Art der Organisation:
Kooperativen-Dachverband
Ort:
Südamerika, Peru, Piurá
Mitglieder:
6.650
GEPA Partner seit:
1993
GEPA-Code:
370
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Über den Partner

Kaffee wird bereits seit mehr als 100 Jahren in der Region von Piurá im Norden Perus angebaut. Der  Faire Handel und der Bio-Anbau von Kaffee ermöglichten den Bäuer*innen durchschnittlich einen besseren Preis für ihr Produkt zu erzielen. Im Rahmen eines umfangreichen Fortbildungs-Programmes lernten sie seit 1991 alles über den Bio-Anbau, was notwendig war und nutzen dieses Wissen erfolgreich zur Herstellung exzellenten Bio-Kaffees. Durch die Methoden des Bio-Anbaus konnte die Produktivität der Kaffeegärten erhöht werden, und die Qualität des Kaffees verbessert werden. Außer Kaffee pflanzen die Bäuer*innen zudem noch Bio-Kakao und Bio-Zuckerrohr an. Durch den Mehrpreis konnten auch Zusatzleistungen wie Investitionen zur Qualitätsverbesserung (Geräte für das Kaffeelabor, dessen Zertifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen) und die Förderung von Frauen und Kindern ermöglicht werden.

Die Produzent*innen

Die Mitglieder von Norandino sind Kleinbäuer*innen, die durchschnittlich drei Hektar Land besitzen. Etwa auf der Hälfte der Fläche bauen sie Bio-Kaffee an, und auf der restlichen Fläche u.a. Kakao, Obst und  Zuckerrohr. Bedingt durch den Klimawandel wächst der Bio-Kaffee in höheren Lagen bis zu 2.300 Metern besonders gut. Die Bohnen sind von hoher Qualität, und die Kaffeepflanzen bleiben weitgehend gesund. Allerdings ist dort die verfügbare Fläche begrenzt, sodass dies den Rückgang beim Ertrag in tieferen Zonen nicht vollständig ausgleichen kann. Die Bauernfamilien leben im Nordwesten Perus. 

Zur Geschichte

 

2025

Besuch von Kleber Cruz Garcia, GEPA Einkaufsmanager Kaffee

 

2024

Besuch von Kleber Cruz Garcia, GEPA Einkaufsmanager Kaffee

 

2022

Besuch von Kleber Cruz Garcia, GEPA Einkaufsmanager Kaffee

 

2019

Besuch von Kleber Cruz Garcia, GEPA Einkaufsmanager Kaffee und Stephan Beck, GEPA Abteilungsleiter Einkauf & Qualitätssicherung

 

2015

Beginn des Panela-Imports

 

2013

Besuch von Kleber Cruz Garcia, Produktmanagement Kaffee

 

2008

Besuch des Produktmanagers Food Lateinamerika Stephan Beck

 

2001

Besuch von Kleber Cruz Garcia, Produktmanagement Kaffee

 

Produkte:

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Bio 'Organico naturmilde Fairness' 500g, gemahlen

Bio Fair Trade Kaffee 'Organico naturmilde Fairness' 250g, gemahlen

Bio 'Organico Caffè Crema Fairness' 500g, Bohne

Bio 'Organico Espresso Fairness' 500g, Bohne

Bio Kaffee 'Organico entkoffeinierte Fairness' 250g, gemahlen

Bio Organico mild 250g, gemahlen

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Um nicht von Bio-Kaffee abhängig zu sein, pflanzten die Bäuer*innen auf ihrem Land auch Kakao- und Obstbäume, Zuckerrohr und Ananas. Die GEPA unterstützt dies durch den Kauf einiger Produkte von Norandino. Außerdem hat sich die Organisation Norandino für den Verkauf von CO2-Zertifikaten zertifizieren lassen.

Frauen

Um speziell den Frauen Arbeitsmöglichkeiten zu bieten, wurden Gemeinschaftsgärten angelegt oder Investitionen in die Kleintierzucht verstärkt. In fast jedem Dorf gibt es Frauen- und Mütterklubs, die sich für Bildungs- und Gesundheitsbelange im Dorf einsetzen.

Bildung

Bei Norandino lernten die Bäuer*innen alles über den Bio-Anbau, die Vermeidung von Krankheiten im Kaffee- und Kakaogarten, Mischkulturen gelernt und zu guter Letzt, wie sie ihre Preise richtig kalkulieren.

Bio

Unser Partner berät bis heute die Bäuer*innen in allen Fragen des ökologischen Anbaues. Norandino nahm bis 2022 an einem Beratungsprojekt zur Verbesserung des Bio-Anbaus teil, das von Naturland und der GEPA mit Unterstützung von MISEREOR durchgeführt wurde.

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fairtrade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund Kaffee. Dazu kommen die Fair-Trade-Prämie und die Bio-Prämie. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Aufbau

Durch den Fairen Handel konnte unser Handelspartner in Verarbeitungsanlagen für Bio-Kaffee, Bio-Kakao und Bio-Rohrzucker investieren und so die Qualität der Produkte verbessern.

Chancen

Durch den Verkauf ihres Bio-Kaffees, Bio-Kakaos und Bio-Rohrzuckers in Europa erhielten die indigenen Bäuer*innen eine Chance, ihre Lebensbedingungen selbstbestimmt zu verbessern.

Qualität

Ihr ausgezeichneter Bio-Kaffee wächst auf einer Höhe von 1.200 bis 2.100 m. Die Mitglieder erhielten von der GEPA eine umfassende Beratung zur Produktqualität, die maßgeblich für den Einstieg in die Vermarktung war. Seit 2018 nimmt der Qualitätsverantwortliche an einer Kaffee-Schulungsreihe der GEPA teil.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.

Was ist noch zu tun?

Aufbau

Ein Inlandsmarkt für ihre Spezialitätenkaffees soll aufgebaut werden. Erste Kontakte mit Bäckereien, Gastronomiebetrieben und kleinen Röstereien bestehen bereits.

Ökologie

Der Klimawandel wirkt sich massiv auf die Kaffeeproduktion aus. In tieferen Lagen treten Krankheiten wie Kaffeerost vermehrt auf, zusätzlich erschweren unregelmäßige Regenfälle und Trockenperioden den Anbau.

Christoline Swartz mit ihrer Tochter auf den Stufen vor dem Haus.
Christoline Swartz (rechts) ist stellvertretende Vorsitzende von WORC. Anders als noch ihre Mutter kann Christolines Tochter Chrislin frei entscheiden, ob und was sie studieren will.

Auf den Spuren des Fairen Handels

Reportagen & Reiseberichte

Begleite uns in Reportagen und Reiseberichten zu den Menschen, die Kaffee, Kakao, Tee und Co. anbauen und ernten. Erfahre, wie ihre tägliche Arbeit aussieht, welche Herausforderungen und Träume sie begleiten.