GEPA-Geschäftsbericht 2018

12.09.2019 – Für 20,7 Millionen Euro Ware im Süden eingekauft


Wuppertal.Im neuen GEPA-Geschäftsbericht für 2018 blickt das Fair Handelsunternehmen auf das vergangene Geschäftsjahr in seinen zahlreichen Facetten zurück. Schwerpunkte waren besonders die Themen #mehrWertFürAlle – Wertschöpfung in globalen Lieferketten und Klimagerechtigkeit. In diesem Jahr liegt hier der Fokus auf #FairTradeForFuture und der Unterstützung der Bewegung #fridaysforfuture. Der Bericht zeigt darüber hinaus, wie sich die GEPA in Zahlen entwickelt hat und welche Rolle die Weltläden spielen.

Wie wirkt der Faire Handel der GEPA?

Insgesamt hat die GEPA im Kalenderjahr 2018 für 20,7 Millionen Euro (rund 24,5 Millionen US-Dollar) Ware bei ihren Handelspartnern – vor allem im Süden – eingekauft. Dies verteilt sich insgesamt auf 131 Handelspartner wie etwa Genossenschaften oder kleine Handwerksbetriebe. Damit konnten 31 Handelspartner in Afrika, 62 in Lateinamerika, 35 in Asien und drei in Europa vom Fairen Handel und seinen Leistungen wie etwa fairen Preisen profitieren.

Der Geschäftsbericht bildet die Ergänzung zur GEPA-Jahrespressekonferenz im Mai dieses Jahres, bei der die Umsatzzahlen 2018 vorgelegt wurden: Der Fair Trade-Pionier steigerte 2018 den Großhandelsumsatz von rund 74 Millionen Euro um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im aktuellen Bericht kann nun das komplette Geschäftsjahr 2018 mit u.a. Gewinn- und Verlustrechnung nachgelesen werden.

„Vor dem Hintergrund der Stabilisierungsphase 2018 nach der Einführung eines neuen, zukunftsträchtigen Warenwirtschaftssystems beginnen jetzt die Investitionen zu greifen“, sagte der Kaufmännische GEPA-Geschäftsführer Matthias Kroth.

Mehr Wertschöpfung für Kleinproduzentinnen und -produzenten zu schaffen gehört zu den Grundsätzen der GEPA seit der Gründung. Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb, erklärte: „Mehr Wertschöpfung heißt auch mehr Wirkung. Wir freuen uns, dass sich auch hier immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie Weltläden dafür einsetzen, zu mehr Wertschätzung und Wertschöpfung für Produkt und Produzent beizutragen.“

Bildung als Schlüssel zum Erfolg

Viele GEPA-Partner wie Tea Promoters India (TPI) engagieren sich dafür, dass Frauen gleichberechtigte Chancen erhalten. Bhawana Rai ist beispielsweise die erste und einzige Teegartenmanagerin in Darjeeling.
„Ich habe es als Frau nur so weit gebracht, weil ich eine gute Bildung bekommen habe“, erklärt Bhawana Rai.

Den Geschäftsbericht gibt es ausschließlich in digitaler Form.
Er ist unter www.gepa.de/Geschäftsbericht herunterzuladen.


Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 40 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“; gleichzeitig wurde sie dabei unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinunternehmen (bis 499 Mitarbeiter) gewählt. Außerdem hat sich die GEPA nach dem neuen Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. 

Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de 

Mitgliedschaften:

  • World Fair Trade Organization (WFTO) 
  • European Fair Trade Association (EFTA) 
  • Forum Fairer Handel (FFH)
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