Geschäftsführer Lucas Silvestre García

Kampf der Kleinbäuer*innen
gegen die Treibhausgase

Lucas Silvestre Garcia ist seit 21 Jahren Geschäftsführer der Kooperative Guya’b. In seiner Freizeit ist er Hobby-Landwirtschaft aus Leidenschaft, denn er liebt Tiere und hält auch ein paar Kühe und Pferde, die seine Wochenenden in Anspruch nehmen. Persönlich hat er durch den Verkauf seines Kaffees profitiert. Er baut auf zwei Hektar fair gehandelten und vogelfreundlichen Bio-Kaffee an. Aufgewachsen ist er 25 Kilometer vom Gemeindesitz Huehuetenango. In seiner Kindheit gab keine Straßen, keinen Strom und kein Trinkwasser. Nach Abschluss der Sekundarschule studierte er Agrarwissenschaften.
 

Mit der GEPA arbeitet Guaya’b seit rund 13 Jahren zusammen; der Kontakt kam durch die belgische Organisation „Miel Maya“ zustande. Lucas Silvestre: Die GEPA ist einer der führenden Anbieter im Fairen Handel, der die Philosophie der Loyalität und Transparenz praktiziert. Glücklicherweise teilen wir diese Fair Trade-Philosophie mit der GEPA.“ Die Organisation hat 631 Mitglieder, die in elf Gemeinden im Bezirk Huehuetenango leben;  206 der Mitglieder sind Imker und 425 Kaffeebauern. Von den Kooperativen-Mitgliedern sind 119 Frauen.

Ich weiß, was die Nahrungsmittelsicherheit für alle bedeutet.Lucas Silvestre

Diversifizierung spielt eine wichtige Rolle. „Zum Glück ist es eine uralte Praxis unserer Mitglieder. Ich weiß, was die Nahrungsmittelsicherheit für alle bedeutet, die Mais und Bohnen anbauen. Das ist die Basis für die tägliche Ernährung der Familien. Aber auch um Einnahmen zu generieren, bauen wir Kaffee, Honig, Erdnüsse und Hibiskus an.“ 


Der Klimawandel betrifft die Imkerei weltweit. „Das Wachstum der nektar- und pollenproduzierenden Pflanzenarten wird gestört und damit auch das Verhalten der Bienen, sagt Lucas Silvestre. Auch bei Guaya’b hat der Klimawandel die Ernteperioden verschoben. Früher begann die Honigernte im Dezember und endete in den ersten Apriltagen. Heute beginnt die Ernte im Februar und endet im Juni. Aber das Besorgniserregendste ist der Rückgang des Produktionsvolumens. Früher produzierten die Bienenstöcke 50 Kilo Honig, heute nur noch 15 Kilo. Das entspricht einem Verlust von 70 Prozent und hat enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft der Imker. Lucas Silvestre: „Leider tragen die großen Weltmächte nichts zur Kontrolle oder zur Reduzierung der Treibhausgase bei, also liegt es an den kleinen Produzenten, diese aufwändige Arbeit zu leisten.“

Als Partner der GEPA konnten wir die die Wiederaufforstung mit bienenfreundlichen, blütenreichen und pollenproduzierenden Pflanzenarten fördern. Guayab hat eine Baumschule mit 7000 Pflanzen, hauptsächlich Belladonna (Schwarze Tollkirsche), die sehr effizient in der Nektarproduktion ist; 2020 hat die Kooperative etwa 5000 Orangen-, Mandarinen-, Zitronen-, Mango-, Avocado- und Pfirsich-Bäumchen verteilt. Guaya’b hat auch auf ökologische Produktion umgestellt, was die GEPA durch ihren Handelspartnerfonds mit unterstützte.

 

Der Faire Handel ist ein attraktiver Nischenmarkt gewesen.Lucas Silvestre

Der Klimawandel betrifft die Imkerei weltweit. „Das Wachstum der nektar- und pollenproduzierenden Pflanzenarten wird gestört und damit auch das Verhalten der Bienen, sagt Lucas Silvestre. Auch bei Guaya’b hat der Klimawandel die Ernteperioden verschoben. Früher begann die Honigernte im Dezember und endete in den ersten Apriltagen. Heute beginnt die Ernte im Februar und endet im Juni. Aber das Besorgniserregendste ist der Rückgang des Produktionsvolumens. Früher produzierten die Bienenstöcke 50 Kilo Honig, heute nur noch 15 Kilo. Das entspricht einem Verlust von 70 Prozent und hat enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft der Imker. Lucas Silvestre: „Leider tragen die großen Weltmächte nichts zur Kontrolle oder zur Reduzierung der Treibhausgase bei, also liegt es an den kleinen Produzenten, diese aufwändige Arbeit zu leisten.“

Neben dem Export bietet die Genossenschaft auch Kaffee, Honig und Pollen auf dem lokalen Markt an als weiteres Standbein. Außerdem gibt es eine Gruppe von Produzentinnen, die Wachs für die Rähmchen in den Bienenvölkern stanzen; dadurch erzielen sie ein zusätzliches Einkommen. Das heißt: Die Frauen stanzen hier die Waben in die Wachsplatten. Diese Wachsplatten hängen die Imker als sogenannte Mittelwände in die Bienenvölker, wo sie dann von den Bienen ausgebaut und mit Honig und Pollen befüllt werden oder zur Aufzucht genutzt werden.

 

WEITERE INFORMATIONEN

Was bringt der Fair Trade-Honig der GEPA den Imker*innen in Lateinamerika?
Zur Musterkalkulation unseres Mexico Hochlandhonigs

Weitere Porträts der Mitglieder von Tzeltal Tzotzil und Guaya'b
finden Sie hier

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Umwelt / Klima

Klimaschutz und
Klimagerechtigkeit

Bienenhaltung verbraucht keine Ressourcen und durch die Bestäubungsleistung trägt sie zur Ernährungssicherheit bei.
 

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Bienenhaltung verbraucht keine Ressourcen und durch die Bestäubungsleistung trägt sie zur Ernährungssicherheit bei.