bio-Siegel oder dem anerkannten Naturland-Zeichen sowie „Naturland Fair“ gekennzeichnet.
Wann tritt die EmpCo-Richtlinie in Kraft und gibt es Übergangsfristen?
Die EmpCo-Richtlinie tritt mit dem 27. September 2026 in Kraft.
Viele Lebensmittelverbände haben sich an die Bundesjustizministerin gewendet und gegen eine drohende Warenvernichtung eine zwölfmonatige Abverkaufsfrist im Rahmen der EmpCo-Richtlinie gefordert. Auch das Forum Fairer Handel (FFH) hat sich als unser nationaler Verband diesen Forderungen angeschlossen. Im Fokus steht u.a. der Umstellungsaufwand und die finanzielle Belastung für kleine und mittlere Unternehmen im Fairen Handel, die mit Neuentwicklung, Anpassung oder – im ungünstigsten Fall – mit der Vernichtung von Produktverpackungen verbunden sind. Diese Übergangsfristen wurden nicht eingeräumt.
Wir haben unsere Verpackungen überarbeitet, bzw. bei noch bestehenden Verpackungsbeständen das “fair +” Zeichen mit einem goldenen Punkt überklebt.
Kaffee
Kaffee allgemein
Was ist der Unterschied zwischen Kaffeekirschen, Pergaminkaffee und Rohkaffee?
Als Kaffeekirschen bezeichnet man die Steinfrüchte inkl. Bohne, die einer Kirsche ähneln. Durch das sogenannte Entpulpen werden die Kaffeebohnen vom Fruchtfleisch, der Pulpe, sowie der Schale der Kirsche getrennt. Aus fünf Kilo Kaffeekirschen kann man ein Kilo Pergaminkaffee (Kaffeebohnen mit Pergamenthäutchen) gewinnen. Ein Kilo Pergaminkaffee entspricht ca. 680 Gramm Rohkaffee (Kaffeebohnen ohne Pergamenthäutchen). Aus 7,35 Kilo Kaffeekirschen erhält man demnach 1 Kilo Rohkaffee.
Der Preis für den Kaffee hängt vom Verarbeitungsgrad ab, z.B., ob die Bäuerin Kaffeekirschen an die Kooperative verkauft oder bereits zu Pergaminkaffee verarbeitete Ware.
Was ist der Unterschied zwischen Arabica und Robusta?
Es handelt sich um die zwei bekanntesten Kaffeearten. Insgesamt gibt es mehr als 100, aber relevant für Kaffeetrinker*innen sind Arabica und Robusta.
Arabica:
- Ist mit rund 60 Prozent des weltweiten Kaffeeanbaus verbreiteter als Robusta
- Wächst vorrangig in Höhen ab 1.000 bis 2.100 Metern
- Durchschnittliche Temperatur für optimales Wachstum: 18 bis 25 Grad
- Wächst vor allem in Süd- und Mittelamerika sowie in Ostafrika.
- Hauptanbaugebiete sind: Brasilien, Kolumbien, Äthiopien, Honduras, Peru, Mexiko, Guatemala, Nicaragua, China und Indien
- Empfindlicher gegenüber klimatischen Schwankungen und Krankheiten als Robusta
- Daher ist der Klimawandel speziell für den Arabica-Anbau eine große Herausforderung
- Breites Geschmacksspektrum von süß über säuerlich bis würzig oder fruchtig, auch abhängig von der Art der Aufbereitung
- Der Koffeingehalt liegt bei 0,8-1,5% und ist damit niedriger als beim Robusta
- Enthält weniger Chlorogensäure als Robusta
- Der Fettgehalt ist mit 15-18 Prozent höher als beim Robusta
- Ist gut geeignet für manuelle Brühmethoden sowie für Espressomischungen
Robusta:
- Ist mit etwa 40 Prozent des weltweiten Anbaus weniger verbreitet als Arabica
- Wächst in tieferen Lagen als Arabica auf bis zu 900 Metern. In Ländern wie Uganda wächst Robusta auch auf bis zu 1.200 Metern
- Durchschnittliche Temperatur für optimales Wachstum: 26 Grad
- Wird hauptsächlich in Brasilien, Teilen Afrikas und in Asien angebaut.
- Hauptanbaugebiete sind: Vietnam, Brasilien, Indonesien, Uganda, Indien, Malaysia, Elfenbeinküste, Thailand, Tansania, Mexiko
- Wie der Name schon sagt: Die Robusta-Kaffeepflanze ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge als die empfindlichere Arabica-Pflanze
- Trotzdem ist auch Robusta-Kaffee nicht unverwundbar. Der Klimawandel bringt Dürren, Überschwemmungen und unregelmäßige Regenzeiten mit sich, was auch beim Robusta-Anbau zu Ernteverlusten führt
- Geschmacklich geht es mehr in Richtung kräftig-erdig, würzig
- Der Koffeingehalt liegt bei 1,7 -3,5% und enthält damit mehr Koffein als Arabica
- Enthält mehr Chlorogensäure als Arabica
- Der Fettgehalt ist mit 8-9 Prozent etwas niedriger als Arabica
- Gut geeignet für Blends (Mischung verschiedener Kaffeesorten) mit starkem Charakter
Immer mehr Arabica-Robusta-Mischungen wie unser „dein pfund fairness“ erobern den Kaffeemarkt.
Den reinen Charakter von erlesenen Robusta-Bohnen bietet der „GEPA-Bio Espresso Kampala” aus 100 % Robusta von unserem Partner ACPCU in Uganda.
Was bedeutet "Langzeitröstung" bei Kaffee?
Alle Verarbeiter (Röstereien) der GEPA wenden ausschließlich die traditionelle und schonende Langzeitröstung an. Dabei werden kleinere Mengen (max. 250kg Rohkaffee) unter ständiger Bewegung für 8 bis 15 Minuten geröstet bei Temperaturen von max. 220-230°C. Auf diese Weise bekommen die Bohnen genug Zeit, all ihre vielzähligen Aromen zu entfalten und ihr volles Potenzial zu entwickeln. Abschließend werden sie mit Luft und unter Bewegung schonend abgekühlt.
Vorteile:
Je länger ein Kaffee geröstet wird, desto mehr Chlorogensäuren werden abgebaut und desto mehr Aromen können sich entwickeln, denn dieser Prozess ist zeitabhängig.
Deshalb setzt die GEPA ausschließlich auf die schonende Langzeitröstung.
Wie läuft die Entkoffeinierung der GEPA-Kaffees ab?
Alle unsere entkoffeinierten Kaffees werden mit natürlicher Quellkohlensäure und reinem Wasser langsam und schonend entkoffeiniert. Dieser Prozess dauert ca. 3 Wochen an. Die natürliche Quellkohlensäure ist unter bestimmten Temperatur- und Druckbedingungen ein ideales Extraktionsmittel für Koffein. Nach der Entkoffeinierung weisen unsere Kaffees einen Restkoffeingehalt von max. 0,08 % auf.
Mit diesem natürlichen Verfahren, ohne chemische Mittel, bleiben auch die entkoffeinierten GEPA-Kaffees besonders mild und voll aromatisch.
Weitere Informationen:
Was ist das Besondere am GEPA-Kaffee Bio Organico „Milde Fairness"?
Der Rohkaffee des Bio Organico „Milde Fairness" wird vor dem Rösten mit Wasserdampf (Lendrich-Verfahren) behandelt. Bei diesem Veredlungsprozess, der ohne chemische Hilfsmittel auskommt, wird die Wachsschicht der Kaffeebohnen entfernt, die Zellstrukturen werden geöffnet und dadurch die sogenannten Röstreizstoffe verringert. Das macht den aufgebrühten Kaffee ausgewogen, noch milder und das bei vollem Aroma sowie Koffeingehalt.
Wie werden die löslichen Fair-Trade-Kaffees der GEPA hergestellt?
Als schnelle Alternative bietet die GEPA lösliche Kaffees an, natürlich Fair Trade. Doch wie werden sie hergestellt? Zunächst sei gesagt: Löslicher GEPA-Kaffee wird ausschließlich aus Röstkaffee unter Verwendung von Wasser hergestellt, enthält also keine Zusatzstoffe.
Weitere Informationen:
Was hat es mit der Säure im Kaffee auf sich?
Rohe Kaffeebohnen enthalten mehr als 80 verschiedene Säuren. Sie sind ein essenzieller Bestandteil von Kaffee und eine wichtige Komponente in Bezug auf das Geschmacksprofil. Ohne Säure würde ein Kaffee flach und langweilig schmecken. Bei der qualitativen Bewertung eines Kaffees wird u.a. auch die Komplexität der Säuren bewertet.
Leider wird Säure häufig mit sauer verwechselt bzw. gleichgesetzt. Dabei beschreibt sauer den pH-Wert eines Getränks, während die wahrnehmbaren Säuren keinen Einfluss auf den pH-Wert haben. Aufgrund ihrer Genetik enthalten Arabica-Bohnen deutlich weniger Säure als Robusta-Bohnen. Der Großteil der in den Kaffeebohnen enthaltenen Säuren bauen sich während des Röstprozesses ab oder zerfallen in bitter schmeckende Stoffe. Das heißt, je länger und dunkler der Kaffee geröstet wird, desto mehr wahrnehmbare Säuren werden abgebaut.
Sind die Kaffeesäuren dennoch zu stark wahrnehmbar, dann hilft die Zugabe von Milch oder Milchalternativen, um diese zu neutralisieren.
Welche Mahlgrade gibt es bei GEPA-Kaffees?
Die gemahlenen GEPA-Kaffees weisen zwei verschiedene Mahlgrade auf, es wird zwischen Espressi und Filterkaffee unterschieden. Während die Espressi fein gemahlen sind (Konsistenz wie Mehl), um die Zubereitung im Siebträger zu gewährleisten, haben die Filterkaffees eine mittlere Mahlung (wie Speisesalz). Die Filterkaffees können sowohl im Handfilter als auch der Filtermaschine zubereitet werden. Alle unsere Filterkaffees enthalten auf der Rückseite eine von uns empfohlene Dosierungsanleitung.
Organico Blonde Fairness
Warum heißt der neue Organico „Blonde Fairness“?
Der Name kommt von dem Hellbraun der Bohnen, beschreibt also die Farbe der gerösteten Bohne.
Woher kommt die Bezeichnung „blonde Röstung“ beim Kaffee?
„Blonde Roast“ ist ein gängiger Begriff in der Kaffeewelt für hell geröstete Bohnen/ Kaffees.
Ist der Röstvorgang beim “Organico Blonde Fairness” anders als bei den sonstigen Filterkaffees der GEPA?
Ja, der Rohkaffee für unseren “organico blonde fairness” wird etwas kürzer und bei niedrigeren Temperaturen geröstet (meist bei ca. 200 °C) als die anderen Filterkaffees. Deshalb sind diese Bohnen auch heller.
Wie wirkt sich der kürzere Röstvorgang auf den Geschmack des “Organico Blonde Fairness” von der GEPA aus?
Die geringere Röstdauer bringt das natürliche Geschmacksprofil der Kaffeebohnen besser zur Geltung. Dieser Kaffee zeichnet sich durch seine fruchtigen Aromen von roten Beeren aus, die von einer leichten Süße und sehr angenehmen Zitrus-Fruchtsäure begleitet werden.
Was macht „organico blonde fairness” so besonders?
„organico blonde fairness” ist der einzige hell geröstete Filterkaffee im GEPA-Kaffeesortiment. Außerdem handelt es sich um einen reinen Arabica-Kaffee von den GEPA-Handelspartnern MEACCE aus Uganda sowie Sidama aus Äthiopien.
Durch die schonende helle Röstung entfaltet dieser Kaffee seinen frischen und zart-fruchtigen Geschmack. Fruchtaromen stehen im Vordergrund, durchzogen von einer leichten Süße und angenehmen Fruchtsäuren.
Wie sollte „organico blonde fairness" zubereitet und getrunken werden?
Geeignet sind: Filtermaschine und jegliche Handbrühmethoden wie Handfilter, Chemex, Aeropress, Frenchpress/Stempelkanne.
Wir empfehlen: 14 Gramm Kaffee mit 250 Milliliter Wasser aufgießen. Die Temperatur des Wassers sollte zwischen 92–95 Grad Celsius liegen (aufkochen und 1-2 Minuten abkühlen lassen), die Brühzeit bei ca. 2:30–3:00 Minuten.
Wir empfehlen, diesen Kaffee schwarz zu trinken. Durch die Zugabe von Milch bzw. Milchalternativen werden die Kaffeesäuren neutralisiert und das spannende Geschmacksprofil und die Aromen kommen nicht mehr zur Geltung.
Enthält „organico blonde fairness” weniger Bitterstoffe als andere Kaffees?
Ja, denn Bitterstoffe entstehen erst später im Röstvorgang, wenn Kaffeesäure abgebaut wird und zu diesen zerfällt. Da bei dieser hellen Röstung die Röstdauer kürzer ist, stehen die Säuren mehr im Vordergrund und es bilden sich weniger Bitterstoffe.
Tee
Tee allgemein
Gibt es für Tee einen Weltmarktpreis?
Anders als beim Kaffee oder Kakao gibt es beim Tee keinen Weltmarktpreis. Die GEPA übernimmt als Grundlage für ihren fairen Teepreis die Kalkulation ihrer Handelspartner. Hier wird darauf geachtet, dass sowohl die höheren Kosten der Bio-Produktion abgedeckt sind als auch ein Beitrag zu umfassenden Sozialprogrammen in den Teegärten geleistet werden kann.
Haben die GEPA-Tees Aromazusätze?
Mit der Einführung des neuen GEPA-Tee-Sortimentes kommen alle unsere Tees ohne Aromazusätze aus. Stattdessen verwenden wir zum Beispiel fruchtiges Orangenöl oder Bergamotte-Öl.
Schwarzer, Weißer, Grüner Tee – was ist der Unterschied?
Erst mal die Gemeinsamkeit: Alle werden aus derselben Pflanze hergestellt, der Teepflanze (Camellia sinensis). Der Unterschied liegt einzig in der Verarbeitung:
Schwarzer Tee entfaltet sein Aroma durch Oxidation (Reaktion der Inhaltsstoffe mit Sauerstoff). Er wird vor der Verarbeitung händisch oder maschinell gerollt.
Für den Grünen Tee werden die Blätter nach dem Rollen kurz erhitzt, geröstet bzw. gedämpft und die Oxidation früher gestoppt. Die Farbe des Grünen Tees sowie alle Gerbstoffe im Blatt bleiben erhalten.
Weißer Tee wird im Unterschied zu den anderen Sorten unter natürlichen Bedingungen getrocknet, wodurch das natürliche Oxidieren sehr früh unterbrochen wird (Nur etwa 2 % des Tees oxidieren). Weißer Tee ist somit am naturbelassensten.
Weitere Informationen:
Rooibos und grüner Rooibos – was ist der Unterschied?
Auch hier gilt: Beide werden aus den gleichen Zweigen hergestellt. Rooibos-Tee wird oxidiert, beim grünen Rooibos wird die Oxidation gestoppt.
Werden die GEPA-Tees im Ursprung abgefüllt?
Unser Bio Darjeeling Schwarztee in der 500-Gramm-Packung (Artikelnummer 8880985) wird im Ursprung abgefüllt. Alle anderen losen Tees werden beim Martinshof in Bremen, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, von Hand abgefüllt.
Wo werden die GEPA-Tees abgefüllt, die nicht schon im Ursprungsland verpackt werden?
Die losen Tees werden beim Martinshof in Bremen ebenfalls besonders schonend von Hand abgefüllt. Der Martinshof ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung, mit der wir schon seit 2003 zusammenarbeiten. Unser Ziel ist es, sowohl Kleinproduzent*innen im Süden als auch benachteiligte Partner hierzulande zusammen mit Verbraucher*innen zum Teil einer globalen Wertschöpfungskette zu machen.
Warum sind bei der GEPA die Teebeutel alle einzeln in ein Kuvert verpackt?
GEPA-Tees werden nicht nur in Haushalten, sondern auch in der Gastronomie konsumiert. Hier schreibt die Lebensmittelhygieneverordnung die Einzelverpackung vor.
Aus welchem Material werden die Teebeutel der GEPA hergestellt?
Das Filterpapier für unsere Teebeutel ist ungebleicht und besteht vorwiegend aus natürlichen und FSC-zertifizierten Zellulosefasern, beispielsweise der Abaca-Pflanze (in Ostasien heimische Pflanzenart aus der Gattung Bananen). Zusätzlich wird ein geringer Anteil (unter einem Prozent) eines synthetischen Nassfestigungsmittels zugefügt, damit das Papier nicht in heißem Wasser zerfällt. Das Papier ist nicht heiß-siegelfähig; d.h. es wird nicht mit Kunststoffzusätzen verschweißt. Der Beutel wird stattdessen mehrfach gefaltet und nach oben verknotet. Dadurch können wir auch auf Metallklammern verzichten.
Der Bio-Baumwollfaden ist ebenfalls industriell kompostierbar nach EU-Norm EN 13432.
Da Abfallbetriebe zurzeit noch nicht flächendeckend in der Lage sind, industriell zu kompostieren, empfehlen wir bis auf Weiteres die Entsorgung des gesamten Teebeutels in der Restmülltonne.
Honig
Honig allgemein
Honig aus Übersee – wäre es nicht besser, deutschen Honig zu kaufen?
Grundsätzlich begrüßen wir den Gedanken des „regionalen Einkaufs“.
Aber:
Nur ca. 45 Prozent des Gesamthonigbedarfes in Deutschland wird auch mit deutschem Honig gedeckt. Deshalb stellt die GEPA keine Konkurrenz zu heimischen Imker*innen dar.
Bei den restlichen 55 Prozent handelt es sich um Importhonige – wir meinen:
Wenn schon Importhonig, dann bio und fair.
Was zeichnet die GEPA-Honige aus?
Wir als GEPA …
haben ausschließlich Honige im Sortiment, die qualitativ der Deutschen Honigverordnung entsprechen
kontrollieren unsere Honigimporte auf Verfälschung mit Fremdzucker
lassen umfangreiche Analysen jeder einzelnen Charge durchführen
importieren auf direktem Wege ohne Zwischenhändler
legen unsere Produzentengruppen transparent offen.
zahlen unseren Handelspartnern faire Preise
pflegen langfristige Handelspartnerschaften
können unsere Honige bis zu den Imker*innen zurückverfolgen
unterstützen Produzent*innen mit wenig Land dabei, zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften, denn: Bienenstöcke aufzustellen braucht nicht viel Platz und ist ressourcenschonend
haben ausschließlich Bio-Honig im Sortiment: Alle 12 GEPA-Honige sind biozertifiziert nach EU-Öko-Verordnung. Bio-Landwirtschaft fördert die Artenvielfalt und schafft die Grundlage für vielfältige Lebensräume für Vögel, Insekten, Bodenlebewesen und Wildblumen
lehnen Gentechnik grundsätzlich ab: Alle unsere Honige sind ohne Gentechnik laut Gesetz
Weitere Informationen:
Werden die GEPA-Honige erhitzt?
Nein, unsere Honige werden nicht erhitzt. Sie werden schonend in der Wärmekammer erwärmt, damit sie sich langsam verflüssigen. Dies geschieht, damit der Honig aus den Fässern abfließen und anschließend abgefüllt werden kann.
Alle GEPA-Honige entsprechen den Qualitätskriterien der deutschen Honigverordnung für Speisehonig. Den Honigen werden auch keinerlei Zusatzstoffe zugefügt. Honig ist ein Naturprodukt und darf sich nur in seiner ursprünglichen Form und ohne Zusatzstoffe „Honig“ nennen.
Warum kristallisiert flüssiger Honig manchmal aus?
Die Kristallisation ist ein natürlicher Prozess bei Honig und setzt bei fast allen Honigen früher oder später ein. Sie wird durch Temperaturveränderungen und Bewegung gefördert. Kristallisation ist weder schädlich noch mindert sie die Honig-Qualität. Kristallisierter Honig ist lediglich nicht mehr so gut als flüssiger Honig einsetzbar und sieht nicht mehr so „schön“ aus.
Tipp:
Wenn flüssiger Honig kristallisiert ist, kann er durch ein warmes Wasserbad bei 40 Grad (nicht wärmer!) wieder flüssig gemacht werden.
Schon gewusst? Cremiger Honig ist kristallisiert. Er wurde bei der Kristallisation nur gerührt und erhält deswegen seine feincremige Konsistenz.
Schmeckt der Orangenblütenhonig nach Orange und der Eukalyptushonig nach Eukalyptus?
Während der Eukalyptushonig nichts von Mentholgeschmack hat, kommt beim Orangenblütenhonig eine feine Zitrusnote durch, weshalb er sich z.B. hervorragend für Salatdressings und Nachtische eignet. So unterschiedlich wirken sich die Nahrungsgrundlagen der Bienen auf den Geschmack des Honigs aus.
Was ist der Unterschied zwischen Sortenhonig und Trachtenhonig?
Die beiden Begriffe sind Synonyme und beschreiben jeweils einen Honig, der überwiegend auf den Blüten einer bestimmten Pflanze gesammelt wurde. Der Begriff Sortenhonig wird normalerweise zur Beschreibung dieses Honigs verwendet. Der Begriff Trachtenhonig kommt aus der Imkerfachsprache, wobei die "Tracht" in diesem Fall das Blütenangebot beschreibt. Sortenhonig und Trachtenhonig sind das Gleiche.
Wie kontrolliert die GEPA, dass es ein reiner Sortenhonig ist?
Die Pollenanalyse verrät es:
Unter dem Mikroskop sind die Pollen im Honig erkennbar, die die Bienen beim Besuch der Blüten gesammelt hat. Ein Sorten- oder Trachtenhonig muss überwiegend Pollen einer bestimmten Sorte enthalten.
Welche Honige eignen sich eher für eine flüssige Abfüllung, welche für eine cremige?
Die Analyse des Fructose-Glucose-Verhältnisses (FG-Verhältnis) verrät es:
Das Verhältnis dieser zwei Zuckerarten gibt Aufschluss darüber, ob ein Honig eher für eine cremige oder eine flüssige Abfüllung geeignet ist.
Übrigens: Je höher der Anteil an Fruchtzucker ist, desto langsamer kristallisiert ein Honig.
Und: Die GEPA führt diese Analysen nicht selbst durch, sondern arbeitet mit mehreren akkreditierten Laboren zusammen.
Gibt es für Honig einen Weltmarktpreis?
Anders als beim Kaffee oder Kakao gibt es beim Honig keinen Weltmarktpreis. Ausschlaggebend für die Höhe des Honigpreises sind die Marktpreise. Die GEPA hat in den letzten Jahren mehr für den Honig bezahlt, als der Fairtrade-Mindestpreis vorsieht.
Wie unterstützt die GEPA ihre Honig-Partner konkret, mit den Folgen der Klimakrise umzugehen?
Wir als GEPA…
fördern über unseren Handelspartnerfonds u. a. Maßnahmen zur Anpassung an die Klimakrise: z.B. durch die Umstellung auf Bio-Qualität wie 2021 beim Honig-Sortiment sowie Baumpflanzprojekte und Schattenbewirtschaftung
übernehmen Bio-Zertifizierungskosten, teils über mehrere Jahre wie bei Guaya’b unserem Honig-Partner in Guatemala
gewähren Abnahmegarantien für den Bio-Honig wie bei Copichajulense in Guatemala
Weitere Informationen:
Kann der importierte GEPA-Honig qualitativ mit deutschem Imker-Honig mithalten?
Ja – schließlich ist der GEPA-Honig nichts anderes als Imker-Honig, nur eben aus Mexiko, Guatemala, Uruguay und Tansania. Geschmackliche Unterschiede gibt es immer, weil vor Ort eine ganz andere Flora vorherrscht - das hat Einfluss auf den Geschmack. Aber gerade das macht ja unser vielfältiges Honigsortiment mit ganz unterschiedlichen Geschmackserlebnissen aus.
Gelten für alle Honige die gleichen Qualitätsanforderungen?
Ja, egal ob Importhonige oder deutsche Honige. Alle, auch die GEPA-Honige, unterliegen den EU-Richtlinien und der deutschen Honigverordnung. Die EU-Richtlinien sind übergeordnet. Die deutsche Honigverordnung hat noch zusätzliche Kriterien und ist noch strenger.
Warum ist Honig für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet?
Honig ist ein reines Naturprodukt und kann Sporen eines Bakteriums enthalten. Da die Darmflora von Babys unter einem Jahr noch nicht voll ausgereift ist, bietet sie noch keinen Schutz gegen dieses Bakterium. Deshalb haben wir den Warnhinweis jetzt in rot und in Form eines Piktogramms auf unseren Honigetiketten abgebildet.
Warum ist Honig nicht vegan?
Honig wird von Bienen hergestellt und ist somit ein tierisches Produkt, auch wenn der Rohstoff, aus dem Honig hergestellt wird, rein pflanzlich ist (Nektar, Honigtau). Da Veganer*innen keine tierischen Produkte essen, steht Honig für sie nicht auf dem Speisezettel.
Häufig wird kritisch angemerkt, dass den Bienen bei der Honig-Ernte das Futter weggenommen wird und sie dann mit „künstlichem“ Futter versorgt werden. Das ist zwar richtig, für uns als Fair Trade-Organisation steht aber der Mensch im Mittelpunkt und wir möchten die Imker*innen mit dem Fairen Handel unterstützen. Für sie ist das Einkommen, das sie durch das Imkern generieren, immens wichtig und gerade durch die Förderung bei der Bio-Umstellung hat die GEPA mit dazu beigetragen, dass das Imkern für Mensch, Biene und Umwelt so naturnah und schonend wie möglich abläuft.
Weitere Informationen:
Was hat es mit sogenannten „Fake-Honigen“ aus dem Ausland auf sich?
Das Wichtigste vorab:
Bei der GEPA gilt: Honig steht auf dem Glas, Honig ist drin! Das gilt selbstverständlich für ALLE GEPA-Honige.
Leider sind Importhonige durch Medienberichte über Panschereien mit Zuckersirup pauschal in Verruf geraten. Bezogen auf die GEPA ist dieser Vorwurf unbegründet, da die Herkunft aller GEPA-Honige von der Wabe bis ins Glas rückverfolgbar ist.
Wer also sicher sein will, dass echter Honig im Glas ist und gleichzeitig auch noch dazu beitragen möchte, dass Imker*innen in den Herkunftsländern fair bezahlt werden, greift am besten zum GEPA-Honig. Übrigens: Alle GEPA-Honige sind fair UND bio!
Jeder GEPA-Honig wird von einem akkreditierten Labor untersucht. So kommt immer streng geprüfte Qualität aufs Brot oder in den Tee.
Weitere Informationen:
Warum ist Honig manchmal heller, manchmal dunkler?
Grundsätzlich kann Honig als unbehandeltes Naturprodukt bei jeder Ernte kleine Abweichungen im Geschmack oder auch in der Farbe aufweisen. Je nachdem, zu welchen Blüten die Bienen fliegen, variieren Geschmack und Aussehen. Des Weiteren haben die klimatischen Bedingungen und der Zeitpunkt der Ernte ebenfalls Einfluss auf den Geschmack des Honigs.
Kakao/Schokolade
Kakao/Schokolade allgemein
Aus welchen Ländern und von welchen Partnern bezieht die GEPA ihren Kakao?
Auch unsere Kakao-Handelspartner finden Sie in unserer Handelspartner-Datenbank:
Kauft die GEPA ausschließlich Kakao in Bio-Qualität?
Ja, die GEPA bezieht ausschließlich Kakao in Bio-Qualität. Auch die Kakaobutter, die die GEPA von ihrem langjährigen Handelspartner El Ceibo aus Bolivien bezieht, ist in Bio-Qualität.
Was macht die GEPA-Schokoladen so besonders?
Von der Bohne bis zur Tafel fair
Alle GEPA-Schokoladen sind von der Bohne bis zur Tafel fair: Unsere Lieferkette ist transparent und dokumentiert.
Viele Händler kennen die Herkunft ihres Kakaos nicht, bei der GEPA ist das anders.
Die GEPA kennt ihre Partnergenossenschaften und kauft den Kakao direkt bei den Kleinbauern-Organisationen.
Viele GEPA-Schokoladen sind schon 100 Prozent fair. Das erreichen wir u.a. durch den Einsatz von fairer Bio-Alpenmilch sowie fairem Bio-Palmfett und selbstverständlich fairem Bio-Zucker.
100 Prozent Bio
Alle GEPA-Schokoladen stammen aus ökologischem Anbau und tragen das EU-Bio-Siegel. Die meisten tragen zusätzlich auch noch das Naturland-Zeichen.
Die Schokoladenmasse für alle GEPA-Schokoladen wird lange, schonend und sorgfältig conchiert.
Alle GEPA-Schokoladen sind ohne Gentechnik laut Gesetz.
Die GEPA steuert die Verarbeitung selbst
Die GEPA importiert die Kakaobohnen, den Zucker und weitere Zutaten direkt. Die Schokolade jedoch produziert die GEPA nicht selbst.
Die Verarbeitung der fair gehandelten Kakaobohnen zu Kakaomasse und Kakaobutter - so genannten Halbfabrikaten - erfolgt durch mittelständische Verarbeiter nach Vorgaben der GEPA.
Die GEPA kauft große Mengen fair gehandelter Kakaobutter direkt bei ihrem langjährigen Partner El Ceibo in Bolivien. Dadurch bleibt viel Wertschöpfung im Ursprungsland.
So entsteht die GEPA-Schokolade
Kakaomasse, Kakaobutter und Kakaopulver werden in einer traditionsreichen deutschen Schokoladenmanufaktur weiterverarbeitet.
Die Manufaktur zählt zu den wenigen Betrieben, die selbst Kakaomasse herstellen.
Dort wird unter anderem die Kakaomasse für die Sorten „Taste Fair Africa“ sowie die „Bio Schokolade São Tomé 95 %“ produziert.
Die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur besteht seit Jahrzehnten.
Faire Bio-Milch
Für alle Vollmilchschokoladen verwendet die GEPA ausschließlich faire Naturland-Bio-Milch der Milchwerke Berchtesgadener Land.
Die GEPA war der erste Schokoladenanbieter mit fair gehandelter Bio-Milch.
Mengenausgleich
Die GEPA wendet keinen Mengenausgleich an bei der Herstellung der Schokoladen.
Weiter Informationen:
Warum gibt es unterschiedliche Bio-Siegel auf GEPA-Schokoladen?
Alle unsere Schokoladentafeln und -riegel sind mit dem EU-Bio-Siegel ausgezeichnet. Zusätzlich sind die meisten Schokoladentafeln und -riegel mit dem Naturland- oder dem Naturland Fair Zeichen versehen.
In einigen Schokoladenriegeln ist natürliches Aroma enthalten, das nach EU-Bio-Verordnung erlaubt ist, aber von Naturland nicht anerkannt wird. Daher ist auf diesen Riegeln auch nur das EU-Bio-Siegel abgebildet.
Was bedeutet das Naturland Zeichen oder das Naturland Fair Zeichen auf GEPA-Schokoladen?
Unsere Schokoladen tragen neben dem EU-Bio-Siegel zusätzlich das Naturland Zeichen oder das Naturland Fair Zeichen. Die Kriterien von Naturland Fair orientieren sich an den FLO/Fairtrade-Kriterien. Während sich Fairtrade und auch die GEPA auf den Fairen Handel mit Produzent*innen im Globalen Süden konzentrieren, bezieht Naturland Fair zusätzlich Erzeugnisse aus dem Globalen Norden in seine Fair-Kriterien ein.
Die GEPA verzichtet bereits seit vielen Jahren auf das Fairtrade-Siegel auf ihren Fertigprodukten. Als Pionierin des Fairen Handels steht die GEPA mit ihrem Namen selbst für Fairen Handel. Unsere Arbeit orientiert sich an den FLO/Fairtrade-Kriterien, zudem ist die GEPA entsprechend zertifiziert. Für unsere Schokoladen verwenden wir Bio-Vollmilchpulver, das nach Naturland Fair zertifiziert ist.
Da Milch ein Produkt aus dem Globalen Norden ist, fällt sie nicht unter den eigentlichen Schwerpunkt der GEPA, den Fairen Handel mit dem Globalen Süden. Um dennoch sichtbar zu machen, dass bei diesen Schokoladen auch die Milch nach Fair-Kriterien erzeugt und gehandelt wird, kennzeichnen wir alle Schokoladen, die dieses Vollmilchpulver enthalten, mit dem Naturland Fair Zeichen.
Aus welchem Material besteht der Innenwickel der GEPA-Schokoladen?
Für unsere Schokoladen und Riegel verwenden wir eine heimkompostierbare Innenfolie nach OK compost HOME. Hierbei handelt es sich um ein Zertifizierungszeichen von TÜV Austria. Es bedeutet, dass ein Produkt oder eine Verpackung unter den Bedingungen eines privaten Gartenkomposts biologisch abgebaut werden kann. Die Folie basiert auf FSC-/PEFC-zertifiziertem Holzzellstoff und zersetzt sich bei normaler Außentemperatur (20 Grad) auf dem Heimkompost. Wenn kein Heimkompost vorhanden ist, sollte die Folie im Restmüll entsorgt werden.
Weitere Informationen:
Warum wird die GEPA-Schokolade nicht im Ursprungsland hergestellt?
Für die Verarbeitung der Schokolade in Deutschland gibt es mehrere Gründe:
Lange Transportwege:
Die Kakaobohnen werden in Afrika und Lateinamerika geerntet.
Die Qualität von Schokolade wäre durch den langen Transport gefährdet.
Eine durchgehende Kühlung wäre erforderlich. Das wäre sehr teuer und würde hohe Energiekosten verursachen.
Aus ökologischen Gründen wäre das sehr fragwürdig.
Verwendung von Zutaten aus unterschiedlichen Herkunftsländern:
Für die GEPA-Schokoladen kommt beispielsweise der Zucker aus Paraguay oder von den Philippinen, die Kakaobohnen stammen aus der Dominikanischen Republik, São Tomé, Peru und weiteren Ländern.
Das fair gehandelte Bio-Milchpulver kommt aus Deutschland und das fair gehandelte Bio-Palmöl (für die Füllungen) aus Ghana.
Es wäre logistisch gar nicht möglich, denn die Zutaten müssen ja an einem Ort zusammengeführt werden, um die zahlreichen Schokoladensorten der GEPA herzustellen.
Rezepturen müssen den Geschmack der Kund*innen treffen:
In den Herkunftsländern der Kakaobohnen wird die Schokolade nach einer anderen Rezeptur hergestellt.
Alle, die schon einmal Schokolade in einem tropischen Land probiert haben, wissen das. Die dort produzierte Schokolade enthält beispielsweise weniger Kakaobutter, damit sie weniger schnell schmilzt. Das ist in warmen Ländern ein wichtiges Kriterium.
Was bedeutet „stark entölt“ bzw. „schwach entölt“ beim Kakaopulver?
„Schwach entöltes“ Kakaopulver hat mit 20 bis 22 Prozent Fettanteil einen höheren Fettgehalt als „Stark entöltes“ Kakaopulver mit einem Fettanteil von 10 bis 12 Prozent.
Bei der Verarbeitung der Kakaobohnen zu Kakaomasse passiert Folgendes:
Die Kakaobohnen werden zerkleinert und anschließend in der Kakaomühle gemahlen. Bei der Reibung entsteht Wärme und die in den Bohnen enthaltene Kakaobutter wird flüssig. Es entsteht die Kakaomasse. Anschließend wird unter hohem Druck die Kakaobutter aus der Masse herausgepresst. Zurück bleibt eine trockene harte Masse: der Kakaopresskuchen. Dieser wird zermahlen und das Kakaopulver entsteht: Je nachdem wie lange und unter welchem Druck die Kakaobutter der Masse entzogen wird, schwankt der Fettgehalt des Kakaopresskuchens.
Daher kommt der Unterschied zwischen „stark entöltem“ und „schwach entöltem“ Kakaopulver.
Was bedeutet eigentlich Fairtrade-Kakaoprogramm?
Beim Fairtrade-Kakaoprogramm wird kein Produktsiegel, sondern ein Programmsiegel für die Rohware Kakao vergeben. Konkret heißt das: Ein Unternehmen kauft beispielsweise von einer Kakao-Genossenschaft eine bestimmte Menge Kakao zu Fairtrade-Bedingungen ein. Den Zucker aber kauft das Unternehmen von einem konventionellen Händler. Der Kakao muss nach dem Grundsatz des Mengenausgleichs nicht physisch in dem Produkt enthalten sein, da dieses das Programmsiegel trägt.
Mehr zu diesem Thema findest du in unseren FAQ "Was heißt eigentlich Mengenausgleich" unter untenstehendem Link.
Damit setzt das Programm neben dem Prinzip der physischen Rückverfolgbarkeit einen weiteren wichtigen Grundsatz von Fairtrade außer Kraft: Nach diesem Grundsatz müssen alle fair gehandelten verfügbaren Rohstoffe wie Kakao und Zucker in der Schokolade verarbeitet sein.
Beim Fairtrade-Kakaoprogramm reicht es, wenn nur der Kakao in einer bestimmten Menge fair eingekauft wird.
Verwendet die GEPA noch Mascobado Vollrohrzucker in ihren Schokoladen?
Ja, dieser wird nach wie vor eingesetzt. Doch wir haben zusätzlich zu ATPI (ehemals ATC) Mascobado Vollrohrzucker nun auch Vollrohrzucker von Manduvirá aus Paraguay in unseren Schokoladen verarbeiten lassen.
Deshalb ist der Mascobado-Zucker nur noch in unserer Bio Mascobado Vollmilchschokolade sowie Bio Mascobado Blanc Schokolade einzeln aufgelistet.
Dattelschokolade #Choco4Change Vegan
Was bedeutet „Dein Beitrag“ bei der Dattelschokolade #Choco4Change Vegan?
20 Cent jeder verkauften Tafel #Choco4Change fließen unter dem Motto „Dein Beitrag“ zu unserem Handelspartner CECAQ-11. Daraus finanziert die Organisation die Aufforstung und Pflege von drei Wäldern sowie drei Baumschulen. Die Setzlinge werden zudem an die Kakaobäuer*innen verschenkt.
Weitere Informationen:
Was ist das Besondere an der #Choco4Change Vegan?
Die feingemahlenen Datteln als Zuckerersatz, der hohe Kakaoanteil mit 55% sowie das Haselnussmark für den besseren Schmelz sind wertvolle Zutaten, die unsere vegane Dattelschokolade so besonders machen.
Es ist die erste GEPA-Schokolade, die mit feingemahlenen Datteln hergestellt wird, ganz ohne Zucker. An der Rezeptur wurde lange gefeilt und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die #Choco4Change Vegan ist ein ganz neues Produkt, nicht vergleichbar mit einer Vollmilchschokolade.
#Choco4Change auf einen Blick
- 20 Cent für fürs Baumpflanzprojekt bei CECAQ-11
- reine Dattelsüße statt Zucker
- transparente und dokumentierte Lieferkette
- faire Preise, um Risiken für ausbeuterischer Kinderarbeit zu verringern
- fair gehandelt
- bio
- vegan
- ohne Sojalezithin
- ohne Gentechnik laut Gesetz
- Innenfolie heimkompostierbar (nach OK compost HOME)
Weitere Informationen:
Ist die #Choco4Change Vegan für Diabetiker*innen geeignet?
Wir loben unsere vegane #Choco4Change Vegan bewusst nicht als Diabetikerschokolade aus, da uns keine genauen Angaben zum glykämischen Index der Dattelsüße vorliegen.
Weitere Informationen:
Warum darf auf der Verpackung der #Choco4Change Vegan nicht „zuckerfrei” stehen?
Die #Choco4Change Vegan enthält Fruchtzucker, daher darf „zuckerfrei“ nicht auf der Verpackung stehen. Auf der Verpackung ist aber angegeben, dass „reine Dattelsüße statt Zucker“ enthalten ist.
Weitere Informationen:
Weitere Produkte Lebensmittel
Allgemeine Fragen zu Lebensmitteln der GEPA
Wie viele Lebensmittel-Produkte gibt es bei der GEPA?
Die GEPA hat 302 Lebensmittel im Sortiment (Stand: 2024).
Sind alle Zutaten eines GEPA-Produktes fair gehandelt?
Die GEPA arbeitet stetig daran, bei ihren Produkten einen möglichst hohen Fair-Handelsanteil zu erzielen. Aber es gibt nicht immer alle Zutaten fair gehandelt (z.B. das Orangenöl in der Schokolade „Zarte Bitter Orange“).
Bei Mischprodukten wie GEPA-Schokolade sind selbstverständlich der Zucker und der Kakao immer aus Fairem Handel. Seit die GEPA auch noch fair gehandeltes Bio-Milchpulver und sogar faires Bio-Palmöl bezieht, erhöhte sie ihren Fair-Handelsanteil bei einem Großteil ihrer Schokoladen auf 100 Prozent. Monoprodukte wie Kaffee haben sowieso einen Fair-Handelsanteil von 100 Prozent, da ja keine weiteren Zutaten enthalten sind.
Hiervon haben …
- … 211 Produkte einen Fair-Handelsanteil von 100 Prozent.
- … 75 Produkte einen Fair-Handelsanteil zwischen 55 und 99,9 Prozent.
- … vier Produkte einen Fair-Handelsanteil unter 50 Prozent.
- … keine Produkte einen Fair-Handelsanteil unter 25 Prozent.
(Stand: März 2025)
Was ist im Fairen Handel gemeint mit „Mischprodukt“?
Der Begriff „Mischprodukte“ geht zurück auf die englische Bezeichnung „composite products“ von Fairtrade International. Gemeint sind damit im Fairen Handel Lebensmittel, die aus mehreren Zutaten bestehen. Ein typisches Mischprodukt im Fairen Handel ist zum Beispiel Vollmilch-Schokolade.
Zutaten können hier sein:
Zucker, Kakao, Milchpulver und je nach Sorte Nüsse, Vanille, Rosinen oder andere Zutaten.
Aber auch Gebäck, Müsli, Marmelade und vieles mehr gelten im Fairen Handel als Mischprodukte.
Woran erkenne ich, welche Zutaten bei GEPA-Produkten fair gehandelt sind?
Transparenz und Glaubwürdigkeit sind für die GEPA selbstverständlich, so werden wir dem Vertrauen gerecht, das uns unsere Kund*innen entgegenbringen. Schon auf den GEPA-Verpackungen ist zu lesen, wie sich ein Produkt zusammensetzt. Alle Informationen sind klar erkennbar.
Bei allen GEPA-Lebensmittel-Produkten kennzeichnen wir die Zutaten auf der Zutatenliste. Der kleine hochgestellte Kreis ° auf der Zutatenliste bedeutet:
° Zutat ist aus Fairem Handel:
So sehen Verbraucher*innen auf den ersten Blick, wie hoch der Fair-Handels-Anteil insgesamt ist und wie sich das prozentual auf die Einzelzutaten verteilt. Denn auch der gesamte Fair Handelsanteil ist angegeben. Dieser bezieht sich auf die Einwaage:
Steht auf einer Schokolade: Fair Handelsanteil: 88 Prozent, bedeutet das bei einer 100 Gramm Schokolade 88 Gramm von 100 Gramm.
Wo kann ich GEPA-Lebensmittelprodukte kaufen?
GEPA-Produkte gibt es in:
- Weltläden
- Supermärkten
- im Bio- und Naturkosthandel
- sowie im Online-Shop der GEPA
Weitere Informationen:
Versendet die GEPA kostenlos Produkte an Blogger*innen/ Influencer*innen?
Generell arbeiten wir gezielt mit ausgewählten Blogger*innen und Influencer*innen zusammen, die aus unserer Sicht zur Firmenphilosophie und allgemein zum Fairen Handel der GEPA passen.
Falls du der Meinung bist, dass das auf dich und deinen Blog oder Social-Media-Kanal zutrifft, schicke uns eine unverbindliche Mail mit deinem Anliegen an:
Vegane GEPA-Produkte
Welche GEPA-Produkte sind vegan?
Es gibt zahlreiche GEPA-Produkte, die vegan sind. In unserem Online-Shop sind sie auf folgender Seite zusammengestellt:
Weitere Informationen:
Welche GEPA-Produkte werden als VEGAN bezeichnet?
Alle veganen GEPA-Produkte enthalten keine Zutaten aus tierischen Produkten oder deren Erzeugnissen, wie Milch, Honig, Eier, Fisch und Fleisch. Sie werden außerdem ohne den bewussten Einsatz von tierischen Hilfsmitteln wie z.B. Gelatine zur Klärung von Wein oder Saft hergestellt. In der Produktion wird nach bestem Wissen und Gewissen alles getan, um ein Produkt frei von tierischen Bestandteilen zu halten. Unbeabsichtigte Kontaminationen können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden und werden deklariert, wenn es sich um Allergene handelt.
Trägt ein Produkt z.B. den Allergiehinweis „Kann (Spuren von) Milchbestandteile(n) enthalten“, aber es handelt sich nicht um einen bewussten Einsatz eines tierischen Erzeugnisses, kann das Produkt trotzdem als vegan bezeichnet werden.
Tierische Bestandteile, die eventuell für die Etikettenfarben oder den Etikettenkleber verwendet wurden, werden bei der Auslobung eines veganen Produkts nicht berücksichtigt.
Weiter Informationen:
Sind GEPA-Weine und Säfte vegan?
Oft werden zur Klärung von Saft oder Wein Ausgangsstoffe tierischer Herkunft eingesetzt. Auch zur Aroma-Gewinnung werden oft Hilfsstoffe tierischer Herkunft verwendet.
Nach Auskunft unserer Lieferanten können wir die Klärung mit Rohstoffen tierischer Herkunft bei allen Weinen ausschließen bis auf einen, den Bio Solombra Torrontés von La Riojana.
Auch der Merida Orangensaft ist vegan.
Produkte Handwerk
Allgemeine Fragen zum Handwerk
Was ist eigentlich ein Handwerksprodukt bei der GEPA?
Bei der GEPA stehen die Begriffe „Handwerksprodukt“ oder auch „Nonfood-Produkt“ für folgende Produktgruppen:
- Schals, Loops und Tücher
- Taschen & Börsen
- Kerzen & Kerzenhalter
- Wohnaccessoires
- Küchenzubehör
- Körbe
- Lampenschirme & Wohntextilien
- Seifen und Badezimmerutensilien
- Kokoblock
- Faire T-Shirts
... und einiges mehr, überzeuge dich selbst!
Weitere Informationen:
Wie viele verschiedene Handwerksprodukte bietet die GEPA an?
Die GEPA hat ca. 650 verschiedene Artikel aus dem Handwerksbereich im Sortiment.
Hat die GEPA im Handwerksbereich Produkte, die sie immer führt? Oder wechselt das Sortiment stetig?
Die GEPA führt ca. 70 Produkte, die langfristig im Sortiment bleiben, wie z. B. Bolgakörbe oder Korbtaschen vom Partner Wüstensand, Seifen von Palam, Kokoblock, Kerzen, Seifenschalen usw. Hinzu kommen wechselnde Trend-Produkte, die sich an der jeweiligen Saison orientieren (Herbst/Winter und Frühling/Sommer).
So gibt es immer wieder neue Farben und Formen. Für Überraschungen ist also gesorgt und es wird nie langweilig.
Wo kann ich Handwerksprodukte der GEPA kaufen?
GEPA-Handwerksprodukte sind erhältlich in Weltläden, in allen Regionalen Vertriebszentren und in unserem Online-Shop.
Wertschöpfung im Ursprung
GEPA-Produkte komplett aus dem Ursprung
Welche GEPA-Produkte werden komplett im Ursprungsland verarbeitet und verpackt?
Wenn es möglich und sinnvoll ist, lässt die GEPA ihre Produkte im Ursprungsland verarbeiten und verpacken. Zurzeit sind es über 28 Lebensmittelprodukte, die komplett im Ursprungsland verarbeitet und verpackt werden. Auch Handwerksprodukte werden immer schon komplett in Afrika, Lateinamerika und Asien hergestellt.
Doch nicht nur das komplett vor Ort hergestellte Produkt, sondern auch viele Varianten von Verarbeitungsstufen im Land bedeuten schon einen Gewinn an Wertschöpfung.
Eine Liste der GEPA-Lebensmittel, die komplett im Ursprungsland verarbeitet und verpackt werden, findest du unten.
Weitere Informationen:
Faire Preise bei der GEPA
Fairtrade-Mindestpreis, Prämien und Zuschläge
Was bedeutet Fairtrade-Mindestpreis?
Viele Rohwaren wie z.B. Kaffee und Kakao werden an den Rohstoffbörsen gehandelt. Die Weltmarktpreise dieser Waren unterliegen starken Schwankungen. Preisschwankungen wirken sich auch auf die Verkäufer der Waren aus – im Fairen Handel sind das die Produzentengruppen. In Zeiten niedriger Weltmarktpreise kann das für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen fatale Folgen haben:
Der Fairtrade-Mindestpreis ist eine Absicherung gegen den Preisverfall. Er soll die Existenz der Produzent*innen sichern und eine kostendeckende Produktion ermöglichen.
Der Mindestpreis ist ein wichtiger Bestandteil der fairen Handelsbedingungen. Er trägt dazu bei, die wirtschaftliche Grundlage und Weiterentwicklung der Organisation zu sichern.
Steigt der Weltmarktpreis über den Fairtrade- Mindestpreis, zahlt die GEPA den Weltmarktpreis und zusätzlich die Fairtrade- und die Bio-Prämie.
Weitere Informationen:
Gibt es für alle Produkte aus dem Lebensmittelbereich einen Fairtrade-Mindestpreis?
Nein. Für Rohrzucker, verschiedene Teesorten und einige Kräuter und Gewürze zum Beispiel gibt es keine Mindestpreise. Hier tauscht sich die GEPA mit den Handelspartnern aus und gemeinsam wird ein Preis festgelegt, der die nachhaltigen Produktionskosten deckt.
Auf der Webseite von Fairtrade International sind die Fairtrade-Mindestpreise aufgelistet:
Was ist die Fairtrade-Prämie?
In den Standards von Fairtrade International ist festgelegt, dass für alle Produkte im Fairtrade-System eine Fairtrade-Prämie bezahlt werden muss. Das gilt auch für die Produkte, die nicht unter die Fairtrade-Mindestpreisregelung fallen.
Erzeugerorganisationen, die ihre Produkte über Fairtrade verkaufen, profitieren von dem finanziellen Sicherheitsnetz des Fairtrade-Mindestpreises und erhalten zusätzlich die Fairtrade-Prämie.
Die Mitglieder der Produzentenorganisation entscheiden, wofür die Prämie eingesetzt wird. Sie wird beispielsweise für Gemeinschaftsprojekte wie den Bau von Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten, für die Erwachsenenbildung oder für Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen- und Brückenbau eingesetzt.
Weitere Informationen:
Was ist eine Bio-Prämie?
Im Fairen Handel erhalten die Produzent*innen einen Bio-Zuschlag für biologisch angebaute und zertifizierte Produkte. Damit können sie die zusätzlichen Kosten abdecken, die durch eine Umstellung auf biologischen Anbau entstehen.
Zahlt die GEPA ihren Handelspartnern sonstige Zuschläge neben Fairtrade- und Bio-Prämie?
Die GEPA bezahlt in manchen Fällen zusätzlich noch Länder- und Qualitätszuschläge. Diese Zuschläge sind in den Standards von Fairtrade International nicht vorgegeben. Hierbei handelt es sich um Zuschläge, die die GEPA zusätzlich zur Fairtrade-Prämie und zum Biozuschlag bezahlt in Abhängigkeit von Qualität, Land und Marktlage.Außerdem hat die GEPA die Bio-Zertifizierungskosten für ihren Honig-Partner Guaya’b in Guatemala über mehrere Jahre übernommen.
Wie setzt sich der faire Einkaufspreis bei der GEPA zusammen?
Das ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Bei Lebensmittel-Produkten gilt:
Handelt es sich um ein Produkt, für das es einen von Fairtrade International festgelegten Mindestpreis gibt, dann zahlt die GEPA auf jeden Fall diesen Mindestpreis plus Fairtrade-Prämie und bei Bioprodukten plus Bio-Prämie. Hinzukommen können in manchen Fällen noch Qualitäts- und Länderzuschläge.
Ist der Marktpreis höher als der Fairtrade- Mindestpreis, gilt der aktuelle Marktpreis. Zusätzlich werden aber in jedem Fall die Zuschläge für Fairen Handel und Bio gezahlt. Auch hier können noch Qualitäts- und Länderzuschläge dazukommen.
Für GEPA-Handwerksprodukte gilt:
Die GEPA tauscht sich mit den Handelspartnern aus und akzeptiert den Preis, den die Partner-Organisation vorgibt Dieser Preis soll eine angemessene Bezahlung incl. der Deckung der Produktionskosten, einer Gewinnmarge für den Lebensunterhalt und Rücklagen der Produzent*innen ermöglichen.
Wenn wir glauben, dass der Endverkaufspreis zu hoch wäre und das Produkt sich dadurch nur schlecht verkaufen würde, versuchen wir beispielsweise mithilfe von Designveränderungen einen günstigeren Preis zu bekommen. Aber der Preis wird nicht nach unten verhandelt.
Warum ist Schokolade mit Fairtrade-Siegel oft günstiger als eine GEPA-Schokolade?
Es ist nicht immer so, dass Fairtrade-gesiegelte Produkte günstiger sind als die fair gehandelten GEPA-Produkte. Wenn es aber einen Preisunterschied gibt, hat das verschiedene Gründe. Beim Kauf einer GEPA-Bio-Schokolade erhalten Sie ein Bio-Produkt, das auch noch fair gehandelt ist. Und zusätzlich noch folgende Vorteile bietet:
Die Highlights der GEPA-Schokolade:
Mit großem Einsatz gewährleistet die GEPA, dass die fair gehandelten Zutaten ihrer Partner-Organisationen bei den Verarbeitern zusammengeführt und getrennt von anderer Rohware zu Schokolade verarbeitet werden. Auch dieser hohe logistische Aufwand ist mit entsprechenden Kosten verbunden.
Von der Bohne bis zur Tafel fair
Alle GEPA-Schokoladen sind von der Bohne bis zur Tafel fair: Unsere Lieferkette ist transparent und dokumentiert.
Viele Händler kennen die Herkunft ihres Kakaos nicht, bei der GEPA ist das anders.
Die GEPA kennt ihre Partnergenossenschaften und kauft den Kakao direkt bei den Kleinbauern-Organisationen.
Viele GEPA-Schokoladen sind schon 100 Prozent fair. Das erreichen wir u.a. durch den Einsatz von fairer Bio-Alpenmilch sowie fairem Bio-Palmfett und selbstverständlich fairem Bio-Zucker.
100 Prozent Bio
Alle GEPA-Schokoladen stammen aus ökologischem Anbau und tragen das EU-Bio-Siegel. Die meisten tragen zusätzlich auch noch das Naturland-Zeichen.
Die Schokoladenmasse für alle GEPA-Schokoladen wird lange, schonend und sorgfältig conchiert.
Alle GEPA-Schokoladen sind ohne Gentechnik laut Gesetz.
Die GEPA steuert die Verarbeitung selbst
Die GEPA importiert die Kakaobohnen, den Zucker und weitere Zutaten direkt – und ist damit eine absolute Ausnahme. Die Schokolade jedoch produziert die GEPA nicht selbst.
Die Verarbeitung der fair gehandelten Kakaobohnen zu Kakaomasse und Kakaobutter - so genannten Halbfabrikaten - erfolgt durch mittelständische Verarbeiter nach Vorgaben der GEPA.
Die GEPA kauft große Mengen fair gehandelter Kakaobutter direkt bei ihrem langjährigen Partner El Ceibo in Bolivien. Dadurch bleibt viel Wertschöpfung im Ursprungsland.
So entsteht die GEPA-Schokolade
Kakaomasse, Kakaobutter und Kakaopulver werden in einer traditionsreichen deutschen Schokoladenmanufaktur weiterverarbeitet.
Die Manufaktur zählt zu den wenigen Betrieben, die selbst Kakaomasse herstellen.
Dort wird unter anderem die Kakaomasse für die Sorten „Taste Fair Africa“ sowie die „Bio Schokolade São Tomé 95 %“ produziert.
Die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur besteht seit Jahrzehnten: Unsere qualitativ hochwertigen und hervorragenden Schokoladen sprechen für sich.
Faire Bio-Milch
Für alle Vollmilchschokoladen verwendet die GEPA ausschließlich faire Naturland-Bio-Milch der Milchwerke Berchtesgadener Land.
Die GEPA war der erste Schokoladenanbieter mit fair gehandelter Bio-Milch.
Innenwickel
Für unsere Schokoladen und Riegel verwenden wir eine heimkompostierbare Innenfolie nach OK compost HOME.
Mengenausgleich
Die GEPA wendet keinen Mengenausgleich an bei der Herstellung der Schokoladen.
Fairness und Qualität haben ihren Preis und machen die GEPA-Schokolade zu etwas ganz Besonderem. Übrigens: Im Preisvergleich mit anderen Premium-Schokoladen kann die GEPA sogar günstiger abschneiden – und dass, obwohl die anderen Anbieter weder Fair noch Bio sind!
Unterschiedliche Kalkulation bei der GEPA und einem Fairtrade-Lizenznehmer
Ein weiterer Grund für den Preisunterschied, der bei manchen Produkten auftritt, ist auf die unterschiedlichen Kalkulationsmöglichkeiten eines Fairtrade-Lizenznehmers und der GEPA zurückzuführen.
Die GEPA vertreibt ausschließlich fair gehandelte Produkte und kauft alle ihre Produkte und die Rohwaren zu fairen Bedingungen ein. Entsprechend kalkuliert dann die GEPA die Endverkaufspreise. Wie jedes Unternehmen muss die GEPA kostendeckend wirtschaften und auch einen Gewinn erzielen. Und zwar mit ihrem gesamten fair gehandelten Sortiment.
Die meisten Fairtrade-Lizenznehmer erwirtschaften den Hauptteil ihrer Gewinne nicht mit den wenigen Fairtrade-gesiegelten Produkten, sondern mit allen Produkten, unabhängig davon, ob sie fair gehandelt sind oder nicht. Somit kann ein Fairtrade-Lizenznehmer die wenigen Fairtrade-gesiegelten Produkte seines Sortimentes anders kalkulieren. Diese Möglichkeit hat die GEPA nicht. Auch dieser grundlegende Unterschied kann sich dann in den Endverkaufspreisen widerspiegeln.
Faire Preise für die Produzent*innen
Wie viel Geld kommt bei den Produzent*innen von GEPA-Produkten an?
Das ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich – schließlich arbeiten wir mit 108 Partnern in 43 Ländern zusammen (Geschäftsjahr 2025)
Wir handeln mit Organisationen
Wichtig fürs Verständnis: Die GEPA arbeitet mit Organisationen bzw. Kooperativen zusammen – nicht mit Einzelpersonen oder einzelnen Familien.
Das bedeutet, dass wir das Geld jeweils an die betreffende Organisation überweisen, sie sind unsere Handelspartner. Sie verwalten das Geld selbstständig und sie sind es auch, die wiederum die einzelnen Produzent*innen bezahlen.
Beispiel Kaffee-Genossenschaft
Im Kaffeeanbau beispielsweise, haben sich die Kleinbäuer*innen in einer Genossenschaft zusammengeschlossen.
Die GEPA überweist das Geld für den Rohkaffee an die Genossenschaft.
- Die Genossenschaft ist verantwortlich für
- die Abwicklung der Verträge,
- die heimische Verarbeitung,
- die Verpackung
- den Transport bis zum Hafen.
- Nach Abzug dieser Kosten erhält der einzelne Kleinbauer, die einzelne Kleinbäuerin das Geld von der Genossenschaft, je nachdem wie viel sie*er geliefert hat.
- Daneben gibt es noch ein Gemeinschaftskonto der Genossenschaft: Auf dieses Konto gehen beispielsweise die Einnahmen aus der Fairtrade-Prämie. Gemeinsam entscheiden die Mitglieder der Genossenschaft, wofür dieses Geld verwendet wird.
Das können z. B. sein:- Investitionen in die Schulbildung der Kinder
- Fortbildungsmaßnahmen
- Infrastruktur
- Gesundheitsfürsorge.
Beispiel Tee-Anbau
Im Tee-Anbau ist es anders, denn hier handelt es sich meistens nicht um kleinbäuerliche Strukturen, sondern die GEPA arbeitet beispielsweise in Indien mit dem engagierten Privatunternehmen TPI zusammen.
Bei TPI
- bekommen die Angestellten mindestens den staatlich festgesetzten Mindestlohn
- der Arbeitgeber muss die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen sowie die Hired Labour Standards von Fairtrade International garantieren.
Fairtrade-Prämie und Mitbestimmung
Neben dem Lohn, den die Arbeiter*innen erhalten, wird auch hier bei allen Produkten eine Fairtrade-Prämie bezahlt.
- Dieses Geld wird von einem Ausschuss verwaltet, der überwiegend aus Arbeiter*innen besteht.
- Dieser Ausschuss entscheidet nach Absprache mit der Arbeiterschaft, in welche Projekte das Geld investiert wird.
- Bei TPI (Tea Promoters India) wurde dieses Geld beispielsweise für den Ausbau der Gesundheitsversorgung der Arbeiter*innen investiert sowie in die Renovierung des Spielplatzes.
Preisgestaltung der Wiederverkäufer
Warum kann ein und das gleiche GEPA-Produkt im Supermarkt manchmal günstiger sein als im Weltladen?
Die GEPA kann nur eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an ihre Kunden geben. Auf die Preisgestaltung der Wiederverkäufer aus dem Lebensmitteleinzelhandel darf die GEPA aus kartellrechtlichen Gründen keinen Einfluss nehmen. Allein der Händler entscheidet darüber, zu welchem Preis er die Produkte anbietet.
Was genau heißt eigentlich UVP?
Die Abkürzung „UVP“ steht für „unverbindliche Preisempfehlung“. Eine Preisbindung kann nur von staatlicher Seite festgesetzt werden. In Deutschland gibt es das nur als Buchpreisbindung.
Wie bewertet die GEPA, dass einige Supermärkte GEPA-Produkte günstiger anbieten?
Die GEPA sieht diese Preisreduzierungen auch sehr kritisch und ist nicht immer erfreut darüber, wenn die hochwertigen Produkte durch Aktionspreise unter Wert verkauft werden. Allerdings können über solche Aktionsprodukte in Supermärkten auch neue Kunden gewonnen werden, die die GEPA bis dahin noch nicht kannten. Im günstigsten Fall werden Kunden, die das GEPA-Produkt über eine Aktion im Supermarkt kennengelernt haben, dieses auch im Weltladen kaufen.
Ich habe GEPA-Kaffee zum Sonderpreis gekauft – bekommt der Handelspartner jetzt weniger Geld?
Nein. Unabhängig davon, wie viel ein GEPA-Kaffee am Ende hier kostet, haben die Produzenten-Organisationen, von denen die GEPA gekauft hat, den ausgehandelten fairen Preis bereits erhalten. Beispielsweise bekommen es die Kaffeebäuer*innen nicht zu spüren, wenn der Kaffee bei einer Aktion günstiger als sonst verkauft wird. Es gibt also keinen direkten Bezug zwischen „Ladenpreis“ und den vertraglich festgelegten Mengen und Preisen, die die GEPA mit ihren Partnern vereinbart hat.
Die GEPA hat leider keinen Einfluss auf den endgültigen Verkaufspreis durch unsere Wiederverkäufer. Sie kann lediglich unverbindliche Preisempfehlungen aussprechen, wie es vom Bundeskartellamt vorgeschrieben ist.
Umwelt und Bio
Bio und Fair
Ist ein GEPA-Produkt auch immer bio?
Rund 89,6 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes erzielen wir mit Produkten aus geprüft ökologischem Anbau (Stand: Mai 2026).
Grundsätzlich gilt:
Bei Bio-Produkten werden ökologische Standards überprüft. Bei fair gehandelten Produkten liegt der Schwerpunkt auf Sozialstandards und fairen Handelsbedingungen.
Fair Trade und Bio sind zwei Ansätze, sich sehr gut ergänzen.
Weitere Informationen:
Warum sind nicht alle GEPA-Produkte bio?
In erster Linie ist die GEPA eine Fair-Handels-Organisation. Nicht alle Kleinbauerngenossenschaften, mit denen wir handeln, bringen die Voraussetzungen für Bioanbau mit. Wir möchten aber auch diesen Kooperativen den Marktzugang erleichtern. Die Umstellung auf Bioanbau ist kosten- und zeitintensiv, erfordert Know-how und bringt in der Umstellungsphase Ernterückgänge mit sich.
Ohne faire Preise ist eine solche Umstellung oft nicht zu schaffen.
Wir als GEPA empfehlen die Umstellung auf Bioanbau
Als GEPA unterstützen wir unsere Handelspartner bei der Umstellung auf ökologischen Anbau zum Beispiel durch Beratung und Vorfinanzierung. Für alle zertifizierten Bio-Produkte bekommen die Produzent*innen einen Bio-Zuschlag.
Die Umstellung auf Bioanbau ist zum einen für die Produzent*innen und die Natur besser, zum anderen bietet es den Partnerorganisationen auch eine weitere Marktchance, denn:
Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt!
Übrigens:
Das gesamte Schokoladen-Sortiment, das gesamte Honig-Sortiment sowie das gesamte Tee-Sortiment der GEPA ist bio-zertifiziert.
Weitere Informationen:
Woran erkenne ich, ob das GEPA-Produkt auch bio ist?
Alle Bio-Produkte der GEPA tragen das EU-Bio-Siegel. Zusätzlich durchlaufen auch viele Bio-Produkte die Zertifizierung von Naturland und Naturland Fair. Auf diesen Produkten ist das entsprechende Siegel zu sehen.
Das kleine hochgestellte Sternchen * auf der Zutatenliste bedeutet:
* Zutat ist aus kontrolliert ökologischem Anbau.
Weitere Informationen:
Gentechnik
Sind alle GEPA-Produkte gentechnikfrei?
Ja, die GEPA lehnt Gentechnik ab und vertreibt grundsätzlich nur Lebensmittel, die keiner GVO-Kennzeichnungspflicht (GVO steht für „Gentechnisch veränderte Organismen“) unterliegen.
Stattdessen unterstützt die GEPA ihre Partner dabei, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen.
Bio-Anbau heißt auch: gentechnikfrei laut Gesetz. Die EU-Öko-Verordnung verbietet die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO).
Die meisten GEPA-Lebensmittel sind bio-zertifiziert. Auch unsere Produkte, die nicht aus ökologischem Anbau stammen, sind gentechnikfrei laut Gesetz.
Klimagerechtigkeit und Klimaschutz
Was heißt eigentlich Klimagerechtigkeit?
Was heißt eigentlich Klimagerechtigkeit?
Das Konzept der Klimagerechtigkeit thematisiert die folgende Tatsache: Besonders die Menschen im Globalen Süden, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen, haben am stärksten unter ihren Folgen zu leiden. Gleichzeitig haben sie nicht die Mittel, sich ausreichend vor Extremwetterereignissen zu schützen bzw. die entstandenen Schäden zu beheben. Das ist ungerecht!
Ziel des Konzepts „Klimagerechtigkeit“ ist daher, mit verschiedensten Maßnahmen den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 stark zu reduzieren und gleichzeitig die Menschen im Globalen Süden bei der Anpassung an die Klimakrise zu unterstützen.
So kann Klimagerechtigkeit aussehen:
Die größten Verursacher des Klimawandels müssen den Ländern im Globalen Süden z.B. finanzielle Unterstützung gewährleisten, damit diese überhaupt in der Lage sind, mit den Folgen der globalen Erwärmung umzugehen.
Wir als Fair Handels-Organisation sagen „Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit!“ - Die Klimakrise ist eben keine reine Umweltkrise, sondern vor allem auch eine ethische und politische Krise. Sie kann nur bewältigt werden, wenn die Grundlagen des globalen Wirtschaftssystems geändert werden.
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Warum ist Klimagerechtigkeit für die GEPA so wichtig?
„Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit!“ lautet die kurze Antwort. Unsere Partner im Globalen Süden sind immer stärker von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen: Regen- und Trockenzeiten verschieben sich und damit auch die Produktion und Ernte. Extreme Dürren oder Überschwemmungen führen zu geringen Ernten oder sogar zum Totalverlust von Ernten. Gleichzeitig geht fruchtbares Land verloren. Für unsere Partner wird das immer existenzbedrohender – da ist es für die GEPA nur logisch, das Thema Klimagerechtigkeit in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen.
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Welche konkreten Projekte zur Anpassung an die Klimakrise unterstützt die GEPA bei ihren Partnern im Globalen Süden?
Aufforstungsprojekt mit unserem Handelspartner ATPI auf den Philippinen: Von 2013 bis 2022 wurden 73.000 Bäume von der GEPA finanziert und von Zuckerpartner ATPI gepflanzt.
Seit 2021 bereichert die #Choco4Change Vegan unser Sortiment: 20 Cent je verkaufter Tafel fließen zusätzlich zur fairen Bezahlung in ein Baumpflanzprojekt bei unserem Bio-Kakaopartner CECAQ-11 auf São Tomé.
GEPA-Handelspartner-Fonds: Die GEPA fördert Kleinprojekte bei ihren Handelspartnern. Diese finanzielle Unterstützung erfolgt unbürokratisch und unkompliziert. Dabei stehen auch Klimaschutzprojekte im Fokus.
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Welche konkreten Projekte zur Anpassung an die Klimakrise unterstützt die GEPA im Globalen Norden?
Umrüstung des gesamten GEPA-Standortes in Wuppertal auf LED-Beleuchtung
Rund 1.950 Quadratkilometer Dachfläche unserer Firmenzentrale sind begrünt
Auf dem GEPA-Lagerdach sind 1.422 Hochleistungs-Solarmodule installiert
Der GEPA-Fuhrpark ist komplett auf Elektroautos umgestellt. Es gibt zwölf Ladepunkte sowie Ladeplätze für E-Bikes
Welchen Beitrag leistet die GEPA zur Reduktion globaler Emissionen?
- Kooperation mit der Klima-Kollekte:
Die GEPA reduziert ihre Treibhausgasemissionen so weit wie möglich und leistet darüber hinaus freiwillige Beiträge zur Finanzierung von Klimaschutzprojekten der KlimaKollekte im Globalen Süden. Diese sind nach anerkannten Standards zertifiziert. Aktuell: „Erneuerbare Energien mit Biogas“ in Uttarakhand, Indien. - Reduzierung von CO2-Emissionen im Seetransport: ZEMBA
Wir sind Mitglied bei ZEMBA („Zero Emission Maritime Buyers Alliance“), einer gemeinnützigen Organisation und einem Projekt der coZEV („Cargo Owners for Zero Emission Vessels). Die coZEV ist eine Plattform der Schiffseigner (Verlader) mit dem Ziel, die CO2-Emissionen durch die Schifffahrt stark zu reduzieren.
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Palmöl
Warum steht Palmöl in der Kritik?
Die Ölpalmen werden oft in großen Monokulturen angebaut. Regenwald wird zerstört, Menschen werden vertrieben. Zudem entsprechen die Arbeitsverhältnisse auf den Plantagen zum Großteil weder internationalen Standards noch der lokalen Gesetzgebung.
Warum verwendet die GEPA in einigen Produkten Palmöl?
Für Füllungen in Schokoriegeln ist Palmfett aus Qualitätsgründen unerlässlich. So bietet beispielsweise Kokosfett hier bislang nicht die erwünschte Produktqualität. Die GEPA verwendet Palmöl außerdem in Gebäcken und im Cocoba-Brotaufstrich. Die GEPA versucht daher immer, Produktqualität mit fairen und umweltverträglichen Anbaubedingungen in Einklang zu bringen. Wo es möglich ist, wird „Fair for Life“-zertifiziertes Bio-Palmfett des Kleinbauernprojekts Serendipalm aus Ghana eingesetzt.
Bei Cocoba-Brotaufstrich, Spekulatius oder Karamellgebäck müssen wir aus produktionstechnischen Gründen auf RSPO-zertifiziertes Palmöl zurückgreifen. RSPO-zertifiziertes Palmöl entspricht noch nicht unseren Ansprüchen, geht aber schon mal in die richtige Richtung. In jedem Fall ist es aber konventionellem Palmöl vorzuziehen, wie auch Studien oder Einschätzungen von „Brot für die Welt“ oder „Stiftung Warentest“ bestätigen.
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Wird für das Palmöl in GEPA-Produkten Regenwald gerodet?
Gerade unser Partner, das Projekt Serendipalm aus Ghana, ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kleinbauern und Kleinbäuerinnen die Interessen von Mensch und Natur in Einklang bringen können. Wie früher in Europa wurde zwar auch hier in den Sechzigerjahren Primärwald für den traditionellen Anbau von landwirtschaftlichen Produkten (Subsistenzwirtschaft) gerodet. Aber dies geschah, bevor die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen von Serendipalm auf diesen Flächen heute u.a. die Palmfrüchte für den Export in die USA und EU angebaut haben.
Das bedeutet:
- Es wurden keine zusätzlichen Waldflächen gerodet
- Die durchschnittliche Farmgröße beträgt zwei bis drei Hektar
- Durch artengerecht geplante Misch- und Nutzwälder erreicht Serendipalm eine höhere Produktivität bei geringerem Flächenbedarf
- Anstatt – wie oft beim konventionellen Anbau – die lokale Bevölkerung zu vertreiben, schult Serendipalm die Kleinbäuer*innen im Biolandbau und unterstützt sie dabei, neben Ölfrüchten auch andere Feldfrüchte als zusätzliche Einkommensquelle anzubauen
Faires Palmöl? Ist das möglich?
Der Faire Handel mit Organisationen wie der GEPA bietet den Kleinbauern und Kleinbäuerinnen zusätzliche Chancen. Sie zahlen Serendipalm einen Preis, der über dem lokalen Preis für Palmölfrüchte liegt. Hinzu kommt dann noch die Fair-Handelsprämie, über deren Verwendung das Fair Trade-Komitee als Vertretung der Bäuer*innen sowie der Mitarbeiter*innen entscheidet.
Vorteile des Fairen Handels auf einen Blick:
- Wasserbrunnen, Sanitäranlagen, Unterkünfte für Krankenschwestern, Trainingscenter, Büchereien wurden gebaut
- Die Bäuer*innen können sich auf die Abnahme durch Serendipalm verlassen
- Serendipalm übernimmt die Kosten für den Transport
- Serendipalm bietet zinsfreie Kredite, kostenlose Setzlinge, kostenlosen Dünger
- Auch Mitarbeiter*innen und Saisonarbeiter*innen werden überdurchschnittlich bezahlt und erhalten Sozialleistungen.
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Transparenz und Lieferkette
Mengenausgleich und Rückverfolgbarkeit
Was heißt eigentlich „Mengenausgleich“?
Der so genannte „Mengenausgleich“ (auch „Mengenbilanz” oder „Massenbilanz”, engl.: „mass balance”) wurde von Fairtrade International festgelegt. Er kann angewandt werden bei den Produkten Kakao, Rohrzucker, Fruchtsäfte und Tee.
Mengenausgleich bedeutet, dass zertifizierte und nicht zertifizierte Rohstoffe während der Weiterverarbeitung nicht getrennt gehalten werden. Ein Grund dafür kann sein, dass Kleinbauern-Kooperativen über keine eigenen Verarbeitungsanlagen verfügen und auf größere Verarbeitungsanlagen ausweichen müssen. Auch sind die Mengen manchmal zu gering, um eine eigenen Verarbeitungsvorgang auszulasten.
Deshalb bietet Fairtrade den Mengenausgleich an: Fairtrade-Kooperativen erhalten weiterhin Fairtrade-Mindestpreis und -Prämie für genau die Menge, die sie verkauft haben und Unternehmen dürfen nur die entsprechende Menge ihrer Produkte mit Fairtrade-Siegel ausloben. Allerdings können die Zutaten in einem Produkt in der Folge nicht ins einzelne Päckchen zurückverfolgt werden, da es in der Verarbeitung keine Trennung zwischen Fairtrade- und nicht Fairtrade-Rohwaren gibt.
Bedingung, um Mengenausgleich anzuwenden:
Die eingekaufte und verkaufte Menge an Fairtrade-Produkten in der gesamten Lieferkette muss sich entsprechen. Somit ist gewährleistet, dass hierzulande nicht mehr Produkte mit dem Fairtrade-Siegel verkauft werden, als Rohwaren im Ursprung eingekauft wurden.
Gibt es bei der GEPA Mengenausgleich?
Bei der GEPA ist die physische Rückverfolgbarkeit aller Produkte bis zu den Produzentenorganisationen gewährleistet.
Die GEPA wendet in der Verarbeitung ihrer Produkte in Deutschland und Europa keinen Mengenausgleich an. Hier steuert die GEPA die Verarbeitung selbst. Wir suchen bewusst Verarbeiter, die faire Rohware getrennt von anderer verarbeiten können.
Auch unsere Handelspartner im Süden können bei der Verarbeitung fair gehandelte von nicht fair gehandelter Rohware trennen, sodass sie sich nicht vermischen.
Somit können wir sicherstellen:
Was draufsteht ist drin: Was wir von den Produzentenorganisationen fair eingekauft haben, findet sich auch im Päckchen wieder.
Wie gewährleistet die GEPA, dass die Produkte bis in den Ursprung zurückzuverfolgen sind?
Da wir die gesamte Produktionskette überblicken, können wir die fair eingekauften Rohwaren von der Produzentenorganisation bis ins Päckchen zurückverfolgen: Wir wissen, woher unsere Rohwaren kommen, und wir kennen unsere Partner.
Auch Verbrauchermagazine wie Stiftung Warentest und ÖKO-TEST legen zunehmend Wert auf faire und ökologische Produktionsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette. Immer wieder bescheinigen sie uns, dass wir den Weg z. B. vom Kaffeestrauch bis ins Päckchen lückenlos nachverfolgen können und dies auch belegen.
Wird auf Verpackungen der GEPA deutlich, dass sie die Produkte bis in den Ursprung zurückverfolgen kann?
Auf den GEPA-Verpackungen gibt es klare Angaben zu Produkt, Herkunft und Fair-Handelsanteil. Handelspartner sind beispielhaft genannt und – wenn es vom Platz her möglich ist - mit Foto abgebildet.