Kaffee und Klimagerechtigkeit

Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir Tag für Tag an einer lebenswerten Zukunft. Gerechtigkeit und Klimaschutz gehören für uns dabei zusammen. Wie fairer GEPA-Kaffee dazu beiträgt, dass Handelspartner im Globalen Süden besser gegen die Klimakrise gewappnet sind.
So unterstützt die GEPA ihre Partner:

Über unseren Handelspartnerfonds fördern wir u. a. Maßnahmen zur Anpassung an die Klimakrise, Umstellung auf Bio-Qualität, Baumpflanzprojekte.
Übernahme von Zertifizierungskosten
besondere Prämien für Kaffee in Bio-Umstellung
Schulungen zum Thema Bio-Anbau
Faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen sollen die Planungssicherheit gewährleisten und die Abhängigkeit von schwankenden Weltmarktpreisen reduzieren
Umstellung auf Bio-Anbau
87 Prozent des GEPA-Kaffeesortiments sind bereits biozertifiziert nach der EU-Öko-Verordnung oder zusätzlich nach den Naturland-Richtlinien. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig von unabhängigen Kontrollstellen überprüft.
Bio-Landwirtschaft fördert die Artenvielfalt und schafft die Grundlage für vielfältige Lebensräume für Vögel, Insekten, Bodenlebewesen und Ackerwildkräuter. Im ökologischen Anbau ist der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und leicht löslicher Mineraldünger nicht gestattet. Stattdessen werden organische Dünger eingesetzt.
Wir unterstützen unsere Handelspartner daher aktiv dabei, auf Bio-Anbau umzustellen:
Anbau in Agroforst-Systemen:
Viele unserer GEPA-Bio- Kaffees werden sogar in sogenannten Agroforstsystemen, also Mischkulturen mit Schattenbäumen, angebaut. Sie bieten den Produzent*innen viele Vorteile:
Schattenbäume- und Sträucher reduzieren die Sonneneinstrahlung, tragen zu einem ausgeglicheneren Mikroklima bei und unterstützen die Bodenfeuchtigkeit, auch können sie starke Winde abbremsen.
Herabfallende Blätter schützen vor Austrocknung des Bodens; wenn sie sich zersetzen, versorgen sie den Boden und die Pflanzen mit Nährstoffen.
Durch den Anbau verschiedener Nutzpflanzen kann die Fläche mehrfach genutzt werden und gleichzeitig tragen die verschiedenen Kulturen zu einer vielfältigeren Ernährung und zur Ernährungssicherheit bei. Überschüsse können vermarktet werden und zusätzliches Familieneinkommen schaffen.
Warum Agroforstsysteme einen echten Unterschied machen, zeigt die Broschüre „Ab in die Zukunft mit Agroforst“ unseres Gesellschafters Misereor.
Kaffee-Kleinbäuer*innen kämpfen mit den Folgen der Klimakrise
Die Klimakrise stellt Kaffee-Kleinbäuerinnen weltweit vor immer größere Herausforderungen. Veränderte Regenzeiten, längere Trockenperioden, Starkregen und neue Pflanzenkrankheiten gefährden Ernten und Einkommen. Besonders betroffen sind Produzent*innen im Globalen Süden – also jene Menschen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. GEPA-Handelspartner wie die peruanische Kaffeekooperative Sol y Café erleben diese Veränderungen bereits heute unmittelbar.
Umso wichtiger sind stabile und langfristige Handelspartnerschaften. Sie schaffen Planungssicherheit und ermöglichen Investitionen in nachhaltige Anbaumethoden. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen unterstützt die GEPA deshalb Maßnahmen, die Kaffeeanbau widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise machen. Dazu gehört vor allem der Anbau in Agroforstsystemen: Zwischen den Kaffeesträuchern wachsen Schattenbäume, Bananen oder weitere Nutzpflanzen. Sie schützen die Böden vor Austrocknung, fördern die Artenvielfalt und helfen dabei, Wasser besser zu speichern. Gleichzeitig können die Familien zusätzliche Erträge erwirtschaften.
Wir setzen darauf, dass unser Kaffee aus Agroforstsystemen nachhaltig sein kann, trotz der klimatischen Bedrohung, die uns betrifft durch das Auftreten von Schädlingen, oder durch Regenmangel, zu starke oder zu unregelmäßige Regenfälle. Aber mit dem Agroforst tragen wir ein wenig zur Stabilität des Mikro-Klimas bei.
Für uns gehören deshalb Handelsgerechtigkeit und Klimagerechtigkeit zusammen. Faire Preise, langfristige Partnerschaften und Investitionen in nachhaltige Anbaumethoden stärken die Widerstandskraft von Kleinbäuer*innen und ihren Organisationen. So können sie auch unter schwieriger werdenden klimatischen Bedingungen Perspektiven für ihre Familien und Gemeinden schaffen.
Die besondere Rolle von Kleinbäuer*innen für Ernährungssicherheit, bei der Bekämpfung von Hunger und Fehlernährung sowie als ressourcenschonende Landwirtschaft betont auch der Weltagrarbericht.
Kleinbäuerliche Strukturen sind essenziell für Ernährungssicherheit
Die besondere Rolle von Kleinbäuer*innen für Ernährungssicherheit, bei der Bekämpfung von Hunger und Fehlernährung sowie als ressourcenschonende Landwirtschaft betont auch der Weltagrarbericht.
Klimagerechtigkeit für die Zukunft
Fair Trade spielt eine wichtige Rolle beim Kampf gegen und die Anpassung an den Klimawandel. Wir unterstützen unsere Partner dabei, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Unter anderem über unseren Handelspartnerfonds fördern wir ressourcenschonende Produktionsweisen und die Umstellung auf Bio-Anbau. Das alles gehört für uns zum großen Thema „Klimagerechtigkeit“ dazu.
Zusammenarbeit mit der Klima-Kollekte
Wir reduzieren unsere Treibhausgasemissionen so weit wie möglich und leisten darüber hinaus freiwillige Beiträge zur Finanzierung von nach anerkannten Standards zertifizierten Klimaschutzprojekten der KlimaKollekte im Globalen Süden.
Klima-Kollekte: Ofenprojekt in Tansania
Wie Klimaschutz und Partnerprojekte Hand in Hand gehen, zeigt das Ofenprojekt unseres Kaffeepartners KCU in Tansania. Die Öfen ersetzen offene Feuerstellen – das mindert Emissionen und Abholzung, da unter anderem getrocknetes Unkraut statt Holz zum Kochen genutzt werden kann. Mit den raucharmen Lehmöfen reduzieren die Frauen den Ausstoß von CO2 und die Kochzeit von drei Stunden auf eine Stunde. Das schützt auch die Gesundheit.
Klimagerechtigkeit für die Zukunft
Fair Trade spielt eine wichtige Rolle beim Kampf gegen und die Anpassung an den Klimawandel. Wir unterstützen unsere Partner dabei, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Unter anderem über unseren Handelspartnerfonds fördern wir klimafreundliche Produktionsweisen und Umstellung auf Bio-Anbau. Das alles gehört für uns zum großen Thema „Klimagerechtigkeit“ dazu.
Weitere Informationen
Das GEPA-Klimapuzzle
KlimagerechtigkeitDie Klimakrise als Ganzes angehen – mit dem Klimapuzzle zeigen wir: Fairer Handel ist Teil der Lösung.





