12.486 € für Klimaprojekte bei GEPA-Partnern

Diese Projekte haben wir mit unserer Aktion „Mit Snacken die Welt retten” im Rahmen der Fairen Woche 2024 unterstützt.

Eine rötliche Kakaoschote hängt am Stamm eines Kakaobaumes in einem Wald

Im Rahmen unserer Aktion „Mit Snacken die Welt retten“ zur Fairen Woche 2024 gingen im gesamten September 5 % des Umsatzes unserer vier Vertriebsbereiche mit bestimmten GEPA-Riegeln in einen europäischen Klimafonds. Mit diesem Fonds der GEPA und weiteren Mitgliedern der EFTA (European Fair Trade Association) haben wir Projekte in verschiedenen Ländern des Globalen Südens unterstützt – zwei davon bei GEPA-Partnern. Wir konnten 12.486 € beisteuern und jeweils 6.243 € für die beiden Projekte überweisen. Hier zeigen wir, welche Projekte wir dieses Jahr mit unserer Aktion gezielt unterstützt haben.

Aufbau eines dynamischen Agroforstsystems

Schon seit 2019 läuft bei einem unserer wichtigsten Kakaopartner ein Klimaprojekt. Die Kooperative COOPROAGRO in der Dominikanischen Republik möchte bis 2030 ihren kompletten Kakaoanbau auf ein „Dynamisches Agroforstsystem" (DAS) umstellen und sich so besser gegen die Auswirkungen der Klimakrise zu schützen. Diese besondere Anbaumethode wird in tropischen Regionen – und insbesondere im Kakaosektor – immer wichtiger. Sie sieht vor, eine Vielzahl verschiedener Pflanzen einzuführen, die nicht direkt mit dem Kakao konkurrieren. Bestimmte Techniken der Waldbewirtschaftung sollen außerdem die Bodenfruchtbarkeit wiederherstellen, ohne dass von außen Einfluss genommen werden muss.

Bio-Kakao dient den Menschen, dem Klima und der Artenvielfalt.

Marisol Villar Batista

Marisol Villar Batista (Kakaobäuerin und tätig im Sekretariat des Verwaltungsrats), die auf ihrer Finca eine Agroforst-Pflanzung zusammen mit COOPROAGRO angelegt hat, weiß: „Die Produktion von Bio-Kakao dient den Menschen, dem Klima und der Artenvielfalt. Die Pflanzen spenden Schatten und in Bezug auf den Klimawandel sind die verschiedenen Pflanzen gut für Umwelt und Boden". COOPROAGRO plant ein Projekt zur Schulung der Mitglieder in DAS-Techniken, zu dem auch die Ausstattung mit den erforderlichen Werkzeugen und Setzlingen gehört.

Mit dem Projekt zur Umstellung auf das Dynamische Agroforstsystem verfolgt COOPROAGRO u.a. folgende Ziele:

  • Verbesserung der Bodenqualität / des Mikroklimas
  • Steigerung der Kakaoproduktion
  • Verbesserung der Artenvielfalt
  • Generierung von zusätzlichem Einkommen für die Erzeuger
  • Außerdem fördert es die Integration und Motivation junger Erzeuger in der Kakaoproduktion
  • Wichtiger Beitrag zu den Hauptzielen von COOPROAGRO und ITC (International Trade Center der UN)
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Kakaobäuerin mit einer Machete und einer geöffneten Kakaoschote
Marisol Villar Batista (Kakaobäuerin und tätig im Sekretariat des Verwaltungsrats) in einer der Agroforst-Pflanzungen von COOPROAGRO. Sie wird uns im Rahmen der Fairen Woche in Wuppertal besuchen.
Eine rötliche Kakaoschote hängt am Stamm eines Kakaobaumes in einem Wald
In einem Dynamischen Agroforstsystem wird eine Vielzahl verschiedener Pflanzen eingeführt, die nicht direkt mit dem Kakao konkurrieren.
Mann und Frau von hinten. Sie gehen in eine Kakaopflanzung. Er trägt eine Machete.
Unter anderem zur Verbesserung der Bodenqualität und des Mikroklimas kommt das Dynamische Agroforstsystem in tropischen Regionen immer häufiger zum Einsatz. Eine wichtige Maßnahme, um sich gegen die Auswirkungen der Klimakrise zu wappnen.

Baumpflanzprojekt und Trainings für Imker*innen in Guatemala

Mit unserem Honigpartner COPICHAJULENSE, dessen Mitglieder zu großen Teilen den indigenen Maya-Völkern Ixil und Quiche angehören, arbeiten wir schon sehr lange zusammen. Seit 2019 beziehen wir nur noch Bio-Honig von der Kooperative im nordwestlichen Hochland Guatemalas. Ihre Biozertifizierung wurde aus Mitteln des GEPA-Handelspartnerfonds unterstützt und bietet den Imker*innen jetzt höhere Preise sowie der Kooperative bessere Zukunftsaussichten. Ein neues Projekt, das im Juni 2024 angelaufen ist, sieht nicht nur die Pflanzung von Bäumen vor, sondern auch die spezielle Schulung der Landwirte, um weiter für die Bedeutung von Bäumen für die Umwelt zu sensibilisieren. Dies beinhaltet unter anderem:

  • Schulungen zur Veränderung/Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten der Menschen
  • Aufklärung über die Bedeutung von Bäumen für die Umwelt: Sie liefern nicht nur Holz oder Brennstoff, sondern sind wichtige Sauerstoffproduzenten, reinigen die Luft, verhindern Bodenerosion uvm.
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Gruppe von Imkern in Schutzkleidung an einem Bienenstock im Wald. Einer hält einen Smoker, ein anderer einen Rahmen mit Bienenwaben.
Die Imker*innen bei unserem Honigpartner COPICHAJULENSE erhalten Schulungen zur Eindämmung der Abholzung und über die Wichtigkeit von Bäumen für die Umwelt.
Zwei Männer in einer Baumschule hantieren an einem roten Sack, aus dem ein junger Baum guckt.
Außerdem werden im Rahmen des im Juni 2024 angelaufenen Projekts neue Bäume gepflanzt.
Ca. 15 Bienenstöcke an einem Hang in einem Wald
Generell trägt die Imkerei zu Artenvielfalt, zum Klimaschutz und auch zur Klimagerechtigkeit bei. Zudem ist sie äußerst ressourcenschonend, da Bienenstöcke auf kleinstem Raum Platz finden können.

Mehr zur GEPA-Aktion zur Fairen Woche

Die Faire Woche ist jedes Jahr wieder ein besonderes Highlight in unserem Kalender. Alles rund um unsere diesjährige Aktion: